January 30, 2009

Lobby, lobby, lobby...
(just another CPSIA post)


Honestly, really just another CPSIA post, though if the title reminded you of a line in Monk (clue), then wow, great memory!

But no. Rather, Timothy Carney, in his article for the DC Examiner, just asked what I have been asking since weeks: wouldn't you think that the CPSIA dilemma is actually a result of pro-industry lobbying? I'm glad someone put the finger on a few not unimportant points. Carney writes,
"Big toymakers, who helped write the bill, are ready for the regulations that will go into effect Feb. 10, while smaller toymakers look likely to suffer. It’s another example of how Washington, when it regulates an industry, often helps the biggest businesses in that industry while crushing the smaller guys.
(...)
Large manufacturers who mass produce toys or children’s furniture will face some added costs from the bill, but these are costs they can bear—especially because the costs will be industry wide thus passed onto consumers."
He then goes on and highlights some lobbying efforts of the big players in the toy market:
"Mattel (...) beefed up its lobbying effort when the legislation appeared. The company’s lobbying budget, which had been steady at $120,000 per year from 2002 through 2006 ballooned to $540,000 in 2007 and $650,000 in 2008—a 442% increase from two years earlier.
(...)
Hasbro, the world’s No. 2 toymaker, had never had a Washington lobbyist, according to federal lobbying filings, before October 2007, when the company hired the Duberstein Group, headed by Ken Dubertstein, the former White House Chief of Staff under Ronald Reagan."
Don't be fooled. Corporate and congressional America aren't interested in small-scale businesses (and the same certainly holds bitterly true for many more countries besides the USA). Corporate toyland is ready for the testing craze, and for them, the costs will be peanuts. And they'll tell you, "Yes, we can." But shouldn't this be the motto on the flags of micro businesses and small-scale cottage industry? You bet.



mo' trends '09




Natürlich bringen gerade alle ihre Trendcasts für das laufende Jahr auf den Markt, mal mehr mal weniger realistisch. Recht realistisch geht es bei Trendhunter zu - auch wenn andere eher kritisch auf das aktuelle Video reagieren. Wir meinen: zwanzig sehr reale Trends für die, die den Markt mit offenen Augen beobachten und nicht nur im eigenen hood abhängen.

January 29, 2009

describing the DIY-movement: lost for words?


Wer den handmade/DIY/Marke Eigenbau-Hype dem englischsprachigen Publikum näher bringen möchte, aber ein wenig um Worte ringt, findet vielleicht gute Zitate in einem englischen Artikel der beiden Autoren von Marke Eigenbau, Holm Friebe und Thomas Ramge: "Do-It-Youself Revolution" (als PDF ebenfalls dort).

Der Artikel erschien in der Winterausgabe 2008 des IP-Global Edition Journals, das unter dem Motto "Confronting Tomorrow's Crises" steht - wer in diesem Artikel die deutsche Lektüre "Marke Eigenbau" erkennt, liegt natürlich richtig. Eine wirklich schöne Übersetzung ins Englische.

Etsy in Davos.


Wie Etsy ja im Dezember verkündet hatte (und wir hier verbloggt), ist Rob Kalin derzeit in Davos, wo er Etsy Inc., und damit auch die handmade-Bewegung (oder New Craft Revolution, Indie Design movement, &c. &c.) an sich, vertreten wird: Etsy ist einer der 34 Kandidaten auf der Technology Pioneer 2009 - Liste.

Loic le Meur hat den ersten Tag in Davos in einem kurzen Video resümiert und ein längeres Interview mit Rob Kalin geführt (dass Kalin nicht mehr Etsy-CEO ist, weiss er offensichtlich noch gar nicht?):



January 28, 2009

Etsy mini trend: CPSIA
buy handmade now!


Way past time for another Etsy mini trend - this time with not a small dose of bitterness and sarcasm. The CPSIA will be going into effect on February 9th, and very likely this will leave thousands of home-based and small businesses in the USA with no other choice but to give up selling handmade and small-scale-produced products for babies, toddlers and small children. A shame!

A lot of Etsy shop owners are currently having sales because of this, thus the "trend". I thought that if they have to sell out because of all this, then we should let many people know about it and help these people clear their stocks.

If you, your friends or family have kids, if you know of kids who will become first-graders this summer, lovely friends who are becoming parents... then by all means, go and get them something unique, lovingly handcrafted from these ( and more ) Etsy people. And if you want to help increase awareness, then we recommend Hasenpfeffer's sweet buttons (top left).


(click for full view, see below for shop links!)




Nachgeholt: Verpackungsverordnung.


Wer sagt denn, dass nur amerikanische Kleinstunternehmer, Indiepreneure und Craftistas unter dem, gelinde gesagt, Gesetzwahnsinn (Stichwort: CPSIA) zu leiden hätten? Haben sie ja nicht. Zum einen, weil, wie erwähnt, auch hier in Europa brav testen lassen muss, wer Produkte für Babies und Kinder bis 14 Jahre herstellt. Zum anderen aber, weil seit Beginn dieses Jahres die neue Verpackungsverordnung gilt -- und da wird es für kleine und mittlere Gewerbe erst richtig lustig, denn auch hier hat der Gesetzgeber grundsätzlich keinen Unterschied zwischen kleinen, mittleren und grossen Betrieben gemacht, ganz wie in den USA gegenwärtig der Kongress mit seiner CPSIA.

Auf einen sehr, sehr einfachen Nenner gebracht: wer Waren verkauft und herausgibt, muss ab sofort nicht nur im Vorab genau Buch führen über Verpackungsmaterial, sondern ausserdem im Besitz einer Lizenz sein - quasi, die Lizenz, einen Umschlag nutzen zu dürfen, um selbstgemachte Ohrringe verschicken zu dürfen (aber: wenn vintage parts an den Ohrringen sind, dann wieder nicht nach US-Staat XY, weil die da herausgefunden haben, dass da zuviel Blei drin sein und jemanden verblöden könnte..."objects in the mirror are closer than they appear"-wise).

DaWanda-istas haben im letzten Herbst, nachdem die Diskussion schon im Sommer begonnen hatte, protestiert und eine Petition beim Bundestag ins Netz gestellt - die am 25. Januar immer noch als "in Prüfung" markiert gewesen sein soll.

Ebenfalls im Forum verlinkt wurde die Informationsseite der IT-Recht Kanzlei in München, auf der man recht detailliert nachlesen kann, um was es geht, sowie die Webseite des Händlerbunds.

Fragt sich, was wir alle davon haben werden, wenn kleine, mittlere und kleinste Unternehmen nachhaltig vom Markt verschwinden, weil sie sich aufgrund von Hürden wie dieser nicht mehr halten können? Und: wer wird davon dann eigentlich so richtig profitieren?

Auf DaWanda hat sich schon ein Verpackungsverkäufer gemeldet, der Abhilfe schaffen kann (oder Erleichterung, je nachdem). Abmahner werden sicherlich auch nicht wenig zu tun haben, sowie diejenigen, die die Lizenz zum Beraten haben. Usw. usf. Und, in Bezug auf handmade, wer kauft den Kreativen Kleinsthändlern ihre Waren ab, die sich nun eigentlich dem Aufwand entsprechend im Preis erhöhren müssten?

Wir werden beobachten, wie sich die Dinge auf dem handmade-Sektor entwickeln werden. Und: wir wären wirklich nicht überrascht, wenn der handmade-Hype hier eben nie so sein wird, wie in den USA (dazu hatten wir hier in den Kommentaren eine kurze aber nette Diskussion), sondern als subversiv verschrien in der Grassrootsecke hocken bleibt, während die Trendscouts der grossen Unternehmen weiterhin Ideen und Designs klauen kopieren und billig massenproduziert auf den Markt schmeissen.

Schluss: keiner behauptet, dass Selbständigsein und Gewerbe umsonst ist oder mit wenig Aufwand zu betreiben wäre. Was aber anhand solcher Diskussionen auch klar wird ist, dass die Strukturen, so wie wir sie vorfinden, nicht eingestellt sind auf das, was am Markt wirklich passiert. Meinen ja auch die Autoren von Marke Eigenbau.

Was macht Ihr Craftistas, Kreative, Indies nun? Die Kommentare sind offen...


P.B. Note to Fashion Incubator and grim readers... if you'd like a translation of all my posts you've bookmarked, let me know.

January 27, 2009

Ein Strang und viele Richtungen.


Ouf. Beobachte dank einiger eindeutiger Seitenhits gerade die hässlichen pissing wars, die rund um das Thema CPSIA in delicious-World ausgefochten werden (eher: trophähenmässig dokumentiert, denn sonst wären sie ja privat). Natürlich kein Wunder, dass gerade solch ein Thema für heftige Kontroversen sorgt. Und obgleich aggressives Geätze keinem weiterhilft und auch der eigenen Reputation selten zuträglich ist (Netzwertig im Hinterkopf), zeigt sich hier eines: die Bestürzung ob der CPSIA ist gross, aber die Bestürzten scheinen weit davon entfernt, wirklich an einem Strang zu ziehen.

Man mag davon halten, was man will.

January 26, 2009

moo! (happy new year of the ox - 恭喜发财 !)


Year of the Ox Calendar


Many of my Asian friends welcomed the lunar New Year today (last night, actually) - 恭喜发财 to all of you!

This greeting is for you (and everyone else, I may add), and doesn't it come in true web2.0 style? This is a printable calendar, published on Scribd for everyone's joy, as long as it is non-commercial (the calendar was originally published by a UK website).

The interesting thing about Scribd is that when they started out and I signed up to test the service, their target seemed to focus on the tech and business people out there. But look at it now - there is quite an active Craftista community publishing to there. And -you guessed it- Barack Obama (his PR2.0 geeks, that is) publishes to Scribd, too. And you know what? Obama was born in a year of the Ox - and thus we close the circle for this post. ;)


Happy New Year of the Ox! 恭喜发财!

frischer wind? wann? wo?




(via Tim Leberechts iPlot; Thomas Knüwer schrieb bereits Anfang Januar einen Kommentar dazu.)

Ja, "Let's get the people engaged again!" -- und dann war da noch die Sache mit Werbern, die im Geschichtsunterricht offensichtlich anderes zu tun hatten... (nicht S&F, wie wir ja wissen).

P.S.
Stichwort Supermarkt: Die ersten Adaptionsversuche des amerikanischen Konzepts in Deutschland scheiterten kläglich:

"Der erste europäische Supermarkt überhaupt wurde 1948 in Zürich von der Migros-Genossenschaft eröffnet und fand alsbald regen Zulauf.

Der erste Supermarkt in Deutschland wurde ein Jahr später in Osnabrück eingerichtet, das Selbstbedienungsprinzip konnte sich zu dieser Zeit aber in Deutschland noch nicht durchsetzen und der Laden ging wieder ein. So kam es, dass in Deutschland erst wieder beispielsweise der Edeka-Verbund um 1954 zum Selbstbedienungsprinzip überging, ab 1959 wurden dort auch Non-Food-Produkte neben den Lebensmitteln angeboten." (Quelle: Wikipedia)




January 23, 2009

Interlude.


Frei nach dem kleinen Motto in der rechten Seitenleiste ("shares finds") hier eine kleine Übersetzung aus der Corriere della Sera -- ist irgendjemand überrascht, dass die "offiziellen" Opferzahlen, veröffentlicht von der Hamas und von allen vorbehaltslos und Israel verdammend von den Dächern gepfiffen, nun doch nicht so offiziell, d.h. korrekt, sind?

Lorenzo Cremonesi berichtet just über einige Zahlen und Dinge, die er im Interview mit Leuten im Gazastreifen zusammengetragen hat. Leider auf italienisch, daher wieder einmal eine (schnelle) Übersetzung von mir, denn: Google Translate wird Euch einige wichtige Sätze sehr verdrehen. Und ja, in englisch, denn ich wurde ursprünglich von englischen Muttersprachlern darum gebeten.

"Doubts about the number of victims: could be 600 and not 1.300.

This is how the Hamas juveniles have used us as targets

Gaza citizens accuse islamic militants: "They prevented us from leaving the houses from which they launched (rockets)"

GAZA - "Go away, go and leave here! Do you want the Israelis to kill us all? Do you want to see our children die under the bombs? Take away your guns and rockets", shouted numerous citizens in the Gaza strip to Hamas militants and their allies of the Islamic Jihad. The most courageous of them organized themselves and barricaded the doors leading to their premises, nailed those of their houses, and in fear and haste blocked the staircases leading to higher roofs. But in most cases the guerilla did not pay attention to anyone: "Traitors. Collaborators of Israel. Coward Fatah spies. The fighters of the holy war will punish you all. And besides, you all are going to die, just like we will. In fighting Jewish Zionists we're all destined for Paradise, aren't you happy to die along with us?" And thus, with furious cries, they smashed doors and windows, hid themselves on the higher levels of houses, in gardens, in ambulances and barricaded themselves across the street of hospitals, schools and office buildungs of the UN.

In extreme cases they shot or brutally beat up those who tried to block the street in order to save their own families. "The Hamas militia did look for the best spots from where they would provoke the Israelis. Often they were boys, 16 or 17 years of age, armed with machine guns, and they couldn't do a thing against the tanks and jets. They knew they were powerless, but they wanted our houses in a heap of rubble, so that they could then charge for war crimes," as 42 year-old Abu Issa, a citizen of Tel Awa, points out. "Pracitcally all buildings situated on higher levels than Gaza that were hit by Israeli bombs had Hamas' missile launching pads on their roofs or were their viewpoints: Dogmoush, Andalous, Jawarah, Siussi, and many others. They also positioned themselves opposite of the big UN Headquarters which then got hit, and the same is true for the villages along the border (to Israel, sic), which got then yet more devastated by the fury and revenge of the Zionists," echoes his 48 year-old cousin Um Abdallah. For names, they rather go by kinship terms, but they provide substantiate details. It was difficult to gather all this evidence: the fear of Hamas usually prevails here, as well as the ideological taboos, nourished by a century of war against the "Zionist enemy".

Those who tell a different version than that imposted by the "muhamwa" (the resistance) is automatically deemed an "amil", a collaborator, and puts his life at risk. But it helps (in) the recent fratricidal clash between the Hamas and the PLO. Had Israel or Egypt allowed foreign journalists to enter immediately, it would have been easier. These locals are often threatened by Hamas. "The absence of a culture of human rights in Arab societies is not a novelty. The press was persecuted and censured under the regime of Arafat, and it's even worse under the Hamas," as Eyyad Sarraj, a reknown Gazan psychiatrist, points out.
And there is another fact that is becoming clearer with every visit at a clinic, hospital and family of victims of the Israeli bombardment: in reality, the number of victims turns out much lower than the assumed 1.300 deads and about 5.000 injured as reported by the Hamas and as repeated by the UN and the local Red Cross. "The dead figure could be no more than 500 or 600, mainly young men between 17 and 23 years of age and recruited by the Hamas, who literally sent them to be massacred," says a doctor at the Shifra hospital and who does not want to be named for fear of his life. This fact has been since confirmed by local journalists: "We have already asked this the Hamas leaders. Why do they insist on inflating the number of victims? Strange, among other, that NGOs, also Middle Eastern, report these (inflated) number without any attempt of verification. The truth will eventually come to light, and it could be just like in Jenin in 2002. In the beginning the talk was of 1.500 dead, then it came out that it was merely 54, of which 45 were guerillas who died in combat."


How did it amount to these figures? "Let's take the case of the massacre of the Al Samoun family from Zeitun. When the bombs had hits their houses, they reported that there were 31 dead. And the officials of the Ministry of Health, which is controlled by Hamas, recorded these numbers exactly so. But then, as the bodies were eventually recovered, the total sum got doubled to 62, and thus were calculated into the total balance," explains 24 year-old Masoda Al Samoun, and adds an interesting detail: "Israeli special troops had infiltrated the scene to create chaos. Their men disguised themselves as Hamas fighters, including the green bandanas that read 'There is no other god as Allah, and Mohammad is his prophet.' They infiltrated the lines to create chaos. We knew we had to shout out to the to go away, (though) we feared their revenge. Later on we figured out that they were Israelis."
It is sufficient to visit the hospitals to understand that the figures don't add up. Maby beds at the Rafah European Hospital are empty, though this is one of the places that should be more busy with victims of the Israeli "Tunnel War". The same is true for the "Nasser" hospital in Khan Yunis, and only five of the 150 beds at the private Al-Amal hospital are occupied. The Wafa in Gaza city was evacuated and bombed by Israel at the end of December; the institute, which was built through "islamic caritative" donations from Saudi Arabia, Qatar and other Gulf States, is a known Hamas stronghold where its fighters were hospitalized during the civil war against the Fatah in 2007. The others, on the other hand, stayed at the Al Quds, which itself got bombarded in mid-January.

Magah al Rachmah, a 25 year-old resident living only some dozen meters away from these four major health care institutions, now severly bombed, says, "The Hamas had taken refuge primarily at the part of the building which hosts the administrative offices of Al Quds. They used the ambulances and forced ambulance men and nurses to hand over their uniforms with paramedic symbols; this way they could disguise themselves better and escape the Israeli snipers." All this had significantly reduced the number of available beds at the healthcare insitutions in Gaza. And the Shifah, the biggest hospital in the city, certainly is still far from running completely out of free beds. Instead, it seems, it is the basement there, which is densely occupied. "The Hamas have hidden their emergency cells there, and an interrogation room for their Fatah prisoners and those of the secular left front, whom they had evacuated from the Saraja prison which is now bombed out." say the militants of the Democratic Front for the Liberation of Palestine. It was a war in the war between Fatah and Hamas. The local humanitarian orgnanizations, majorly controlled by the PLO, report of "dozens of executions, cases of torture, kidnapping in the recent three weeks", perpetrated by the Hamas. One of the best known cases is that of Achmad Shakura, 47, of Khan Yunis, brother of Khaled and left hand of Mohammed Dahlan (former head of secret service under Yasser Arafat, living in exile today), who was abducted by the order of the head of the local Hamas security police Abu Abdallah Al Kidra; he was then tortured, his left eye stabbed out and finally shot on January 15."

Say what you want, aber alle, die schon im Vorfeld wieder ihre Mäuler aufgerissen und ein "zweites Jenin" heraufbeschworen haben, sollten sich -wieder einmal- ganz doll schämen. Und beim nächsten Krieg vielleicht einfach mal nichts sagen, was sie wieder wie Oberdeppen dastehen liesse. Hier hinein zu zählen wären auch all die "friedlichen" Demonstrierer, die in den letzten Wochen absichtlich polemisiert, beleidigt, gehetzt und auch das eine oder andere Gesetz (Stichwort Mitführen und Herzeigen von Flaggen und Symbolen verbotener terroristischer Organisationen) verletzt haben.

P.S. Übersetzungsfehler bitte in den Kommentaren abgeben. Grazie mille.
P.P.S. (24.1.) Auch der Spiegel weiss nun von der Wut auf die Hamas zu berichten (interessanterweise kann die Journalistin sowohl Country als auch Western - wenn Sie verstehen, was ich meine... spricht sie, neben Spanisch, eigentlich auch Hebräisch und Arabisch? Frage ich mich bei so manchem Journalisten...)

CPSIA - Update & Etsy Chat


So langsam wird man auch hier im deutschsprachigen und europäischen Raum unruhig. Oder sagen wir besser: so langsam kommt das Schlagwort "CPSIA" auch hier an. Die Stats verraten Suchanfragen von Craftistas, Unternehmen und sogar von Verlagen.

Was so langsam auch Zeit wird, denn am 9. Februar tritt die CPSIA in Kraft, und dann haben, wenn der Protest in den USA keine Wirkung zeigen sollte, zumindest Kleinstunternehmen, Indiepreneure und Craftistas in den USA nichts mehr zu lachen. Weil die meisten von ihnen aller Warscheinlichkeit nach keine finanziellen Möglichkeiten haben werden, die kostpieligen Tests ihrer Produkte bezahlen zu können. Und wer die nicht bezahlen kann, darf keine Produkte für Babies und Kinder bis zwölf Jahren mehr verkaufen.
Die Hoffung auf ein "Finetuning" der neuen Verordnung wird zwar viel Hoffnung aber gleichzeitig wenig Aussicht auf Erfolg pro-Indiepreneurs entgegengebracht - denn die Protester, die für eine Ausnahmeregelung für Kleinstunternehmen sind, haben nach Ansicht dieses Artikels hier einige Faktoren übersehen, die ihnen das Produzieren mit einer einfachen Ausnahmeregelung auf lange Sicht schwer bis unmöglichen machen würden (langer Artikel, aber sehr informative Punkte).

Wie bereits berichtet, hat nun auch Etsy ein temporäres Forum zum Thema eingerichtet, und Buy Handmade verweist dieser Tage auf einen sehr interessanten Artikel auf Fashion Incubator (die Seite hatten wir ebenfalls in einem früheren Post erwähnt).

Natürlich fragt man sich bereits, ob es eine Möglichkeit geben wird, auch weiterhin bei seiner Lieblingscraftista zu kaufen. Eine Frage der Zeit, bis wir in Craft World dann von einem Handmade Schwarzmarkt reden? Sicherlich.

Wer an einem Livechat zum Thema auf Etsy interessiert ist, komme heute um 18 Uhr (GMT +1h) in die Etsy labs zum Community Chat. Mehr Informationen im Etsyblog.

January 21, 2009

Something completely different.


Ein kleines Update in eigener Sache: aufmerksame handmade2.0-Leser haben vielleicht schon gesehen, dass der Blogumzug fast vollständig ist. Es fehlen nun wirklich nur noch ganz alte Posts: der Rest aus 2006, und von 2003-2005 aus einem alten, leider etwas gecrashten Blog. Da war der Export und die Archivierung seinerzeit ziemlich umständlich... die ersten Blogplattformen halt. Die wollten noch kein richtiges Exporttool anbieten.

January 20, 2009

P.S. Trends, perhaps?


How do you like Trendwatching's latest trend briefing, "Generation G"?

And a propos "greed" (i.e. that's what the G in Generation G does not stand for): Interestingly, Saturn, a German company that coined the phrase "Geiz ist geil" in 2003 ("greed is good"), had abandoned their marketing hit "Geiz ist geil" already in late 2007. Not that they then set off for a positivity trend as Trendwatching foresees it. Rather, Saturn then turned towards harder feelings: "Wir hassen teuer" ("we hate 'expensive' ").

Doesn't look like they're going to be trendy in '09... but who knows.

Die Trendmafia klopft wieder. (Februar '09)


Das Weihnachtsshopping ist vorbei, der Sekt vom Neujahr ausgetrunken... und bald zieht der Frühling durch die Lande. Wer seine Garderobe und/oder Inneneinrichtung entsprechend ergänzen möchte, kommt einfach am 7. Februar nach Berlin zur Trendmafia:


Von 13 bis 20 Uhr gibt es am 7. Februar Shopping und Schauen an den Ständen von rund 60 Designern, Kreativen und Craftistas, die ihre Produkte verkaufen.
Für das leibliche Wohl ist wie immer gesorgt, für die Berieselung der Ohren ebenfalls, und wer mit Kindern kommt, kann sie in gute Hände im Spielzimmer geben. Eintritt wie immer winzige 2€.

Eine Liste mit allen Teilnehmern gibt es direkt bei der Trendmafia, ausserdem natürlich die Terminliste für das 1. Halbjahr '09, Infos zur Anreise und Teilnahme, sowie Material für Presseleute, &c. &c.

Auf dem Lesestapel: Craft Inc.



Ein Titel, den ich allen ans Herz legen möchte, die sich mit dem Gedanken tragen, Handmade Indiepreneur zu werden. Was ist ein/e Indiepreneur? Das Buzzword ist so neu, dass noch nicht einmal ein Wikiartikel darüber existiert. Dieser Neologismus setzt sich zusammen aus "Independent", kurz "Indie", und "Entrepreneur". David Hershkovitz beschreibt die Indiepreneurkultur in seinem Papermag-Artikel vom vergangenen August so (Hervorhebungen von mir):

"Working predominantly outside the mainstream, these pioneers found a niche and cobbled together a livelihood with a mission statement that includes joy and fun among its core values. Like much of indie culture, it can be traced back to the DIY aesthetic born of the hippies, updated by the punks and set into full throttle by the emergence of a mass market catering to the tastes of people with an affection for street art, bad haircuts, comics, skateboards, computers, rock 'n' roll, dumb (smart) movies, personalized T-shirts, tattoos -- in short, a subculture that has risen from the depths to invade the homes of America and beyond. [...] There is no professional path for becoming an indiepreneur. Some go to college, others don't -- there's no business plan or exit strategy. No venture capitalists lurking in the background dreaming of IPOs. What unites them is making a life of doing what they love, working hard and following the thread down varying roads where an end is just a beginning. "
Ganz klar, Indiepreneur zu sein ist nicht gekoppelt an den Hype des Selbstgemachten, an, wie Marke Eigenbau sagt, die "Revolution der Massen gegen die Massenproduktion". Aber im Kern trifft die Grundhaltung eines Indiepreneurs, nämlich seinen Lebensunterhalt mit dem zu verdienen, was man gerne tut, sehr wohl zu auf all die, die ein eigenes kleines Unternehmen aufbauen, indem sie ihre kreative Leidenschaft zum Beruf machen.

"Craft Inc." ist ein 2007 erschienenes Handbuch für alle, die einen Schritt weitergehen und ihre kreative Leidenschaft zum Beruf machen und damit Geld verdienen wollen. Die folgende Rezension habe ich gestern bereits an anderer Stelle veröffentlicht.

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Draussen und im Internet tobt die neue Selbermachen-Welle - mittlerweile und dank zahlreicher Blogs und Foren auch hier in Deutschland und Europa. "Craftistas" gründen ihre eigenen Onlineshops auf einem der Marktplätze für Hand- und Selbergemachtes wie Etsy, ShopWindoz und DaWanda, verkaufen an Internet-Distros (Onlineshops, die "Indie Design" auf Komissionsbasis verkaufen), oder programmieren ihre eigenen Webseiten mit Shop und Blog gleich selber. Es rumort und werkelt, es geschieht etwas Grossartiges da draussen!

Und wie sieht es an der (deutschsprachigen) Bücherfront aus? Sehr bescheiden.

Zum Trend selber gibt es gerade einmal ein deutschsprachiges Buch, nämlich Marke Eigenbau: Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion, aber keinen richtigen Ratgeber, kein Praxistipshandbuch, kein Erfahrungsbericht darüber, wie man als "Craftista", "Indie Designer" oder "Home Based Business Owner" seine Visionen in eine praxistaugliche Realität umsetzt. Ganz anders -wir haben es geahnt- sieht es auf dem US-Büchermarkt aus. Und daher bleibt erstmal nur übrig, zwecks Motivation und Inspiration auf englischsprachige Titel wie diesen hier zurückzugreifen.

"Craft Inc. - turn your creative hobby into a business" richtet sich an Craftistas, Kreative, Indie Designer und alle, die mit ihren Kreationen ein Unternehmen starten möchten und Indiepreneure werden wollen. Die Autorin Meg Mateo Ilasco ist selber "Indiepreneur", hat ihr eigenes Designunternehmen und viel Erfahrung in Bezug auf kreative Kleinstunternehmen und das Internet gesammelt.
Das Buch hat ein praktisches Format und ist somit als Begleiter in der U-Bahn, im Cafe oder in der Pause eine gute Wahl.
In sieben Kapiteln beschreibt die Autorin die wichtigsten Stationen zum Indiepreneur; der Text liest sich wunderbar flüssig, ist ansprechend gestaltet und gefällt dank der lockeren Folge von Erfahrungsberichten prominenter Indie Designer (z.B. Lotta Jansdotter), Ratschlägen sowie Fakten rund um die "crafty Existenzgründung".
Besprochen werden grundlegende Dinge auf der kreativen Seite, wie Visionen, Motivation und Support; es folgen Kapitel zum Thema Businessplan und Marketing, Produktentwicklung und Branding, Kalkulation und Networking. Auch weniger erfreuliche Thematiken wie Ideenklau, ausbleibender Erfolg und Geschäftsaufgabe werden ehrlich besprochen.
Sehr hilfreich und ein schönes Nachschlagewerk ist der Anhang mit Internetlinks.

Der grosse Nachteil ist, dass dieses Buch für deutsche Gleichgesinnte leider nur Inspiration bleiben kann, da die vielen Punkte zu Steuern und Recht auf Deutschland und Europa nicht zutreffen - hier muss man sich leider durch entsprechende Fachliteratur mühen, die zwar optisch und gestalterisch ein Grauen, dafür aber faktisch für den hiesigen Markt relevant sind.

Und dennoch: "Craft Inc." ist sein Geld durchaus wert.
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Meg Mateo Ilasco
Craft Inc.
Turn Your Creative Hobby Into a Business

Chronicle Books (2007)
isbn 0811858367

ca. 10,50 €

January 19, 2009

Abmahnpraxis im Onlinehandel: Neue Händlerbefragung


In der Reihenfolge der geplanten Posts zum Thema "Selbständig als Kreative" steht dieser Beitrag ja eher zu weit vorne, aber dafür geschieht es aus aktuellem Anlass: ich habe hier einen Hinweis auf die neue Studie bei Trusted Shops zur Abmahnpraxis im Internet.

Aus einigen Ecken der handmade-Szene ist mir in den vergangenen drei Jahren immer wieder zugetragen worden, dass auch in diesem Teil des Marktes nicht gerade wenig Abmahnungen ausgesprochen wurden. Und: die wenigsten Kreativen haben den Mut, Abmahnungen zu widersprechen, geschweige denn offen darüber zu reden, aus Angst vor weiteren Konsequenzen, die sie finanziell ruinieren würden. Bedenklich.

Dass Abmahner (und heimliche Anzeiger, oft von der Konkurrenz) aber nicht immer im Recht sind, hat die Vorgängerstudie von Trusted Shops aus dem Jahr 2007 gezeigt:

"Abmahnungen wegen angeblicher oder tatsächlicher Wettbewerbsverstöße gehören zum Alltag im Onlinehandel. Aber oft fühlen sich die abgemahnten Shopbetreiber nicht nur im Recht, sondern sind es sogar. In mindestens drei Vierteln aller Fälle erzielen sie Erfolge, wenn sie sich gegen eine Abmahnung wehren. [...] Häufigster Abmahn-Anlass waren mögliche Verstöße gegen das Widerrufs- sowie das Markenrecht."
Die komplette Auswertung der Studie von 2007 gibt es als kostenloses Download als PDF bei Trusted Shops.

Die neue Umfrage, die sich wieder an Shopbetreiber im Internet richtet, steht seit dem 15. Januar bei Trusted Shops bereit, und es wäre schön, wenn sich möglichst viele daran beteiligten. Denn: seit der letzten Studie 2007 konnte eben auch ein Rückgang der Aktivitäten von, wie es der Geschäftsführer von Trusted Shops nennt, "Grossabmahnern", beobachtet werden. Die Studie fragt folgende Kernpunkte ab:

"
  1. Wie viele Shops sind von Abmahnungen überhaupt betroffen?
  2. Welches sind die häufigsten Abmahnungsgründe?
  3. Welche wirtschaftlichen Schäden entstehen durch Abmahnungen?
  4. Wie reagieren Shops auf Abmahnungen und mit welchem Erfolg?
  5. Wie lassen sich missbräuchliche Abmahnungen verhindern?

Alle Onlineshops, die in jüngerer Zeit von Abmahnungen betroffen gewesen sind, sind aufgerufen, sich an der anonymen Befragung zu beteiligen. Die Beantwortung der Fragen nimmt nur wenige Minuten in Anspruch."



Macht mit, liebe Kreative, und sagt's weiter!

January 17, 2009

Der Preis des Selbermachens? Natürlich ein guter, so oder so.


Vor einer Woche schrieb Christina Wächter für jetzt.de (Süddeutsche Zeitung) "Der Preis des Selbermachens" - und wartet darin mit Thesen auf wie dieser:
"Die Verkäufer auf Plattformen wie Etsy und Dawanda setzen die Preise für ihre Waren selbst fest - und die werden, so scheint es, wenn man sich durch die Angebote klickt, immer niedriger."
Die Verkäufer auf Marktplätzen für Handgemachtes könnten nicht kalkulieren, heisst es in diesem Artikel. Und um Klarheit zu schaffen, wie es denn in der Szene so aussieht, hat die Autorin sich gerade einmal eine Meinung eingeholt: nämlich die von DaWandas Claudia Helming (hat bei Etsy keiner geantwortet? Oder bei ShopWindoz?). Deren Begründungen decken sich mit vielem, das auch ich in den letzten Jahren beobachtet habe:

So zum Beispiel der Hinweis darauf, dass es viele Craftistas gibt, die einfach gar kein Interesse an Umsatz haben, sondern einfach nur Freude am Selbermachen. Der Erlös deckt in diesen Fällen gerade einmal die Materialkosten, oft verrechnen sich viele beim Porto oder bei versteckten Kosten wie Einstellgebühren/Provision und PayPal. Das ist auch auf Etsy nicht anders. Dort gibt es noch heftigere Forumsdiskussionen über "proper pricing" als auf DaWanda, besonders natürlich unter Konkurrenten. Da wird dann oft vorgeworfen, niedrige Preise seien geschäftsschädigend und mit Absicht gedrückt oder gar das Ergebnis von heimlicher Massenproduktion - es wird sehr oft sehr voreilig negativ ausgeteilt. Schade.

Fakt ist doch aber, dass gerade ein Markt wie der, der sich sowohl an Hobbyisten als auch an Micro Businesses richtet, viele Strömungen und Geschäftsmodelle unter einem Dach vereint; und wer sich entschliesst, auf solch einem Marktplatz mitzumischen, muss auch ein Stück weit bereit sein, sich mit der Vielfalt zu arrangieren. Denn: weitaus geschäftsschädigender für alle wären Preisabsprachen, denn oft unterscheiden sich neben den Preisen auch die Qualitäten ähnlicher Produkte.

Ein weiterer Punkt liegt in der Tat in der Unerfahrenheit einiger Verkäufer, denn viele sind sich absolut nicht der Tatsache bewusst, dass sie neben der kreativen Tätigkeit auch eine sehr verantwortungsvolle geschäftliche Aufgabe zu erledigen haben - amtliches sowohl als auch rein wirtschaftliches.
Und hier gibt es etwas sehr Interessantes zu beobachten: die Ignoranz gegenüber dem geschäftlichen und bürokratischen Teil eines Indie Businesses scheint in den USA weitaus geringer als hier in Deutschland. Dort ist nicht nur die Literatur zum Thema "Crafty Business" und "Selbständigkeit als Kreativer" reichhaltiger (und ansprechender), sondern auch Ratgeberseiten, Foren und Blogs im Internet sind zahlreicher vertreten. In diesem Punkt ist die Lage im deutschsprachigen Raum einfach nur mieserabel, mau und mit einer dicken Kruste Bürokratenslang überzogen. Kein Wunder, wenn sich da kaum jemand herantraut und lieber beim Hobby bleibt.

Übrigens: alle "professionellen" Designer, denen ich bislang auf Marktplätzen für Handgemachtes begegnet bin, und die sich vollständig über ihre Kreationen finanzieren, verlangen auch "korrekte" Preise für ihre Produkte, denn ihre Hausaufgaben als Selbständige haben sich schon längst erledigt.
Und: es kann durchaus vorkommen, dass ein Produkt fast zum "handelsüblichen" Preis verkauft werden kann, obwohl ein grosser Anteil Handarbeit drinsteckt - ganz besonders bei Bekleidung und Kleinstaccessoires. Hier machen es oft die Mengen (und der sehr günstige Einkauf der Materialien in grossen Posten) und welche Arbeitsschritte ins Outsourcing gehen. A propos "Pullover" - maschinengestrickte Unikate oder Kleinstserien gelten auch als handmade.

Und ein letzter Punkt: beim reinen Onlineverkauf fallen Kosten wie z.B. Ladenmiete und Lager weg, weil in der Regel aus dem heimischen Studio gearbeitet wird. Das drückt auch z.B. Kosten für den Arbeitsweg (Sprit, Öffis etc.), und so fällt doch der Overhead schon ganz anders aus. Ausserdem sind die meisten eine reine 1-Woman/Man-Show und machen alles selbst - dabei fallen theoretisch die Aufschläge weg, die ein Mittelsmann vor dem Verkauf an den Endkunden noch draufschlagen würde, und viele Indiepreneure schlagen diesen Prozentsatz, der auch schonmal sehr heftig ausfallen kann, oft aus idealistischen Gründen nicht oder nicht voll drauf. Meine Meinung? Eigentlich sollten sie es wenigstens in Teilen, denn sie sollten sich als ihre eigene Vertriebs- und Marketingchefin auch ein "Gehalt" zahlen.

Sehr überraschend: in den Kommentaren gibt es eine Reihe interessanter Meinungen zu lesen. Und der Betreiber von vondir.de macht Eigenwerbung (diese Seite hatte bei uns ein mangelhaft bekommen, als wir sie 2007 besprachen; in der Zwischenzeit scheint sich -wenn auch nur an der technischen Front- einiges getan zu haben. Proofreading und Marketing gehören jedoch nach wie vor nicht zu den Stärken.)

Eine Notiz in eigener Sache: es sind bereits Posts in Arbeit, in denen ich einige Informationen zum Thema "Selbständig als Kreative" zusammenfassen und auch eine Reihe guter Bücher besprechen werde. Vielleicht einfach den handmade2.0-Newsfeed abonnieren, damit Ihr diese Posts nicht verpasst?

Re: Suchtfaktor selbstdesignte Stöffchen.


Ich hatte ja gestern die wunderbaren Leute von Spoonflower aus den USA vorgestellt, das im Moment der absolute Geheimtip unter Indie Designern und Craftistas ist. Und ich hatte am Schluss geunkt, dass wir im deutschsprachigen (oder meinetwegen auch im europäischen) Raum bald mit einer Kopie rechnen können...

...und hier bin ich wieder einmal auf die Schwerfälligkeit des deutschen/europäischen Webs hereingefallen, das den ganzen web2.0-igen Community- und Mass-Customization-Geschichten oft hinterherhinkt. Denn: Es gibt in Deutschland bereits die Möglichkeit, eigene Designs auf Meterware drucken zu lassen, auch als Privatperson (also, Hobbynäherin, Craftista, Quilterin etc.), eben nur nicht mit einer Community dran, Wettbewerben und trendig aufgemacht. Klar, dass Leute, die nicht vom Fach sind, solche Unternehmen dann trotz Internetpräsenz nie finden würden. Daher also hier kurz nachserviert!

Getreu dem Landes(Marketing)Motto "Wir können alles, ausser Hochdeutsch" fertigt Textil Fab, eine Stoffdruck-Manufaktur in Nimburg, Meterware mit hauseigenen Dessins oder nach Kundenvorlage an.

Im Vergleich zu Spoonflower fällt sofort auf, dass der Bestellvorgang wahrscheinlich recht schwerfällig -und damit typisch für so viele Internetpräsenzen hier- web1.0ig verläuft:
  1. Es gibt keine Hilfeseiten über Formate & Vorlagen, Dateiübergabe, Druckvorbereitung (Farbräume etc.) und Stoffpreise.
  2. Es gibt keine übersichtlichen Preistabellen zu Leistungen und Materialkosten.
  3. Die Firma hat so gut wie keine wichtigen weiterführenden Informationen auf der Webseite hinterlegt, sondern legt Wert auf persönliche (lies: telefonische) Beratung - und die kann nur zwischen 9 und 17 Uhr an Werktagen erledigt werden.

Der Leistungsumfang beinhaltet folgendes:
Gedruckt werden kann per digitalem Textildruck auf einer Reihe von Stoffen (z.B. Baumwolle, Seide, Bambus), auf ökologische Stoffe wird dabei besonders Wert gelegt. Turnaround liegt bei ca. 10 Arbeitstagen plus Versandzeit.

Wenn ich die Information auf dieser Seite richtig deute, dann fängt die Mindestabnahme bei 1m an und staffelt sich inkl. preislichem Vorteil bei der Abnahme grösserer Volumen. Wollte ich also z.B. 2m eigenes Design drucken lassen, würde dies 38€ pro Meter kosten, bei einer Stoffbreite von 1,40m und abzüglich Versandkosten.
Leider haben wir aber Wochenende, so dass ich diese Rechnung nicht einmal telefonisch verifizieren kann, denn... genau. ;)

Somit bleibt Spoonflower sogar für uns hier in Europa noch die billigere Wahl, denn bei einem Quadratmeterpreis von 14,29€ sind die fast halb so teuer wie Textil Fab mit 27,14€ pro Quadratmeter.


Und bis es die erste web2.0ige OnDemand-Bandweberei gibt -nach so etwas wird auch angesichts des immer mehr an Popularität gewinnenden Zakka-Trends bald gefragt werden- , empfehle ich einen Blick in den Webshop von Farbenmix zu werfen, der eine nette Palette Designer-Webbänder anbietet. Wäre natürlich auch eine interessante handmade/Marke-Eigenbau-Alternative: Indies tun sich zusammen und verhandeln so mit einem willigen Partner in der Industrie (erst mal finden...) machbare Volumen zu guten Preisen für ihre Designs...

January 16, 2009

Suchtfaktor: Selbstdesignte Stöffchen


Wer seinen handgemachten Taschen und Kleidern noch ein kleines Stück mehr Individualität verleihen möchte, aber weder das Know-How noch die Begabung zum Siebdruck hat (alternativ: Stempeldruck, Gocco & Co., nachzulesen z.B. in Lena Corwins wunderbarem Buch "Printing by Hand", das ich hier vorgestellt habe), musste ja bislang auf unerhofften Geldsegen warten, um einen Auftrag in der Industrie zu vergeben... oder eben weiterträumen. Dann kam der handmade-Hype und mit ihm begabte Designer, bei denen man um Projekte anfragen konnte - das war schon einmal ein guter Beginn. Im Zuge der Mass Customization-Welle aber (z.B. Moo* im Printsektor, Spreadshirt bei den T-Shirts, Julie & Grace beim Schmuck, Tortoise Design bei den Laptopskins, oder aber auch Alleskönner wie Zazzle) braucht man nicht mehr träumen...




...sondern besucht einfach die Webseite von Spoonflower, die im vergangenen Mai in North Carolina die Ärmel hochkrempelten und in einer closed beta austesteten, ob individualisierter Stoff denn überhaupt ankommt, in der Indie- und Craftwelt.

Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten, und heute sind die Macher von Spoonflower so mit Aufträgen eingedeckt, dass sie oft Extrastunden schieben müssen. Denn welchen Indiedesigner und Verfechter von Handmade lockt der selbst designte Stoff nicht, bei einem Preis von $18 pro Yard (heute ca. 13,50 €)? Versand kommt noch hinzu, und ein Yard misst 42 x 36 inches, bzw. ca. 105 x 90cm.



Und wie funktioniert es genau?

Will man Spoonflower nutzen, muss man zuerst einen Account einrichten. Dorthin lädt man sein vorher erstelltes Design hoch. Es gibt sehr genaue, sehr gut geschriebene Anleitungen zum technischen Vorgehen bei der Motiverstellung im Spoonflower-Blog, allerdings sollte man schon wenigstens ein Grundwissen in DTP haben und mit einer pixelbasierten oder vektorbasierten Designsoftware umgehen können (also z.B. PhotoShop und Illustrator, oder eben gute kostenlose Alternativen).

Gedruckt werden alle Designs zur Zeit auf nur einer Sorte Stoff, nämlich einer wunderbar hochwertigen Baumwolle des Herstellers Moda. Bei den Lieferzeiten muss man sich zur Zeit ein wenig gedulden; für die Zukunft ist zwar ein Turnaround von rund einer Woche innerhalb der USA anvisiert, aber im Moment dauert es rund drei Wochen für Bestellungen innerhalb der USA und noch etwas länger für Bestellungen, die in den Rest der Welt gehen.

Mehr (technische) Fragen deckt die Kategorie "FAQ" ab.


Eine ganz interessante Sache, die kommen soll, wenn die beta beendet ist: die eigenen Designs direkt auf Spoonflower zum Verkauf anbieten. Im Grunde ist das ein Schritt, den bislang alle erfolgreichen MC-Webseiten gegangen sind; bislang jedoch verkaufen viele Spoonflower-User ihre eigenen Stoffe, so sie sie nicht selber verarbeiten, auf eigene Initiative - also auf ihren eigenen Webseiten, über Etsy oder anderweitig. Zu erwähnen wäre hier von mir, dass man sich bei diesem Schritt immer sehr gut überlegen sollte, wie man es mit dem Copyright auf sein Design halten möchte. Denn gibt man sein Design frei, muss man auch bereit sein, eventuell das (finanzielle) Nachsehen zu haben. Designer wissen das in der Regel, aber Craftistas sind in dieser Hinsicht oft sehr naiv. Also lieber vorher informieren und absichern.

Im Grunde steht ja nun nichts mehr im Wege, selber einen Account bei Spoonflower einzurichten, oder?


Oder, wer lieber noch schauen möchte:

Spoonflower flickr group
Spoonflower auf Etsy
Spoonflower Squidoo lens


Hier noch ein Tutorial für den Einstieg bei Spoonflower -- viel Spass! Und ich hab' jetzt zu tun... vielleicht zeige ich das Endprodukt ja auch einmal her.




P.S. Wollen wir schon mal die Stopuhr stellen und wetten, wann ein deutsches Spoonflower aufschlägt? :)

Zur Kasse, bitte: Gebühren an der Indie-Marketplace-Front


Vereinzelt ist es bereits durch die Blogwelt gegangen, aber hier kommt's nun zusammengefasst: handmade- und DIY-Marktplätze entschliessen sich nach einer recht langen kostenfreien Phase für Gebühren.

Nun gibt es ja weltweit bereits über 30 Marktplätze, auf denen Handgemachtes ver- und gekauft werden kann, Tendenz immer noch steigend, und viele der nach Etsy gestarteten Projekte hatten vor allem damit geworben, weder Einstellgebühren noch Provisionen oder sonstige Nutzungsentgelder zu verlangen. Dazu gehörten auch DaWanda und ShopWindoz, und auf dem Sektor der DIY-Communities BurdaStyle. Alle drei haben nun, mit Beginn des neuen Jahres, Gebührenmodelle gelauncht.

DaWandas Modell sieht eine Staffelung bei Einstellgebühren vor, sowie eine einheitliche Provision von 5% auf den reinen Verkaufspreis (ohne Portokosten) pro Artikel:

(direkt von DaWanda kopiert, so bleibt's deutlicher)

Übersicht Angebotsgebühren (inkl. Umsatzsteuer):
Preis des Artikels Reguläre Angebotsgebühr je verf. Artikel Laufzeit Kategorien
0,10 - 10,00 EUR 0,10 EUR 120 Tage alle
10,01 - 20,00 EUR 0,20 EUR
>= 20,01 EUR 0,30 EUR

Aber Achtung: Shopinhaber, die auf der englischen und französischen Seite einstellen, oder vielmehr wohl jene, die ihren Wohnsitz nicht in Deutschland haben, zahlen vorerst keine Einstellgebühren, sondern nur die Provision von 5%.

Das darf wohl noch zu einiger Verwirrung und Unmut führen?


ShopWindoz haben sich zu einem Modell entschlossen, das ganz griffig lautet 10 : 10 : 10, und damit ist folgende Struktur gemeint:

"Alle Umsätze ab dem 10. Euro werden mit 10% Provision für ShopWindoz belegt und dafür erhalten alle Verkäufer der Plattform 10% am Jahresgewinn der Verkäufe! Klingt verdammt fair und einzigartig, wie wir finden!"
will heissen,

Shop mit weniger als 10€ Umsatz im Monat: 0€ Provision.
Shop mit mehr als 10€ Umsatz im Monat: 10% Provision ab dem 10. Euro.
ShopWindoz schreibt am Jahresende Gewinn: 10% Umsatzbeteiligung für alle Shops.
(Nochmal nachkorrigiert, dank aufmerksamer Augen in Shopwindoz Presseabteilung!)

Je mehr Artikel die Shops verkaufen, desto mehr Gewinnbeteiligung am Jahresende für alle. Das klingt wirklich verdammt fair, denn so merkt jeder einzelne, wie viel Arbeit in so einer Sache steckt. :)

Abgesehen davon: ShopWindoz ist erst 2007 an den Start gegangen und hat in weniger Zeit als DaWanda einen beachtlichen Sprung bezüglich der, wie sagen wir es jetzt nett?, Interessantheit der angebotenen Produkte gemacht. Es lohnt sich, den Neue-Produkte-Feed zu abonieren und regelmässig nach neuen Designtalenten zu stöbern.


Eine Überraschung gab es von Burda Style, der DIY Nähcommunity von Burda Fashion: die verkündeten am 6. Januar, dass, nach nunmehr fast zwei Jahren, neben einem Redesign nun auch Gebühren für die Nutzung "einiger" Schnittmuster eingeführt werden:

"As part of our plan to grow BurdaStyle and to better serve our members we will need to start charging for some of our patterns. BurdaStyle patterns developed from contest winners will still be free, as will some popular basics and smaller projects. Patterns uploaded by members will still be free, as will all the other areas of our website. Of course, everything will still be open-source, which means copyright-free, and therefore available for alteration and replication, and open for you to base a business on."
Gegenwärtig haben sich passionierte BurdaStyle-Nutzerinnen in 101 Kommentaren Luft über ihre leichte bis nicht-so-leichte Verärgerung über die Masse der kostenpflichtigen Schnittmuster gemacht, unter anderem:

"I understand nothing is forever, but why have so many of the formerly free patterns been tagged with a price tag. You have surely moved far, far from your opening statement, Burdastyle."
In einem weiteren Post rechtfertigte sich BurdaStyle gegenüber der Community, und hier wird klar, dass die Neuerung offensichtlich finanzielle Hintergründe hat:

"Clearly our reason behind charging for ALL patterns is to create revenue, in order to produce new patterns, new content and new features and to keep the current site intact. Only charging for new patterns is not able to cover the cost for maintaining the entire content on the site. BurdaStyle would love to offer you all patterns always for free. And clearly you, our community, feels very strong about our patterns and the resource of free patterns."

Im Anschluss an diese Erklärung folgt noch ein Aufruf, künftig zusammen zu arbeiten und die Webseite für alle zum Erfolg zu machen etc. etc., aber auch diese Gründe halten der Kritik der User nicht ohne weiteres Stand, denn offensichtlich gibt es viel Kritik an einigen Schnitten, viele Verbesserungsvorschläge näherfahrener Nutzerinnen, die ungehört blieben, und nach zwei Jahren einfach immer noch zu viel Ecken und Kanten in Bezug auf Marketing allgemein.

Wir sind gespannt, wie gut BurdaStyle mit dieser Schocktherapie fahren werden.

CPSIA und die Obama-Regierung: Was wird geschehen?


Im vergangenen Dezember hatte ich, als eine der ersten deutschsprachigen Blogger auf dem Gebiet handmade und Indie Design, über die bevorstehenden Probleme berichtet, die ab Februar auf all die Indiepreneure und Kleinunternehmen zukommen werden, die Produkte für Babies und Kleinkinder fertigen und in die USA bzw. auf dem amerikanischen Markt verkaufen: ein erster und längerer Bericht hier, ein Follow-up hier.

Und diese Neuerung betrifft eben, wie vielleicht immer noch angenommen wird, nicht nur amerikanische Unternehmen, sondern eben auch diejenigen Indie Designer unter Euch, die z.B. hier in Europa produzieren und an amerikanische Kunden (z.B. über Etsy, DaWanda, Big Cartel etc.) verschicken. Dazu hatte ich Links zu informativen Seiten gepostet.

So langsam aber bekomme ich mehr und mehr Suchanfragen aus Deutschland und Europa mit dem Stichwort CPSIA, also scheint man so langsam auch hier aufzuwachen. Zu spät, eigentlich, denn die Regelung gilt erst einmal ab dem 9. Februar 2009.

Nun hat sich inzwischen noch mehr Protes in den USA formiert, die aktivsten Seiten und Initiativen haben inzwischen auch zahlreiche Petitionen geschrieben und weitergeleitet, Politiker und Kongressleute haben versprochen, sich für eine Abänderung des Gesetzes stark zu machen.... und gestern ist eine recht grosse Petition auf Change.org ausgelaufen, auf deren Ergebnis man nun gespannt sein darf. Unter anderem heisst es in dem Petitionstext:

"There is a clear disconnect between the sweeping nature of this law, and the narrow range of products that were problematic in 2007. The CPSIA applies standards that were put in place in reaction to the sale of toys contaminated with lead paint and toxic plastics. Rather than focus on these materials, this law places a guilty until proven innocent mentality on all children's product producers by imposing mandatory testing and certification, and in the process will kill an entire industry."

Treffender kann man es nicht sagen. Und dies gilt wirklich nicht nur für den amerikanischen Markt.

Nachtrag 17.1.: Zwei wichtige Links hatte ich doch bei all der Zusammentragerei vergessen --

1. Etsy hat vor zwei Tagen ein zusätzliches Forum nur für CPSIA-Diskussionen eingerichtet.
2. BuyHandmade.org hat eine zusätzliche Kampagne gestartet: "Save Handmade" (mehr dazu und ein Badge für Eure Webseite auf dem BuyHandmade.org-Blog)

Israel in Songs (3)




"Yihiye Tov" (It'll be OK), one of David Broza's most significant and most popular songs - one that shaped Israel.
The song was written in 1977, with few stanzas, but it seems that over these thirty-plus years, the live version gains stanzas on a regular base. Which, unfortunately, is not a compliment for the situation.


For your singalong pleasure:

אני מביט מהחלון
וזה עושה לי די עצוב,
האביב חלף עבר לו
מי יודע אם ישוב
הליצן נהיה למלך
הנביא נהיה ליצן
ושכחתי את הדרך
אבל אני עוד כאן

ויהיה טוב
יהיה טוב, כן
לפעמים אני נשבר
אז הלילה
הו הלילה
איתך אני נשאר

ילדים לובשים כנפיים
ועפים אל הצבא
ואחרי שנתיים
הם חוזרים ללא תשובה
אנשים חיים במתח
מחפשים סיבה לנשום
ובין שנאה לרצח
מדברים על השלום

ויהיה טוב...

שם למעלה בשמיים
עננים לומדים לעוף
ואני מביט למעלה
ורואה מטוס חטוף
ממשלה של גנרלים
מחלקת את הנוף
לשלהם ולשלנו
ולא רואים את הסוף

הנה בא נשיא מצרים
איך שמחתי לקראתו
פירמידות בעיניים
ושלום במקטרתו
ואמרנו בוא נשלימה
ונחיה כמו אחים
ואז הוא אמר קדימה,
רק תצאו מהשטחים.

ויהיה טוב...

אני מביט מהחלון אולי יגיע יום חדש.


January 15, 2009

sing 'em a song!




To all the joo haters and freeloading antisemites who come crawling out of the holes again these days, this one's for you, too.

Etsy started Internationalisierung


Wir erinnern uns: Etsys neue CEO stellte unlängst, nachdem seit 2005 immer wieder betont wurde (mal direkt, mal per seltsamer Gerüchteküche), dass eine internationale Version kommen werde, eine ('s ist eine "sie") Director of International Business Dev. ein. Die kümmert sich nun darum, Etsy auf den internationalen Markt zu bringen und den Marktplatz sowohl für Verkäufer als auch für Käufer attraktiver zu machen. Und dazu ist seit gestern abend eine neue Userumfrage live: Etsy survey for international sellers.

Die Umfrage ist anonym und fragt nicht einmal den Shopnamen bzw. die Etsy-ID ab. Wer sich alle Fragen anschauen möchte, kann einfach durchklicken, ohne etwas auszufüllen.
Und eigentlich, da Etsy eine internationale Seite ist, ist auch jeder Verkäufer international. Eigentlich. Also, die Umfrage richtet sich explizit an nicht-US Verkäufer. ;)


...wie geht's eigentlich in Red Hook voran?

January 14, 2009

E Wordle zu "Viral Marketing"


Da der Gnilsch ja eh durch alle Kanäle geischdered:



Instructables auf deutsch: Expli



Der Markt rund um Selbstgemachtes, DIY, handmade und Tüftlerei wächst beständig: Was Instructables für den anglo-amerikanischen Markt ist, möchte Expli, im Zuge des mittlerweile auch hier stark florierenden Heimwerker- und Selbermachen-Hypes, gerne für den deutschsprachigen Raum sein:

"Expli.de ist eine Sammlung interessanter Anleitungen und Ideen, die von leidenschaftlichen Tüftlern, Bastlern und sonstigen Do-it-Yourself-Begeisterten erstellt worden sind. Alle registrierten Mitglieder tragen dazu bei, die Sammlung zu erweitern und andere Mitglieder zu inspirieren: Indem sie coole Anleitungen - sogenannte Explis - einstellen, diese zusammen mit Freunden oder anderen Mitgliedern weiterentwickeln oder über das Widget auf ihre eigenen Webseiten einbauen. Wissen wie es geht - mit EXPLI ist es nun für jedermann möglich."

Die Plattform ist letzten August nach einer closed beta (rund 300 User) in beta übergegangen, die Firma hat ihren Sitz in München, und das Team ist nicht nur relativ klein, sondern auch noch relativ jung. Finanzielle Unterstützung bezieht Expli z.B. aus Fördergeldern und Fonds wie LMU und exist, die Nutzung ist für die User kostenlos.

Auf Expli können registrierte User ihre eigenen Bastelanleitungen einstellen, nach Anleitungen suchen, per Widget in ihre eigenen Webseiten einbinden und herzeigen; es gibt eine Anfragenrubrik, in der nach Anleitungen, die noch nicht eingestellt worden sind, gefragt werden kann, und User können Anleitungen der anderen bewerten, kommentieren, und natürlich kann man andere User auf eine Kontaktliste setzen ("Fan werden"). Und somit hat Expli auch einen guten Grundstock an social features, die es jedem User ermöglichen, auch ausserhalb der Seite Flagge zu zeigen.

Auch mit Incentives ist man bei Expli nicht geizig: es gab bereits einen Wettbewerb, und in Kooperation mit Amazon gewinnt zur Zeit jede 10. veröffentlichte Anleitung einen Gutschein von immerhin 25€.

Nun ist die Idee von einer Plattform, auf der User ihre eigenen Tüftelanleitungen einstellen und bewerten lassen können nicht mehr innovativ. In den USA gibt es wie eingangs erwähnt Instructables, das 2005/06 an den Start gegangen ist und sich aus MIT Alumnis rekrutierte, ausserdem existiert auf dem deutschsprachigen Markt seit einiger Zeit Creadoo (die sich im Zuge des 2.0igen Handmade-Hypes die Tagline "Kreativität 2.0" verpasst haben...), das vielleicht doch eher in die Nähe von GetCrafty und Craftster zu stellen wäre (obgleich von der Thematik der Tips und Anleitungen her sehr konservativ und basteltantig).

Kommerziellere Projekte in den USA sind z.B. das DIY Network, natürlich Martha Stewart und auch Homes and Gardens TV (HGTV) - alle drei haben gemein, dass DIY-Anleitungen hier sozusagen nur per "Frontalunterricht" angeboten werden.

Wir erinnern uns auch, dass ausgerechnet Tchibo mit Tchibo Ideas es im vergangenen April Starbucks nachmachen musste: Starbucks hatte im März '08 myStarbucksIdea gestartet, das sich wiederum stark and Dells IdeaStorm von 2007 orientierte (hier verbloggt) - diese drei Konzepte gehen in Richtung Innovationsmanagement, auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht so scheint.

Wir sind also gespannt, wie es Expli ergehen wird - keine Frage, dass die Plattform trotz allem eine Nische, nämlich auf dem deutschsprachigen Markt, füllt, und das kann nicht von Nachteil sein.


Eine Sache, mit der ich mich übrigens bislang auf noch keiner Social Plattform anfreunden konnte? Nirgens wird gute Schreibe und Rechtschreibung so ignoriert wie da, wo jeder mitmachen kann.

Wissenspool zum Thema SelberMachen


Ein deutschsprachiges Wiki, das eine spezielle Seite rund um das Thema SelberMachen pflegt, gibt es auf CoForum.

CoForum versteht sich als

  • Ein offenes Forum für Theorie und Praxis und Förderung von Emanzipation, Selbstentfaltung, Kooperation und anderer "Verrücktheiten"
  • Eine offene Wissensbasis zur Unterstützung alternativer und kooperativer Projekte.
  • Ein Ort des Lernens für einige wenige Skeptiker. Es soll eine entspannte Umgebung bereitstellen um sich gemeinsam an Gedanken heranzutasten.


Die Listen und Artikel sind etwas chaotisch organisiert, aber doch sehr informativ und gut zu navigieren. Leider kann man nicht nachvollziehen, ob alle diese Links wirklich aus einer Originalquelle kommen oder via andere Seiten (z.B. Blogs oder Bookmarksammlungen anderer Leute) zusammengestellt wurden - es gibt keine Quellennachweise, wie wir sie üblicherweise im Web antreffen.

Immerhin: eine deutschsprachige Initiative zum Thema.

Israel in Songs (2)




"If only...", one of Boaz Sharabi's most successful songs.

For your singalong pleasure:

הלוואי ומענן תרד עלינו קשת
הלוואי שלעולם הזה יש תקנה...

הלוואי ויום יצמח מתוך סופה גועשת
הלוואי ולא תאבד לעד המתנה
הלוואי שהמדבר יצמיח עשב דשא
הלוואי ועוד נשב בצל התאנה.

הלוואי שלא נכאב ואיש אחיו יאהב
הלוואי ויפתחו שוב שערי גן עדן
הלוואי ויתמזגו מזרח ומערב
הלוואי הלוואי ונחדש ימינו כאן כקדם.

הלוואי ולא ישא עוד גוי אל גוי חרב
הלוואי ולא ננטוש את דרך התקווה
הלוואי והאדם יהיה רחום עד ערב
הלוואי שיש סיכוי אחד לאהבה.

הלוואי שלא נכאב...


January 13, 2009

Dolle Sache: fizy


Der hackr empfahl früh am Morgen fizy, einen neuen Service für die "minimalistische jukebox". Sehr handlich, und im Gegensatz zu manch anderen Services sehr ergiebig. Jedenfalls in Bezug auf meine Spezialanfrage, denn: fizy ist in mehr als nur einer englischen Version erhältlich (dazu auf den Button "worldwide" klicken). Und: fizy spuckt nach Möglichkeit auch ein Video zum Song aus.

Natürlich habe ich die hebräische Version durchsucht, und....


...die Ergebnisliste für z.B. "יהודית רביץ" (Yehudit Ravitz) ist ganz prächtig.


(Das hier ist "Shabats and Holidays", שבתות וחגים, hier zusammen im Konzert mit Gidi Gov und Rami Kleinstein.)

Nettes Feature: Fundstücke kann man ver-social-linken (etwa in delicious, twitter, friendfeed...).

Dolle Sache.

January 12, 2009

Israel in Songs (1)




"I was born for peace", one of Uzi Chitman's (z"l) most popular songs.

For the singalong pleasure:

אני נולדתי אל המנגינות
ואל השירים של כל המדינות
נולדתי ללשון וגם למקום
למעט להמון שיושיט יד לשלום.

אני נולדתי לשלום שרק יגיע
אני נולדתי לשלום שרק יבוא
אני נולדתי לשלום שרק יופיע
אני רוצה אני רוצה להיות כבר בו.

אני נולדתי אל החלום
ובו אני רואה שיבוא השלום
נולדתי לרצון ולאמונה
שהנה הוא יבוא אחרי שלושים שנה.

אני נולדתי לשלום שרק יגיע...

נולדתי לאומה ולה שנים אלפיים
שמורה לה אדמה ולה חלקת שמיים
והיא רואה צופה הנה עולה היום
וזו שעה יפה זוהי שעת שלום.

אני נולדתי לשלום שרק יגיע...

Buon giorno. Faremo un quiz...


...aus einer Zeit, in der Werbespots noch einen gewissen künstlerischen Anspruch hatten: Werbespot der Firma Bialetti.



Ja, das begeistert auch den stärksten alten Seewolf (veccio lupo di mare). ;)


January 11, 2009

Auf dem Lesestapel: The Printmaking Bible.


Ende November '08 hatte ich in der Rubrik books Ellen Luptons Neuerscheinung "Indie Publishing" vorgestellt, sowie auch Lena Corwins "Printing by Hand" in einem weiteren Post.
Heute reiche ich einen neuen Titel nach, der im Dezember '08 bei Chronicle Books erschienen und momentan auf dem Weg hierher ist, und der eine sehr schöne Ergänzung zu diesen beiden Titeln ist: "The Printmaking Bible" von Anne D'Arcy Hughes und Hebe Vernon-Morris.


Anne D'Arcy Hughes unterrichtet seit 1971 Drucktechniken an der Universität von Brighton/UK und ist Mitbegründerin des im Jahre 2000 gegründeten Brighton Independent Printmaking, einem für die Öffentlichkeit offenen Workshop und Atelier, in dem Drucktechniken vermittelt und ausgeführt werden.
Ihre Ausbildung hat Anne D'Arcy Hughes in Coventry, in Stockholm, in Paris und in Brighton bekommen, und in ihren Werken verwendet sie unter anderem Ätztechnik, Stich, Lithographie, Linol- und Holzschnitt.

Hebe Vernon-Morris unterrichtet ebenfalls Kurse bei Brighton Independent Printmaking und stellt ihre Arbeiten ausserdem regelmässig aus. Ihre künstlerische Ausbildung hatte sie eigentlich als Keramikerin und Kunstschmiedin begonnen, ausserdem ist sie ausgebildete Gebärdesprachendolmetscherin. Im Druckbereich hat Hebe Vernon-Morris sich auf Lithographie und Holzschnitt spezialisiert.


Chronicle Books selber nennen diesen Band
"the definitive resource to the ins-and-outs of every variety of serious printmaking technique practiced today."
und bei rund 400 Seiten, die vollgepackt sind mit detaillierten Anleitungen, Technikenbesprechungen und Illustrationen in Vollfarbe kommt das auch gut hin. In sechs grössere Abschnitte ist das Buch unterteilt, von denen sich fünf jeweils einer Technik (z.B. Intaglio, Siebdruck, Monotypie) widmen und der sechste ausschliesslich für Ressourcen reserviert ist. Zu jeder vorgestellten Technik gibt es eine geschichtliche Einführung, ausserdem werden Arbeitsbeispiele sowie auch Werkzeuge in farbigen Photos gezeigt.




Ann D'Arcy Hughes, Hebe Vernon-Morris
The Printmaking Bible
The Complete Guide to Printing Materials and Techniques

Chronicle Books (2008)
isbn
9780811862288
ca. 39,99€

January 9, 2009

Ausgebetat: Etsy Shopstats sind live


Wenn das nicht unter "Powerstart ins neue Jahr 2009" abgelegt werden kann: Etsys Ingenieure und Produkttüftler haben sich mächtig ins Zeug gelegt und vor nicht ganz einer Stunde bekannt gegeben, dass die Betaphase für Stats (hier bereits verbloggt) abgeschlossen ist und ... soeben live geschaltet wurde! Sauber. Schauen wir mal, wie nützlich dieses neue Tool ist -- es gab ja unzählige Userumfragen bezüglich Wunschfeatures und Must-Haves.

Und irgendwann in den letzten Tagen muss sich übrigens auch jemand der Umgestaltung der Shop-RSS-Feeds angenommen haben, denn wir sehen im Newsreader nun sowohl Produktbilder als auch eine eindeutige Strukturierung des Angebottextes einer Produktseite - dies war ja bis vor einigen Tagen nur mit einem kleinen Greasemonkeyscript in den Griff zu kriegen (ebenfalls verbloggt, und zwar hier).

Weiter so, Etsy!

Nachtrag:
Ich frage mich gerade wieder einmal, wie Etsy zwei Jahre brauchen konnte, um seinen Usern Stats zu bieten, die... mit Google Analytics gepowert sind?? Natürlich spielen einige Faktoren hinein, klar. Etsy benutzt aber seit mindestens ebenso lange Googles Analytics für interne Zwecke, man sollte also meinen, dass hier genug Gelegenheit bestanden hat, einiges zu testen. Die Gründe liegen, scheint's, ganz woanders.

Nun denn. Um Shopstatistiken abfragen zu können, muss jeder Betreiber einen eigenen Account bei Google eröffnen, so er noch keinen Google-Account hat. Ebenso bedeutet dies, dass Etsy keinerlei Einfluss haben wird, sollte Google irgendwann entscheiden, seinen Service kostenpflichtig anzubieten oder gar einzustellen. Und das, wo Etsy ansonsten Wert auf den Eigenbau von Features legt.

Angesichts des wachsenden Drucks durch Etsy-Konkurrenten mag die Entscheidung für Google Analytics vielleicht einleuchten; hoffen wir nun, dass die Shopbetreiber auch wirklich glücklich damit werden.

Einen kompletten FAQ zu Etsy-Shop-Stats hat Etsy hier bereitgestellt.

January 8, 2009

Nicht labern. Flagge zeigen.


Vielleicht nicht gerade ein Thema, das in die andernfalls regelmässig bediente Rubrik handmade passt, aber doch sehr in die Sparte tech und media: das Handelsblatt online veröffentlichte vor einem Tag (oder so) einen Artikel von Pierre Heumann, "Wer gewinnt den Krieg der Bilder?"

Pierre Heumann kritisiert darin sowohl die Berichterstattungsweisen der israelischen Armee als auch die der palästinensisch-arabischen Seite. Im Grunde versucht er, eine neutrale Bewertung der gegenwärtig praktizierten Informationsbemühungen beider Konfkliktseiten vorzunehmen, aber der Ausschluss von Berichterstattern und Medien vom Kriegsschauplatz durch die israelische Regierung, die sich somit einem Beschluss des israelischen Gerichtshofes widersetze, indigniert ihn fürchterlich, und das ist nicht nur zwischen den Zeilen zu lesen.

Die Situation, dass an der Grenze zum Gazastreifen haufenweise Journalisten und Photographen stehen und das Geschehen lediglich aus der Ferne verfolgen können, hat gerechtfertigte Gründe. Unter anderem hängen diese mit den Geschehnissen des letzten Krieges (nämlich 2006 gegen die Hezbollah im Südlibanon) zusammen, und Israel hat zu Recht Konsequenzen daraus gezogen. Dass internationale Medien (vorerst!) ausgeschlossen werden, bedeutet nicht per se das Bestreben, etwaiges Unrecht vertuschen oder gar die Wirklichkeit verdrehen zu wollen. Diesen Vorwurf hören wir zwar heuer gerne von Seiten der Medien, aber er entbehrt genau so jeglicher Grundlage wie die Annahme, alle Medienvertreter seien 100% objektiv in ihrer Berichterstattung -- sie sind es nämlich nicht alle, wie auch schon 2006 zu sehen war (Stichwort "Qana" und "Adnan Haij").

Daher: natürlich wäre eine breitere Berichterstattung aus Gaza wünschenswert; aber gegenwärtig ist nicht gesichert, dass sie der Operation der israelischen Armee nicht im Wege stünde (oder durchweg objektiv und nicht sensationsgeil oder polemisierend wäre), und die Medien täten besser daran zu versuchen, die Situation auch einmal aus verschiedenen Blickpunkten nachzuvollziehen.

In der Zwischenzeit hätten wir hier zwei Vorschläge:

1. Wer -als unmittelbar Beteiligter oder komplett Unbeteiligter- immer noch glaubt, es könne ein erfolgreiches Friedensabkommen mit der terroristischen Vereinigung Hamas und ihrem Förderer Iran geschlossen werden, lese lieber einmal genau die Satzung der Hamas durch (bitte nach "Hamas charter" googlen).
  • Wenn dort die Rede davon ist, dass der Kampf gegen Israel mit aller Ernsthaftigkeit betrieben werden muss, und dass es erst Frieden gebe, wenn der Islam regiere, dann meint das nicht "friedliches Miteinander", sondern "Auslöschung der Juden" (Präambel). Im Deutschland der späten 30er nannte man so etwas übrigens "Endlösung".
  • Für die Hamas gibt es kein Israel, nur Palästina. Und dieses ist erst frei, wenn es ganz unter der Fahne des Islam steht (Art. 6 der Charta).
  • Der Tag des jüngsten Gerichts (lies: an dem die Gerechten in das Paradies eintreten) tritt nur ein, wenn alle Juden bekämpft und getötet wurden (Art. 7 der Cahrta).
usw. usf.

Wer nach dieser Lektüre immer noch einen Weg zu einem friedlichen Miteinander unter der Führung einer Terrororganisation wie der Hamas für möglich hält, unterschätzt die friedensfeindlichen, mörderischen Absichten der Hamas-Terroristen und ihrer Sponsoren um ein Vielfaches. Die blumige Sprache der Charta (so wie die meisten anderen Äusserungen aus dem offiziellen PR-Kanal der Terroristen) mag für unsere westlichen Ohren archaisch und lächerlich überzogen klingen, aber gerade in den sprachlich-kulturellen Unterschieden und Praktiken liegt die Gefahr der Unterschätzung. Gefühlsgedusel über weisse Tauben und Holy-Land-Klischees werden hier übrigens ebenso wenig helfen. Kommt endlich in der Realität an!


2. Geht zu Aktionen wie dieser; Eure Unterstützung und Eure Zivilcourage sind gefragt!




Sonntag, 11. Januar 2009

14 Uhr in BERLIN

Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche


"Aufruf der Jüdischen Gemeinde zu Berlin (JGzB), Sharon Adler - Aviva-Berlin.de und Avi Efroni, derBerliton.de und weiteren Unterstützern:

Seit acht Jahren steht Israel unter Beschuss der Hamas. Israels Rückzug aus Gaza sollte Frieden bringen, das Ergebnis sind über 10.000 Raketen allein in den letzten zwei Jahren aus Gaza auf zivile Ziele in Südisrael.

Die Terrororganisation Hamas bombardiert bewusst Zivilisten. Sie hat den „Waffenstillstand" wiederholt gebrochen und im Dezember 2008 einseitig aufgekündigt. Israels Selbstverteidigung ist legitim und kein Verbrechen!

Israel befindet sich in einer sehr schwierigen Lage, denn die Terroristen der Hamas verstecken ihre Militärstützpunkte und Abschussvorrichtungen unter Verletzung der Genfer Konvention in dicht bevölkerten Gebieten, missbrauchen dadurch Menschen als Schutzschilde und machen damit zivile Opfer unvermeidlich. Israel dagegen warnt Zivilisten vor Angriffen per SMS, mit Flugblättern oder in Radioaufrufen.

Die Hamas hat diesen Konflikt eröffnet und trägt die Verantwortung für das Leid auf beiden Seiten! Um zu einem Frieden in der Region zu gelangen, muss die islamistische Diktatur der Terrororganisation Hamas dauerhaft beendet werden!

Auch Deutschland ist Akteur in diesem Konflikt - die Bundesrepublik ist der wichtigste westliche Handelspartner des Iran, und damit des totalitären Regimes von Mahmud Ahmadinedjad.

Wir fordern die Isolierung der Hamas, sowie ein Verbot der Hisbollah und ähnlicher Organisationen in Deutschland. Wir erklären uns solidarisch mit den vom islamistischen Terror bedrohten Menschen in Israel, aber auch in Gaza, Libanon und im Iran. "

Mehr Informationen auf Berlinton.


Kleiner Nachtrag (9.1.):
Es ist schon sehr interessant zu sehen, wer hier plötzlich auf handmade2.0 aufschlägt und endloses Kommentargeseier abzusetzen versucht -wahrscheinlich, um danach nie wieder vorbeizuschauen. Klar, dass diese Leute hierher finden, weil sie gerade "zum Thema" googeln und rastlos im Netz umhersurfen (Tip: Ihr hinterlasst Spuren), um irgendwo ihre ganz schrecklich dringende BotschaftandieWelt zum Thema abzulassen. Interessant auch, dass die meisten derer, die sich hier gerade versuchen zu verewigen, selber keine Blogs schreiben oder aktiv in Foren wären.

Wir weisen nochmals darauf hin: die Kommentare sind, wie sonst auch auf handmade2.0, moderiert. Beleidigende Kommentare, antisemitische und ganz besonders auch solche, die uns persönlich bedrohen, werden nicht veröffentlicht, sondern im äussersten Fall zur Anzeige kommen. Richtig gelesen. Denn wer kein Interesse an einer konstruktiven Diskussion hat, sondern nur auf Beleidigung und Drohung aus ist (inklusiver der beiden Herrschaften, die ihre messianischen und islamo-faschistischen Misthaufen in die Welt setzen, sowie dem Hobbyphilosophen mit der miserablen Grammatik aus Ungarn (übrigens: der CPSIA sieht nicht vor, Bücher zu verbieten, aber das nur am Rande)), wird die Konsequenzen tragen. Und wenn Euch sonst noch was auf der Seele brennt - schreibt ein eigenes Blog und hört auf, ständig an fremde Ecken im Netz zu pissen.


Wir stellen wieder einmal fest: John Gabriel's Greater Internet Fuckwad Theory ist Realität.

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