February 8, 2010

Trendige Printmagazine: Holland


Unsere holländischen Nachbarn haben es so unglaublich gut: in Sachen Trends hinkt man dort nicht so schwer hinterher, und vor Trendsettern, die wir nur aus dem Netz kennen, scheinen die Printmedien dort keine Scheu zu haben: man schaut gerne über den eigenen Tellerrand hinaus und schreitet mutig abseits der ausgetretenen, oft konservativen, Pfade.

Magazin #1 landet monatlich bei mir im Briefkasten: 101woonideeen.

Das Blättern im Magazin ist reine Freude (Leseprobe hier); das Auge verliert sich nicht im Layout, trotz der vielen Photos und Illustrationen ist immer genug ausgleichendes Weiss mit im Spiel. Reportagen, Anleitungen und Trends sind immer schön in Szene gesetzt und wechseln sich so geschickt ab, dass mir nach dem Umblättern der letzten Seite regelmässig ein enttäuschtes "Oooch, schon zu Ende?" entfahren möchte.

Neben der Printausgabe sorgen ausserdem Autoren auf dem hauseigenen Blog der Webseite dafür, dass die Leser keinen Trend verpassen. Downloads und DIY-Tips stehen kostenlos zur Verfügung.

Anmerkung zum Abo: das Magazin kann auch ausserhalb Hollands abonniert werden, Preise und Konditionen erteilt der Aboservice von Sanoma Uitgevers (Preisübersicht hier). Die Kommunikation mit Sanoma Uitgevers wird einem leider nicht leicht gemacht, da das vermeintliche Bestellformular auf der Webseite die Hälfte der eingegebenen Infos nicht weiterleitet. Wer sich diesen Nerv ersparen möchte, ruft vielleicht besser gleich den Kundenservice an und regelt die Bestellung telefonisch. Bezahlt wird das Abo per Überweisung auf ein holländisches Girokonto.


Magazin #2 ist seit Anfang 2009 neu auf dem holländischen Markt: Flow.


Flow versteht sich als me-Time Magazin und richtet sich an eine weibliche Leserschaft zwischen 30 und 45 Jahren, die der Herausgeber Sanoma so beschreibt:
"Dedicated research shows that the current generation of women aged between 30 and 45 is entrepreneurial and socially aware. They are women with a strong sense of responsibility. But they are also tired of the strain of having to cope with many demands, and they experience a lot of anxiety in making choices."
Die Rubriken sind quasi nach Maximen benannt (Leseprobe hier), so zum Beispiel Feel Connected, Spoil Yourself, Simplify Your Life oder Live Mindfully. Shoppingtips, Trends und Artikel rund um Gesellschaft und den Alltag ordnen sich entsprechend ein.
Die gestalterische Aufmachung ist bunt und poppig, im Vergleich zu anderen Publikationen auf dem Markt modern-unkonventionell und erinnert streckenweise an eine Webseite. 
Der Mix aus Artikeln und illustrierten Tips und Shoppingempfehlungen ist für Leser, die kein Holländisch verstehen, allerdings weniger geeignet.
Die aktuellen Abopakete gibt es hier und werden, wie 101woonideeen auch, über den Sanoma Uitgevers Aboservice abgewickelt (Preise hier).

Etsy Europa: UK gibt den (Blog-)Auftakt


Mittlerweile hat es sich recht gut herumgesprochen, dass Etsy nach Europa kommt; genauer, dass die ersten Mitarbeiter aus Brooklyn bereits nach Berlin umgezogen sind und von dort den europäischen Etsyzweig vorantreiben werden.

Tatkräftige Unterstützung hat sich Etsy nun für das britische und das französische Blog ins Boot geholt: aus London bloggt zukünftig Amity (allthosethrees), die heute den Auftakt für die europäische Ecke im Etsyblog Storque gab. Sie wird von der kreativen Szene in England berichten, sowie Produkte und Shops der UK-Nutzer vorstellen. Aus Paris wird Amelie (foley) bloggen, die im Januar 2010 ins europäische Team geholt wurde, und um den deutschen Inhalt werden sich vorraussichtlich Etsys Communitychef Matt bzw. seine Frau Benedikta (ex-BurdaStyle) kümmern.

Alle zukünftigen UK-Posts können ausserdem schon jetzt gebookmarkt bzw. als Newsfeed abonniert werden.
Die Feeds für die anderen beiden Länder könnten eventuell auch schon bereit stehen: France & Germany.

February 5, 2010

Sociability messbar machen - wie es geht und wie nicht.


Ein schönes Thema: Joseph Jaffe spricht in Folge 71 seiner JJTV-Show und in einem Artikel auf Adweek über Social Brands, bzw. darüber, was eine Marke und/oder ein Unternehmen social macht, bzw. woran man das social Ranking einer Marke/eines Unternehmens messen kann. Der Kurzvortrag ist auf Englisch, daher hier eine knappe deutsche Zusammenfassung (allerdings spricht er klar und erklärt recht gut... man kann ihn auch so verstehen).

Fünf Punkte, an denen sich socialness messen lässt, fasst Jaffe im Akronym R.E.A.C.H. zusammen:

R - responsive
E - empathy/empathetic
A - accessible
C - connected
H - human

Wer denkt, seine Marke/Unternehmen sei social, alleine durch die Präsenz auf den aktuell angesagten Plattformen des social net, hat laut Jaffe nicht verstanden, worum es wirklich geht. Wenn Menschen im social net über eine Marke/Unternehmen reden (in die Konversation mit aufnehmen), bedeutet es noch lange nicht, dass diese/s auch social ist - das macht Jaffe sehr schön am Beispiel von Apple deutlich.
Der Grad der sociability misst sich nicht über die Zahl von Fans, Freunden und Followern auf Twitter, Facebook und Co. - diese Werte beschreiben erstmal nur das Ranking der social media adoption. Eine holistische Herangehensweise, das Vorleben von socialness im eigenen Unternehmen und in der Kommunikation nach aussen (d.h. was liegt dem Unternehmen an seinen Kunden und Fans wirklich?) ist, was den Grad der socialness ausmacht (s. die fünf Punkte oben) - die Einstellung macht's.

February 3, 2010

handmade.Termin: Die Trendmafia klopft (Februar)



markets and dates







Darauf ist Verlass: die TrendMafia klopft auch in diesem Jahr an die Tür und lädt alle Indies und Designbegeisterten zum samstäglichen Indie Shopping (bei freiem Eintritt) nach Berlin ins Brunnenviertel!

Wer noch nichts vorhat kommt also nach Berlin, shopt, staunt und chillt. Ganz neu und eine klasse Idee: Massagen am mobilen Massagestand von Akemi Kreuzwiesner!

Wer sonst noch dabei ist und verkauft, könnt Ihr hier nachlesen. Wenn Ihr selber an einem der nächsten Markttermine verkaufen wollt, klickt ebenfalls hinüber und meldet Euch bei der TrendMafia an.



Was? -- TrendMafia Designermarkt
Wann? --Samstag, 6. Februar 2010 | 13-20 Uhr
Wo? -- Berlin | Brunnenstrasse 64 (am U-Bahnhof Bernauer Strasse)

Gastspiele


Ein paar Notizen in eigener Sache, die endlich fällig sind:

✔ Ich bin seit letzter Woche (Gast-)Autorin bei ExcitingCommerce - mein erster Beitrag ist bereits live und hat beim "Chef" erstes Lob eingeheimst, über das ich mich natürlich sehr freue (auch hierüber habe ich mich natürlich gefreut). Alle Beiträge von mir, die auf ExcitingCommerce erscheinen, werden natürlich auch parallel hier veröffentlicht. Den aktuellen Beitrag findet Ihr zum Beispiel hier.

✔ Dem letzten Update zum "handmade"-Artikel auf t3n kann ich ausserdem noch anfügen, dass Euer Lob natürlich nicht unbemerkt geblieben ist. Vielen Dank, bausteln, Expli, und alle anderen.

✔ Selbiger Artikel ist ausserdem Teil einer Diplomarbeit geworden, die nun veröffentlicht ist. Im letzten Herbst erhielt ich eine Anfrage von Damaris Jakschik, die in Weimar an der Bauhaus-Universität Visuelle Kommunikation studiert und im Rahmen ihrer Diplomarbeit einen passenden Artikel für ihr Projekt gesucht und offenbar in meinem gefunden hatte.
Das Gesamtergebnis ist ein interessantes Konzept für ein weiteres Handarbeitsmagazin der neuen Generation für den deutschen Markt und wurde Gaarn getauft. Ich denke, dass besonders die, die schon vom CUT magazine (das letztes Jahr immerhin mit dem RedDot Award für Design ausgezeichnet wurde) begeistert sind, Gaarn ob seiner grossen Ähnlichkeit sehr gut aufnehmen werden - das Magazin sucht derzeit übrigens einen Verleger.
 Ihr könnt das Magazin online unter Gaarn durchblättern (mein Artikel erscheint in umgebauter Form ab Seite 26). Betreut wurde die Arbeit von Dipl.-Des. Heike Nehl, Prüfer war Prof. Jay Rutherford.

February 1, 2010

Da war ja noch was...


Ach ja, genau: die Herren vom hobbynomics-Blog, die um ihre Gründerstory immer gerne ein kleines Geheimnis gemacht haben, wollen unter die Spoonflowerklone gehen. Nicht mehr, nicht weniger. Die (obligatorische) beta kann man laut Webseite bereits nutzen.

Danke für die Erwähnung eines wie zufällig recherchierten Artikels zum Thema hier auf handmade2.0. Aber seien wir realistisch: eigentlich lesen und bookmarken die Gründer seit geraumer Zeit nicht nur beim Thema digital textile printing sehr aufmerksam mit...

Nun können die beiden beweisen, wie man im eCommerce weniger BWL und mehr Social Commerce macht...

Buon coraggio.

January 29, 2010

handmade.Feedback, anyone?


Für alle, die es noch nicht wussten, oder handmade2.0 bevorzugt per RSS verfolgen: noch eine Woche lang (also bis zum 5. Februar) steht Euch die handmade2.0-Umfrage zwecks Feedback zum Blog zur Verfügung.


Die Umfrage ist genau eine Seite lang und dauert nicht mal 5 Minuten. Und es wird auch nicht gebohrt.

Über noch einen Schwung Feedback würde ich mich freuen - sagt's/blogt's/twittert's auch gerne weiter!


(Update 6.2.: Das Umfragefomular ist nun deaktiviert und wird ausgewertet - vielen Dank für Eure Teilnahme!)

January 26, 2010

handmade.Interview: zookimono




Im Januar '08 hatte ich über tortoise designs geschrieben, einer deutschen Plattform für sogenannte Skins, Dekofolien für allerlei technische Geräte des täglichen Bedarfs. Damals fand ich den Gedanken, sein eigenes Skindesign drucken lassen zu können, ansprechend, dachte später aber auch darüber nach, wie klasse es sein müsste, wenn man dem ganzen noch mehr handmade einhauchte und Workshops zum Selberdrucken organisieren könnte.
Und dann habe ich Yudit und Chris von zookimono kennen gelernt, die zwar keine Workshops machen, aber die Produktidee in echter Indie-Art umsetzen. In einem ehemaligen Bauernhaus in Frankreich findet sich die Druckwerkstatt des kleinen Labels, in der echte Kunst entsteht: handbedruckte Skins für Laptop, iPod & Co. mit Illustrationen handverlesener internationaler Illustratoren und Künstler.

Da hatte ich natürlich eine ganze Reihe Fragen, die mir die beiden geduldig beantwortet haben...

h2.0: Tell us a little about yourselves: What is your background, what influenced you to become the persons you are today, and how did you come to live in France?
Chris: In very short, I'm a native of California and an art school graduate from the UC system. I've been really influenced by the beginnings of the Internet revolution of the late nineties, I was introduced to the Mac in art school back when RAM was locked away in vaults and one could only dream of a 32mb upgrade (I am not ashamed to say I once owned a 14.4k modem!).
Of course, how that all ended up in screen printing in France I'm still trying to figure out. I guess screen printing is just such a wonderful mix of analog and digital art techniques that joins my techy self and my handmade self. Each print is a new challenge, and that's what I love.
Yudit: What he said, except that I'm a Berlin native (born and raised, baby!) didn't go to art school and always hated that 14.4 modem.






h2.0: What is your business all about, and... is there a story to your brand name?

Chris: I had recently picked up and iPod on a trip back to the States and realised how much I loved the design for its form but found it plain and a little, well naked. Searching around for something to dress up my new iPod with, I couldn't find anything I really liked. Sports logos and baby kittens? Cover my iPod with a rubber? The idea occurred to me, why couldn't vinyl skins be like miniature limited edition posters and thus make a real and worthy art print for digital devices?
I started researching the technical aspects of screen printing on vinyl and then began sourcing the materials, which was not at all easy. To conform to curves and be removable, it needed to be a very special vinyl, one that's otherwise used to wrap cars and therefore not readily available at an art or print supplier. We were amazed by our first tests on this vinyl, beautiful and intense color with a satiny mat finish, it looked nothing like ink-jet output. We decided to go ahead and then started contacting artists that we both personally liked and admired their work and just went from there.
The name Zookimono is a little homage to my Japanese ancestry. We kinda made up our own spelling to the word Tsukimono. Since the real word is actually written in Kanji I felt I had some artistic freedom with it. In Japanese it has the double meaning of something like an indispensable fashion accessory and a curse, I thought that pretty much pertains to most digital gadgetry!

h2.0: I saw that you printed user instructions onto palette dividers thrifted from a local super market. How important is the idea of recycling at your print shop, and where do you reach the limits? And: handmade & recycling, a natural match?
Yudit: I think it's important when you make stuff by hand that you try to think about everything creatively. Working on a small scale you really see what goes into making a product, what is wasted and where you can make changes and save both cost and material. Like you mentioned, we print the little user manuals on beverage dividers and to clean ink out of the screen we off-print onto our mailing envelopes. Our colors are mixed specifically for each artwork so leftover inks are all poured into a kind of similar-colors-melting-pot. Then you end up with something like lightpinkred or a blueishgreenish thing, we use those up to print little promo stickers and instructions as well. And as a final act of recycling you can peel off your Zookimono laptop skin when you want a new one and wrap it 'round your favorite dog-eared bed time story^^
Chris: I would only add that the cardboard we print the instructions on is conveniently wedged between the beer (so you can imagine where the idea originated)!




h2.0: What sets ZookiMono apart from other skins/decal vendors (e.g. custom skin shops or other ready-made skins)?
Yudit: Our starting point is really that of making artist editions, that instead of hanging on your wall at home are decorating your mobile personal space. The uniqueness of an artwork is something that gets lost in industrial reproduction. That's one of the reasons we print by hand, because it's kind of like making a new artwork by reproducing an original. Hand printing is never perfect, which makes each print a little different.
We just knew that there are more people like us who really love artists that make hand drawn and quirky work and that it deserves a bigger showcase. When you pop open your laptop you show off that artwork, other people get a chance to see it and maybe ask you about it. So you see, Zookimono even promotes social interaction!




h2.0: How do you find designers whose artwork you feature in your (limited) sets, and how do you split the work process?
Chris: I'm intrigued by artists who use a witty, tongue-in-cheek humor in their work. I guess that's what often draws me to British illustrators. Of course the printing process also plays a role. We mix spot colors for every image we print, so we have a slight preference for bold graphical work over hyper-real rendering. I really like hand drawn illustration and character art. For example the new series we are working on includes work by Sac Magique who is a good example of all those criteria I think.
When we team up with an artist we first discuss which kind of image would be best suited to the medium. We then go through color options and the constraints of shape and placement of the finished skin together. Before the artwork can be printed I take care of the technical stuff like color separations and other fine tuning.

h2.0: What inspires you?
Chris: Difficult to say, a lot really. I definitely have been inspired by people like Seripop, whose screen printing creativity I really admire. I guess artwise anything with irony and humor, art that takes the piss, in other words!
Yudit: Many of the artists we collaborate with give me away as a fan of street art, the kind that plays with its surroundings and creates something unexpected. I like people who use different materials and whose characters interact with public spaces. Typography and lettering inspire me, too.

h2.0: If you could peek into the studio or office of someone - who would that be and why?
Chris: Have to say Grayson Perry, probably because of what I said about taking the piss.

h2.0: Where can we find you on the web? And where can we find you in the real world out there?
Yudit: You can find us both on our website Zookimono, and of course the usual suspects like Twitter and flickr.
We are looking into expanding into the real world in 2010. So if you have a shop or gallery and might be interested in carrying Zookimono stuff, by all means hit us up!
Chris: We can also be found at improbable times walking our dog!



h2.0: Words of indie wisdom -- if you could share one word of wisdom with beginning indiepreneurs/artists, what would that be?
Zookimono: Sleep. Because you won't get enough of it, but you need it, so make sure and get some of that once in a while.


Merci, Yudit and Chris, for your time and for letting us peek into your studio!


Produktphotos ©zookimono

Collage: handmade2.0



January 25, 2010

See the change, be the change: Etsy 2010


Etsys neuer alter Chef Rob Kalin belässt es nicht bei dem grossen Knall, mit dem das Unternehmen das letzte Jahr beendet hatte. Vielmehr war das offensichtlich nur der Auftakt zu einem Jahr der grossen Veränderungen auf dem amerikanischen Marktplatz für Selbergemachtes. In Teil vier seiner aktuellen Visiontalkserie legt Rob Kalin erstmals die Pläne für ein neues, besseres Etsy vor, das schon Mitte des Jahres live gehen soll.
"We want to see the change, to be the change we want to see." ist Kalins Schlachtruf, unter dem eine Reihe Änderungen aufgefahren werden soll. Personaltechnisch soll derzeit vor allen Dingen die Entwicklerriege erheblichen Zuwachs bekommen.

Alle, die beim Betrachten der Etsyhomepage bislang an ein Template eines bekannten Bloganbieters erinnert wurden, können aufatmen: Etsys Optik bekommt ein komplettes Makeover und wird im Zuge dessen auch breiter im Design, was wiederum für ein ansprechenderes Entdecken und Shoppen auf dem Marktplatz sorgen wird.

Da Etsy sich mittlerweile vom Marktplatz für Handgemachtes zum Marktplatz für Handgemachtes, Supplies und Vintage gemausert hat, und da es im Gegensatz zu früheren Plänen nun offensichtlich dabei bleiben soll, dass alle drei Bereiche gleichberechtigt unter einem Dach laufen, wird Etsys Tagline -"Your place to buy & sell all things handmade (TM)"- einer Revision unterzogen werden.
Im Bereich der Shopverwaltung soll es mehr Flexibilität für Verkäufer geben: Führen multipler Shops unter einem Nutzerkonto, feingliedrigere Shopverwaltung im Backend, besonders im Hinblick auf Verkäufer, die hohe Volumen umsetzen, sowie eine gründliche Überarbeitung des Feedbacksystems sind nur einige Highlights auf der langen Liste.

Hatte Rob Kalin bereits 2008 davon geschwärmt, ein internes Zahlungssytem zu bauen, so könnte 2010 das Jahr sein, in dem dieser Traum Wirklichkeit wird - entsprechende Stellen sollen derzeit besetzt werden.
Im Zeichen der Rückbesinnung auf Etsys ursprüngliches Businessmodell sucht man nach Wegen, den Marktplatz sozialer zu gestalten - im Zuge dieser Überlegungen sollen zunächst einmal die sogenannten Teams überarbeitet werden. Es wundert vielleicht nur wenig zu erfahren, dass die neuen Teams nach dem Vorbild der Groups auf flickr funktionieren sollen.

Die Virtual Labs, Etsys grosser virtueller Klassen- und Konferenzraum, sollen künftig noch mehr Platz für virtuelle Meetings, Workshops und Gesprächsrunden bieten.
Und wie schätzt Rob Kalin selbst die Erfolgsaussichten für dieses Mammutprojekt ein?
"We have this beautiful community, an eager company, and 2010 is the year we're putting it all together. Or it's the year we'll crash and burn in a glorious fireball. One of those two things will happen."
Etsy 2010 - es könnte klappen. Oder auch nicht.


Dieser Artikel erscheint ausserdem exklusiv als Gastbeitrag auf Exciting Commerce.



January 20, 2010

Kulturpessimismus another way





Ich hatte ja gehofft, dass dem Artikel von Jaron Lanier in der letzten Sonntags-FAZ sowie dem Interview mit der FAZ ein schöner Beitrag auf netzwertig folgen würde - und Marcel Weiss hat nun genau dies getan: Ideologien, wo keine sind.

Bitte unbedingt hinüberklicken.

P.S. Verstörend auffällig, dass Kommentatoren sich an der Länge der Replik stossen. Bedenklich, wenn die Aufmerksamkeitsspanne nicht über die Länge eines durchschnittlichen Blogpost hinausreicht. Fürchterliche Vorstellung auch, Debatten und Diskussionen irgendwann nur noch in 140 Zeichen führen zu können, damit man nicht als Labertasche oder schlimmeres abgestempelt wird (erinnert mich an die Mitschüler mit bescheidener Sprachbeherrschung, die sich regelmässig neidisch-negativ über hilfreiche Beiträge der helleren Köpfe in der Klasse ereiferten...).

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