
In Berlin ist nun SoZeug an den Start gegangen, die in die Fusstapfen der Vordenker aus USA treten. Es sollen gerade einmal drei Monate Entwicklungszeit drin stecken, und die Plattform ist -ganz wie Etsy auch- offen für alle Kreativen. Also nicht nur Designprofis und Leute mit Diplom und Meisterbrief sind eingeladen, ihre handgemachten Produkte zum Verkauf anzubieten, sondern auch alle, sie Kreativsein nur als Hobby betreiben.
An Kosten sollen nur Verkaufsprovisionen (7%) anfallen, alles andere ist kostenlos. Zum Vergleich: bei Etsy bezahlt ein Shopbetreiber schon einmal fürs Einstellen pro Produkt, und dann noch ein paar Prozente Provision, wenn das Produkt verkauft wird (wird es nicht verkauft, kann es beliebig oft wieder eingestellt werden, obgleich das dann jedesmal wieder den vollen Einstellpreis kostet).
Nun sollte man bei drei Monaten Entwicklungszeit ja nicht meckern, und so wie man hört, ist das Projekt so ziemlich im Alleingang gemacht worden. Aber optisch will die Seite so gar nicht ansprechen, das Navigieren ist auch nicht ganz ohne Umstand. Ich meine ja, dass ein gutes Design die User inspiriert, sich auch bei ihrer Shopgestaltung (Texte, Bilder etc.) etwas Mühe zu geben. All das bleibt im Moment leider (sind ja auch erst wenige da...) etwas auf der Strecke. Und dann kommt noch dazu, dass Deutsche sich gestalterisch und im Vergleich zu amerikanischen Kollegen oft sehr schwer tun, was daran liegen mag, dass die breite Masse hier eben doch noch nicht so webaffin ist, wie in Amerika. Eigentlich schade.
Ganz lustig übrigens: habe bereits eine Etsyverkäuferin auf SoZeug gefunden - Frau von und zu. Ihr kleines kreatives Unternehmen ist Heimat der tollen Bundeseigentum-Taschen, auf Etsy kann man sie hier finden (irgendwie gibt es auf sozeug keine richtigen Shops, nur Produktlisten, bin etwas verwirrt...).



