November 30, 2008

Selbermachen ist der neue Punk.


Mal abgesehen davon, dass wir mit der Überschrift höchst ungewollt auf eine aktuelle Werbestrategie eines Autoherstellers anspielen (denn dessen Marketingspezis machen sich den handmade- und social-Trend auch nur geschickt zu Nutze) -- in der heutigen FAS schreibt Frank Heike in seinem Reiseartikel "In der Krise isst man Schafe" über das finanzkrisengeschüttelte Island, in dessen Hauptstadt Reykjavík sich derzeit nichts so gut (aus-)verkauft wie Stricknadeln (eigentlich auf V2 in der Extrabeilage der FAS, aber noch nicht online).


"In der Not wird die Vergangenheit wiederentdeckt. Von den Schafen und Lämmern werde wieder fast alles gegessen, erzählt Mathildur Kristiánsdóttir, und Pullover stricke man nun wieder selbst - so intensiv, dass in ganz Reykjavík vor ein paar Wochen die Stricknadeln ausverkauft waren."

Die klamme Ebbe in der Kasse der Isländer bringt also viele wieder zur Handarbeit (Pullis stricken, in diesem Fall), obgleich hier natürlich nicht ausgelotet worden ist, ob sich nun gerade Strickfaule und sowieso Handarbeitsunbegabte rein zwangshalber ins neue Glück des selfmade-Trends haben schubsen lassen, oder ob Handarbeiten doch wohl eher diejenigen zu verstärkter Produktion (lies: Nutzung vorhandener Skills) anregt, die sich sowieso schon immer für diese Dinge begeistern konnten und aus ihrer Not eben nur vermehrt eine Tugend machen.

Und ob dieser Nachricht fiel mir ein Artikel in der Welt vom vergangenen Oktober wieder ein, in dem der handmade-Trend anlässlich des Erscheinens von "Marke Eigenbau" durchgekaut wurde. Denn auch hier die unglückliche Verquickung von Krise und Heimwerken: "Heimwerken: In schlechten Zeiten greift man zum Werkzeug." Allerdings auch nur im Titel (und in der doofen Lesermeinungsumfrage). Denn im Artikel selber findet mit der Buchbesprechung eine Auflistung dessen statt, was innerhalb der letzten zehn Jahre immer mehr an Popularität gewonnen hat: Mittel und Wege, seinem Wunsch nach absoluter Individualität Ausdruck zu verleihen; die ultimative Selbstverwirklichung, sei es durch selbstgemachte Produkte (gekauft oder selber gemacht), besondere Lebensmittel, oder wieder selber und ganz ausgiebig in der eigenen Küche stehen.

Der Autor dieses Artikels kommt bei aller Auflistung nicht umhin, "die Etsyverkäufer" darzustellen wie kleine aufmüpfige Punks:
"Organisiert sind die neuen Selbermacher etwa auf der amerikanischen Internetseite Etsy.com. Hübsch und bunthaarig präsentieren sich dort viele Anbieter der oft eigentlich etwas biederen Dinge. Sie wirken wie lässige Gäste einer Szenekneipe, weil sie sich auch als Teil einer Bewegung sehen. Und die meint sich durchaus politisch."
Klingt nach Anarchie pur. Natürlich wissen wir nicht, wie der Journalist recherchiert hat - aber bunthaarig und irgendwie leicht punkig-rebellisch (für die Welt vielleicht "sehr, sehr fastschonautonom-links"?) sind auf Etsy die wenigsten. Im Gegenteil: die Masse der Shopbetreiber dort ist so normal wie die Kommilitonin aus der Geschichtsvorlesung, wie die strickende Mittvierzigerin aus dem Kegelclub, oder wie der schreinernde Bekannte, der tagsüber eigentlich Systemadministrator in einem grossen Unternehmen ist. Und gerade die wenigen enfants terribles auf Etsy sind mitnichten diejenigen, die biedere Produkte herstellen. Aber es scheint recht gut in die Vorstellung vom rabatzigen "Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion" (UT "Marke Eigenbau") zu passen. Oder aber in das konservativ-rechte Klischeedenken der Welt. Überhaupt fällt auf, dass der politischen Linken nur allzu gerne ein Seitenhieb verpasst wird. Lahm.

Aber um beim eigentlichen Punkt zu bleiben. Wo kommt im Artikel der Bezug zur Überschrift? Er kommt nicht. Mir fällt allerdings auf, dass neuerdings gerne versucht wird, handmade und economic crisis miteinander zu verkuppeln -- quasi handmade als Überlebenskünstlerhandwerkzeug für Otto-Normal-Verbraucher. Es passt ja auch zu gut. Aber ist dem wirklich so? Ja - wenn man in einen Topf wirft, was man zum besseren Verständnis dieses pop culture-Trends nicht in einen Topf schmeissen sollte.

Dass wirtschaftliche Krisen mit Selbermachen, sei es zum Eigengebrauch oder zum Verkauf um die Kasse aufzubessern, gemeistert werden können, ist weder neu, noch ist der gegenwärtige Trend ein Kind der aktuellen weltwirtschaftlichen Schieflage, auch wenn in diesem Licht der Zweck des Geldsparens in den Vordergrund gerückt wird. Denn der "Wunsch nach dem eigenen Long Tail" drückt eigentlich den Wunsch nach millimetergenauer Individualisierung aus -- zuerst kam der Wohlstand und der kommerzielle Overkill, dann der Individualisierungswunsch. Leider hat es dann (ausserplanmässig) geknallt. Wobei wir wieder bei Maslow angelangt wären.

Khend-meyd Holidays: Qualität zum kleinen Preis im "Studio Globe"


Ich gebe zu, mit dem heutigen Khend-meyd Holidays Tip no.5 möchte ich einer Freundin eine kleine Freude bereiten, die im nächsten Monat umziehen muss und nun grossen Ausverkauf in ihren Shops auf Etsy und DaWanda hat.


Wer daran gedacht hat, dieses Jahr "Japanese Cute" in Form von nützlichen Taschen und Täschchen zu verschenken, oder wer gerade süssen kleinen Nachwuchs einzukleiden hat -- hier entlang bitte, und das Studio Globe besuchen!


Takae lebt in Japan und hat das Nähen bei ihrer Mutter, einer professionellen Schneiderin, gelernt. Sie hat einen perfekten Blick für Formen, Farben und Muster, und sie verwendet für ihre Produkte sowohl japanische moderne Stoffe als auch sehr traditionelle Muster (z.B. Chirimen). Alle Produkte, vom kleinen Täschli für Kleingeld, über die schicke Tasche für unterwegs bis zu ihren süssen Kinderhemdchen sind auf professionellen Maschinen genäht, unglaublich sauber, fast schon akribisch gearbeitet und versäubert. Hier reisst so schnell nichts!

Takaes Designs sind modern, sowohl farbenfroh als auch dezent, die Formen nie kitschig oder verspielt; praktisch müssen ihre Produkte sein, der neuen Besitzerin das Leben angenehm machen und es verschönern -- wer jetzt an das "Zakka-Prinzip" denkt, liegt vollkommen richtig. Studio Globe ist ein gutes Beispiel dafür, was Zakka eigentlich bedeutet.



Produkte aus dem Studio Globe kann man sowohl im DaWanda-Shop als auch im Etsy-Shop kaufen. Bitte beachten, dass nur PayPal- bzw. Kreditkartenzahlungen angenommen werden können (PayPal ist wirklich einfach und sehr sicher, und man kann seine Kreditkarte benutzen, ohne ein Konto bei PayPal aufzumachen! Bei Bedarf vermittle ich gerne!).
Aber Achtung: die Taschen und Blusen gehen weg wie warme Semmeln - kein Wunder, bei so viel Kunstfertigkeit. Also, nicht lange nachdenken und zuschlagen!


A propos Versand: Post von Japan nach Deutschland ist in der Regel nicht einmal eine Woche unterwegs - und Studio Globe verpackt Ware sehr, sehr sorgfältig. Manchmal liegt sogar noch eine kleine Überraschung als Dankeschön bei.


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Alle Tips zur Khend-meyd Holidays-Reihe können hier noch einmal nachgelesen werden.


Stichtag 1. Dezember: Einfuhr-Änderungen beim deutschen Zoll (last call).


Da morgen, am 1. Dezember 2008, die neuen Bestimmungen für Einfuhrabgaben an den deutschen Zoll in Kraft treten, und ich einen Anstieg an Suchanfragen in meinen Stats feststelle, die leider nur auf meine Bloghomepage verwiesen werden (dumme Sache bei Blogger...), hier noch einmal eine Erinnerung.

Ab morgen ändern sich ein paar Bedingungen in Bezug auf die private Einfuhr von Waren auf dem Postweg aus dem nichteuropäischen (nicht-EU) Ausland nach Deutschland!

Das Grücht, dass sich die abgabenfreie Grenze ganz pauschal auf traumhafte 150€ erhöhe, hält sich leider hartnäckig, ist aber falsch. Lediglich Zölle werden ab dem 1.12. 08 erst ab einem Gesamtwarenwert von 150€ fällig, die Grenze für einfuhrabgabenfreie Waren bleibt weiterhin bei 22€, bei einem EUSt.-Satz von immerhin 19% bzw. 7%.

In Kürze bedeutet das:

1. Sendung bis 22 € - abgabenfrei
2. Sendung über 22 € aber unter 150 € - EUSt. fällt an, aber keine Zölle
3. Sendung über 150 € - EUSt und Zölle fallen an

(Ausnahmen: besondere Güter wie z.B. Kaffee, Parfum. Eine genaue Auflistung hält der deutsche Zoll auf seinen Internetseiten bereit.)


Bitte hier weiterlesen:
Alle wichtigen Infos und Links zum Nachlesen sind ganz ausführlich in diesem Post und als Übersicht mit Hinweisen zum korrekten Interneteinkauf im Ausland in diesem Post aufgeführt.

Jetzt kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Also, frohes Einkaufen zum Fest (vielleicht darf's dieses Jahr ein wenig mehr Handgemachtes sein?)

November 29, 2008

Auf dem Lesestapel: Indie Publishing.





Hier erst in wenigen Tagen erhältlich, in den USA schon seit Anfang November auf dem Buchmarkt: Ellen Luptons neues Buch "Indie Publishing: How to design and publish your own book."

Ellen Lupton ist Grafikdesignerin und Autorin einer Reihe von guten Büchern, schreibt eine Kolumne im Readymade Magazine (psst, gibt's auch in digital), und sie ist Direktorin des Graphic Design MFA Programms am Maryland Institute College of Art in Baltimore.

In "Indie Publishing" erklärt Ellen Lupton, warum Design so wichtig auch, oder vielleicht gerade für selbstverlegte und selbstprodzierte Bücher ist. Anhand von Beispielen werden Gestaltungsprinzipien erklärt und was Buchcover zu Eyecatchern werden lässt und was nicht. Neben gestalterischen Aspekten klärt sie ebenfalls über formelle Dinge auf, wie zum Beispiel wie man ein Buch selber verlegt, vermarktet und bewirbt, und warum eine ISBN-Nummer wichtig ist.

Die Designerin Robin Williams hatte mit ihren Klassikern "The Non-Designer's Scan and Print Book", "The Non-Designer's Design Book" und "Graphic Design Workshop" bereits eine Lanze gebrochen und Design für "Nichtdesigner" verständlich gemacht. Ganz in diesem Sinne arbeitet auch Ellen Lupton, und es spiegelt sich wieder in ihren Büchern "Thinking with Type" und "DIY: Design It Yourself" (letzteres war bei seinem Erscheinen ein instant hit in der Indie Design-Welt).

Im Januar 2007 schrieb Ellen Lupton ins DesignBlog des Cooper-Hewitt National Design Museum (wo sie Kuratorin für zeitgenössiches Design ist):
"We’re at a moment in time when authors want to try their hand at graphic design. (Warning: there’s a learning curve.) Yet the opportunity is there for designers, too: more and more of us want to become authors, so the new media economy can work for us, too!"



Wer im Gestalten, Selbstverlegen und Vermarkten von Büchern gänzlich unbedarft ist, sollte sein Selbststudium mit der Lektüre von "Indie Publishing" beginnen - wobei nicht gesagt ist, dass es dann schon klappt mit dem Projekt "Ich mach' mein eigenes Buch". Denn Kunst kommt von... genau, von Können.




Ellen Lupton
Indie Publishing
How to design and publish your own book

Princeton Architecturial Press (2008)
isbn
1568987609
ca. 18,99€

Better Etsy experience - thanks to its users.


I thought I'd pull together some very nifty links for tools, services and plugins that a range of passionate Etsy users and Etsy lovers have released to the public to help improve the selling and buying experience on Etsy.

I know that I have already mentioned some of them here in the last months and years, but to have them all here in one post (and one in English rather than German) would make it a neat little collection, wouldn't it.

So, what do we have, in no particular oder?


Etsy Currency Converter
Yes, it exists! And thanks to the gingerbeardman. The Etsy Currency Converter is an addon script, and you can donwload the converter of your particular choice on gingerbeardman's website (available in GBP, Euros, Japanese Yen, AU$, SG$ and US$) . The good thing about it is that it works with Greasemonkey, GreaseKit and Turnabout Advanced.

The download is free, but a donation would be cool.


Etsy Fee Calculator (use with care)
This is from the folks who did the eBay and PayPal Fees Converter. It's a pretty handy thing which also does a reverse calculation to help with pricing items for Etsy.

The calculator unfortunately has an error feature, and I don't know why it has not been corrected yet: when Etsy takes its share off a final sale, then the shipping is always excluded. The fee calculator, however, provides fields for "handling" and "postage". Not correct, not needed. It's really just $0.20 listing fee plus 3.5% provision off the item price after it sold.

Thus, even the PayPal fee calculation boxes stop to make sense on that page, right? Because contrary to Etsy, PayPal takes their share off the full amount a customer pays - and this includes shipping. So, if you remember to not fill in handling, shipping and PayPal, this calculator is quite nifty.

The service is offered for free, but a donation would be cool.

Etsy MiniAccountingBooks
A basic set of accounting spreadsheets that help sellers keep the overview of their small businesses. Basically, these are good if you don't know how to program your own spreadsheets and if you are unexperienced with pricing your items. You'll be surprised at how much you actually should be charging for your work.

This item is available for really few money in the creator's Etsy shop (who, by the bye, has a degree in Finance).


CraftCult (the cult thing formerly known as Heart-o-matic)
Handy tool for Etsy sellers to check on new hearts for their shop, their listed items, and items views. Now in Technico- erm, really pleasing design. Made by Etsy sellers juln and magicjelly.

The service is free. Neat side effect for indie designers: the site sells affordable and very attractive ad space.

#!etsyhacks
Who says husbands of Etsy wives weren't supportive. They are to no end. This particular hero wrote a suite of Greasemonkey scripts that enhance Etsy's shop design for sellers, but also improve browsing and using the forums. Best yet, like naturally, there are RSS feeds that keep you up to date with new releases and new features.

The scripts are free, but a donation would be cool. Alternatively, buy an ad space on Etsyhacks.

Etsy Top Sellers List
Etsy sellers don't even get the most basic stats for their shops (no, Etsy, item and shop views aren't basic...), and ever since EtsyTools closed down, sellers are left in the dark again. Ain't no fun spending your marketing Pesos on advertising when you don't know what's buzzing about your shop, right? To bridge that black hole somehow, some users started a top sellers list on the Etsy Wiki and see to update it daily.
The list is not 100% accurate and complete, but it's better than nothing.

The service is offered for free.


Better GReader
Not an Etsy tool per se, but as you may have figured, the Etsy shop RSS feed template strips out all HTML. Consequently, an Etsy shop's RSS feed is not really of use when it comes to promoting one's own shop or following your Etsy favourites via a newsreader.
Better GReader, another Greasemonkey script to be used with Google Reader, actually pulls the respective Etsy webpage you're trying to see into the reader, thus displaying all images and fully clickable links. For the full scope, see my blog post including before/after screenshots and instructions.

The script is available for free. A donation would be cool.

Let's Ets
Let's Ets offers a customizable search for products on Etsy as well as a formatter for GoogleBase. The first a customized Google search, actually, and the latter fetches info from Etsy and creates from it a downloadable XML file, which then can be loaded up to GoogleBase.

The service is available for free. Ad spots for indie designers are available.



I might have missed a few tools here - deliberately excluded are blogs and counseling services, because these aren't tools in the first place.


Update Dec. 3, 08:

Brandnew in town: Etsyfeeder

Organize your favourites with this nifty application. Etsyfeeder was written by Adam Kendall, whose wife is an Etsy seller (notice a pattern here? Etsy wives - egineer husbands...), and the project is hosted off-Etsy at Google's appspot (a.k.a. the Google App Engine).
Etsyfeeder lets you organize your favourite shops and items on Etsy in a number of useful ways (you'll have to have them set to public!), it pulls your own Etsy shop RSS feed, and more features are planned for future releases.

Right now, it doesn't want to work for me, and the app is very dependant on Etsy's server speed. Documentation is another important thing that's currently still missing (typically engineer... ;) ).

Service is free, though a donation would be cool. ProjectWonderful ads run at the site, too.

USPS ZIP finder
Believe it or not, this is a tool that helps you speed up mail to and within the USA for up to two days!
Taking some random US city as example, a US-ZIP code looks something like this:

Seattle, WA 98101

But enter a recipient's address into the ZIP finder, and it will return you the complete ZIP, which is made up of two parts, like this:

Seattle, WA 98101-1234

The service is offered for free.

November 28, 2008

Etsy mini trend: laptop sleeves (and a bonus)


A friend recently asked me whether I knew some designers who make sleeves for laptops - particularly for Eee PCs. While I am not sure about Eee PC sleeves in particular, here are my Etsy favourites for well-made handmade laptop sleeves. And since in this case I am a bit of a personal shopper for that particular friend, I am posting the prices including shipping into Germany.



(click for larger view)


Fernfiddlehead from Brooklyn makes beautiful Macbook sleeves after her own patterns (she is a textile designer), which actually look like large envelopes and have a corresponding pretty tie-closure. $32.50 including shipping.

Tillymoss, a designer based in the UK, has a line of sleeves that are not only well made, but that have a crisp design and feature high quality fabrics. This particular sleeve combines Amy Butler's "Oxford Stripe" cotton and Irish linen. $36 including shipping.

eucaLyptusCreations is the brand of a Californian scientist who designed the Giulia laptop sleeve. Erika Pekkari fabric teams up with uni canvas and cotton batting to make a crisp, natural sleeve that will fit most 15" laptops. $42 including shipping.

Madrid is home of designer lusitania, and the proverbial vibrant colours of the South are all present on her felt laptop sleeve. The sleeve is made of 100% wool felt and lined with green cotton. It closes with a hoop-and-loop closure. Colourful circles are needle-felted right onto the sleeve on both sides. $140 including shipping.

A flag for the Swiss - manoeuvre designed this sleeve that features the Swiss flag, and accordingly call it the Felt Safe 2.0 (CH). Red, white and gray felt are used here, and the sleeve closes with brass grommets and a cord. This particular sleeve is actually the last one, since it is a limited series, so hurry! (p.s. manoeuvre aren't Swiss... they are based in SF) $85 including shipping.

In her first life, labudde is an Outward Bound Instructor, but in her second life, she combines materials such as burlap coffee sacks and colourful cottons to make her ingenious Upcycled Coffee Bag Laptop Cases. How cool is that? The sleeve I picked for today's Etsy mini trend post features burlap, white padded cotton that is quilted and orange cotton with white flowers. The sleeve has a handy hoop-and-loop closure.
$35 without shipping (you need to inquire directly with labudde).

Saltygal makes high quality sleeves, is always on the hunt for beautiful fabric and gladly accepts custom orders. The Ginseng macbook sleeve is a great example for her good taste in colours and textures. It features a beautiful flowery print in mauve with white blossoms designed by Joel Dewberry and is lined with cream fleece. A double (!) layer of needle felted polyester adds additional protection and keeps your laptop safe before you put it into your messenger bag or rucksack. $60 including shipping.

Just like lusitania, popamox too, is based in Madrid, and these classy felt laptop sleeves are a real eye catcher. The pattern itself is simple - white felt, cleanly cut and sewn. Popping into your eyes, though, are the hip and urbane hand-screenprinted designs in black, pink or green. $58 including shipping.

0049Design are at home in Sydney, but their brand name says it all: they are two Germans, and they specialize in accessoires handmade from German wool felt (I've got to say it at this point - we have some of the best felt here in Germany, and craft world has just discovered it!). Their laptop sleeve Wave Charcoal may look simple at first sight, but the beauty lies in the detail: fine blue waves are stitch-sewn onto the 2mm wool felt (also available in dark grey felt with red stitching and dark grey with red bird screenprint). Each sleeve is custom made according to customer specs. $78 including shipping.

glorydaze design their goods in Down Under, Melbourne to be specific, and this particular laptop sleeve of theirs features a grey vine design (screenprinted by hand) on black, water repellent canvas. It is lined with gray wool weave, which once was an army blanket. $39 including shipping.

Even though this laptop sleeve by foodfabricandpaper has already been spoken for, I am featuring it for its lovely combination of fabrics, colours, and because I liked the closure. The green outside fabric is from Moda Fabrics's "Wee Play" series (the designs in this series all have a beautiful vintage touch!), the lining is a natural-looking mattress stripe canvas, which is repeated in the closure. Light padding gives this sleeve enough studiness to protect your laptop when you put it into your bag. If this particular design speaks to you, then the designer will be happy to custom-make another one just for you. About $47 including shipping.

italiacrafts lives and creates in bella Italia, and their Macbook Air sleeve actually looks like a real newspaper - very clever! The outside thus features an off-white cotton with black newspaper print, and the lining is black linen. The sleeve is also interfaced to protect your laptop. Fabric containing wool is deliberately omitted to avoid electrostatic charging. The front flap has a detachable ring, and the sleeve closes with a loop-and-hoop closure. $76.90 including shipping.


Bonus:

One of my Etsy favourites used to be the designer couple of Working Class Heroes. Unfortunately, their shop has been sitting empty for quite a while now, and they're using Etsy only as advertising platform for their new project, hard graft (which actually isn't allowed to do on Etsy...). Their new line has not changed too much; high quality felt and leather makes their designs not only sturdy but gives them a clean yet earthy look - bodenständig, as we would perhaps say in German. Their sleeves start at around 59€.


Hope you found some new favourite Indie Designers -- I am sure that all of these nice people welcome requests for a custom-made sleeve.

Liked this Etsy mini trend? Let me know in the comments!

Khend-meyd Holidays: Buchempfehlungen für DIY-istas.


Bereits seit Anfang September liegen zwei Bücher auf dem Lesestapel, die ich unbedingt empfehlen muss. Khend-meyd Holidays-Tip No. 4 sind also heute mal -- Bücher.

Wer gerne Bücher verschenkt, und dazu noch kreative Bücher, der sollte sich unbedingt auch einmal auf den Buchmärkten in englischer, skandinavischer und französischer Sprache umtun, ganz zu schweigen vom japanischen Kreativbuchmarkt. Denn oft finden sich dort Titel, die so manche deutsche Produktion in tiefschwarzen Schatten stellen.

Mir persönlich gefallen deutsche Titel zum Thema Handarbeiten, Kunsthandwerk und DIY höchst selten; oft sind die Titel langweilig layoutet, sind die Fotos und Grafiken unansprechend und nicht gerade kreativ gestaltet, sind die Texte so unglaublich verstaubt, im Vokabular technisch bis basteltantig, dass es einem den Spass am Selbermachen einfach vergällt. Und immer wieder fällt auf, dass einigermassen interessante Titel denn auch lediglich Übersetzungen aus dem Englischen, Skandinavischen oder Französischen sind. Eigentlich ein Armutszeugnis für den deutschen Buch- und DIY-Markt.

Und daher stelle ich hier auch zwei englische Titel vor, die man aber mit mittelmässigem Schulenglisch recht gut verstehen kann (eventuell müssen Fachbegriffe nachgeschlagen werden - das kann man sehr gut auf Leo).





Lena Corwin
"Printing by Hand - a modern guide to printing with handmade stamps, stencils, and silk screens.

STC Craft, August 2008
isbn 9781584796725
ca. 17 €



Lena Corwin lebt in New York, kommt aber eigentlich aus San Francisco; sie ist Textildesignerin und Illustratorin, illustriert Bücher, designt und vertreibt eine eigene Produktreihe (hier zu kaufen) und macht ausserdem Freelancejobs für andere Designer.

Printing by Hand ist ein Buch, in dem Lena Corway, illustriert durch die ästhetisch immer wieder wunderbaren Photographien von Thayer Allyson Gowdy, verschiedene Drucktechniken vorstellt, die allesamt dem Bedrucken von Oberflächen per Hand dienen. Von Stempeltechniken über Schablonieren bis zum Siebdruck, von einfacher Materialkunde über Arbeitsplatzvorbereitung bis zu Ressourcen bespricht die Designerin in sehr angenehmer Art verschiedene Projekte und teilt so ihr Wissen mit ihren Lesern. Das Buch ist so also nicht nur ein stures Anleitungsbuch, sondern liest sich eher wie ein gut gemachtes Seminar - wirklich.

Techniken und Handgriffe sind photographisch festgehalten und illustrieren sehr deutlich einzelne Arbeitsschritte - und dabei kommt keines der Photos gestellt oder übermässig in Szene gesetzt daher, wie es leider in vielen (natürlich nicht nur) deutschen Titeln zu sehen ist. Die Photos vermitteln den Eindruck, zusammen mit Lena Corway in ihrem Atelier zu stehen, ganz als halte sie gerade einen Workshop ab und man sei selber dabei.


Das Format des Buches ist recht handlich, der Einband hochwertig, und die stabile Spiralbindung macht das Nachschlagen und Blättern recht angenehm. Matt glänzendes, schweres Papier, das angenehm zwischen den Fingern liegt, rundet die ganze Produktion harmonisch ab. Weiteres Highlight: im hinteren Deckel befindet sich ein Papierumschlag mit den Grafikvorlagen jedes der vorgestellten Projekte. Es versteht sich von selbst, dass diese einzig und allein zur privaten Verwendung zur Verfügung stehen, nicht für kommerzielle Absichten.

Für Anfänger von Drucktechniken ist dieses Buch genauso geeignet wie für solche, die bereits fortgeschritten sind aber gut gemachte Bücher zum Thema schätzen.

Lena Corways Webseite ist hier, sie postet ausserdem Photos auf flickr und schreibt ein Blog.

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Therese Laskey & Chika Mori
"Zakka Sewing - 25 Japanese projects for the household."

STC Craft, August 2008
isbn 1584797207
ca. 18 €




Zakka Sewing ist der zweite Buchtitel, den ich wärmstens empfehle. Gerade für diejenigen, die sich für die japanische handmade-Welle interessieren (im Englischen sehr verallgemeinert 'Zakka' genannt, anfänglich auch 'Japanese Crafts'), aber vom Kauf japanischer Titel bislang abgesehen haben.
Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis die ersten englischen Übersetzungen beliebter sogenannter Zakka-Bücher aus Japan im Westen erscheinen würden, und bei immerhin fünf verstrichenen Jahren -von 2003, als die Welle so langsam in den anglophonen Westen sickerte, bis 2008, als die ersten englischen Übersetzungen auf den Markt kamen- haben Verlage doch recht lange gezögert. Nachdem nun bei Chronicle Books einige Amigurumititel erschienen sind, ist mit Zakka Sewing ein ansprechendes Projekt auf dem Buchmarkt gelandet, das gleichzeitig als Einführung in das Who-Is-Who der japanischen Krafties gelten kann.

Die Autorinnen des Titels,Therese Laskey und Chika Mori, leben in den USA; Therese Laskey ist eigentlich Marketingberaterin für grosse Unternehmen wie HGTV und Disney. Ihr Blog heisst Softies Central, widmet sich ihrem Hobby und ist seit Ende 2005 online.
Chika Mori, die für den japanischen Input zum Buch verantwortlich zeichnet, ist Produkt- und Verpackungsdesignerin für Warner Bros. und designt selber "Softies" (weiche Kuscheltiere, die oft eher Collectibles und für Erwachsene gedacht sind als für Kinder). Chika ist in Japan geboren und aufgewachsen, nach dem Schulabschluss ist sie zum Studieren in die USA gegangen. Im Web ist sie zuhause auf Chikagraphy.
Melanie Falck, die für die Produktion dieses Buches Verantwortliche, hat ein zweiteiliges Interview mit Therese Laskey und Chica Mori geführt; Teil 1 ist hier, Teil 2 hier.

Zakka Sewing ist ein schön gelungener Titel, der neben Anleitungen zum Nacharbeiten auch eine komprimierte Einführung in die Welt und Philosophie von Zakka einführt. Bei aller Komprimierung fällt das eine oder andere leider hinten über, und so richtet sich das Buch denn auch an ein amerikanisches Publikum, das in den letzten fünf Jahren eine streckenweise eigenwillige bis schräge Vorstellung von Zakka und handmade Zakka geformt hat - grösstenteils einfach aus Ignoranz und Unkenntnis der japanischen Sprache heraus (Chika Mori erwähnt im oben verlinkten Interview übrigens, wie Zakka auch in Japan in den letzten 20 Jahren eine Änderung durchlaufen hat).

In einer kleinen Auswahl von 25 Projekten, die jeweils mit "Zakka Facts" annotiert werden, zeigen die beiden Autorinnen, was in Japan handgemacht wird. Zakka (Hiragana: ざっか) heisst ins Englische übersetzt "miscellaneous goods" oder "miscellaneous household goods". Und um als "Zakka" zu gelten, muss ein Gegenstand praktisch sein; er muss die Lebensqualität seines Besitzers, auf welche Weise auch immer, verbessern oder verschönern (viele tun das heute, indem sie einfach nur niedlich sind), und er muss ästhetisch ansprechend sein.

Und so gibt es reichlich zu sehen und nachzuarbeiten in diesem Buch, zum Beispiel Buchhüllen, die in Japan sehr beliebt sind (alles, das Gegenstände vor Abnutzung schützt ist in Japan beliebt), ein Schlüsseletui und eine niedliche Geldbörse, sowie eine Teehaube in Eichhörnchenform, die so garnicht altbacken und tantig daherkommt, wie viele, die man sonst so sieht.

Im Anhang befindet sich ein Glossar mit den wichtigsten japanischen Wörtern, die kurz erklärt werden, sowie eine Seite mit Bezugsquellen (Etsy ist auch dabei!).
Shops, die z.B. japanische Importstoffe verkaufen, gibt es vor allen Dingen in den USA, und wen wundert es. Viele Shops sind auf Etsy, und viele verlangen horrende Preise für nicht einmal einen Meter. Wer da direkt aus Japan bzw. auf japanischen Seiten einkaufen kann, spart einiges Geld. Für Deutschland fällt mir auf die Schnelle keine Bezugsquelle ein, die sich ausserdem auch gut mit Zakka und Japan auskennen würde.

Alles in allem ist auch dieses Buch allen zu empfehlen, die schon längst einmal Frisches auf dem Buchmarkt sehen möchten. Leider ist dies kein deutscher Titel - diese Lücke würde ich selber nur allzu gerne schliessen (liest zufällig ein Verleger mit???), aber die japanische Welle hat Deutschland, wie so oft, noch nicht wirklich erreicht.

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Alle Tips zur Khend-meyd Holidays-Reihe können hier noch einmal nachgelesen werden.


November 27, 2008

Khend-meyd Holidays: Modish Holiday Marketplace


Wem es vielleicht aufgefallen ist - die letzten Posts zu HolyShitShopping und DaWandas Adventskalender waren bereits mit Khend-meyd Holidays getaggt, jedoch hatte ich bislang nicht genug Zeit anzukündigen, dass auch handmade2.0 in diesem Jahr einen Shopping Guide für die Feiertage und Links zu anderen Tips im Netz fahren wird. Dies sei hiermit also recht schnörkellos nachgeholt!

Unter dem Schlagwort (a.k.a. tag) Khend-meyd Holidays* (siehe auch Tagcloud rechts in der Seitenleiste) wird es bis Ende des Jahres Tips und Links rund um handgemachte Geschenke, DIY-Ideen, Märkte und Designer geben.










Tip No. 3
ist heute der frisch eröffnete Modish Holidays Marketplace einer meiner Lieblingsdesignspotterinnen Jena von Modish.

Modish ist einer der handmade lifestyle Trendblogs, der nicht jeden Hype bloggt, und daher sieht man hier im Gegensatz zu vielen anderen Blogs auch einmal Neues - sehr erfrischend! Jena ist ständig auf der Suche nach neuen Ideen, hat ein gutes Gespür für neue Trends, und weiss, dass es auch auf der anderen Seite des Atlantik Gutes gibt.
Gute Texte jenseits von oberflächlichem Geschnatter zeichnen Modish aus, und gepaart mit handverlesenen Produktphotos machen sie jeden Artikel zum Lesevergnügen.

Modish Holidays Marketplace ist ein katalogähnlicher Marktplatz, auf dem Designer einen Werbeplatz buchen können und dann für einen Monat auf Modish Marketplace erscheinen. Voraussetzung ist, dass man Rabatte anbietet, Coupons und ähnliches bereitstellt (siehe Link Werbeplatz für alle wichtigen Details).

Den Marktplatz können Käufer und Schnäppchenjäger über die Hauptseite ansteuern, auf der täglich neue Shops gezeigt werden, aber richtig viel zu sehen gibt es, wenn man die Kategorien in der linken Seitenleiste durchstöbert! Nicht nur Shops, die man vielleicht von Etsy kennt, sind hier vertreten, sondern auch viele Indies, die ihre eigene Seite haben, und auch einige DaWanda-Shops sind dabei.

Die schwierige wirtschaftliche Lage war denn auch ausschlaggebend für Jenas Projekt, denn es dient nicht nur dazu, Designern eine vergleichbar günstige Werbemöglichkeit für ihre Shops zu bieten, sondern Käufer davon zu überzeugen, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht der 1-Dollar(Euro!)-Ramschladen die Lösung fürs festliche Schenken ist, sondern gezieltes und massvolles Schenken, dass sowohl sinnvolle Geschenke vorsieht, sowie auch die Unterstützung derjenigen Designer, die in schlechten Zeiten mit dem Umsatz kämpfen.

Denn Billigkäufe sind nicht die Lösung, um den Gabentisch trotzdem so voll zu packen wie in "besseren" Zeiten - nicht die Menge macht es, sondern die Qualität, die Nützlich- und Nachhaltigkeit der Geschenke. Was nützt Nippes und billiges Zeug, wenn es am Ende doch nur in der Ecke landet? Ein gutes handgemachtes Geschenk statt der vielleicht sonst üblichen fünf übt nicht nur im Besinnen darauf, dass Qualität zählt und nicht Quantität; es kann ausserdem ein sinnvoller Beitrag gegen Umweltbelastung und Konsumgeilheit sein.

Schlechte Zeiten sind also nicht immer etwas Negatives - Einsicht trägt immer noch weiter als stures Festhalten an Traditionen und Lebensstilen.

In diesem Sinne - viel Spass beim Entdecken neuer Shops auf Modish Holiday Marketplace! Und vergesst nicht, Jena weiter zu empfehlen - gleich heute noch!



* Warum Khend-meyd?
khend-meyd ist die latinisierte Schreibweise vom kyrillischen Хенд-мейд und bedeutet -- genau, handmade, oder handgemacht. Einfach mit russischem "Akzent" aussprechen.
Alles und Jeder fährt Einkaufstips unter "handmade holidays", und wir wollen hier nicht auch noch in die gleiche Kerbe schlagen. Ausserdem gefällt uns khend-meyd irgendwie. Daher: Khend-meyd Holidays.

November 25, 2008

Übersetzungskracher der Woche: Nip/Tuck


Gestern spätnachts, bei Nip/Tuck (rerun Staffel 1, Ep. 12 oder 13):

Fies tätowierter Gangster dringt in fremde Wohnung ein und flegelt am Küchenblock herum, um die geschockte Dame des Hauses und ihre Kinder zu verängstigen, schneidet mit grossem Messer ein Obst klein und stopft sich den Mund voll.

"Mhh, was ist das? Das ist köstlich. Ist es organisch?"




Na? Aufgefallen? Nein?

Wie hoch stehen die Chancen, dass der Kerl im Orginal fragt "Is it organic?" ?
Genau.
Und organic meint im Englischen in diesem Kontext nicht "organisch", quasi als Gegenteil zu "anorganisch", sondern "bio".

Fire ze translator!



p.s. Ich weiss nicht, warum Leute nach "wann ist buyology von lindstrom erschienen" googeln müssen (und dann auch noch mit Suchmaschinen reden...)? Wozu gibt's eigentlich Seiten wie Amazon???

Etsy mini trend: bird illustrations


click image for full size


It's time for another Etsy mini trend! Have you noticed all the beautiful bird illustrations on Etsy? Maybe it's the fact that we're all snowed in up to our chin here in Germany that I find myself browsing colourful bird illustrations that are so completely un-wintery. Let me share a few of my favourites with you.

If you are gift shopping for a bird-loving friend these days, or even if you are looking for a beautiful addition to your own art collection, may I suggest you check out these artists and their beautiful prints (from top left to bottom right, as seen in the poster above):



November 24, 2008

DaWanda: Es adventskalendert jetzt schon.



Hatte ich neulich noch diesen neuen Trend zu Adventskalendern mit einundreissig Türchen festgestellt, hauen ausgerechnet DaWanda nun auch in diese Kerbe: ganz frisch ist heute das erste Türchen vom DaWanda-Adventskalender geöffnet worden, Nummer 1 von 31.




Und es wird einiges zu entdecken geben, und zwar auf allen drei Seiten (also D, UK und F): jeden Tag gibt es eine Reihe Produkte im Adventskalender, die um 11% reduziert sind. Heute ist Mode dran, bzw. Fashion clothing, bzw. ähm.... nee, DaWanda Frankreich fällt etwas aus der Reihe - da gibt es heute vêtements & accessoires pour les petits (Mode und Accessoires für die lieben Kleinen).

Wer ausserdem noch mehr Hilfe und Ideen für das vorweihnachtliche Shopping auf DaWanda braucht, wird auf dem virtuellen Weihnachtsmarkt fündig. Zum Klischee-o-mat muss man unbedingt reinklicken:




Und wenn dann noch ein wenig Zeit über ist, unbedingt DaWanda-Weihnachtskarten verschicken und alle Freunde zum handmade-Shopping einladen!


In diesem Sinne also: Frohes Shoppen (und beim Einkaufen im Ausland vielleicht kurz an das Thema Zoll denken...)!

No shit, Sherlock: Holy Shit Shopping kommt!


holy shit shoppinggrafik ©holyshitshopping.de


Das sind die Termine, die wir hier bei handmade2.0 lieben: Indie Design-Markttermine in Deutschland! Holy Shit Shopping ist eine Reihe vorweihnachtlicher Märkte, die so gar nichts mit Adventsbazaar und Weihnachtsmarkt zu tun haben (wollen). Im Klartext:

"Die Weihnachts-Shopping-Lounge ist der Design-Kunst-Kultur-Mode-Markt für alle, die den ewig gleichen Kitsch-Kunsthandwerks-Weihnachtsständen entkommen wollen. Seit fünf Jahren präsentiert Holy.Shit.Shopping ca. 120 handverlesene junge Designer, Kreative und Künstler in besonderer Architektur.
Ob Mode- und Produktdesign, Fotografie, Malerei, Musik, Comics oder Literatur; es ist eine bunte und handverlesene Mischung an – nicht nur - weihnachtlicher Geschenkkultur. Adventskränze, Räucherstäbchen und Strohsterne müssen bei uns leider draußen bleiben.
Dafür gibt es an den Plattentellern stadtbekannte DJ’s und mit einem Cocktail in der Hand lässt es sich prima durch die heiligen Hallen schlendern.
Entspanntes Einkaufen im Klubkontext."
(Quelle PDF Flyer)

Organisiert wird Holy Shit Shopping vom Team de Luxe; Zielgruppe der Veranstaltungen ist ein Publikum, "jung.urban.schick", von 18 bis 45 Jahren. Team de Luxe versteht sich als

"(...)Department für Veranstaltungen. Wir konzipieren, organisieren und führen durch. Wir verstehen uns als ein Kreativ-Pool von Leuten aus den Bereichen Eventmanagement, Musik, Werbung, Grafik-Design und Öffentlichkeitsarbeit."


Die Webseite ist sehr informativ; das Veranstaltungskonzept findet Ihr hier beschrieben, Teilnahmebedingungen für Verkäufer findet Ihr hier, Termine, Locations und Eintrittspreise sind hier.

Kommt reichlich! Shopt handmade!



Und noch etwas. Holy Shit Shopping gibt es bereits seit 2004, und mindestens ebenso lange organisieren Wasted Talents im Rhein-Neckar-Kreis einen ähnlichen Markt. Aber von Letzteren und weiteren in einem anderen Post. Indie Design ist auch in Deutschland lange ein Trend - nur, dass er noch nicht so breitgetreten ist, wie in den USA. Ob das nun heisst, dass hier nicht so laut geschrien wird, oder dass die Deutschen marketing- und webtechnisch nicht so recht in die Gänge kommen, ist wohl erstmal zweitrangig.

November 23, 2008

A propos "ökorrekt": GRUEN startet in der Schweiz.


Das Management von chiperoni hat unser Augenmerk gestern auf GRUEN gelenkt (ob dessen wir uns erinnerten, dass Bio Emma Anfang November schon drüber berichtet hatte), ein neues LOHAS-Hochglanzmagazin für den schweizer Markt (wir überlegen an dieser Stelle, chiperoni ein Upgrade auf "Schweizer Korrespondent" zu verleihen...). Aber Scherz beiseite.

Die Schweiz hat ein neues LOHAS-Magazin, das scheinbar mit weniger Aufwand getestet wurde als es Burda für IVY getan hatte. Denn Burdas IVY ist ja nach nur zwei Testausgaben eingestampft worden, per Pressemeldung mit folgender Begründung:

"Nach zwei regionalen Testausgaben für die Markforschung sieht die BURDA LIFESTYLE COMMUNITY keine ausreichende wirtschaftliche Basis für ihr Testprojekt IVY. Das wirtschaftliche Umfeld bietet trotz guter Medienresonanz zur Zeit weder in Print noch Online eine notwendige Perspektive. Daher beendet der Verlag die Tests und Internet-Aktivitäten der Marke IVY. Die verbleibende dreiköpfige IVY-Entwicklungsredaktion soll nach Möglichkeit bei anderen Titeln von Hubert Burda Media beschäftigt werden."

Nun ist es vielleicht interessant zu wissen, dass IVY in Burdas 2004 übernommener Verlagsgruppe Milchstraße gemacht wurde. Noch 2004 hiess es über diese Verlagsgruppe, sie habe die
"Zielgruppe der überdurchschnittlich gebildeten, sehr gut situierten "User" bis Ende 30 im Blick"
(Quelle)


Stattdessen gestaltet Burda/Milchstraße nun den TV-Programmteil der Einkauf Aktuell (wir "Werbeverweigerer" (Zitat Deutsche Post) erinnern uns: das ist die kostenlose, in viel Plastik eingeschweisste Wurfsendung mit "Shoppingtips" der Deutschen Post).

GRUEN hingegen kommt als "erstes grünes Lifestyle Magazin der Schweiz" auf den Markt, und zwar "im Huckepack" der Schweizer Illustierten (PM Ringier vom 24. Juli '08). Fragt man sich natürlich, warum ausgerechnet dies keine Option für das Printmagazinverlagshaus Burda gewesen ist?

Die Schweizer sind den Deutschen, zumindest in Bezug darauf, wie man "grün" an die Leserschaft bringt, offensichtlich einige Schrittlis voraus.

Eine schöne informative Übersicht zum Thema findet sich bei medienlese, z.B. hier und hier, eine Analyse der Anatomie der ersten Ausgabe hier.

November 22, 2008

Prädikat "ökorrekt". Aha.




Die aktuelle BRIGITTE (Nr. 25, 19.11. 08) bringt diesmal einen Sonderteil -ja, auch zum Adventsdekoselberbasteln, aber darum geht's jetzt nicht- für ein ökologisch korrekteres Leben:

"Alles Im Grünen Bereich.
Verbessern Sie in kleinen Schritten Ihre persönliche Öko-Bilanz und tun Sie sich selbst und der Erde Gutes."

Ahja? Da fällt mir aber zuerst mal ganz unverschämt ins Auge, dass Henkel diese Beilage sozusagen im Alleingang gesponsort hat, denn jeweils auf den Innenseiten vorne und hinten sowie auf dem kompletten Centerfold bewirbt Henkel seine neue supergrüne Putzmittelproduktreihe mit Ganzseitern. Keine andere Firma wirbt in dieser Beilage, nicht mal eine Anzeige von z.B Weleda oder anderen ökologisch sehr korrekten Firmen gibt es. Und kein einziges Wort über diese Auffälligkeit.

Ansonsten lernt die umweltbesorgte Leserin ein neues Wort, ökorrekt, das ihr quasi seitenweise eingehämmert wird; sie wird langgereiften Käse umgehend von ihrer Einkaufsliste streichen (und ihn warscheinlich spätestens zum BRIGITTE-Festtagsmenünachkochen im Dezember wieder draufsetzen müssen!); sie liest die Gardinenpredigt zu Putzsünden (wie gut, dass Henkel gleich die offenbar richtigen Mittel bewirbt!); sie lässt sich warscheinlich noch ihren nächsten Sommerurlaub vermiesen - denn der wird aufgrund unerfüllbarer Auflagen gar nicht erst zustande kommen.

Und nach dieser feinen Lektüre wird weitergeblättert ins Hauptheft - wo seitenweise über den Haufen geschmissen wird, was der treuen BRIGITTE-Leserin gerade mit erhobenem Zeigefinger als UNökorrekt vorgeführt wurde: Weihnachts-Werbeanzeigen für elektrische Zahnbürsten und Rasierer? Für Kaffeeautomaten, die mit was?! Aluminium-Portionskapseln gefüttert werden?!


Liebe BRIGITTE, was habt Ihr Euch bei diesem Blödsinn nur gedacht???

Vorschlag:
  • Druckt eine Nähanleitung mit Schnittmuster für wiederverwendbare Einkaufstaschen ab (oder verlinkt z.B. auf morsbags.com ) und macht gleich noch einen Wettbewerb für die beste Tasche draus.
  • Druckt keine Werbung für ökologische Katastrophen wie Alukapseln fressende Kaffeeautomaten und dergleichen ab (Ihr seid Vorbild).
  • "ökologisch korrekt" geht auch anders, und dafür braucht man keinen Sponsor aus der Wirtschaft, sondern lediglich gute Journalisten in den eigenen Reihen, die wissen, worüber sie schreiben.


4010 steht für Magenta. Oder für Indie Design?


Indie Design aus Deutschland hat einen namhaften, nunja, Mäzen gefunden. 4010 ist der Telekomshop (die Telekom) in Berlin-Mitte, in dem Independent Design und Street Culture Gelegenheit zur Präsentation bekommen.

Bis heute hatten die Krafties von DaWanda einen sogenannten Pop-Up-Store bei 4010. Im Angebot natürlich telcogerechte Artikel wie Laptoptaschen, Handytaschen und dergleichen. Wir sind gespannt, wie der Monat im Magentawürfel gelaufen ist!

Zur Zeit übrigens Renner und virale Erfolgsstory in der Gadgetwelt: das handgefilzte Bacon-iPhone-Täschli von DaWanda-Shop Filzstueck. Nachzulesen auch auf dem DaWanda-Blog, Entstehungsgeschichte zum Täschli auf Media-Digest.



Ich kann mir den Kommentar nicht verkneifen: Big Magenta kuschelt mit Krafties und Indies? Sehr geschickt.

November 20, 2008

supermarketHQ - das erste Jahr ist fast geschafft.


Der aktuelle Newsletter von supermarket(HQ) ist gerade in meiner Inbox gelandet, und ja - supermarket wird Ende Dezember 1 Jahr alt.

Im April hatte ich ein Review gepostet, in dem ich unter anderem auch ein wenig die Macher, die hinter dem Projekt stehen, beleuchtet hatte. Darüber, wer supermarketHQ macht, gab es damals nicht viel zu finden, bzw. nur mit viel Recherche - es war eine Heidenpuzzelei. Inzwischen halten sich die supermarket-Helden aber offensichtlich weniger bedeckt, denn sie geben auch Interviews. So eins kann man seit heute auf designglut lesen. Daraus hier zwei interessante Schnipsel:

"Do you have any loose figures about how many designers there are on the site, and how many products?

Ryan: The last time we published figures it was several hundred designers, and more then 6000 products. But it's not quantity, its quality - we want people to have a sense that they can always go to Supermarket, see and find cool stuff, and not be overwhelmed.

It's interesting when compared to Etsy, which has blown up into this massive thing. How do you feel the two sites relate?

Ryan: Etsy has obviously tapped into a big handmade thing. There's some overlap between designers that sell at Supermarket and Etsy, but beyond that we're different web sites offering different experiences, which works for us."


always check sources









One of many wonderful examples of journalists not checking the sources they're pretending to be quoting from: the Emagazine, for their November/December 08 issue, quotes from my translation of the Die Zeit interview with Monsieur Starck ("Design is dead"), but apparently took these quotes off of someone else's blog (wildly speculating: Nussbaum?). Because.... yeah, you guess that. My post has long been moved from Vox to here. I left an appropriate moving notice up on the old blog.

DUH, Frau Connolly.



P.B. No, I'm really not complaining. I just find it odd that people can't be bothered to cross-check references. Isn't that what we learned at university?

November 19, 2008

extraordinary nice chaps they are indeed





(gesehen bei mashable und beim stylespion)

Mehr "hui" für Etsys Startseite












Ist's schon jemandem aufgefallen? Nein? Dann schnell mal den Browsercache leeren und nochmal schauen.

Etsys Engineering und Produktmanagement hat offensichtlich hart an einer Verbesserung der Startseite gearbeitet: das bunte Gekritzele ist weg, dafür gibt es nun eckigere Elemente, Photos und eine Anordnung der Menüpunkte, die den Kauf mehr anreizt, als das ziellose Stöbern. Insgesamt also mehr "hui" und "commercial" für Amerikas beliebtesten handmade Marktplatz.
Dazu heisst es in einem Artikel im Etsyblog:

What's new?

  • Categories are now higher up on the left side of the page to help buyers find what they're looking for. You asked for this and we listened.
  • Items from Gift Guides are now highlighted on the upper left, and you can scroll through listings by clicking the arrows to the left and right. We expect over time to use this space as a promotional area for a variety of things, not just Gift Guides—so stay tuned.
  • Colors, Treasury, Pounce, Time Machine 2 and and Editors' Picks from our blog are now listed under 'Explore' on the left side of the page. You can click 'Explore' for more ways to shop. Geolocator and Time Machine haven't gone away—all the ways to shop Etsy can be found fully functioning through our Buy page.
  • And our front-page promotional banners, including those for the Main Showcase and this week's Gift Ideas Showcase, have a fresh new look.


Und wie gefällt Euch Etsys neue Startseite?

November 18, 2008

aus majaba.org wurde craftcult.com




Wer einen Shop auf Etsy hat, wird vielleicht auch den wunderbaren heart-o-matic auf majaba.org genutzt haben, um die Popularität des eigenen (und vielleicht auch von anderen) Shops schneller nachzuschauen. Denn leider bietet Etsy auch im dritten Jahr immer noch keine praktische Lösung dafür. Darüber hatte ich bereits hier geschrieben.

Majaba.org wurde von Etsyverkäufer juln gebaut und betreut und erfreute sich offensichtlich so grosser Beliebtheit, dass juln sich nun mit einer weiteren Etsyuserin, nämlich magicjelly von DownUnder Australien, zusammengetan hat und das Projekt nun auf dem brandneuen craftcult.com läuft. Dort ist es um einige wirklich hübsche Features erweitert worden, wie z.B. ansprechende Werbefenster. Aber auch das "Kerngeschäft", nämlich das schnelle und praktische Nachschauen von neuen Herzen für Shop, Items und einzelne Items ist noch schöner geworden.

Und die beiden, ganz besonders in Hinblick auf Nachmacherprojekte wie dieses hier, haben absolut keine Probleme damit, darzulegen, wer hinter all dem steht: es gibt einen ordentlichen Footer sowie Informationen für Inserenten. Diese Seite unterstützt man doch gerne.

You go, guys!

November 17, 2008

Selbermachen am Sonntagvormittag


Gerade auch aus der Presseabteilung bei Marke Eigenbau gefischt: "Die Lust am Selbermachen" (Achtung, öffnet einen Filmbeitrag als Popupfenster), ursprünglich gelaufen in der ZDF-sonntags-Sendung am 26. Oktober 2008.

Der Filmbeitrag beleuchtet vor dem Hintergrund der Buchneuerscheinung "Marke Eigenbau", wie es denn Deutsche mit dem Selbermachen so halten. Der Schwerpunkt liegt hier eher im Bereich des DIY (Baumärkte und Heimwerkeln).

"Eine kleine Revolution kündigt sich an - und sie kommt ganz unscheinbar daher. In den Zeiten von Globalisierung und Massenproduktion besinnen sich mehr und mehr Menschen auf die Lust am Selbermachen. Das kann ein Wickeltisch sein oder ein Gartenhaus, die Wartung eines betagten Autos oder ein selbst entwickeltes Kinderrad: "Do-it-yourself" lautet das Motto."




(Liebe ME-Autoren, natürlich kann man auch direkt in einen Mediathek-Clip linken, warum so umständlich? Man muss nur wissen, wie. Und ganz Interessierte laden die Stream URL zum Herunterladen des Clips. )

Nachtrag, 23.11. '08:
Meine Stats haben es mir (wieder einmal) verraten. Die aufmerksame Mannschaft von Marke Eigenbau hat den Tip gefunden, bei sich eingepflegt und den Surfanleitungsroman genixxt.

Don't thank me, I'm a giver.

November 16, 2008

E-Shopping und Zoll - es kann teuer werden.


Auf Etsy häufen sich zur Zeit die Threads besorgter bis gar empörter nicht-EU-Verkäufer, die mit verärgerten Kunden aus der EU zu kämpfen haben. Warum? Weil offenbar beide Parteien weniger über internationale Interneteinkäufe wissen, als sie sollten!

Wer vor hat, seine handgemachten Geschenke auf Seiten wie Etsy zu kaufen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es teuer werden kann, und dass man um den Zoll unter Umständen nicht herumkommen wird. Und hier ist warum:


Generell gilt: wer in einem Mitgliedsstaat der EU lebt und im nicht-EU Ausland Waren bestellt, sollte wissen, dass es Höchstgrenzen für eine abgabenfreie Einfuhr jener Waren gibt. Wir diskutieren hier jetzt konkret die Einfuhr von Waren über den Postweg!


  1. Wenn man über das Internet im aussereuropäischen Ausland (z.B. USA, Japan) Waren bestellt, dann sind diese lediglich bis zu einem Gesamtwert von 22 Euro von allen Einfuhrabgaben und Zöllen befreit.
  2. Übersteigt der Gesamtwert der Sendung 22 Euro, dann fällt zuerst einmal die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt.) an. Das macht 19% für die meisten Waren, jedoch für z.B. Bücher nur 7%. Genau aufgeschlüsselt sind die Warenarten und Prozente auf der Internetseite des deutschen Zolls (siehe Linksammlung unten).
  3. Zusätzlich zur Einfuhrumsatzsteuer werden, je nach Warenart, Zölle fällig. Wie hoch diese sind, ist ebenfalls auf der Internetseite des Zolls aufgeschlüsselt (siehe Linksammlung unten).


Beim Einkauf innerhalb Europas fallen diese Punkte für den Normalverbraucher weg. Dazu steht auch alles auf den Internetseiten des Zoll.

Bestimmte Warengruppen wie z.B. Parfum, Tabak und Alkohol unterliegen besonderen Bestimmungen - auch dies ist auf der Internetseite des deutschen Zolls dokumentiert!

Für Deutschland gelten ab dem 1.12. 2008 neue Regelungen bezüglich der Einfuhrabgaben. Effektiv erhöht sich ab dem 1.12. 2008 die abgabenfreie Grenze für Zölle von 22 Euro auf 150 Euro. Die abgabenfreie Höchstgrenze für die EUSt. bleibt weiterhin bei 22 Euro! Dazu habe ich hier Beispiele und relevante Links gebloggt.


Was grundsätzlich nichts bringt, bzw. Handlungen, die strafbar sind:

1. Den Verkäufer (z.B. auf Etsy) zu bitten, die Warensendung auf dem Zollformular CN22 als "gift" (Geschenksendung) zu deklarieren.
Damit macht sich der Verkäufer strafbar und kann seine Gewerbelizenz entzogen bekommen. Geschenksendungen gehen von "privat" an "privat" und haben lediglich eine abgabenfreie Höchstgrenze von 44 Eur. Danach fallen auch hier die üblichen Abgaben an.
Das Argument "Aber es ist doch ein Geschenk für meine (Schwester, Freundin etc.)!" interessiert hier nicht - es handelt sich um eine Leistung von Ware gegen Geld und ist damit nicht mehr privater sondern geschäftlicher Natur.

2. Den Warenwert auf dem Zollformular CN22 niedriger anzugeben als tatsächlich der Fall ist.
Damit macht sich der Verkäufer strafbar (siehe 1.). Ausserdem ist das Personal beim Zoll geschult genug zu erkennen, wenn Inhalt und Warenwert nicht übereinstimmen.


3. Den Verkäufer bitten, keine Rechnung beizulegen und die Sendung als "Geschenk" zu deklarieren.
Der Zoll ist geschult und erkennt Betrugsversuche. Im Zweifelsfall ist der Empfänger der Sendung verpflichtet, Rechnungen und sonstige Kaufbelege (z.B. Links der Internetseite) vorzuweisen, und dies ist in der Regel mit einem persönlichen Besuch im Zollamt verbunden.



Buy Handmade this season!
Dieser Aufruf gilt auch dieses Jahr. Und damit die vorfestliche Shoppingtour zu einem positiven Erlebnis wird und reibungslos über die Bühne geht, stellt sich der informierte handmade-Käufer einfach drauf ein, dass der Zoll immer noch ein Wörtchen mitzureden hat.



_________________
Lesenswert auf Zoll.de:
Bestimmungen im Postverkehr
Einfuhr im Postverkehr
Gestellungspflichtige Sendungen
Geschenksendungen aus dem oder in das Ausland
FAQ zum Postverkehr
E-Commerce Merkblatt des deutschen Zolls

Handmade in aller Munde. Auch in der Schweiz.




Ganz aktuell lesen auch Schweizer heute über den "neuen" Handmadetrend, der "aus den USA kommt": die Sonntagszeitung berichtet mit einem 2-seitigen Artikel mit leichtem Schwerpunkt auf die handmade-Szene in der Schweiz (ja, die gibt es auch dort), was es mit diesem Trend auf sich hat.

Ein netter Artikel, der natürlich Etsy und DaWanda nennt (und bekannte Zitate der jeweiligen Gründer abdruckt), dessen Autorin Claudia Schmid aus der Trend-Redaktion der Sonntagszeitung aber auch die deutschsprachige Pflichtlektüre zum Thema, "Marke Eigenbau", gelesen hat (und den Untertitel des Buches gleich in den Artikel eingebaut hat).


Den ganzen Artikel kann man auf sonntagszeitung.ch in der Rubrik Trend lesen (ob es ein Archiv und Permalink gibt, ist irgendwie nicht zu sehen). Frau Schmid schreibt für die Sonntagszeitung in dieser Rubrik, sowie auch für zwei weitere schweizer Zeitungen und hat ausserdem eine interessante Karriere hinter sich (u.a. als Musikredakteurin bei Viva).

Warum ich persönlich meine, dass die These, die neue "handmade"-Welle komme zur Gänze aus den USA (quasi mit dem Unterton "in dieses handarbeitstechnisch so unbedarfte Europa"), nicht stimmt, hatte ich vor einigen Tagen anlässlich eines anderen Zeitungsartikels in der Sonntags-FAZ in diesem Blogpost hier auf handmade2.0 ge- und beschrieben.


[link: hat tip, nchenga]

November 12, 2008

own the hour - new ad showcase for Etsy sellers


Etsy users are puzzled - a new off-Etsy advertising webpage is up since a couple of days where Etsy sellers can purchase advertising spots for $1 per hour. The site is called Own The Hour and is located at etsy.ownthehour.com but, as per their disclaimer, they are totally unaffiliated with Etsy. Etsy knows about this and has officially spoken compliments via Twitter.

Now, wouldn't you wonder whom you give you money to on a website like this, with no reputation and no information as to who they are and what they do? You would.

Even though Own The Hour don't claim to sell cheap advertising space, I have seen a lot of Etsy people who bought spots because it looked cheap. After all, "only $1 per hour" sounds great, doesn't it. Add in the fact that, unlike with Etsy's showcase, you probably don't have to wait in vain for a spot, and this really looks like a great deal.
But think about it: if you were to purchase only a day (12 hours), then it would cost you $12. With Etsy's showcase, which isn't exactly cheap either, you'll get 24 hours for $7 or $15, depending on the type of showcase. And most high-frequented design blogs out there sell you a whole week for around $15. And there you know that many, many people look at your advertisement, because they freely share specifics.

I am not intending to put that Own The Hour down, don't get me wrong. But rather, what seems unfair is the way they go about this project, given that their service ain't low-priced at all. No disclosure about who they are. Well. Not to the average web user, and to them it would only be fair to disclose a bit how things are.

So, here is my brief advice to you, C. And really, I mean it nicely and constructively.

It makes you look a bit shady if you actually advertise your own project on your own other project websites, pretending you're not the least affiliated.
If you don't own it, then at least you're hosting ownthehour.com (any idiot can look that up), besides DIYscene and nexdot. One of your two Etsy shop banners and that at ownthehour were made by the same person. You cross-follow your twitter accounts, you even talk to them (yourself then, no?) and promote ownthehour on your own DIY network forum as if it were the business of someone else and you were in no way affiliated with each other. Is it really like that? Correct me if I'm wrong (and with proper disclosure, I wouldn't have to think this either)!!

Ethics, I say. Stand behind your projects and disclose all this before it's too late. Because once it's out, you'll look real... well. You know.

Again, not to put you and your projects down. You have great skills as a programmer. ownthehour is quite nice (as is DIYscene), a bit like Etsy's Showcase, a bit like Poppytalk Handmade, and while yet in its beginning, it could become something really cool. But only if you're honest about it, because that's what will build up your reputation. Forget about the great guerilla marketing tactic here. People are worried about totally different things: you're offering people a service that they pay for. You're obliged to give them a bit more info into their hands, so don't fool your customers.

And hey, C. If you're really just hosting these websites, then please go and kick those fellas in their butts. Thanks!

November 11, 2008

Shoppen trotz Ebbe in der Kasse.


Das TIME magazine berichtet in einem Artikel von Kristina Dell, wie in Zeiten finanzieller Engpässe das Internet zunehmend genutzt wird um Einkäufe zu tätigen; sei es, um Schnäppchen aufzutun, die Kasse (vermeintlich) durch Vermeiden von Spontankäufen zu schonen, oder aber um in der Gemeinschaft zu shoppen.

"One new force emerging in this year's holiday shopping spree is the increasing popularity of social shopping sites like Kaboodle, Etsy, ThisNext and Stylehive. Such online communities make buyers feel more comfortable opening their wallets.
(...)
In fact, brands are noticing that online communities have more buying persuasion power than store sales clerks. And they're forming more partnerships with social sites now that traffic numbers are at an all-time high.
(...)
Likewise, Etsy, a site where community members buy and sell handmade goods, pulled in $8.4 million in gross merchandise sales in October 2008, compared with $2.96 million during the same period in 2007."

Interessant, dass Etsy auch im dritten Jahr noch oft unter social shopping sites läuft und in direkte Nachbarschaft zu ThisNext, Kaboodle & Co. gerückt wird, obwohl dem nun wirklich nicht so ist. Oder genauer gesagt, wer in Etsy nun wirklich nur eine weitere social shopping site sieht, hat das Konzept leider nicht verstanden. Aber dies wäre auch nicht der erste Fauxpas, den sich Kristina Dell geleistet hätte...

November 9, 2008

Maschen und Maslow.



Der Wirtschaftsteil der heutigen Sonntags-FAZ bringt einen Artikel von Anne-Christin Sievers: "Keine billige Masche". Darin beschreibt die Autorin, wie Stricken wieder in Mode ist und wie dieser Trend aus Amerika kommen soll.

Alles in allem eine nette Entdeckung, hatte ich im Sommer schon daran gedacht, ob denn ob des handmade-Hypes nicht auch wieder Zeitschriften wie BRIGITTE zurück finden werden zu Strickanleitungen und "Kreativ"-Ideen für die Printausgabe (auf ihrer Webseite sind sie längst wieder dabei), die über die feiertagsüblichen Minidekobasteleien hinausgehen werden. Immerhin: BRIGITTE hat in der Tat wieder eine Strickserie gestartet, obgleich diese in Bezug auf Rafinesse und Attraktivität leider nicht an die Serien der 80er heranreicht. Und auch in der aktuellen Ausgabe hat man diesmal die Geschenke-Kaufen-Saison gestartet, indem man 37 Designer und Manufakturen limitierte Serien exklusiv für BRIGITTE-Leserinnen hat entwerfen und fertigen lassen (shameless plug: Liebe BRIGITTE-Redaktion - für eventuell geplante Kolumnen aus der handmade-Welt würde ich gerne für Sie schreiben!).

Zeitschriften wie BRIGITTE und Freundin haben bis in die 90er regelmässig Strickanleitungen publiziert (Burda kann hier als Vorbild genannt werden), und zwar für modisch sehr aktuelle Modelle. Und das in einer Zeit, als ja, als eben auch die damals subversiv-trendigen Ökos ihren Strickkram mit in den Schul- und Uniunterricht nahmen und sogar auf politischen Sitzungen strickten.
Stricken und Handarbeiten ist in Deutschland und Europa von jeher beliebt gewesen und praktiziert worden, und nicht nur von Basteltanten und Damen älterer Generationen. Ganz im Gegensatz zu den USA, wo Handarbeiten und Werken nicht einmal Unterrichtsfächer in den Schulen sind. Kinder dort haben Techniken wie Stricken, Häkeln und Sticken nicht früh gelernt, diese Techniken sind kaum Bestandteil amerikanischer Alltagskultur. Und nur so ist es nachvollziehbar, dass es Amerikanerinnen in ihren späten Zwanzigern schon bloggenswert erscheint, wenn sie ihre ersten löchrigen rechten Maschen verbloggen und seitenweise Lob einheimsen (dafür hätte es von meiner alten Handarbeitslehrerin nur eins gegeben: aufribbeln und nochmal machen). In Bezug auf die Konsumforschung zeigt sich übrigens ein interessantes Phänomen, dessen Hintergründe im Artikel nicht erläutert werden: Selbermachen und eine neue Bewertung von Selbsgemachtem ist auf dem Vormarsch. Und dies war vorhersehbar.

Ronald Haddock hat das, was Konsumgesellschaften auf der ganzen Welt umtreibt, in ein vierstufiges Schema zusammengefasst (Maslow hatte in den 1930ern bereits eine Theorie entwickelt): die Sehnsucht nach Individualisierung, und die Möglichkeit, aus einem schier endlosen Angebot an Gütern hochindividuelle Produkte zu erwerben, kommt immer dann auf, wenn in einem Land der Konsum hoch entwickelt ist; Warenüberfluss, der gleichzeitig erschwinglich und leistbar ist, rufen im Konsumenten nur kurzfristig Zufriedenheit hervor. Diese Phase ist in Haddocks Modell die vierte und zugleich letzte: das Bedürnis, sich als Individuum von der Masse abzusetzen (gleichzeitg als Anstrengung zur Selbsterkenntnis geltend) wird über den Konsum individualisierbarer Waren zu stillen versucht (sehr schön dargestellt in diesem FAZ-Artikel von Patrick Bernau vom September 2007).
Die Theorie hat übrigens, und nicht weiter verwunderlich, keine These dazu, wie es nach der Erfüllung der vierten Konsumphase weitergehen könne.

Dass in Amerika nun gerade hochportable Handarbeitstechniken wie das Stricken "wiederentdeckt" wurden und auf einer immer noch anhaltenden Begeisterungswelle durch amerikanische Haushalte und Collegezimmer rauschen, und die wir besonders dank des Internets auch hier fast in Echtzeit miterleben konnten, ist dem allgemeinen Trend des DIY und handmade zu verdanken (nochmal: wir erkennen Phase vier von Haddocks Modell, bzw. Stufe fünf der Pyramide von Maslow). Und der, in Schlussfolgerung auf Sievers Ausführung, sei der internationalen Modeindustrie zu verdanken, die besonders für diese Wintersaison Strickwaren auf den Markt bringt (die einen unverwechselbaren handmade-Touch haben).
Ich bezweifle diese These und meine, dass gerade umgekehrt die Modeindustrie sich inspirieren lässt von den Trends, die auf der Strasse kreiert werden - eben so, wie eh und je. Denn dank Internetmarktplätzen wie Etsy und DaWanda sowie unzähligen Microbusiness-Webseiten kreativer Leute rund um den Globus haben die Trendscouts der Industrie den Finger am Puls des Geschehens, und es ist so einfach und bequem wie nie zuvor. Es ist daher eher anders herum: Indie Design, mit seinen vielen Genres und Subgenres, hat die Modelables inspiriert, und eben jenes Indie Design war schon lange vor ihren trendigen Kollektionen an der Basis angelangt - auch dank des Webs, das Indiepreneuren ermöglicht, auf Mittelsmänner zu verzichten und ihre Kreationen direkt an die Endverbraucher zu verkaufen. Was nun in der Industrie folgt, ist lediglich das Vermarkten eines Indie Trends für den globalen Massenkonsummarkt. Und selbst da bleibt nur zu bemerken: asiatische Länder wie Japan, Korea und auch China haben dies schon längst in die Tat umgesetzt. Und immer wieder gerne, indem komplette Designs und Ideen aus der Microbusinessbranche schamlos geklaut werden.

Aber zurück zur These, dass der aktuell hier in Deutschland aufschlagende Strickboom aus den USA kommen soll. Ich meine, hier wird zu viel vermischt und vereinfacht. Wenn Frau Sievers resümiert,
"Das Stricken ist wieder da."

dann halte ich dagegen: das Stricken war nie weg! Aber mit neuen Vermittlungstechnologien wie dem Internet und Communities wie Ravelry, die im Artikel gänzlich unerwähnt bleiben, und auch, indem hier in Europa viele dem amerikanischen Beispiel der vielen knitblogs gefolgt sind, hat Stricken eine Frischzellenkur verpasst bekommen; es ist aber bei weitem nicht aus der Vergessenheit wiederbelebt worden.

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