November 8, 2009

Zakka in Tel Aviv: Miatou





Im Norden von Tel Aviv, auf der Dizengoffstrasse, liegt ein Laden, der inmitten der vielen Designershops, Coiffeure und Schmuckläden (der nördliche Teil der Strasse ist das Mekka aller Heiratswilligen) eher unscheinbar ist - ich bin jedenfalls in einem Monat oft genug dran vorbeigelaufen, ohne näher hinzuschauen. Fataler Fehler.

Denn drinnen ist das kleine Lädchen, getauft auf Miatou, randvoll mit handgemachten Kleinigkeiten 'Made in Israel' und Zakka, frisch importiert aus Japan. Eine Hausspezialität sind handgemachte Notizbücher, ganz besonders angetan haben es mir die Kladden nach Bauhausart und die mit Vintagekindermotiven. Die Geschichte, wie es zu den Notizbüchern kam, ist so typisch für die Juwele, die in Tel Aviv verborgen liegen (die Geschichte mit den Jugendstilschubladen ist auch so eine). Eine weitere Geschichte, die ich Euch an dieser Stelle empfehlen möchte, ist die des uralten Druckers im Süden von Tel Aviv, den eine Freundin in diesem Sommer entdeckte.

Aber zurück zu Miatou.

Hier gibt es Design, das das Team zwischen "Bauhaus Tel Aviv" und "Retro Tokio" ansiedelt, und zu Recht so. Lampen, Möbelstücke und Kissen gibt es (leider alles nicht mehr flugtauglich gewesen, wegen akuter Überfüllung meiner Reisebehältnisse), und dazwischen einen riesigen Schwung handgemachter Zakka-Dinge aus Japan. Photos im Laden machen fand der Herr, der 'Schicht' hatte, nicht so toll. Er war etwas mistrauisch, denn die Konkurrenz in Tel Aviv schläft nicht. Also unterhielten wir uns lieber, während ich Kleinigkeiten zusammensuchte. Taschen und Portemonnaies mit den zur Zeit so beliebten "Fairytale"-Drucken standen da, alle so vertraut und witzig. Ich weiss leider nicht, ob mein Redeschwall über "Zakka", "Matryoshka" und "Fairytale fabric" den Herrn verwirrt hat, oder ob er nur deshalb mit blankem Blick nickte, weil er das alles eh schon kannte... wir wechselten dann irgendwann das Thema auf die Notizbücher, auf den alten Buchbinder, auf Heidelberg und Deutschland, auf den Mittleren Osten - und, auch typisch für Israel, auf Politik.

Und so ging ich aus dem Laden mit einer Tasche voll japanischer handgemachter Stücke und lies eine Summe Geld da, die den Herrn offensichtlich freute, mitten in der israelischen Metropole. Die Tasche oben ist seitdem mein Lieblingsstück.




Miatou
cadeaux du bout du monde
Dizengoff 176 (zwischen Arlozorf u. Ben Gurion)
Tel Aviv / Israel
Tel. 03-5242267




November 6, 2009

Sozialistische Frauenversteher





Un petit peu d' Ostalgie-Zakka: In der DDR hat man sich nicht geschämt, Frauen zu verstehen.....



November 5, 2009

guzuu und eine randvolle Tüte mit Goodies


Nochmal guzuu in kurzer Abfolge - das Team vom schweizer Marktplatz für Handgemachtes ist fleissig und präsentiert seit Monaten regelmässig und diszipliniert Neuerungen und Erweiterungen für seine Nutzer. Irgendwie beeindruckend!

Ganz aktuell hat guzuu Premiumaccounts eingeführt; das Modell läuft so, wie wir es von Marktplätzen wie Big Cartel oder Mintd (die es leider nicht mehr gibt!) bereits kennen: im Gegensatz zu einem Basic Account bietet die Premiumversion mehr Individualisierungsoptionen für Anbieter, die es mit ihren Shops richtig ernst meinen. Insgesamt hat guzuu vier Pakete entwickelt: Basic und Basic+, sowie Premium und Premium+.


Hier noch eine Liste meiner persönlichen Highlights unter den neuen Funktionen:

✔ Badges für Shops; Promotool für Verkäufer, zum Einbetten auf Blogs etc.
The Spotlight Magazine; Etsys Storque nicht ganz unähnlich und ebenso informativ.
✔ guzuu bloggt extern; und zwar auf Blogspot. Layouttechnisch noch nicht ganz rund, aber nun können alle kommentieren. ;)
✔ Schweizer handmade.Termine; im guzuu Wiki!


Meine persönliche Wunschliste (als Aussenstehende, die gerne über handmade.Funde schreibt...):

> "tweet this" in der Weiterleiten-Leiste
> ein Empfehlungstool für einzelne Produkte für leichteres Bloggen darüber (könnte helfen, Copyrights vorab zu klären, z.B. "Image use only for promotional purpose" etc.)


Und ganz zum Schluss ein Tip: guzuu hilft Euch, Euer Schweizerdüütsch aufzupolieren. Und Wörter zu lernen, die so richtig abgefahren sind. Wie zum Beispiel "bäumig".

Wer weiss, was das auf Hochdeutsch heisst? Nicht schummeln!




Von Fernbeziehungspinguinen, Mädchen und Jungs. Und Klischees.


Starke Aktion, pardon, Awesome Aktionismus in Berlin: bausteln waren bei Fritz! Radio für ein Portrait in Wort, Bild und Taten!
 Im Videoclip auf der Fritzwebseite werden neben 3D-Drucker (der Makerbot)  und Botanifon  Fernbeziehungspinguine -Ausrufezeichen- vorgestellt. Und das übrigens sehr sympatisch.

Per Twitter hatte ich schon erste Reaktionen von Philip gehört, will heissen über die Einstellung der Fritz-Moderatoren und ewig-alte Klischees über Geeks, Nerds, Jungs und Mädchen. In einem Blogbeitrag, den ich Euch sehr empfehle, hat er sich jetzt noch einmal ein bisschen Luft gemacht und erklärt, warum ihn vermeintliche Witze über "Nerds" sowie die alte Denke à la [nähen -> Mädchen | löten -> Jungs]  enttäuschen:

"Wenn man sich wie wir aktiv Gedanken macht, wie man Menschen einbinden und begeistern kann, die sich zwar für Baustel-Themen interessieren, aber bisher erlebt haben, dass diese (mit dem sehr oft abschreckenden) männlich-technischen Nerd‑ und Hackertum einhergehen, stimmt einen das schon traurig."

Nun könnte man den Moderatoren bei Fritz ja auch totale Unsicherheit angesichts so viel abgefahrener Technik unterstellen, und dass Stille auf Sendung nicht so toll kommt. Der erfahrene Host überbrückt dann ja immer gerne mit Banalitäten und Witzen aus dem Stand. Ich denke aber eher, dass hier "nur" geredet wurde, was schon im Kopf ist. Und das ist eben leider weder fortschrittlich noch offen.

Vielleicht sollten sich die Leute viel öfter mal selber beim Verzapfen ihrer Sprechakte zuhören...




November 4, 2009

Die Trendmafia klopft (November '09)



markets and dates



Eigentlich gab es die Terminankündigung schon, aber nochmal als Denkzettel:

Die Trendmafia ist erfolgreich ins neue Winterquartier umgezogen, und gibt am kommenden Samstag (7. November) den Auftakt zu fröhlichem Shoppen in geheizten Räumen, bei gewohnt lässiger Atmosphäre!

An rund 60 Ständen werden wieder jede Menge Produkte aus Designer- und Indiehand zu erstehen sein - wer genau dabei ist, könnt Ihr auf dieser Liste bei der Trendmafia nachlesen.

Besonderes Goodie: Burda  hat sich die Paten von der Trendmafia geschnappt, um Indies und Craftistas das neu gestaltete Burda Style schmackhaft zu machen. 200 Exemplare der aktuellen Ausgabe werden am Samstag verschenkt werden. Kommt früh, dann gibt es vielleicht noch ein Exemplar für Euch.

Und wie immer: wer verkaufend mitmachen möchte, findet alle Teilnahmebedingungen auf dieser Seite der Trendmafia.


Was? -- Trendmafia
Wo? -- Brunnenstrasse 64 / Haltestelle U-Bahnhof Bernauer Strasse
Wann? -- Samstag, 7. November '09, 13-20h

Termine zum Vormerken:
Im Dezember gibt es die Trendmafia an den ersten drei Wochenenden, und dann auch gleich im Doppelpack!

✎ 5. & 6. Dezember, 13-20h
✎ 12. & 13. Dezember, 13-20h
✎ 19. & 20. Dezember, 13-20h


Happy Handmade Shopping!



handmade.Termin: einzigArt Designmarkt in Wiesbaden



markets and dates

Die feierfesttägliche Designmarktsaison beginnt wieder! Jede Menge neuer handmade-Markttermine werde ich in den nächsten Tagen und Wochen in den Kalender einstellen können.


Am 22. November findet im KuK Schlachthof in Wiesbaden wieder der einzigART Designermarkt statt.
Von 12.00 bis 18.00 gibt es Feines aus kreativen Designschmieden und Indieateliers, Ihr könnt Euch mit Geschenken und netten Kleinigkeiten eindecken und diese nebenbei noch bei Kaffee und Kuchen herumzeigen.

Auf nach Wiesbaden!


Was? -- einzigART Designermarkt
Wann? --22. November 2009 | 12.00 - 18.00 Uhr
Wo? -- KuK Schlachthof, Murnaustrasse 1, 65189 Wiesbaden


Mitmachen?
Aussteller und Verkäufer melden sich bei Sukhi Langbein....

> per Email: sukhi {ätt-schnörkel} schlachthof-wiesbaden.de
  (Klammer gegen richtigen Schnörkel ersetzen. Ihr wisst schon...)


> postalisch: 

EinzigART
c/o KuK Schlachthof
Murnaustraße 1
65189 Wiesbaden

> oder per Fax: 0611-97445-20




November 3, 2009

handmade2.0 macht jetzt Twitterlisten


Twitter hat nun auch ein Listenfeature live geschaltet - nachdem Services wie Brizzly längst Listen und Gruppen zugelassen haben. Die Listen auf Twitter selber sind aber deshalb so interessant, weil die Anzahl der Listen nicht, wie bei zum Beispiel Brizzly, auf eine kleine Nummer beschränkt ist, und weil man sie für alle sichtbar publizieren kann (und logischerweise auch privat schalten kann).

Ich habe ein paar Listen angelegt; einmal, um für mich selber meine Kontakte ein wenig zu strukturieren, aber auch, um Euch die Gelegenheit zu geben, neue interessante Leute auf Twitter zu finden. Die Sache sieht in der Übersicht also so aus:




...und die Listen, die handmade2.0-thematisch am wichtigsten sind, stehen ab sofort und quasi als visueller Reminder auch auf meiner "Visitenkarte" auf meiner Twitterhomepage:


Ihr seid herzlich eingeladen, diesen Listen zu followen, wie es im Twitterjargon so schön heisst. Natürlich freue ich mich auch, wenn Ihr handmade2.0 auf eine Eurer Twitterlisten mit aufnehmt.

Und zum Schluss: wenn Ihr Euch für die kommunikationsstrategischen Aspekte von Twitterlisten interessiert, empfehle ich Euch den Beitrag dazu vom sehr geschätzten PR-Blogger Klaus Eck.




November 2, 2009

Lippenpomade, sehr fein.


Das Wochenende über habe ich wieder einmal in den geretteten Archiven meiner zwei alten Blogs gepuhlt, um zu sehen, ob ich nicht noch mehr alte Posts wiederbeleben kann. Der erste Blog, den ich hatte, war bei einem Host, der 2002 an den Start gegangen und dessen Produkt im Frühjahr 2003 entsprechend unausgereift und fehlerbehaftet war. Eins der grösseren Probleme war, dass mein Blog dort einmal komplett gelöscht und nur halb wieder hergestellt wurde. Das zweitgrösste Problem war, dass die später eingeführten Backupdownloads mehr Download als echter Backup waren. Seitdem puzzle ich also Blogposts und Bilder zusammen, wobei dazugehörige Bilder nur mühsam durch Abgleichen von Dateinamen gefunden werden können, denn sie waren nie Teil des Backups (gut also, dass ich immer Kopien aller Blogbilder auf meiner lokalen Maschine habe).

Und dabei erinnerte ich mich, dass eine meiner ersten kreativen Bloglektüren notmartha war. Damals noch auf einer anderen Domain, eine der wenigen unabhängigen Anlaufstellen für gute Tips und gute Schreibe, kurzum eine wahre Freude, regelmässig auf ihre Beiträge zu verweisen. 2004 schrieb notmartha einen Beitrag über DIY Fettstifte. Der ist seitdem oft weitergegeben worden, aber ihr Beitrag ist immer noch mein Favorit. Seither habe ich also immer wieder eine eigene Lippenpflege gemacht, immer zur kalten Jahreszeit.




In der Apotheke wird Bienenwachs, die Hauptzutat, in sehr kleinen Portionen abgegeben, was praktisch ist, wenn man nicht plant, gleich die ganze Nachbarschaft mit Lippenpomade zu versorgen. 10g genügen bereits - die Pomade soll ja auch nicht ranzig werden. Ansonsten kommt in meine Pomade nicht viel mehr hinein; statt reines Vitamin E (dient der Verlängerung der Haltbarkeit der Fette) kommt Nachtkerzenöl mit Vitamin E hinein, denn Nachtkerzenöl hat gute Fettsäuren (3 Kapseln aus der Drogeriepackung). Wenn ich aus Israel gutes Olivenöl mitgebracht habe, verwende ich das (d.h. auf 10g Bienenwachs 3 EL gutes Öl), und vom Imker meines Vertrauens kommt ein würziger Tannenhonig, vom dem noch ein knapper Teelöffel dazu kommt. Aromen und Geschmacksstoffe schätze ich in meiner Lippenpflege nicht besonders, bis auf das dezente Honigaroma, das ja dann schon drin ist.

Die Menge, die dabei entsteht, passt in vier kleine Tiegelchen (z.B. Pröbchendosen) oder drei gut befüllte Slider (das sind diese hier). Die werden dann gut auf Taschen und Arbeitstisch verteilt. Für die aktuelle Portion habe ich ein Döschen von S.I.C. pastilles mental gefüllt; zugegeben etwas waghalsig, wenn auch letztendlich schön anzuschauen. Da die Kanten der Dose nur zusammengebogen sind, lief das flüssige Fett erstmal wieder aus. Mit ein paar Tricks hielt es dann aber. Versteht sich aber von selbst, dass diese Dose nicht in warme Taschen kommt.

Apothekenalternative: eigentlich kaufe ich gerne im Spinnrad ein (genau, kennen wir noch von der Hobbythek! Und überhaupt, dank Hobbythek habe ich meine ersten Versuche im Kosmetikselbermachen unternommen, noch bevor es das Internet gab.), was noch praktischer geworden ist, seitdem es einen Onlineshop gibt - 2004 gab es ihn noch nicht. In Hannover zum Beispiel gab es eine Filiale in der Innenstadt, die nun aber auf die Lister Meile gezogen ist - sehr praktisch. Für Lippenpomade nützen Spinnradportionen allerdings nur, wenn man regelmässig welche macht und Vorrat halten kann, oder wenn man gleich viel auf einmal zu machen hat.





November 1, 2009

Rumantsch ist kein Dreckskram. (Und auch kein Eintopf.)


Ich bin ja auch irgendwie verschusselt. Manchmal. Manchmal.

Man darf auch ruhig mal selber über seine guten Taten bloggen. Besonders, wenn sie für andere auch noch einen Mehrwert haben.

Kurz nachgeholt: Im April hatte Luc von guzuu (genau, die aus der Schweiz) zufällig einen Bericht über seinen neuen Marktplatz auf Battaporta gefunden. Battaporta ist eine Webseite, die auf Rumantsch publiziert wird, und so herrschte e bizzeli Ratlosigkeit. Da habe ich gerne ausgeholfen und bin Lucs Hilferuf gefolgt. Und habe ihm den Text ins Hochdeutsche übersetzt:

 


Aus Annatinas Produktion statt von H&M

Westen stricken, Mützen häkeln, t-shirts dekorieren... Handarbeit ist neuerdings wieder in!

Aber warum das, was man handgemacht hat, nur selber anziehen, warum die Eigenkreationen nur an Familienmitglieder verschenken?

Handgemachte Dinge gefallen auch anderen und lassen sich heutzutage sehr einfach im Netz verkaufen. Auf Seiten, die extra dafür gemacht worden sind. So zum Beispiel die t-shirts von Annatina Dermont auf guzuu.com

Was ist guzuu.com?

Drei junge Luzerner haben die Seite guzuu zum Laufen gebracht, mit der Idee, ein Shopsystem für handgemachte Dinge zu entwickeln. Unter dem Motto "lieber selbstgemacht als China" haben sie begonnen, an guzuu.com zu arbeiten. Seit 2008 ist die Seite online. Sie ist nicht die einzige ihrer Art.

Das "do it yourself movement" ist im Web angekommen

Ähnlich wie guzuu.com sind dawanda.de und marke-eigenbau.org aus Deutschland. In den USA gibt es bereits tausende handgemachte Sachen auf etsy.com.

"Wir prosumieren" (die Kombination zwischen 'wir konsumieren' und 'wir produzieren') ist ein weiteres Motto von guzuu.com.

Damit Profit (rein-)kommt, muss, wer etwas auf guzuu.com verkauft, eine Art Provision an die Betreiber der Seite abgeben."




October 31, 2009

handmade.Telegramm (31.10. 09)


handmade telegramm

☞ Wall Art on a Budget: wie aus Klorollenpappen Wahnsinnswanddeko wird.
Lichtkugeln für Platzteller (ich würde Wasserbomben und Flüssigstärke verwenden...).
☞ Noch mehr Licht: Treeos Luminarias sind designtechnisch ein Hammer (und: Folklorehuhn auf der Webseite!).
HomeSweet bedruckt Stoff per Hand, mit selbstgeschnitzten Mustern. 



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