January 16, 2008

web2.0 - deutsch; deutsch - web2.0


Netter Artikel von Tim Sobczak (ist bei Scholz & Volkmer in Wiesbaden) in der aktuellen PAGE (02.08): "Kochen mit Wassr". Darin nimmt er Sprecharten und (ungeschriebene) Etikette "zwonulliger" Webprojekte unter die Lupe. Unter Sprecharten verzeichnet er beispielhaft die Manie der Doppel-Vokale, das ausgelassene 'e' im (englischen) -er Suffix von z.B. Nomen oder auch Verben, sowie Personalpronomen / Possessiva und die wortmarkenintegrierte Domain.

Einige markante Etiquetten im Web2.0-Kosmos, allemal ungeschrieben, hebt Tim Sobczak hervor, indem er auf das 2.0 Look 'n Feel eingeht: web2.0 ist von Dudes, äh, Gleichgesinnten; es hegt keinerlei kommerzielle Ansprüche (bzw. macht-User-denken-es-hege-keinerlei....usw.), setzt voraus, dass man sich im 1G-Internet (first generation) gut zurecht findet, was ausserdem Kommunikationsprozesse erheblich verkürzt (Anmerkung: definitiv nicht immer verbessert), und es fährt auf der zwischenmenschlichen Schiene. Davon abgeleitet gelten für Unternehmen, die im web2.0 mitmischen wollen, neue Regeln in Marketing & PR - schreibt Sobczak nicht, meint es aber sicherlich, wenn er schreibt,

Treten Sie bloss nicht nur als Unternehmen auf, sondern als Mensch. Schreiben Sie, wie Sie sprechen, und geben Sie Persönliches preis, wenn Sie von Ihren Usern akzeptiert werden wollen.


Anmerkung #2: Geschrieben haben dazu letztens z.B. David Meerman Scott ("New Rules of Marketing and PR") und Seth Godin ("Meatball Sundae").

Hauseigene Wortkreationen sind dabei genauso Teil des 2.0-Branding, wie das Pflegen einer lockeren Einstellungen zum Perfektionismus, oder vielleicht besser: zum ordentlichen Release. Wobei ich anmerken möchte, dass die Zeiten, in denen public beta* das neue Gold ist, schon fast wieder um sind; alpha ist nämlich the new Gold. Äh, beta. Und es scheint, als habe gamma und delta eh nie jemand verstanden.

Das Abschieben von Hilfestellung, und damit auch von Verantwortung wie ich meine, auf die Community vergisst Tim Sobczak ebenfalls nicht zu erwähnen. Yahoo machen es, nebenbei gesagt, mit Yahoo Answers vor, und auch Etsy bauen stark darauf, dass Problemchen vor allem in den hauseigenen Foren gelöst werden. Engagierte User können ein Segen sein, füge ich daher an; wenn sie denn wirklich bescheid wissen und nicht solche sind, die ihr Aufmerksamkeitsdefizit in Internetforen zu befriedigen suchen.

Netter Artikel! Kompakt, aber sehr gut beobachtet.


* schon das MoMB gesehen? Oder die Dr. Web Beta-Logoparade?

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