April 30, 2009

Awesome handmade Aktionismus: The Summit of Awesome










Hier ist eine Aktion, von der ich mir echt dringend wünsche, dass wir sie ähnlich auch hier in Deutschland bald mal öfter erleben werden: The Summit of Awesome.

The Summit of Awesome ist eine Aktion von Hello Craft, einem handmade-Portal, das ich hier -glaube ich- schon ganz kurz erwähnt habe. Das Portal wurde von Leuten gegründet, die auch alle auf Etsy aktiv sind, die eine oder andere Qualifikation besitzen, und die es sich auf die Fahne geschrieben haben, handmade, Indiepreneurism und das Selbermachen zu unterstützen, publik zu machen und Wissen zu teilen.

Und nun steht der Summit of Awesome bevor: an drei Tagen, vom 1. bis zum 3. Mai, geht es in Chicago in Vorträgen und Miniseminaren rund um das handmade-Business. Indiepreneure teilen ihr Wissen und ihre Erfahrung, geben Tips rund ums Verkaufen und Präsentieren, und vieles mehr. Hier ist die komplette Terminübersicht:

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Thursday April 30

3 p.m. MidCity Tours
5 - 8 p.m. Hello Craft Welcome Party - Gate 54

Friday May 1
*Make Something Awesome area open all day 10 -5 at Miss Pixies*
9:30 a.m. Check in and breakfast - Miss Pixies
10:30 a.m. Welcome
11:30 a.m. - 12:30 p.m. Morning Sessions:

1 - 2 p.m. Lunch with Craftnote: Maria Thomas - CEO, Etsy - Miss Pixies
2:30 - 4:00 p.m. Afternoon Sessions:

  • FIber Workshop with Jamie Chan and Blas Herrera - Urban Fauna Studio - Miss Pixies
  • Simple Mold Making with Adam Maron - Miss Pixies
  • Am I a Business? How and when to form a business for your crafty endeavors with Cynthia Gayton and Paige Totaro - Washington Area Lawyer for the Arts - Gate 54
  • How to Photograph your Work with Sherry Insley- Dandelion Blu - Bar Pilar
  • Branding and Identity with Jeffrey Everett - El Jefe Design - Solly’s
  • Event Sponsorship with Deb Dormody and Margaret Carleton - Craftland - DC9

4:30 p.m. Break
6:15 p.m. Summit showing of Handmade Nation - DCJCC
8:30 p.m. Public showing of Handmade Nation - DCJCC

-Dinner on your own-

View the rest of the schedule after the jump!

Saturday May 2
*Make Something Awesome area open all day 10 -5 at Miss Pixies*
9 - 9:30 a.m. Check in and breakfast - Miss Pixies
10 - 11:30 a.m. Morning Sessions:

12 - 1 p.m. Lunch with Craftnote: Jenny Hart, Sublime Stitching - Miss Pixies
1:30 - 3 p.m. Afternoon Sessions:

3:30 - 5 p.m. Afternoon Panel: Going out on a Limb with Jeffery Everett - El Jefe Design, Kasey and Kelly Evick - Biggs & Featherbelle - Miss Pixies

-Dinner on your own-

8 p.m. - 11 p.m. Show of Awesome Craft Party - Miss Pixies

Sunday May 3
*Make Something Awesome area open all day 10 - 3 at Miss Pixies*
10 - 10:30 a.m. Check in and breakfast - Miss Pixies
11 - 12:30 Morning Sessions:

1 - 2 p.m. Lunch at Miss Pixies
2 - 3 p.m. Awesome Crafty White Elephant - Miss Pixies
3 - 3:30 p.m. Wrap up and Farewell - Miss Pixies

*All programming is subject to change, but hopefully will not!

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Supertolles Trostpflaster für alle, die nicht dabei sein können, aber trotzdem wissen wollen, was in Chicago los ist: es gibt einen Livestream via Etsylab!



Quasi als Nachwort möchte ich ein paar Punkte anschliessen.

Ich habe bislang noch von keinen vergleichbaren Aktionen in Deutschland gehört, bis auf einen Workshop von DaWanda vor einem Jahr in Berlin, von dem alle begeistert gewesen sein sollen, und zu dem es demnächst übrigens am 16. Mai einen zweiten Teil geben wird (hingehen, anschauen!).

Aber ich meine, dass es bei aller hiesiger Begeisterung für handmade machbar sein sollte, "auch sowas wie in USA/UK" auf die Beine zu stellen, und ohne Hilfe und Zugpferde aus Amerika und ohne, dass ähnlich wie auf BarCamps die Veranstaltung zu einer platten Eigenwerbungsveranstaltung von Agenturen und Firmen ausartet.
Einen Tag lang habe ich mich gemüht und das Web abgegrast, und ich habe keine Diskussionen und Ideenanstösse gefunden. Bis auf vielleicht ein, zwei Diskussionen auf DaWanda. Mensch, das kann doch nicht sein! Ist es doch kein reines Klischee, dass Deutsche mit Vorliebe zuerst im eigenen Topf rühren und warten, bis jemand anders den ersten Schritt tut (ähnliches liest sich übrigens auch heute zwischen den Zeilen, wenn auch thematisch nur verwandt, auf netzwertig)?

Ich würde diesen Zustand recht gerne hier mit Euch und vielen anderen diskutieren (ist wahrscheinlich auch wieder typisch deutsch: erstmal drüber diskutieren):
  • Warum ist es in Deutschland so mau in Bezug auf Zusammenarbeit, Ideenaustausch und Veranstaltungen? Wo ist das Miteinander?
  • Was kann man tun, um handmade mehr zu promoten, ohne dass diese Bewegung an Authentizität verliert?
  • Wie sieht es eigentlich mit Euren Aktivitäten rund ums Vermarkten und Weitersagen aus?

Da ich weiss, dass viele crafty BloggerInnen in Deutschland zwar viele andere crafty BloggerInnen lesen, aber ihre Nasen so was von selten in "theoretischere" Blogs wie diesen hier stecken, hätte ich nichts gegen eine kleine Weitergabe des Postlinks. Ich finde, dass diese Diskussion mindestens genauso wichtig ist wie das Herzeigen und gegenseite Bewundern von Selbstgemachtem und Neu-Im-Shop-Seienden.

Und ja: ich rede nicht nur drüber, sondern wäre die Erste, die freiwillig etwas mitorganisieren würde.

Hello Craft formulieren es wunderbar konkret in ihrer Tagline, und darüber sollten alle Kreativen hier auch einmal reflektieren:

The Future of Making Is In Your Hands.


April 28, 2009

Got handmade termine?





Wer handmade2.0 schon eine Weile lang mitliest, hat sicherlich gesehen, dass wir hier ordentlich handmade termine weitersagen -- so zum Beispiel ganz aktuell fürs Maiwochenende Handgemacht! in Hannover und Trendmafia Designermarkt in Berlin. Im vergangenen Winter hatten wir fleissig auf coole Termine wie das Holy Shit Shopping und andere vorweihnachtliche Shoppinggelegenheiten hingewiesen. Alle diese Termine sind in Kleinstarbeit zusammengetragen, sitzen im handmade2.0-Eventkalender, und wir sehen zu, dass wir mit den einen oder anderen Veranstaltern nette Kontakte aufbauen, damit wir Euch die News auch fleissig weitersagen können.

Aber nicht alle Termine erscheinen auf unserem Radar, und nicht alle Newsletter können abonniert werden - der Tag hat nur 24 Stunden und die Welt ist ausserdem ziemlich gross. Daher haben wir uns gedacht, dass wir Euch mitmachen lassen. Jawoll.

Ab sofort könnt Ihr daher über dieses Mailformular Eure Termintips einsenden. Egal, ob eigene Veranstaltungen oder solche, die Ihr besuchen werdet oder auf denen Ihr selber verkaufen werdet. Hauptsache, es geht um handmade / crafts / DIY / Indie Design. Fügt doch auch Euren Namen und Eure Webseite/Shop hinzu (das ist natürlich optional, aber vielleicht habt Ihr ja einen interessanten Shop oder Blog, den wir gerne vorstellen würden...).

Wir machen gerne Werbung für eine gute Sache - und zwar komplett kostenlos!


--> Eigene Veranstaltungen werden mit Links und allem wichtigen gebloggt und in den Kalender eingetragen.

--> Veranstaltungen, auf denen Ihr verkaufen werdet, bekommen wie oben einen Blogpost, ausserdem mit Erwähnung Eures Shops & Blogs, und einen Kalendereintrag.


--> Veranstaltungen, die Ihr besuchen werdet, werden gebloggt und kommen in den Kalender und Ihr werdet als Tipgeber verlinkt.



Wir freuen uns auf Eure handmade Tips!


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Got handmade events?

Those of you who have been reading this blog for quite a while probably know that we're trying to highlight as many crafty events as possible. Coming up this week-end and marking the begin of May, there is the Handmade! market in Hannover as well as Trendmafia's Designer Market in Berlin. Last holiday season we promoted the Holy Shit Shopping markets as well as some more seasonal crafty highlights. All these events and dates are meticulously researched, and we're working hard to establish a friendly connection to as many event organizers as possible, so that you'll be the first to hear about exciting upcoming events.

However, not all events and markets appear on our radar and there are only 24 hours in a day -- so we thought we'd let you participate in this and help us in our mission to promoting handmade to the people. Yessir!

Starting this very week, you are invited to send us your event tips via this mail form. All you have to do is send us the name and URL to the website of the event; alternatively, provide as many important info as possible and make sure it really is a handmade / crafty / DIY / Indie Design event.
Don't forget to tell us your name and blog URL (that part is optional, but if you're a crafty person, we might want to check you out for a possible feature here on the blog).

We love to promote a good cause, and we'll do it for absolutely free!



--> Are you the event organizer? We'll blog the event and add it to the handmade2.0 event calendar.

--> Know about an event and you're even selling your handmade stuff there? We'll blog the event, add it to the calendar and promote your shop and blog along with the blog post!

--> Going to an event that you think must not be missed? We'll blog the event, add it to the calendar and link to your blog as a thank-you for telling us about the event!



Looking forward to hearing about your handmade event tips!

CUT! Jetzt wird selber geschnippelt.



Nicht an den Haaren, sillies. Ts.

Wer sich für handmade interessiert, für Mode, Design und Trends, und wer bislang einen guten deutschpsrachigen Beitrag vermisst hat, kann aufatmen. Denn, die Scouts bei DaWanda haben es bereits entdeckt, der deutschsprachige Beitrag ist nun endlich da und heisst CUT - Leute machen Kleider!

CUT kommt aus München und beschäftigt sich mit DIY-Fashion, beleuchtet Kreative ein wenig näher, schaut nach, was getragen wird... und hat vor allen Dingen eine Botschaft: macht's selber! Frau Westwood hat's ja ernst gemeint.

CUT sollte man sich nicht entgehen lassen; 172 Seiten plus Schnittmusterbogen stark ist die erste Ausgabe und kostet 7€. Ein kleiner Haken vielleicht: nicht jeder Kiosk hat CUT. Die Bezugsadressen finden sich aber auf der CUT-Homepage. Ausserdem ganz kleiner Tip: Tschau-Tschüssi hat's im DaWanda-Laden und im Ladengeschäft in Leipzig.

Ansonsten, kleine Kostprobe gefällig?





CUT Homepage
CUT auf Myspace

April 27, 2009

Die Trendmafia klopft. (Mai '09)














Es ist wieder einmal soweit: die Trendmafia klopft!

Der Wonnemonat Mai steht ins Haus, und am kommenden Samstag gibt es in Berlin einen Schwung Maifrische von Designern, Trendsettern, Indies und Craftistas, dank der Trendmafia!


Wann: Samstag, 2. Mai 2009. 13h - 20h.
Wo: Im Modulor Haus (ehem. Bechsteinhaus), Friedrichshain-Kreuzberg/Berlin.
Wie: Eine Karte zur Anreise gibt es bei der Trendmafia.
Eintritt: Erwachsene 2€, Kinder bis 9 Jahre frei.

Eine Liste der Aussteller gibt es unter dem jeweiligen Termin bei der Trendmafia.

Wer selber verkaufenderweise einmal teilnehmen möchte, setze sich mit der Trendmafia in Verbindung.

Wer wieder einmal keine Zeit hat, in Berlin vorbeizuschauen, schaue ersatzhalber in die schöne Fotogalerie bei der Trendmafia.

Gallerinas und die Neue Ruhe


Sehr schöner und vor allen Dingen erfreulich langer Artikel von Swantje Karich in der FAZ: "Was von der Kunst durchs Raster fällt - Eine Innenansicht des Kunstmarkts" -- es geht um die sogenannten "Gallerinas", Kunst in der Krise und die "neue Ruhe".

Handgemacht! im Faust in Hannover (Mai '09)


Der erste Mai-Sonntag naht - Craftistas und Indie Designer aufgepasst!

Das Faust in Hannover-Linden lädt wie an jedem ersten Sonntag im Monat ein zum Shoppen, Bestaunen und Herzeigen von handgemachten Dingen.


Handgemacht!
Der Markt für Selbstgemachtes -
Handgemachte Sachen und Kunst zu bezahlbaren Preisen




Wann: Sonntag, 3. Mai 2009

Wo: 60er-Jahre-Halle, Faust e.V.
Wann: 11h-17h
Wie: Eintritt für Besucher frei, Aussteller 5€ Standgebühr


Craftistas und alle, die mitmachen und ihre eigenen, handgemachten Kreationen verkaufen möchten, sind jederzeit willkommen und haben eine eigene Ansprechpartnerin im Faust. Hier die Details von der Faust-Webseite:

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Anmeldungen und weitere Infos:
Marie Maschke
Mail: handgemacht@faustev.de
Tel. 0511 / 45 50 01

Informationen für Ausstellerinnen und Aussteller

Wir suchen handwerkende und kunstschaffende Menschen!
Ihr könnt Euch per Mail, telefonisch oder mit Abgabe des Flyers im Faust-Büro anmelden.

Hierzu brauchen wir folgende Angaben:

Euren vollen Namen, eine Telefonnummer und, wenn vorhanden, eure Email-Adresse. Außerdem eine kurze Beschreibung und Fotos der Sachen, die Ihr verkaufen wollt. Wir wählen die Aussteller dann aus und melden uns bei Euch.

  • Standgebühr: nur 5,- Euro pro Meter
  • Tische können gratis geliehen werden
  • Stromanschluß ist vorhanden und kann nach Absprache genutzt werden.
  • Aufbau: 10-11 Uhr
  • Verkaufspreise zwischen einem und nicht so vielen Euro!
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Frohes Shoppen und Bestaunen!

April 26, 2009

Noch'n Etsy Day-Nachtrag: Hype-Epiphanie


Epiphanie re: Next Hype. Ich weiss jetzt, wie es nach Phase 4 weitergeht!

Nämlich so.

April 25, 2009

Nachtrag zum Etsy Day




Nachtrag zum gestrigen Etsy Day:

#EtsyDay war innerhalb weniger Stunden (naja, nachdem in USA so langsam alle wach geworden waren und ihren ersten Kaffee getwittert hatten...) das top Trending Topic auf Twitter.

Das Wall Street Journal war beeindruckt von Etsys Community und der Etsy Day-Aktion und veröffentlichte prompt einen Artikel: "How #etsyday Grew on Twitter" von Geoffrey A. Fowler.


Leider aber hat auch das WSJ noch nicht verstanden, dass Etsy kein "shop" ist, sondern ein "marketplace" bzw. eine "sales venue" -- gerade diese Tatsache macht das grosse Engagement der Community ja so bemerkenswert; einen Community-organisierten eBay Day könnte ich mir jedenfalls nicht vorstellen.


Und übrigens: wenn sich demnächst im deutschsprachigen Raum wieder einmal jemand daran versucht, eine (meinen Informationen nach unabgesprochene und somit unerbetene) Pressemitteilung über Etsy, DaWanda und dergleichen ausgerechnet durch die DPA-Kanäle zu schleusen, dann möge man doch bitte alle seine Englischkentnisse zusammenkratzen und aus "marketplace" wenigstens "Marktplatz" machen. Und nicht etwa "Flohmarkt". Soviel Stümperei grenzt ja schon fast an Rufschädigung. Gefühl für Kontext, korrekte Recherche sowie angemessene Wortwahl könnten ausserdem auch von Vorteil sein.

Entwicklungshilfe dringend nötig.


Kleine Wochenendlektüre für Euch, mit dem Auftrag, die Diskussion weiterzutragen - im Gespräch mit anderen, per Blog-Link-Weiterempfehlung, delicious-Bookmark, Diskussion in relevanten Uniseminaren... Euch fällt da sicher schon genug ein. Nur tut es.

Marcel Weiss hat gestern auf netzwertig.com einen Dreiteiler gestartet, den er "Deutschland degeneriert in ein Entwicklungsland" nennt. Ich zitiere am besten die Einstiegsthese, den Rest lest Ihr selber:
"Deutschland fehlt der öffentliche Diskurs, die angemessene Gesetzgebung und eine entsprechende Mentalität, um mit den Veränderungen durch das Internet zurechtzukommen. Ergebnis: Ein Umgang mit dem Internet von Seiten der Regierung und der Wirtschaft, der uns mittel- bis langfristig auf globaler Ebene in ein Entwicklungsland verändern wird."

Marcel verweist ausserdem auf einen weiteren Artikel auf netzpolitik.org, "Kampf der Kulturen", der ebenfalls sehr, sehr lesenswert ist.
Und wenn Ihr glaubt, die Politik wird schon am besten wissen, was sie da macht, dann verweise ich via netzpolitik.org auf ein aktuelles Beispiel, das die (offenbar nicht-extistente) Medienkompetenz der Herrschaften um Frau Ministerin von der Leyen sehr anschaulich darstellt.

Noch Fragen?

April 24, 2009

Stock photography - when to, and when not to.


Freaking goodness. Stock photography abundance!



Yeah, it's funny. When I browsed loopt just a minute ago, I knew these "community" people (circled red) seemed strangely familiar...





But, what the heck. It's the people behind HandmadeMarketing, (yet) another site that's dedicated to teaching all those Etsy people a lesson or five about marketing.

Or is it not?

No. It's just the same stock photography series, sillies.

I somehow can't be bothered with sites such as loopt using stock photography to illustrate "community". But you know what... one of the strongest characteristics of this whole craftista/indiepreneur/handmade movement is "we're real persons". Yeah, you wouldn't have guessed that. Real persons as in, "in this photo you see the crew who is behind all this".


Never mind, though.

Etsy Day! (2)



Wer es noch nicht weiss: heute ist Etsy Day, und zwar den ganzen Tag lang.

Im vorigen Post hatte ich ganz knapp umrissen, wie man auf Etsy Verkäufer wird und welches die wichtigsten ersten Schritte sind.

Nun folgen ein paar Tips zum Einkaufen auf Etsy - Sachen finden, kaufen, bezahlen.

Eigentlich ist es ja ganz einfach... für ein erstes Schnuppern muss man sich noch keinen Account auf Etsy zulegen. Aber wie ist das, wenn man ein paar tolle Sachen findet, die man vielleicht doch bald kaufen möchte? Da lohnt es sich dann doch, angemeldet zu sein, denn: als registrierter Nutzer kann man ganz praktisch Favoriten markieren, Shops und einzelne Produkte. Die Links zum Favoritisieren findet man immer in der rechten Seitenspalte eines Shops; den für das Produkt, und in der Hauptansicht des Shops auch den für den Shop selber.
Seine Favoriten kann man dann über das eigene Account unter "Favorites" verwalten.

Und nun zum Spassteil: Sachen finden.

Stöbern
Stöbern, wenn man noch gar nicht so recht weiss, was man eigentlich kaufen möchte. Was für ein Luxus. Der Spass fängt gleich auf Etsys Homepage an: hier wechselt stündlich ein Poster mit Produkten, die von anderen empfohlen werden. Also: klicken und schauen!

Auf der linken Seite der Homepage kann man direkt in Produktkategorien einsteigen, darunter findet man alle anderen Tools zum Aufspüren von Produkten und Etsyverkäufern (z.B. Geolocator, Shop Local, Time Machine, Colours und Pounce).

Ich empfehle den Geolocator, wenn Ihr Euch für Verkäufer aus einem bestimmten Gebiet der Erde interessiert; Shop Local zeigt Euch bei lokaler Suche diejenigen Shops an, die zuletzt neue Produkte eingestellt haben.
Pounce ist ein wenig Spielerei - hier kann man brandneue Shops entdecken, sowie solche, die gerade ein Produkt verkauft haben.
Die beiden Time Machines zeigen Euch entweder gerade eingestellte oder gerade verkaufte Produkte an.
Die Treasury ist nett, wenn man mehr Poster wie das jeweils aktuelle der Homepage sehen möchte - hier können Etsynutzer ihre eigenen Produktempfehlungen zusammenstellen und auf ein Feature auf der Homepage hoffen. Die Treasury ist immer eine nette Art, neue Shops und schöne Dinge zu finden, wenn man ein wenig Zeit zum Stöbern hat.

Gezielte Suche
Wer weiss, was es sein soll, benutzt Etsys Suchmaschine gleich am Kopf einer jeden Seite. Die Suchmaschine kann nach Handmade, Vintage, Supplies, All items und Seller suchen, also die jeweilige Kategorie aus dem Menü einstellen!
Wer bereits weiss, in welcher Kategorie das zu suchende Produkt gelistet sein kann, sucht direkt in der entsprechenden Kategorie.
Man kann eine Reihe von Schlagwörtern kombinieren, um nach Dingen zu suchen, oder aber auch gezielt Dinge aus den Suchergebnissen ausschliessen. Die genaue Anleitung steht immer auf der linken Seite eines Suchergebnisses.

Kaufen & Bezahlen
Stimmen Produkt, Preis, und ist das Produkt auch ins eigene Land verschickbar, legt man es in den Einkaufskorb. Dazu den grünen Button auf der Produktseite klicken. Wenn man weiter shoppen möchte, klickt man sich danach einfach wieder aus dem Korb raus.
In den Einkaufskorb gelangt man jederzeit über das Icon oben links auf jeder Seite.

Um den Inhalt des Korbs zu kaufen, muss der gesamte Inhalt noch aus dem Etsysystem ausgecheckt werden. Die grossen grünen Buttons weisen hier den Weg. Der Verkäufer braucht eine Versandadresse und muss wissen, wie Ihr bezahlen wollt. Die letzte Seite checkt Euren Einkauf zwar aus dem Etsysystem aus, aber die Bezahlung steht dabei noch aus. Jeder Shop, dessen Produkte im Korb gelandet sind, muss einzeln bezahlt werden, und erst mit der Bezahlung (z.B. über PayPal) ist die Bestellung auch wirklich abgeschlossen.

Ist das gekaufte Produkt dann irgendwann im Briefkasten, und ist mit der Bestellung und dem Produkt auch alles in Ordnung, wird es Zeit, eine Bewertung für den Verkäufer zu geben. Dazu loggt man sich in seinen Etsyaccount ein und geht unter "Your Etsy" zu "Feedback".
Sollte es einmal Probleme geben, ist der erste und beste Weg zur Lösung immer der direkte Kontakt zum Verkäufer - jeder hat einmal einen schlechten Tag, und Dinge passieren einfach. Verkäufer kann man entweder per Email erreichen (die Email steht in der Kaufübersicht oder auch in der Etsyemail, die man nach einem Kauf bekommt) oder aber per Etsy-Conversation (das Etsy-interne Nachrichtensystem).


Auch hier gibt es eigentlich noch viel mehr zu erzählen... aber das sind die Basics. Fragen können jederzeit über die Kommentare unten gestellt werden!

Etsy Day! (1)



Wer es noch nicht weiss: heute ist Etsy Day, und zwar den ganzen Tag lang.


Auf Etsy verkaufen - wie geht das?

Ich hatte bereits ein wenig darüber geschrieben, hier noch einmal die wichtigsten Eckpunkte.


Registrieren

Wer seine handgemachten Produkte auf Etsy verkaufen möchte, braucht eine Kreditkarte und eine gültige Emailadresse. Man registriert sich zuerst als Nutzer und in einem weiteren Schritt als Verkäufer. Dafür braucht man die Kreditkarte. Die Daten sind bei Etsy gut aufgehoben und sicher. Hier wird Schritt für Schritt erklärt, wie es funktioniert. Wenn man mit dem Englischen Probleme hat, sollte man sich sehr gut überlegen, ob Etsy die richtige Plattform ist; möchte man wirklich nur ein deutschsprachiges Publikum ansprechen, dann wäre z.B. DaWanda und Shopwindoz die bessere Wahl.
Achtung: der Username ist auch die Shop-ID und wird somit Bestandteil der Shop-URL! Ich rate dringend davon ab, fragwürdige Usernamen wie "Schnullerbacke123" oder "Schokoschnupsi" zu wählen. Es sei denn, der Shop soll so heissen - dann sieht die URL so aus: schokoschnupsi.etsy.com.

Zahlungsweisen
Damit es mit dem internationalen Publikum und dem Bezahlen klappt, sollte man auf jeden Fall ein Konto bei PayPal führen. Bis auf die Kreditkarte, die man vorweisen muss, wenn man als Käufer auf Etsy registriert sein will, schreibt Etsy selber keine Zahlungsmöglichkeiten vor. PayPal ist allerdings immer noch die bevorzugte Zahlungsweise auf Etsy, weil Überweisungen zwischen Europa dem internationalen Ausland einfach teuer sind und lange dauern. Kunden müssen dazu nicht unbedingt selber ein Konto bei PayPal haben, sondern können ungefähr bis zu fünf Zahlungen mit ihrer Kreditkarte über PayPal abwickeln.

Abgesehen von PayPal/Kreditkartenzahlungen kann man seinen Kunden per Voreinstellung weitere Optionen bieten: Bargeld und Check. Da das erste sehr unsicher und das zweite in Europa nicht mehr üblich ist, rate ich persönlich von diesen Optionen ab. Eine dritte Option ist "other" - eigentlich könnte man damit Überweisungen vom Girokonto für deutsche und EU-Kunden laufen lassen, aber viele internationale Kunden verstehen unter "other" einfach auch Bargeld oder anderes. Um also Diskussionen zu vermeiden, auch "other" nicht anklicken, so man es nicht beabsichtigt. Stattdessen kann man in seinen Shop-AGBs unter "policies" und zusätzlich in jedem Produktlisting anmerken, dass Girokontoüberweisungen möglich sind.

Shopgestaltung
Einmal eingeloggt, kann man unter 'Your Etsy' -> 'Shop Setup' -> 'Appearance' seinen Shop einrichten.
Das für alle sichtbare Profil kann man über Public Profile einrichten.

Produkte einstellen
Die ersten Produkte sollten erst dann eingestellt werden, wenn der Shop gestaltet, alle Profile ausgefüllt und Versandkostenprofile angelegt worden sind. Natürlich sollten die Produkte auch alle photographiert worden sein. Es ist vorauszusetzen, dass Dinge wie Produktpreise, Versandkosten und sonstige anfallende Gebühren ordentlich durchgerechnet worden sind.

Vor dem ersten Einstellen empfehle ich, in aller Ruhe Etsys Anleitung durchzulesen, besonders den Teil über Tagging.

Pro Produktlisting können bis zu fünf Photos hochgeladen werden, die aussagekräftig und ansprechend gestaltet sein sollten. Unter Umständen ist es angebracht, die Photos dezent mit einem Wasserzeichen zu versehen.

Produkt verkauft - was nun?
Glückwunsch! Der Kunde hat ein Produkt aus Etsys Einkaufswagen ausgecheckt (das bestätigt Etsy per Email an Käufer und Verkäufer). Ist die Bezahlung auch schon da? In der Regel bezahlen Kunden sofort (dafür gibt es eine Bestätigungsemail direkt von PayPal), und dann steht dem Versand nichts mehr im Weg. Die Produkte sollten wie vereinbart verschickt werden; es macht sich immer gut, wenn man eine Visitenkarte seines Etsyshops beilegt und eine kurze Dankesnotiz. Manche Verkäufer geben noch kleine Extras dazu - auf alle Fälle sollte beides Teil des eigenen Businessplans und damit kostentechnisch abgeklärt sein.

Verkäufe sind under "Sold" gelistet; hier kann z.B. der Status einer Bestellung gemanagt werden, Rechnungen ausgedruckt sowie Vorgänge als CVS-Sheet für die Buchhaltung heruntergeladen werden.

Etsy bietet die Option, Bewertungen zu vergeben - Verkäufer und Käufer können sich so gegenseitig bewerten und Punkte sammeln. Für die Punkte gibt es nichts, allerdings sind sie für manche eine Hilfe, die Seriösität eines Mitglieds zu bewerten.


Hatte ich eingangs gesagt, dies sei Etsy in aller Kürze? Naja....

Etsy Day! (Frage-Antwort-Runde)



Wer es noch nicht weiss: heute ist Etsy Day, und zwar den ganzen Tag lang.

Wir haben eine erste Fragerunde -- auf meinen Tweet hatte nchenga (bloggt auf chiperoni) einige gute Fragen.




"Woher kommt der Name Etsy?"

Um es gleich vorwegzunehmen: es gibt bis heute keine endgültige Antwort auf die Frage, dafür aber mehr als ein Dutzend Vermutungen und Legenden, in Blogland und auch im Etsyforum. Hier die zwei offiziellen Versionen:

°Die erste Erklärung, die später auch gerne Journalisten gegeben wurde, kam im Juli '05 von Rob Kalin selber:

""eBay" is short for "Echo Bay" which was the name of company that started Auction Web. The story goes that echobay.com was taken, so they picked up ebay.com. Hint: Have any of you seen "Fellini's 8 1/2" (it's an old Italian movie)? The clue is "Asa Nisi Masa" and the scene with the mind-reader. "

° Das Fellini-Rätsel ist bis heute nicht wirklich gelöst. Vielleicht hat Rob Kalin deshalb ein wenig später auf die folgende Geschichte umgesattelt: Etsy ist vom lateinischen et si abgeleitet; die Altgriechen schreien nun auf, aber in beiden Sprachen bedeutet et si "what if"/"was wäre wenn" (eigentlich aber "obwohl" etc.).

Leider war Etsi sowohl als Domainname wie auch als Marke vergeben, und so wurde Etsy draus, was phonetisch genauso klingt.


Und übrigens: Etsy wird wie Betsy ausgesprochen, nur ohne B.



Etsys Geschäftsmodell

Gegenwärtig verdient Etsy pro eingestelltem Produkt $0.20, pro tatsächlich verkauftem Produkt noch einmal 3.5% vom Verkaufspreis (ohne Versandkosten).
Ausserdem gibt es seitenweit sogenannte "Showcases", kostenpflichtige Werbeplätze, die 24-Stunden-Anzeigenplätze zwischen $7 und $15 anbieten.
Ausser den Showcases gibt es keine weitere Werbung auf Etsy (z.B. Werbebanner, Google Ads).
Etsy bekam in 3 + 1 Finanzierungsrunden $31.6 Mio zusammen, davon zuletzt $27 Anfang 2008 mit dem spektakulären Einstieg von Hubert Burda Media und Accel Partners.

Im "Weather Report" berichtet Etsy monatlich die jeweils aktuellen Zahlen vom Vormonat. 2008 wurden auf Etsy Waren im Wert von $1 Mio. verkauft, und laut Rob Kalin erwirtschaftet Etsy über $1 Mio. monatlich.



Quo vadis, Etsy? Oder: Next hype, please.

nchenga bezieht sich hier auf einen Artikel von Dave Winer, der hier zu lesen ist. Was Gartner's Hype Cycle ist, kann man hier schnell nachschauen (und, äh, hier noch der respektive Buch-Plug).

Im Moment sieht es ja so aus, als habe Etsy nicht nur finanziell sondern auch personell die Kurve gekriegt; die Seite wird zur Zeit so oft und so reibungslos optimiert, gewartet und um neue Features bereichert, wie noch nie zuvor, und das, weil gute Kräfte an Bord geholt worden sind und Struktur in die Mannschaft gebracht worden ist. Das wiederum macht die Nutzer glücklich, lässt sie weniger klagen, und hilft so, die Marke Etsy besser zu vermarkten. Gleichzeitig haben die Nutzer mehr Vertrauen in Etsy und daher einen Anreiz, ihren Shop zu pflegen, mehr Produkte zum Verkauf anzubieten und Plätze in den seiteneigenen Werbefeatures ("Showcase") zu buchen.

Was Etsys Investoren (z.B. Accel, Burda) langfristig planen, ist natürlich schwer abzusehen bzw. herauszubekommen; im Moment kommt der crafting und handmade-Hype erst im Mainstream an, trotz wirtschaftlicher Flaute ist der Peak des Hype meiner Meinung nach also noch lange nicht erreicht, und ich finde immer noch Zeitungsartikel, Blogposts und Foreneinträge, in denen Etsy als die Entdeckung des Jahres präsentiert wird. Aber, frei nach Dave Winer, es wäre dumm zu denken, es käme kein Next Etsy.

Dass Etsy in den vergangenen vier Jahren so schnell gewachsen ist, kann man darauf zurückführen, dass eBay den Weg geebnet hat. Zwar fallen bei Etsy & Co. Auktionen weg, aber das Konzept, eine Händlercommunity aufzubauen und ihnen quasi individuelle Verkaufstische zu bieten war, was die Faszination an eBay ausmachte. Die Luft ging eBay aus, als aber genau die gegängelt wurden, die eBay zu dem gemacht hatten, wofür es bekannt ist.

Ich denke, dass Etsy Teil eines grösseren Prozesses ist: wir (ganz unverschämt kollektiv gesprochen) sind genervt und müde von Megaunternehmen, von Massenproduktion, vom ewig Gleichen und ausserdem von den Schlagzeilen über Ausbeutung, soziale Ungerechtigkeit usw. In anderen Worten, wir wachen aus der Verbequemlichungssphase auf (ich habe immer noch kein passenderes Wort dafür gefunden!) und sehnen uns nach individuelleren Lebensstilen bei gleichzeitger sozialer Anerkennung. Und das haben übrigens auch schon längst die grossen Konzerne begriffen - man engagiert sich sozial, bietet den Kunden die Möglichkeit zum individualisierten Produkt, kommt zuweilen kumpeliger und hippiger daher als es noch vor zehn Jahren der Fall war.

An Deutschland im Allgemeinen und den USA im Speziellen zeigt sich übrigens, wie wenig die Gesetzgeber auf diesen Trend eingestellt sind: wer sich in Deutschland als kreatives Kleinstunternehmen selbstverwirklichen will, steht im Paragraphenwald, der seinesgleichen sucht. Will man ausserdem E-Handel betreiben und seine Produkte auch über das Internet absetzten, wird es dank der Verpackungsnovelle noch verrückter. In den USA leiden nach wie vor kreative Kleinstunternehmer unter dem CPSIA - viele haben aufgegeben, weil sie einem finanziellen Ruin entgegensähen, würden sie die strengen Auflagen, die der CPSIA vorschreibt, erfüllen. Die Gesetze sind für eine andere Wirtschaft ausgelegt und die Gesetzgeber haben, wie im Fall des CPSIA zu sehen war, offensichtlich nicht viel von dem gegenwärtigen Wandel mitbekommen. Oder wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen. Ganz extreme Theorien vermuten ausserdem einen gezielten Lobbyismus der grossen Konzerne.

Also: ich denke, Etsy wird es noch eine Weile geben, in dieser Form oder im Zusammenschluss mit anderen handmade-Marktplätzen. Etsy beginnt gerade erst, das internationale Business auszubauen. Der nächste Hype, der auf Etsy aufbaut, könnte allerdings etwas wie Rapid Prototyping sein - die vorerst ultimative Steigerung im Streben nach Individualisierung. Was mich aber viel mehr interessiert: was kommt nach der Konsumphase der Individualisierung?

Etsy Day! (Intro)






Wie gestern angekündigt: heute ist den ganzen lieben langen Tag Etsy Day -- und zwar der erste seiner Art und dank der engagierten Community.

Abgesehen davon, dass ich ja ständig über Etsy schreibe, habe ich mir überlegt, wie ich meinen Teil zum Etsy Day beisteuern kann. Und bin auf die Idee gekommen, Euch einfach den ganzen Tag die Ohren zuzuquasseln.

.... (Grillenzirpen) ....

Stimmt natürlich so nicht.


Ich werde heute ein paar mehr Posts als üblich bringen und ein paar Schwerpunkte setzen. Ausserdem biete ich Euch an, dass Ihr mir Fragen rund um Etsy, Handgemachtes im Web verkaufen, Bloggen und Marketing für Craftistas stellen könnt, die ich versuchen werde zu beantworten. Die Fragen könnt Ihr in den Kommentaren stellen, oder Ihr könnt das Kontaktformular in der rechten Seite benutzen (via contact-me-Button).

Wenn Ihr Leute kennt, die vielleicht auch noch ein paar Fragen haben könnten, sagt's einfach weiter.

Also: Happy Etsy Day -- kauft mehr Handgemachtes!

April 23, 2009

Say what?


Kottke beömmelt sich über Autotuning. Herrlich.

Sein BestPrize-Fund:







(Archaismus?)

Premiere: Etsy Day 2009





Die Community hatte es unlängst angeregt und weiterentwickelt, gestern gab Etsy grünes Licht: der 24. April ist fortan Etsy Day. Und damit ist am morgigen Freitag grosse Premiere.


Worum geht es?

Der Gedanke ist einfach: die Community und alle, die Etsy-begeistert sind, machen einen ganzen Tag lang zusammen und weltweit Werbung für Etsy - nicht unbedingt für ihren eigenen Shop oder den ihrer Freunde, sondern an erster Stelle für Etsy als Marktplatz zum Kaufen und Verkaufen von Handgemachtem.

Ausserdem: diese Initiative geht von Etsyusern aus, nicht vom Unternehmen Etsy, Inc.!



Wie kann man mitmachen?

Auch ganz einfach.

1. Etsy auf der eigenen Webseite verlinken.
Dafür gibt es auf Etsy schöne Buttons und Grafiken im Ressourcenbereich.

2. Flyer ausdrucken und verteilen (Uni, Schule, Büro, Hauspinnwand, Freunde, Familie...)
Dafür gibt es ein paar Flyer ebenfalls im Downloadbereich.

3. Autoaufkleber drucken.
Den gibt's hier auf flickr.

4. Das EtsyMini-Widget in die eigene Webseite einbetten.
Dafür muss man einen Etsy-Account haben und bereits ein paar Artikel in den Favoriten abgelegt haben.
Also: bei Etsy anmelden, Lieblingsprodukte finden, als Favourites speichern und das EtsyMini konfigurieren!

5. EtsyPoster erstellen und bloggen.
Dafür muss man nicht eingeloggt sein. Das Poster Sketch Tool von Etsy bietet 16 Plätze zum Herzeigen Eurer Lieblingsartikel. Erstellen eines JPGs muss allerdings per Screenshot gemacht werden!

6. Zeigt Eure Lieblingstreasury.
Stündlich wechselt Etsy das Treasury-Poster auf der Homepage. Zeigt Eure Lieblings-Treasuries mit einem Plugin von Craft Cult. Wie's geht hatte ich hier beschrieben.

7. Über Etsy bloggen.
Warum nutzt Ihr Etsy, und was gefällt Euch daran besonders? Warum empfehlt Ihr Etsy weiter, und wie hat Etsy Euer Leben mit handgemachten Dingen bereichert?


Morgen ist Etsy Day -- und vielleicht kommen ja bald auch noch weitere handmade Days dazu? Der Markt ist gross genug!

April 22, 2009

(Bald) Auf dem Lesestapel: Wallpaper Projects











Ganz frisch aus der Presse bei den wunderbaren Leuten von Chronicle Books, gerade noch auf dem Weg auf meinen Tisch, und es sieht schon jetzt nach Pflichtlektüre für alle Selbstmacher und Designliebhaber aus!





Derek Fagerstrom & Lauren Smith
Wallpaper Projects
50 Craft and Design Ideas for Your Home, from Accents to Art

Chronicle Books (April 2009)
isbn 0811867064

ca. 19€


In diesem Buch stellen die Autoren, die im Web auf Smarts&Crafts und flickr und in der echten Welt in San Francisco daheim sind, fünfzig Wege vor, wie man mit Tapeten Dinge in den eigenen vier Wände verschönern, umgestalten und erneuern kann. Einfache Projekte sind dabei genauso berücksichtig worden wie solche, an die sich vielleicht erstmal die Fortgeschrittenen wagen sollten. Eine Kostprobe gab es heute schon auf design*sponge.

Auch schön: die Innenseite des Buchumschlages ziert ein Design von Lena Corwin.
Über Lena Corwin habe ich bereits hier geschrieben, ihre Webseite ist hier, sie postet ausserdem Photos auf flickr und schreibt einen Blog.

Pressepush: how to do it really wrong.


Nachdem Maria Thomas und Liz Wald (Etsys neue CEO und die VP Int. Business Dev.) wohlbehalten wieder in Brooklyn eingetroffen sind, träufeln auch die ersten Medienreaktionen ein. Einen schönen Bericht über Etsys Europatour gibt es im Etsyblog zu lesen.

Wer aber für diesen superdämlichen Pressepush hier verantwortlich ist, bzw. dafür, dass auch die Journalisten eines Wochenendblättchens aus Hintertupfingen noch kapieren, was Etsy eigentlich ist, hätte ich allerdings gerne mal gewusst. Denn so langsam geht es doch ein wenig auf den Geist, von Etsy & Co. immer noch als "Flohmärkte für Handgemachtes" zu lesen!

Warum, fragen sich die Verantwortlichen? Nun: gehen Sie auf einen Flohmarkt, um neue, qualitativ hochwertige Produkte zu kaufen, die nicht nur handgemacht sind, sondern auch oft noch Unikate? Oder gehen Sie dazu vielleicht doch eher auf Kunsthandwerkermärkte, Fachmessen und Open Studio-Events?
Und glauben Sie, die Künstler und Kunstschaffenden sind glücklich zu erfahren, dass ihre Marktplätze Flohmärkten gleichgesetzt werden, besonders da viele Flohmärkte mittlerweile eher kurioses Sammelsurium von schwarzgebrannten Medienträgern, fahrenden Obst- und Bäckereiständen, Kellerausmistungen und wertlosem Ramsch sind?

Please fire this copywriter and hire someone who really understands the market (and the German language, for that matter).

Ein Herz für Blogs -- handgemacht, quasi.





Der Stylespion rief ja unlängst zur Aktion "Ein Herz für Blogs" auf, da er meint, der deutschsprachigen Blog-o-Sphäre ginge zur Zeit ein wenig die Luft aus.

Gestern war ein etwas ungünstiger Tag, bitte das zu entschuldigen akzeptieren. Aber heute reiche ich den Post gerne nach - ist ja sowieso immer netter, wenn die Diskussion weiter geht.

Ich habe einige meiner daily reads zu empfehlen, muss aber sagen, dass Deutschsprachiges in meinem Portfolio etwas sehr untergeht, obwohl es dem Web an deutschsprachigen Blogs nicht gerade mangelt. Hier also ein wilder und vergleichsweise kurzer Querschlag durch meinen Feedreader:


handmade / craftistas / diy

DaWanda (de)
~ DaWanda bedarf kaum der Vorstellung, oder? Die hauseigenen Blogs sind gute Ergänzung, um abseits der Pressemitteilungen etc. auf dem Laufenden zu sein und zu sehen, wie DaWanda wächst und gedeiht. Zuweilen humpelt die Technologie unter Relaunching und Umstellen, aber darüber muss man einfach hinwegsehen.

Fräulein Herz
~ Frl. Herz habe ich über DaWanda gefunden; zwar erst seit 2007 im Craftistaverse unterwegs, gibt es immer wieder mal nette Updates zu lesen und ihre selbstgemachten Produkte zu sehen.

Frau Liebe
~ Frau Liebe ist seit Jahren auf meiner Liste, eigentlich schon solange sie blogt; Frau Liebe ist kreativ, mag typisch deutschen Retro und probiert viel aus (und schreibt dann darüber). Man kann sie ausserdem auf Märkten wie Holy Shit Shopping und dergleichen finden - verkaufend, versteht sich.

Lovely Werkstatt-Tagebuch
~ eine relativ neue "Entdeckung", denn Criz ist einer derjenigen, die noch Kommentare auf Blogs hinterlassen - so also auch chez nous; schöne Beiträge und vor allen Dingen eine Einstellung zu DIY, die ich teile (wer hier auch die Kommentare liest, weiss, worum es geht).

Marke Eigenbau
~ Zu Marke Eigenbau habe ich hier ja bereits berichtet und das gleichnamige Buch vorgestellt; das Blog zum Buch/Projekt bringt regelmässig Marke-Eigenbau-Funde und Updates.

Shopwindoz
~ ShopwindozBlog ist das Sprachrohr des gleichnamigen Marktplatzes für Indie Designer und Craftistas und alle, die Handgemachtes verkaufen wollen. Abseits des crafty mainstream zeigt Hausblogger HCL hier Designfunde, die die Welt nicht verpassen darf. Und dafür danke ich ihm.


business / marketing / tech

Blogwerk
~ Unter dem Blogwerk-Schirm sind netzwertig, medienlese, aber auch neuerdings Pflichtlektüre; die Neuzugänge sind allerdings auch nicht zu verachten.

Exciting Commerce
~ Obwohl mittlerweile in fast schon zu viele Sonderthemenblogs aufgespalten, bleibt ExcitingCommerce die zentrale Anlaufstelle für Fakten und News rund um das Thema "eCommerce".

hackr
~ Bloglektüre in kleinen, aber hochfeinen Häppchen serviert. Auch sprachlich ein Genuss der besonderen Art.

Netzökonom
~ Holger Schmidt ist der 'Netzökonom' und schreibt für die FAZ regelmässig über Wirtschaft im Internet und zwonullige Themen.




design / trends
milchmädchen design
~ milchmädchen-design ist so ein bisschen wie das deutsche Pendant zu meinen englischsprachigen Designscoutbloggern (Design Milk, Poppytalk, Modish, Bloesm - ups, jetzt erwähne ich doch englische Blogs...); immer eine nette Mischung News aus dem eigenen Shop, schöne Designfunde und ein bisschen persönliche Bloggerei macht das milchmädchen so lesenswert.

Miss Shoppingverse
~ ganz was anderes, ich weiss; Miss Shoppingverse hat nicht nur ein sicheres Gespür für Trends, sondern gibt auch gerne Hilfestellung, wenn frau mal wieder vergeblich nach "diesen tollen Schuhen" sucht, die sie "letzte Woche im Cafe gesehen" hat. Blogs dieser Qualität, und zumal noch 1-Frau-Projekt, sind rar.

PAGE Blog
~ da ich die PAGE lese, ist natürlich auch das (der) Blog in meinem Feedreader. Mehr brauche ich nicht zu sagen, oder?




Soweit zu meinen Empfehlungen - sicherlich mit einigen Links, die Ihr dauernd irgendwo erwähnt seht und daher schon kennt. Wer wirklich auf Entdeckerreise gehen will, dem empfehle ich nach wie vor random blog hopping, denn eigentlich ist das deutschsprachige Blogweb arg gross.
Dass es in Bezug auf das Miteinander-Kommunizieren hier nicht so zu laufen scheint wie in den USA, mag vielleicht auch daran liegen, dass das Medium "Blog" (und "Internet") hier oft anders gehandhabt wird - sei es in Bezug auf Selbstvermarktung oder in Bezug auf das Nutzen von Blogs zum Netzwerken (beruflich oder privat) - was vielleicht auch eine Frage der Mentalität ist. Was meint Ihr?


Schlussendlich herzlichst merci fürs Weiterempfehlen von handmade2.0: ExcitingCommerce, Lovely Werkstatt-Tagebuch, und all' die, die ich bislang noch nicht gesehen habe.

April 21, 2009

Each of us has a name




Kurzer Eindruck von dem, was jedes Jahr in Israel für zwei lange Minuten am Morgen von Yom HaShoah passiert.



Heute ist Yom HaShoah.




EACH OF US HAS A NAME
Each of us has a name
given by God
and given by our parents

Each of us has a name
given by our stature and our smile
and given by what we wear

Each of us has a name
given by the mountains
and given by our walls

Each of us has a name
given by the stars
and given by our neighbors

Each of us has a name
given by our sins
and given by our longing

Each of us has a name
given by our enemies
and given by our love

Each of us has a name
given by our celebrations
and given by our work

Each of us has a name
given by the seasons
and given by our blindness

Each of us has a name
given by the sea
and given by
our death.

Zelda




April 19, 2009

Spoonflower testet neuen Stoff


Neues von Spoonflower! Nachdem man dort einige Zeit sehr gute Erfahrungen mit hochwertigem, leichten Baumwollstoff gemacht hat, können registrierte User sich nun melden, um eine neue Stoffqualität zu testen:

"Finally! Those of you who signed up for our upholstery test list before this week should already see the new fabric choice available in your Spoonflower accounts. If you are NOT on the list, the upholstery-weight is not yet visible to you. Although it is still in "test" mode, if you add your email to our list we'll make the new fabric visible in your account sometime over the next few days. It's a 10oz cotton sateen with a printable width of 55 inches for $35 p/yd. Perfect for bags as well as home-dec projects."
Auf Deutsch und in metrischer Masseinheit: getestet werden kann, nachdem man sich in die Meldeliste eingetragen hat, ein hochwertiger Bezugsstoff (Baumwollsatin mit ca. 320g/m²), der sich gut für Taschen und diverse Produkte im Heimtextilbereich eignet.


P.S.: Wer sehen möchte, was so alles gedruckt wird, schaut beim Spoonflower-flickr-Pool vorbei.

April 18, 2009

handmade Nostalgie: Omas Sattelschutz ist wieder da.





Nun sag' nochmal einer, Nostalgie habe ihre Grenzen. Hat sie nicht.

Nachdem ja 2007 auf DaWanda das Klorollenversteckerdings gefeiert wurde, häkeln sich dänische Craftistas die Finger wund, weil Omas Fahrradsitzschoner grosses Comeback feiert (wer's nacharbeiten will: diese crafty Bloggerin hat sich um eine Übersetzung ins Englische bemüht). Warscheinlich wird es dieser Trend nicht bis in die Brigitte oder Freundin oder Burda schaffen, aber gerade das macht einen wahren Indietrend aus. Ätsch.

Und wer weiss... vielleicht veröffentlicht demnächst ja noch jemand eine Anleitung für Speichenschützer? Handmade, natürlich.

April 15, 2009

Moleskine-Anbau (etwas) leichter gemacht


Abgesehen davon, dass in meiner Tasche stets mehr als nur ein Notizbuch -Moleskine und andere Marken- herumgeistert, und in unterschiedlichen Formaten, bin ich mittlerweile Meister im Notizbuch-Anbau-Techniken-Ausdenken. Denn schrecklich, wenn ein Buch vollgeschrieben, das doch so voller guter Ideen und wichtiger Informationen, die immer dabei sein müssen. Das kann man doch nicht einfach austüten und ins Moleskinearchiv daheim stellen!

Und so baue ich regelmässig an, mal mehr, mal weniger abenteuerlich. Letzte grosse Herausforderung ausserdem: da es kein Moleskine Citybook für keinen einzigen Ort in Israel gibt, und auch nichts dergleichen auf dem israelischen Markt zu haben wäre, habe ich unter anderem Google-Karten zusammengestellt, skaliert, ausgedruckt und in ein neues Moleskine geklebt. Quasi die besten Features aus meinem London-Moleskine habe ich so in mein Israel-Moleskine übertragen. Handmade, versteht sich.

Aber Moleskine macht es allen, die ähnliches berichten können, nun ein gutes Stück bequemer:
dank dem dreikomponentigen Customization-Modul MSK kann man Seiten personalisieren, ausdrucken und ins eigene Moleskine einfügen - lose oder geklebt, getackert oder wie auch immer. Die Grundidee erinnert ausserdem ein wenig an den PocketMod, den es ja mittlerweile auch als Desktopapplikation gibt.

"MSK is a printable version for Moleskine of digital content like contacts, events or original associations of images and text. You can use the Wizard to create your own page, or use the Events page to upload the events you'll be attending, or the Contacts page to upload your contacts. You also can share with others your content creating MSK formats."



(zur Vollansicht anklicken)

Die Handhabe des Wizards (1) ist ein wenig nervig; einmal, weil es keine Vorschau auf die fertige Seite gibt, und man somit erst in der generierten PDF sieht, ob man über die Seite hinausgeschrieben hat oder nicht. Ausserdem, wie auf der rechten Hälfte meiner Collage zu sehen, kann man immer nur eine Seite auf einmal generieren - dafür aber wird natürlich jedesmal ein ganzes DIN-A4 Blatt (2) veranschlagt. Wer PDFs nicht bearbeiten kann, weil es entweder an Können oder Software (oder beidem) fehlt, oder wer nicht schlau drucken kann (d.h. eine Seite so wenden, dass viermal drauf gedruckt wird), wird daher zum Umweltsünder.

Andere Kritik an Moleskines MSK hatte übrigens BoingBoings Joel Johnson Ende März geübt - er versteht nicht, wie die generierten Seiten ins Moleskine eingefügt werden sollen. Nun ja --- er gehört offenbar nicht zu den Moleskine-Anbauern. ;)

Das Events-Modul ermöglicht das Importieren von .msk und .jcs-Dateien im iCalendar-Format, und ein persönliches Adressbuch kann man über das Contacts-Modul erstellen. So könnte ich, um beim Beispiel Citybook Tel Aviv zu bleiben, alle während einer Reise anstehenden und mir wichtigen Events sowie Adressen von Leuten und Geschäften zusammenstellen und drucken (ich möchte jetzt nichts von Google phones, smart phones, iPhones und iPod Touches hören!).

Wer darüber hinaus noch besonders kreativ sein möchte, kann eigenen Content MSK-gerecht formatieren, so dass diese Daten von anderen ausgedruckt und in ihre Moleskines eingefügt werden können. Wie man formatiert, erklärt Moleskine im Hilfe-FAQ.


Im Ansatz ist Moleskines MSK-Idee wirklich nett, wenn sicherlich auch für "Papierlose" und in Zeiten von QR nicht ganz nachvollziehbar, und es wird die Moleskinefans sicherlich anregen, kreativ zu sein. Trotzdem ist die Idee ausbaubar, sei es, indem gleichzeitg mehr als eine Seite gestaltbar sein muss, und dass erstellte Seiten ökonomisch sinnvoll auf einem Druckblatt arrangiert werden - also dass Moleskine auch wirklich 100% gutes Prepress macht.


(link via the lovely Jaime of DesignMilk)

Rotes Paket sucht leuchtende Lampe


Verspätet, doch nicht zu spät (und überhaupt ist Urlaub dazu da, Frische zu tanken und den Kopf frei zu bekommen ;) ):

Das Rote Paket, seines Zeichens Shop für Designgüter der ausgefeilteren und teilweise unkonventionelleren Art, das auch gerne mit kleineren Design- und handmade-Schmieden partnert, hat noch bis zum 30. April einen Ready-Made-Designwettbewerb laufen.

Dabei steht die Aufgabe im Kern fest: Teilnehmer sind herausgefordert, eine Lampe im besten Ready-Made-Stil zu bauen - eine Lampe also, die aus vorgefertigten Komponenten besteht und lediglich noch zusammengeschraubt werden muss. Will heissen, eigentlich geht es um die Ertüftelung eines Bausatzes. Aber hier der genaue Wortlaut der Aufgabe:

"Die Aufgabe:
Entwurf und Umsetzung einer Ready-Made-Leuchte, die mit Glühbirne oder noch besser mit Energiesparlampen betrieben werden kann.

Die Herausforderung:
Die Lampe muss aus bestehenden, vorgefertigten Einzelteilen bestehen. Die Teile dürfen natürlich bearbeitet, zusammen gesetzt werden. Eine weitere Bedingung: Die Lampe (ohne Fassung, Kabel und Schalter) darf insgesamt nicht mehr als ca. 40 Euro kosten. Es sollte also für andere möglich sein, Deine Lampe nachzubauen.

Und das Wichtigste: Die Lampe muss unseren und Euren Designansprüchen genügen."



Die gesamten Bedingungen nebst Abbildung des Hauptpreises -Designerteppich in lecker Bierschinkenoptik- sind beim Roten Paket aufgeführt, genaue Anleitung für das Einsenden nebst üblichem rechtlichen Kleingedruckten ist hier. Erste Beiträge sind bereits in der Galerie zu beschauen.


Viel Spass und Erfolg!


Nachtrag: Die Lampenlösung vom Roten Paket selber kann man auch im DIY-Ideen-Teil auf 101WoonIdeen finden, wie ich gerade zufällig sehe. Und noch andere nette Lampenideen. Und hier. Und hier.

Noch'n Nachtrag: domestic construction aus New York machen lustige Lampen mit Tassen.

April 14, 2009

Small is the new big. (But what's really new?)


Lesenswerter Artikel auf HarvardBusiness-Blog: Why Small Companies Will Win In This Economy von Peter Bregman (Bregman Partners, Inc.).

Zwei Kernthesen:

"We simply don't trust companies anymore. We trust people. And in big companies, it's hard to even find a person to trust as we scream "operator" into our telephones only to get transferred to another menu whose options have changed.

That gives small companies a huge advantage."


"Big investment banks are burning — but lots of small boutique firms, each with ten to twelve people, are opening up. And they're doing well. They've gone back to the fundamentals. Finding a niche in which they have value to add and deals in which they are experts. And then sitting across from other people in the deal, building the relationship, making reasonable commitments, and following through."


daraus folgt für Bregman:

"Small is the new big. Sustainable is the new growth. Trust is the new competitive advantage."

Nicht, dass dies eine umwerfend-neue Einsicht wäre, so völlig unvorhergesehen und überraschend. Vielmehr ist es aber erfreulich, diese Statements mal nicht von denen zu hören, die die neue Welle von small businesses schon länger begleiten und sozusagen gospeln was das Zeug hält.

April 13, 2009

Etsy Mini Trend: Sandaleria mia


Who would have guessed? After a long and unusually cold winter it looks like summer is on its way to us here in the northern hemisphere; with temperatures above 20°C, people flock to buy ice cream cones, lounge at patio cafes and sit out in the green for the first grill of the season!

I have great news especially for you sandals and flipflops persons - if you're looking for a new pair of sandals to wear this summer (a must this summer, by the way!), then why not have a look at these handmade ones from Etsy sellers?

Here are my favourite picks:


click for full view and details
click below for direct links to the items


Ananias Sandals (Greece)| Heidi Louise Bootmaker (Australia) | Sandali (Israel)
sivylla (Greece) | Rilleau Leather (USA) | Etrelles (USA)


No wonder that half of these great shops come from countries where people have a long -and I mean long- tradition of wearing sandals.



P.B. Try searching Etsy for sandals and flipflops to find more shops you might like!

April 8, 2009

Craftistas treffen sich im Faust in Hannover


Das Faust e.V. in Hannover-Linden veranstaltet ab sofort einen Offenen Kreativkreis für "Hobbykünstler" und solche, die es werden wollen.

Wer also Lust hat, sich mit anderen Craftistas, Bastlern, Hobbyisten und Indies auszutauschen und zusammen ein paar Stunden zu werkeln und zu schaffen, komme an jedem dritten Dienstag im Monat ab 16h in die Warenannahme ins Faust. Die Veranstaltung geht jeweils bis 20h und der Eintritt ist frei.

Nächster Termin: Dienstag, 21. April 2009


Die Kleinen können sich in einer extra für sie eingerichteten Malecke kreativ betätigen.


Wäre doch sicherlich auch für die hannoveraner DaWanda-Craftistas eine tolle Gelegenheit zum Treffen, Austauschen und Netzwerken....

Etsy Mini Trend: to go, not to stay


It's time for a new Etsy mini trend feature! This time, it's all about cup cozies.

Let me tell a little anecdote first.
When the first coffee-to-go concepts came to Germany some years ago, and when the idea of coffee bars spread, I had this little game: I would order my coffee using the exact description from the menu board and specify in addition that it's "to go".

Now, native English speakers probably think that it's the old drive-through joke applied to coffee shops. But no. The point is another: the shops here usually have English names for their coffee-to-go brews, 'cause yes, it's hipper that way. American lifestyle and all. The staff at nearly 90% of all places I have been to in these recent years would usually know the coffee menu by heart and be able to handle the English names and terms. But my adding "to go" (which is something I picked up in the US) would regularly confuse the heck out of them. "To go" simply wasn't a term they'd know, believe it or not (same with "to stay", by the way).

In any way, with coffee to-go being so well established here in Germany as Weissbeer in the US, I had a look around Etsy for some really useful coffee cup cozies. Because, you know it, the cups are usually way too hot to carry around, and not all shops here offer these handy paper wrappers that you can slide onto the cup to save your fingers from the heat.

The following picks are my favourites, which I have pulled together using Etsy's poster sketch tool (and some filter magic not provided by Etsy) - some of them are cute, one is incredibly funny, others are a great design idea and very handy. I am featuring favourite picks who ship international, and I had to leave out some sellers who ship just within the US. I'm sorry, but there is no point in featuring great products that can't be shipped to majorly European destinations.


click for full view, item titles and prices
click below for direct links to the shops



Use Etsy's search tool to find yet more shops selling cup cozies, coffee cup cozies and cup sleeves!

April 7, 2009

Spoonflower, Teil 3


Irgendwie hatte ich es ja versprochen, als ich im Januar Spoonflower vorgestellt hatte (alle Posts zu Spoonflower nun auch unter diesem Tag) - ich habe Spoonflower im März ausprobiert, und das Endprodukt liegt mittlerweile auf meinem Tisch: mein selbstdesigntes Stöffchen. Hui.




Der Gestaltungsvorgang des zu druckenden Musters liegt ja allein beim Nutzer: Erstellen des Motivs und der Rapportfähigkeit des Musters, Anlegen der Farben im vorgegebenen Farbraum. Spoonflower hat allerdings netterweise die von ihnen genutzten LAB-Farbraumlibraries für Illustrator und Photoshop zum Downloaden bereitgestellt, so dass man sich langwieriges Konvertieren und Testen sparen kann.

Das Hochladen der druckfertigen Datei ins Nutzeraccount bei Spoonflower bereitet jedesmal -entgegen dem besseren Wissen- eine Schrecksekunde, denn die Farben sehen am Bildschirm komplett verrissen aus, weil der Browser sie nicht anders interpretieren kann. Hier könnte Spoonflower vielleicht noch einen Filter einbauen, besonders, da dieselben Grafiken genutzt werden, wenn man ein Design public macht.
Ein Design public machen heisst übrigens nicht nur, es herzuzeigen, sondern bedeutet auch, dass andere davon direkt bei Spoonflower bestellen können. Wer bei Spoonflower Stoff drucken lässt, aber den Weiterverkauf seines eigenen Designs selber handhaben möchte (z.B. wegen Copyrights oder ähnlichen Dingen), macht seine Designs dort also nicht public, sondern nimmt Marketing und Verkauf nach Erhalten der Ware selber in die Hand.

Die Stoffqualität ist gut; wie im Januar erwähnt, verwenden Spoonflower zur Zeit einen sehr vielseitig einsetzbaren Baumwollstoff, der auch bei Patchworkern und Quiltern gerne verwendet wird. Die Farben sind fast 100% getroffen, wobei ich einräumen muss, dass mein Bildschirm zur Zeit nicht ganz optimal ist. Aber auch so sind die Abweichungen so minimal, dass sie akzeptabel sind.

In Bezug aufs Turaround lagen Spoonflower sogar ein paar Tage unter ihren Angaben: insgesamt hat der Auftrag gerade einmal knapp zweieinhalb Wochen inklusive Verschicken gebraucht. Der Stoff kommt im reissfesten Umschlag, eingewickelt in schützendes Seidenpapier (yay, kein Plastik!).


Zwei Verbesserungsvorschläge habe ich allerdings:

1. Oben genannter Filter für eine "farbechtere" Webvorschau. Da es bei der Webansicht ja nicht ums Proofing geht, sondern um die Rapportvorschau und die Gallerieansicht, sollte zusätzlich zur Druckvorlage noch eine webtaugliche Version generiert werden.

2. Genauso wie beim kommerziellen Stoffdrucken sollte es eine Option für einen Copyrightschriftzug am Druckrand geben, der meterweise mitläuft. Dort können User z.B. festlegen, ob der Stoff von anderen nur für privaten oder auch für kommerziellen Gebrauch verwendet werden darf.


Hilfreiche Links, wenns nicht so klappen will:

How to make a repeat pattern (auf Design*Sponge)
How do I prepare a design for printing? (Spoonflower blog)

April 6, 2009

CraftCults neues Feature - yay, Etsy-API.


CraftCult, das ungemein nützliche Projekt zweier Etsy-User, über das ich bereits hier und hier geschrieben hatte, haben im März dank Etsys nun frei zugänglicher API ein neues und, excuse my French, saugutes Feature live geschaltet: The Vault.

Das, was Etsy vielleicht mit dem SuperEtsyMini vorhatte, aber inzwischen wieder einmal abgeblasen hat, kann man nun über CraftCult erledigen: die Lieblings-Treasury auf Etsys Homepage, die mittlerweile immerhin stündlich wechselt, per Widget ins eigene Blog etc. einbetten. Denn es gibt nicht einmal ein offizielles Frontpage-Archiv, wo man die oft sehr schönen Empfehlungen betrachten kann - bislang hatten sich wackere Etsynutzer mit einem flickr-Pool und viel Fleissarbeit beholfen.

Die Handhabe ist denkbar einfach:


(für Vollversion anklicken)

The Vault besuchen und das Archiv durchstöbern; es kann sogar nach Datum und nach Nutzernamen (featured Designer oder Kurator) gesucht werden. Liste durch Anklicken aufrufen:


(für Vollversion anklicken)

Und wenn's die dann sein soll, klickt man weiter über "share this list" und kommt zu einer einfach zu bedienenden Konfigurationsseite:

(für Vollversion anklicken)

Man entscheidet sich zwischen Slideshow und Grid, stellt nach Bedarf noch drei weitere Eigenschaften ein und braucht dann nur noch den bereitgestellten Codeschnipsel in seine Webseite zu kopieren und live zu schalten.

Et voilà, mesdames, messieurs:



Phänomenal. Einfach. Kauflustweckend.


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