Dadurch also, dass eine andere Person meine ihr anvertrauten persönlichen Daten an Dritte weitergibt, muss ich mich letztendlich also aus einem Abo abmelden? Klasse!"This message was intended for [Emailadresse des Empfängers]. If you do not wish to receive this type of email from Facebook in the future, please click here to unsubscribe."
Etsy (und jeder andere gut gemachter Marktplatz im Web) sieht diese Art der Kundenpflege aber als Datenmissbrauch und weist darauf in den hauseigenen Nutzungsbedingungen hin:
"As part of a transaction, you may obtain personal information, including email address and shipping information, from another Etsy user. Without obtaining prior permission from the other user, this personal information shall only be used for that transaction or for Etsy-related communications. Etsy has not granted you a license to use the information for unsolicited commercial messages. Without limiting the foregoing, without express consent from the user, you are not licensed to add any Etsy user to your email or physical mail list."Leider aber muss auch hier wieder festgestellt werden, dass Leute, die ein Bussiness führen wollen, und denen es Dank Marktplätzen wie Etsy und anderen so leicht gemacht wird, oft nicht die geringste Ahnung haben, welche Verpflichtungen so ein Unterfangen mit sich bringt, wie zum Beispiel der streng vertrauliche Umgang mit Kundendaten.
Nun sehe ich aber, dass seit gestern Nacht Facebook sozusagen fest in die userspezifische Navi auf Etsy eingebaut ist - Nutzer können so ihre Etsyaktivitäten auf ihrer persönlichen Facebookseite anzeigen.
Dass das warscheinlich nach hinten losgeht, spiegelt sich in vielen Kommentaren im dazugehörigen Diskussionsthread in den Etsyforen wieder: denn während man seine persönliche Seite zutexten kann und auch noch alle Facebookfreunde mit dazu, erlaubt die Funktion es nämlich nicht, Content dahin zu posten, wo er Sinn machen würde: auf die Businessseite bei Facebook (so man eine hat).
Interessant ist allerdings, dass viele der Beschwerden gegen diese Neuerung sich nicht gleich gegen Facebook als solches richten, sondern an Etsys Operations und deren offensichtliche Kurzsichtigkeit, wenn es um Usability und Prioritäten geht. Ganz anders bei DaWanda, übrigens, wo die Einführung von Facebookoptionen wahre Stürme des Entsetzens hervorgerufen hatte.
Das wohl einzig Gute an dieser Neuerung bei Etsy: keiner wird gezwungen, einen Facebookaccount aufzumachen, und wer nicht interessiert ist, kann die Option durch Anklicken des "do not show again"-Links im Popupfenster (wenn man das Icon anklickt) ganz verschwinden lassen.
Ich meine, dass man Facebook nicht braucht, um erfolgreich im Netz zu verkaufen, zu werben, zu netzwerken - es geht auch sehr gut ohne, und handmade sollte sich auszeichnen durch selbstbestimmtes Marketing. Ohne nun auch noch in die Verschwörungstheoriekiste greifen zu wollen: Accel Partners haben dicke "Aktien" sowohl an Etsy als auch an Facebook. Im Vorstand von Accel Partners sitzt der Mann, der hauptberuflich eine von der CIA zu Dataminingzwecken gegründete Firma leitet. Facebook - die Zecke am Popo der Netzgemeinde.






