
...sondern besucht einfach die Webseite von Spoonflower, die im vergangenen Mai in North Carolina die Ärmel hochkrempelten und in einer closed beta austesteten, ob individualisierter Stoff denn überhaupt ankommt, in der Indie- und Craftwelt.
Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten, und heute sind die Macher von Spoonflower so mit Aufträgen eingedeckt, dass sie oft Extrastunden schieben müssen. Denn welchen Indiedesigner und Verfechter von Handmade lockt der selbst designte Stoff nicht, bei einem Preis von $18 pro Yard (heute ca. 13,50 €)? Versand kommt noch hinzu, und ein Yard misst 42 x 36 inches, bzw. ca. 105 x 90cm.
Und wie funktioniert es genau?
Will man Spoonflower nutzen, muss man zuerst einen Account einrichten. Dorthin lädt man sein vorher erstelltes Design hoch. Es gibt sehr genaue, sehr gut geschriebene Anleitungen zum technischen Vorgehen bei der Motiverstellung im Spoonflower-Blog, allerdings sollte man schon wenigstens ein Grundwissen in DTP haben und mit einer pixelbasierten oder vektorbasierten Designsoftware umgehen können (also z.B. PhotoShop und Illustrator, oder eben gute kostenlose Alternativen).
Gedruckt werden alle Designs zur Zeit auf nur einer Sorte Stoff, nämlich einer wunderbar hochwertigen Baumwolle des Herstellers Moda. Bei den Lieferzeiten muss man sich zur Zeit ein wenig gedulden; für die Zukunft ist zwar ein Turnaround von rund einer Woche innerhalb der USA anvisiert, aber im Moment dauert es rund drei Wochen für Bestellungen innerhalb der USA und noch etwas länger für Bestellungen, die in den Rest der Welt gehen.
Mehr (technische) Fragen deckt die Kategorie "FAQ" ab.
Eine ganz interessante Sache, die kommen soll, wenn die beta beendet ist: die eigenen Designs direkt auf Spoonflower zum Verkauf anbieten. Im Grunde ist das ein Schritt, den bislang alle erfolgreichen MC-Webseiten gegangen sind; bislang jedoch verkaufen viele Spoonflower-User ihre eigenen Stoffe, so sie sie nicht selber verarbeiten, auf eigene Initiative - also auf ihren eigenen Webseiten, über Etsy oder anderweitig. Zu erwähnen wäre hier von mir, dass man sich bei diesem Schritt immer sehr gut überlegen sollte, wie man es mit dem Copyright auf sein Design halten möchte. Denn gibt man sein Design frei, muss man auch bereit sein, eventuell das (finanzielle) Nachsehen zu haben. Designer wissen das in der Regel, aber Craftistas sind in dieser Hinsicht oft sehr naiv. Also lieber vorher informieren und absichern.
Im Grunde steht ja nun nichts mehr im Wege, selber einen Account bei Spoonflower einzurichten, oder?
Oder, wer lieber noch schauen möchte:
Spoonflower flickr group
Spoonflower auf Etsy
Spoonflower Squidoo lens
Hier noch ein Tutorial für den Einstieg bei Spoonflower -- viel Spass! Und ich hab' jetzt zu tun... vielleicht zeige ich das Endprodukt ja auch einmal her.
P.S. Wollen wir schon mal die Stopuhr stellen und wetten, wann ein deutsches Spoonflower aufschlägt? :)




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