June 29, 2009

Etsy Mini Trend: Swallow (and Sparrow) Bracelets


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Did you know that swallows are a serious (costume) jewelry trend? Now you do. It started with kitschy plastic swallow danglies and was soon adapted by the "vintage brass" jewelers. Tiny brass swallow charms and stampings were made into earrings, attached to necklaces, and then followed larger, more decorative swallow charms and brass stampings. And now they're all over Etsy and handmade world.

One particularly striking repetition is the "swallow bracelet", which you'll find a lot on Etsy lately - currently, it looks like the trend seems to be moving away from brass swallows to brass sparrows!

Above is a poster featuring my favourite swallow and sparrow bracelet picks, which you'll find up for sale at the following shops:




Use Etsy's search tool to find more swallow bracelets, swallow jewelry and sparrow jewelry pieces!




June 27, 2009

Sowas wie handmade Trauerarbeit.


Was ist kreativer als die findigen "Geschäfts"leute, die mit Übernachtproduktionen wie einfallslos gestalteten (Copyrights, anyone?) T-Shirts, Postern und sonstigem Hysteriekitsch sicherlich bald ihre Nase in Platin fassen lassen können? Genau. Handmade ist kreativer. Etsy macht's vor. Und DaWanda. Und ArtFire. Und.... Und natürlich auch.... usw.usf.

[fadeout]

Ja doch. Es geht natürlich um Michael Jackson.


P.S. Oh, hello Bubbles!






handmade Termin: Sideseeing in Berlin-Neukölln (Juli '09)





Es wird wieder ein langes Indie-Design-Wochenende in Berlin!
Am Samstag, wie bereits gepostet, geht es im Prinzessinnengarten rund, und am Sonntag geht es gleich nochmal so schön am Maybachufer weiter, und zwar beim 2. Sideseeing Designmarkt!



Was? - Sideseeing Designmarkt
Wann? - Sonntag, 5. Juli, 13 - 20 Uhr
Wo? - Maybachufer/Schinkestrasse, bis Richtung Kottbusser Damm



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Bilder vom ersten Sideseeing-Designmarkt am 7. Juni sind übrigens bereits zu bewundern, und zwar in der  Sideseeing-Bildergallerie und zum Beispiel auch auf flickr.


Auch mitmachen?
Eine PDF mit den Teilnahmebedingungen für Verkäufer, mit Standgrössen, Preisen usw. ist auf Sideseeings Homepage hinterlegt.

Die Trendmafia klopft. (4. Juli '09)














Leute, es ist Sommer, ab ins Grüne!


Der Julitermin für den Trendmafia-Designmarkt lockt Euch ins Freie, genauer gesagt in den Prinzessinnengarten in Kreuzberg -- macht keinen Fehler und folgt dem Ruf!

Zwischen Oranien- und Prinzenstrasse, direkt am U-Bahnhof Moritzplatz,  wird ein Stück Brachland ab Juli  den Sommer über gleich an zwei Samstagen im Monat zum Schauplatz für gemütliches Shoppen, Schauen und Chillen - natürlich in gewohnter Trendmafiaqualität.
Die Liste der Aussteller, Craftistas und Indie Designer ist lang -- also Picknickkorb packen, Geld nicht vergessen und ab ins Grüne zum Shoppen bei der Trendmafia!



Wann: Samstag, 4. Juli 2009. 13h - 20h
Wo: Prinzessinnengarten Ecke Prinzenstr./Oranienstr., Berlin.
Eintritt: Erwachsene 2€, Kinder bis 9 Jahre frei. (FREIER EINTRITT zwischen 13.00h und 13.30h!)





° Eine Liste der Aussteller gibt es unter dem jeweiligen Termin bei der Trendmafia.
° Wer selber verkaufenderweise einmal teilnehmen möchte, setze sich mit der Trendmafia in Verbindung.
° Wer wieder einmal keine Zeit hat, in Berlin vorbeizuschauen, schaue ersatzhalber in die schöne Fotogalerie bei der Trendmafia.

June 26, 2009

handmade.Interview: einzigARTig kreativ


Mittlerweile tut sich auch in Europa spürbar etwas in der handmade- und microbusiness-Szene. Mehr noch:  es gibt mittlerweile auch hier in Deutschland genug Kreative der "neuen Generation", die ihren ursprünglich gewählten Beruf hinter sich gelassen haben, um ihr Geld künftig mit dem zu verdienen, was sie gerne machen (und mit dem sie sich glücklicher fühlen). Und nicht, dass der Eindruck entsteht, dies sei eine ganz neue Mode und Etsy habe es mit der "Quit your dayjob-Reihe" vorgemacht - vielleicht können wir uns einfach darauf einigen, dass der Trend zum kreativen Neuanfang im Zuge der handmade-Welle ein bisschen mehr Zulauf und Publicity bekommen hat. Denn hauptberufliche Designer, Künstler und eben auch Kunsthandwerker und Kreative gibt es schon lange.

Eine der neuen Kreativen ist Sonja Schütze von einzigARTig kreativ aus Hannover, die mich neulich schon freundlicherweise auf einen neuen handmade.Termin aufmerksam gemacht hatte -- und ich habe ihr aus diesem Anlass rund um das Thema handmade und Microlabel gleich noch ein wenig Löcher in den Bauch gefragt...



h2.0: Die Frau hinter einzigARTig -- wer bist Du, was machst Du, und was  war der Anlass, einzigARTig zu gründen?

Sonja: einzigARTig bin ich, Sonja Schütze, kreative Bastlerin, autodidaktische Designerin und farbverrückte Stoffsüchtige. Bei mir gibt es Accessoires wie KrimsKrams-Täschchen, Brillen-und Schlüsselfreunde, Handyfreundinnen oder Wegbegleiterinnen. Alles farblich abgestimmte, einzigARTige Unikate.

Mein Micro-Label habe ich gegründet, weil ich endlich einen Ansporn finden musste, mit Elan meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Für andere etwas zu verkaufen / vermarkten (ich komme aus dem Einzelhandel) und durch Vorgaben von "oben" in meiner Kreativität eingeschränkt zu werden, befriedigte mich nicht wirklich.
Wenn ich nicht irgendetwas gestalten/basteln/designen kann, werde ich richtig kribbelig. Bei einem Vollzeitjob hatte ich nach Feierabend also viel kreative Energie aufgestaut. Selbst wenn ich totmüde von der Abend kam, musste ich sofort zu Hause meine Ideen umsetzen.
Es entstanden immer mehr "schicke" Dinge, die ich wie seit Jahren auf Kunsthandwerkermärkten und Weihnachtsbasaren verkaufte. Im November 2008 entdeckte ich dann auch noch DaWanda. Der Shop lief immer besser. Ich überarbeitete meine Produkte und beschloss, meinen aktuellen Job hinter mir zu lassen und einen Existenzgründungzuschuss zu beantragen. einzigARTig entstand.



h2.0: Was passiert bei einzigARTig? Wie findest Du Designideen, was beeinflusst Dich dabei? Ist Deine Arbeit von bestimmten Stilen inspiriert?

Sonja: Bei einzigARTig passiert ständig etwas Neues: Ich entwickle bestehende Produkte weiter, andere Größen und Formen kommen hinzu, oder ich designe etwas komplett Neues. Wichtig ist mir bei allen Produkten, dass der Nutzen ersichtlich und vorhanden ist. Ein Produkt, das einfach nur als Staubfänger dient, käme mir nicht ins Sortiment.
Designideen finde ich bei allem, womit ich mich im Laufe des Tages beschäftige: entsprechende Internetseiten, Kunsthandwerkermärkte, Stoffmärkte, meine Meerschweinchen, Kataloge und Wohnzeitschriften. Dabei gilt natürlich, dass ich mich nur inspirieren lasse und nichts abkupfere.

Besonders gut gefällt mir meine Lösung der Standaufmachung auf Märkten. Die Displays sind allesamt eher im Landhausstil oder Shabby-Chic, auf jeden Fall abgenutzt oder Vintage. Das steht in einem schönen Kontrast zu den bunten, modernen Produkten.

h2.0: Wenn Du in das Atelier einer Künstlerperson schnuppern könntest, welches würde das sein?

Sonja: Naja, Künstlerperson...ich würde gern mal bei Oilily und KitschKitchen in die heiligen Hallen schauen. Da muss es bestimmt richtig schön bunt und schrill aussehen.


h2.0: "handmade" tobt nun auch in den meisten Teilen Europas - wie wichtig ist dieser Trend Deiner Meinung nach für Kreative, aber auch für die Gesellschaft?

Sonja: Für viele Geschäfte, seien es Bastelläden oder Baumärkte, ist der Trend sicher finanziell ziemlich wichtig. Toll finde ich, dass das Wort "Basteln" durch andere Begriffe abgelöst wird und somit diesen Altes-Mütterchen-Charakter verliert. "Handgemacht" wird mehr und mehr wieder als Qualitätsmerkmal begriffen und wertet das Produkt nicht mehr ab. Das ist natürlich ein extrem wichtiger Trend in der Kreativen-Szene, weil es Hoffnung gibt, dass immer mehr Leute von dem leben können, was sie am liebsten tun.

h2.0: Wo findet man Dich und Deine Arbeiten im wirklichen Leben, und wo findet man Dich im Netz?

Sonja: Im wirklichen Leben findet man mich auf verschiedensten Kunsthandwerkermärkten in der Region. Ich versuche mindestens einen Markt im Monat mit meinem Stand zu bereichern. Seit kurzem findet man mich und meine Sachen auch auf dem Wochenmarkt am Samstag in Barsinghausen. Mein größtes Event in diesem Jahr wird ein Stand auf dem Steinhuder Meer in Flammen sein. Das wird bestimmt total spannend!
Im Netz findet man mich unter einzigartig-kreativ.de


h2.0: Dein Nr.1-Business-Tip für Craftistas, die ihr eigenes kleines Label aufbauen wollen?

Sonja: DEN ultimativen Tipp gibt es sicher nicht. Was ich mittlerweile rausgefunden ist: 1. Wer billig kauft, kauft 2x (das gilt vorallem für alles was zur Geschäftsausstattung gehört. Zum Beispiel: Pavillions und Werkzeuge, die man täglich benutzt)  2. Ein Markt, der wenig Standgebühr kostet, bringt selten viel Umsatz.  3. Keiner hat gesagt, dass es einfach werden würde, Kreativität in Geld zu verwandeln! Sei geduldig und vertraue in deine Produkte. Wenn sich auch nach mehreren Anläufen nichts tut, solltest du deine Produkte oder dein ganzes Sortiment plus der Aufmachung des Selben überdenken.


Vielen Dank, Sonja, dass Du Dir Zeit genommen hast! Viel Erfolg für Dein Label - und viel Freude und gute Verkäufe, ganz besonders für den Sommer-Termin in Steinhude!

June 25, 2009

handmade Termin: Designermarkt badstrasse8



Am kommenden Sonntag ist es wieder soweit!

Designer, Kreative und Craftistas treffen sich nun schon zum zweiten Mal in der Fürther Badstrasse 8 und bieten ihre handgemachten Produkte zum Kauf an.

Für jeden dürfte etwas dabei sein, und nach, zwischen und sicherlich auch vor dem Shoppen und Schauen können sich die Besucher im hauseigenen Biergarten bei leckeren Spetzereien stärken (man munkelt, es gäbe süffiges fränkisches Landbier - wenn das kein Argument für die Herren der Schöpfung ist, ihre Damen an die frische Luft zu begleiten!).

[Korrektur, 26.6.: Ja, geh. Es gibt süffigE LandbierE. Also, meine Herrn, seins net so, kommens halt mit in die badstrasse8!]

Zum Designermarkt in der badstrasse8 gibt es mittlerweile auch einen kleinen Blog mit gemischten Posts, wo demnächst mehr über die AustellerInnen zu lesen sein wird.





Was?
- Designermarkt Badstrasse8
Wann? - 28. Juni 2009, von 13 - 19 Uhr
Wo? - Badstrasse 8, 90762 Fürth
[Eintritt 2€]



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Auf dem Lesestapel: The Book of Masking Tape


Buchtip

Genauer gesagt, es ist auf dem Weg hierher und dürfte jeden Tag eintreffen.

Passend zum Klebeband-Hype in Japan (der natürlich auch schon längst in USA und so langsam auch in Europa aufgeschlagen ist) hat der dortige Buchmarkt schon fleissig Bücher dazu parat. Das interessanteste scheint den Reviews und Bildern nach dieses zu sein, das bereits seit einem Jahr auf dem Markt ist:







マスキングテープの本
(The book of masking tape)

Shufu No Moto (2008)
isbn 4072620882



...und dann eben noch entsprechend Klebeband und Papier - aber Washiklebeband, nicht Plastik. Das kommt auf kleine handgemachte Notizbücher.







...wobei mir einfällt, dass auch noch Besprechungen der letzten drei Bücher fehlen! Das muss natürlich nachgeholt werden (inklusive Photos, versteht sich). Stay tuned.

handmade.Telegramm (25.6. '09)


rissig - man soll sich nicht wundern, demnächst mit Lego und ähnlich ausgefallenen Baustoffen säuberlich ausgebesserte Risse und Macken an Gebäuden vorzufinden. Oder kurios Ausgebessertes. Oder gleich ganze Schauräume mit reparierten Objekten. Spätestens dann aber darf man eine Kennermiene aufsetzen und sagen "Ahhhhja - "Repair Manifesto"! Platform21!" [link via Riesenmaschine]

hirnrissig - auf "cross cultural marketing" spezialisiert man sich heute, damit so dämliche Dinge wie "Mist Stick" oder "Zyklon Sneakers" nicht passieren (im Februar letzten Jahres hatten wir dazu schon auf Brandeins verwiesen).

ganz gerissen - ein weiterer Grund, Facebook Facebook sein zu lassen, beschrieben beim Consumerist.

June 23, 2009

handmade.Telegramm (23.6. '09)


fremde Zimmer - wer der anglo-amerikanischen Zimmerschau auf den einschlägigen Designblogs überdrüssig ist, sollte Tchotchkes ("Krimskrams") in seinen Feedreader aufnehmen; die Kolleginnen berichten nicht nur direkt aus Israel, sondern sie führen ihre Leser auch noch durch die schönsten Wohnungen im Land und zeigen nette Geschäfte von innen (viele davon auch meine Favoriten).

fremde Wörter - immer wieder eine Augenweide: der Blog von Fifi Mandirac, der Fifi Mandirac. Auch gut, um das Schulfranzösisch zu pflegen, aber eigentlich empfehlenswert, weil sie nun schon seit zwei Jahren schöne Dinge zeigt. Ach ja: Fifi kann seit kurzer Zeit auch englisch.

fremde Töpfe - wer sagt, dass Selberkochen nichts mit handmade zu tun hat? Gleich mal schämen. Und dann die Rezepte bei Foodfreak probieren.

handmade.Interview: Hannah Zakari



Hannah Zakari war das erste Indie Distro im Web, auf das ich Anfang der 2000er aufmerksam geworden bin: die Tatsache, dass Indie auch ausserhalb der USA ankommt, und zwar so sehr, dass Leute einen eigenen Webshop aufmachen, hatte mich beeindruckt. Bislang hatte es nur vereinzelt Projekte im nichtamerikanischen Web gegeben; viel klassisches Kunsthandwerk war dabei, sehr viel web1.0-artige Seiten, kein richtiger eCommerce und insgesamt war das alles noch nicht wirklich Indie. Zu der Zeit tauschten sich die Leute noch in Foren aus, hatten vielleicht sogar schon einen Blog und eine Fotogalerie im Netz, aber mehr in der Regel auch erstmal nicht.

In der ersten Zeit gab es auf Hannah Zakari vor allen Dingen die Designs von Rachael Lamb, der Gründerin der Seite. Das war 2004. Bald danach aber war die Nachfrage nach individuellem Design und selbstgefertigten Produkten fernab des Mainstreams so gross, dass Rachael das Sortiment ausbaute und andere Designer mit ins Portfolio aufnahm.

Inzwischen sind fast fünf Jahre vergangen, und Hannah Zakari ist ein erfolgreiches kleines Microlabel in UK (genauer gesagt im schottischen Glasgow), das nach wie vor ein angesagter "Versorgunspunkt" für den letzten Schrei in der Indie Design-Welt ist. Mittlerweile gibt es auch einen kleinen Blog, und getwittert wird auch.

Grund genug, mit Rachael von Hannah Zakari über ihr Microbusiness, handmade und Harry Potter zu reden!

(Im Anschluss an das englische Interview gibt es noch die deutsche Übersetzung!)


h2.0: Hannah Zakari - what is it all about, and how did it start?

Rachael: Well, when I first started out I had no idea that Hannah Zakari would turn out to be the way it is now! I only wanted to sell my own jewellery and bags and make a bit of money, but as I got more and more involved in the craft scene on sites like Craftster I realised that everything was based in the US and all the wonderful designers I was 'talking' to were also there, so I thought to myself that I could stock them and make them more easily available to people in the UK. So many of them were making amazing things that you couldn't really buy over here so I saw an opportunity to broaden my business and decided to go for it - thankfully it worked out pretty well.

Now the craft scene has taken off in the UK and Europe in a big way, I stock designers from all over the world. I don't aim to represent any country more than another, what's important is that Hannah Zakari stocks the best and represents a wide variety of designers and makers.

h2.0: Tell us a bit about yourself: you live in the UK. Many people associate UK with rain and milk tea. And Harry Potter, probably. But seriously, what inspires you, what do you like?

Rachael: Hehe, I do like cups of tea and the rain and Harry Potter!

As a designer I get inspired by pretty stones and beautiful fabrics. I work the oposite way round from most people, I find the materials and then decide what to do with them, it's just what works best for me.

As the owner of Hannah Zakari, I get inspired by my designers and customers. I love showcasing new items to customers, things that they've not seen before and are maybe different to anything they've seen elsewhere. I also love finding a new designer, especially one that's not so well known and getting their stuff for Hannah Zakari before they go anywhere else - that's the competitive, business-lady streak in me!

h2.0: Do you have favourite indie designers or styles? Who are they?

Rachael: I like lots of different styles, my tastes are pretty eclectic but I do try to shop indie and support small businesses whenever I can. Hannah Zakari shares a studio with a girl called Emma who runs the textile design company Showpony, it's great to work alongside someone who makes such beautiful stuff.

Basically Hannah Zakari is full of my favourite indie designers, its one of the perks of the job that I get to surround myself with all this amazing stuff every day.

h2.0: Being one of the early indie design distros on the net, what do you think is different about "handmade" today, compared to when the wave started in the early 2000s? And: handmade - serious change or just a fad?

Rachael: I think there is a trend for handmade products emerging and people are starting to get fed up of mass produced items and designer names that we've had for the past several years. However, I believe this will be longer lasting than most trends. The internet has made it easy for craftspeople/indie designers to showcase their products to a wide range of people and, to some extent, compete with big businesses - people will always want to buy beautiful design regardless of where it comes from.

h2.0: What piece of advice would you give indie artists who are just starting out on their business?

Rachael: Stick to what you know and (more importantly) love, it will show in your designs if it's made with a half hearted effort. Pay attention to the little details and treat your customers well!


Thank you, Rachael, for taking the time and telling my readers about yourself and Hannah Zakari!



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h2.0: Hannah Zakari - was hat es damit auf sich, und wie hat alles begonnen?

Rachael: Als ich Hannah Zakari gründete, hatte ich keine Ahnung, dass es einmal so werden würde wie es heute ist! Ich wollte nur von mir gefertigten Schmuck und meine handgemachten Taschen verkaufen und ein wenig Geld verdienen; als ich aber durch Internetseiten wie Craftster immer mehr in die Craftszene hineinrutschte, wurde mir klar, dass alles, was mit dem Thema zu tun hatte, und alle tollen Designer, mit denen ich dort "redete", in den USA waren. Ich dachte mir also, dass ich ihre Produkte bei mir anbieten und sie so den Leuten hier in UK zugänglich machen könnte. So viele dort machten unglaublich tolle Produkte, die hier nicht wirklich zu kaufen waren, und darin habe ich die Chance gesehen, mein Angebot im Shop ein wenig auszuweiten - gesagt, getan, und es hat glücklicherweise gut geklappt.

Mittlerweile ist die Craftszene auch in UK und Europa ganz gross im Kommen, und ich kann so Produkte von Designern aus der ganzen Welt anbieten. Dabei ist es mir wichtig, dass ich nicht ein Land dem anderen vorziehe; es ist vielmehr so, dass ich die besten Produkte anbiete, die ausserdem eine breite Palette von Designern und Craftistas repräsentieren.

h2.0: Erzähle uns doch ein wenig von Dir: Du lebst in UK. Viele Leute assoziieren damit ja Regen, Tee mit Milch und warscheinlich noch Harry Potter. Aber im Ernst: was inspiriert Dich, was magst Du?

Rachael: Haha, ich mag englischen Tee, Regen und Harry Potter!
Als Designerin finde ich Inspiration in schönen Steinen und Stoffen. Im Gegensatz zu den meisten Leuten läuft mein Designprozess anders herum: ich finde zuerst die Materialien und dann entscheide ich, was daraus wird. So herum kann ich am besten arbeiten.

Als Inhaberin von Hannah Zakari bin ich inspiriert von meinen Designern und Kunden. Ich liebe es, meinen Kunden neue Produkte zu präsentieren; Produkte, die sie vorher noch nie gekannt haben und die vielleicht auch ganz anders sind als die Produkte, die sie andernorts sehen. Ausserdem liebe ich es, neue Designer für meinen Shop zu finden, vor allen Dingen, wenn es Designer sind, die noch nicht so bekannt sind, und die man zuerst auf Hannah Zakari sehen kann - ich denke, da spricht die Business Lady in mir!

h2.0: Hast Du Favoriten unter den Indie Designern, oder Stile, die Du besonders magst? Wer und wie und warum?

Rachael: Ich mag eigentlich eine Reihe verschiedener Stile, mein Geschmack ist da recht umfassend. Auf alle Fälle aber versuche ich, so viel und so oft wie möglich von Indie Designern zu kaufen und kleine Labels zu unterstützen. Hannah Zakari teilt sich ein Studio mit Emma, der Inhaberin von Showpony, die Textildesign macht. Es ist wirklich wunderbar mit jemandem unter einem Dach zu arbeiten, die so viel Schönes erschafft.

Im Grunde besteht Hannah Zakari aus den Produkten meiner Lieblingsdesigner, es ist sozusagen der angenehme Nebeneffekt meines Jobs, dass ich mich täglich mit all diesen fantastischen Dingen umgeben kann.


h2.0: Als eines der ersten Indie Distros im Netz, gibt es Deiner Meinung nach einen Unterschied zwischen dem "handmade" der frühen 2000er und dem "handmade", so wie wir es heute, fast zehn Jahre später, erleben? Und: ist "handmade" ein wirklicher Wandel oder nur ein Modetrend?

Rachael: Ich denke, dass es da definitiv einen Trend zu handgemachten Produkten gibt, und dass Leute keine Lust mehr haben auf massenproduzierte Ware und auf Designer, die wir seit Jahren erleben. Ich glaube allerdings, dass dieser Trend länger als alle anderen dauern wird: das Internet ermöglicht es Designern und Craftistas, ihre Produkte einem grossen Publikum zu präsentieren und so in gewissem Sinne auch in direkte Konkurrenz zu grossen Unternehmen zu treten. Leute werden immer schönes Design kaufen wollen, ganz gleich woher es kommt.

h2.0: Welchen Rat würdest Du Indie Designern geben wollen, die gerade damit beginnen, ihr Unternehmen aufzubauen?

Rachael: Haltet Euch an das, was ihr könnt, aber viel wichtiger noch: an das, was Ihr liebt, denn wenn Ihr etwas nur halbherzig angeht, wird es sich in Euren Produkten widerspiegeln. Achtet auf die kleinen Dinge und geht gut mit Euren Kunden um!

Vielen Dank, Rachael, für die Zeit und dafür, dass Du uns ein wenig von Dir und von Hannah Zakari erzählt hast!





handmade Termin: Pimp My Wochenmarkt


Einen netten Hinweis für ein wenig "Awesome Aktionismus" und Termine für den handmade-Kalender hat mir am Wochenende Sonja von einzigARTig kreativ geschickt: wer in oder um Barsinghausen wohnt, oder an Samstagen in der Nähe ist, sollte zum Europaplatz in der Fussgängerzone kommen. Dort haben sich drei Craftistas zusammengetan, um die Welt ein bisschen froher zu machen - durch Handgemachtes.



"Pimp my Wochenmarkt" - unter diesem Motto bieten die drei Designerinnen von einzigARTig, Atelier Pfefferminz und Meike Tietz von der Kreativzone in Hannover (hier schon gebloggt) ihre selbstgefertigten Produkte auf dem samstäglichen Barsinghausener Wochenmarkt an. Die Kernbesetzung wechselt, und es gibt ausserdem noch Unterstützung von weiteren Kreativen, aber es sind immer mindestens zwei bis drei Designerinnen vor Ort. Soweit ich gesehen habe, findet man die meisten mit ihren Produkten auch auf DaWanda (wenn Barsinghausen zu weit weg ist...).

Eine schöne Idee, und vor allen Dingen ein weiteres schönes Beispiel für crafty Eigeninitiative -- vielen Dank für den Hinweis!



P.S. Wer daran interessiert ist, auch einmal mitzumachen, kann sich jederzeit bei Pimp My Wochenmarkt informieren.

June 22, 2009

handmade Marktplatz: Shop Handmade



Meine arbeitsreich zusammengetragene Liste der handmade-Marktplätze auf diesem Globus wächst natürlich beständig - so soll es sein, so ist es fein, und so soll es noch lange weitergehen. Heute ist Shop Handmade hinzu gekommen, die es eigentlich schon seit Ende 2008 gibt, und die ich in meinen Deliciouslesezeichen übersehen hatte, weil sie falsch verschlagwortet waren. grmbl.

Ich habe mir diesen Marktplatz natürlich noch einmal angeschaut, um ihn auch in die richtige Kategorie stecken und das richtige Gründungsjahr zuweisen zu können. Dabei ist mir aufgefallen, dass ziemlich viel Werbung für eine bestimmte Stempelfirma gemacht wird, und dass man ziemlich plump "Vergleiche" zur Konkurrenz visualisiert, dabei aber gleichzeitig an allen Ecken und Enden behauptet, die Verkäufer liefen nur so zu Shop Handmade über. Auf Englisch nennt man sowas tacky.




Wer?
Shop Handmade fällt in die Kategorie derer, die den Boom und die Dollars gewittert haben und nun auch in der Nische mitmischen wollen, dabei aber selber weder Handwerker sind noch aus der Nische kommen oder besonders authentisch 'rüberkämen. Nein, der Marktplatz ist eines von einer Reihe von Projekten von Rubber Stamp Management, die die Hobbywelt bedienen (von der Denke her also das gleiche Konzept wie von Artfire, die nämlich auch aus dem Bastelbedarfsektor kommen). Sitz der Firma ist im Bundesstaat Washington/USA.


Was?
Shops auf Shop Handmade sind im Basispaket kostenlos, es werden keine Provisionen verlangt, da man mit jedem Produkt, das man listet, einen Sponsor wählen muss. Dazu im übernächsten Absatz noch den Hintergrund. "Green" ist fürchterlich chic und in, besonders in crafty world (siehe auch Cosa Verde) . Das haben auch die Betreiber von Shop Handmade begriffen, und stellen es jedem Shopbetreiber frei, anstelle einer Verkaufsprovision einen Betrag von $0.10 oder $0.25 an den Umweltfond zu zahlen.

Konfusion komplett? Kein Wunder. Denn die Macher verlangen doch Geld. Während man bei Artfire freiwillig eine Spende für jeden neuen Shop an Plant A Tree/Trees for the Future zahlt, tut man das auf Shop Handmade für jeden verkauften Artikel: entweder der Seitenbetreiber oder der Verkäufer. Shops, die mehr tun wollen, werden Sponsoren für 100 oder sogar 200 square feet und bezahlen dafür eine kleine Summe. Dafür werden sie auf der Seite erwähnt (=Werbung). Für gutes Ranking ohne dauernd neue Artikel einstellen zu müssen, kann man ebenfalls mit einer kleinen Extrasumme sorgen. Offensichtlich aber gibt es da einige seltsame Auffälligkeiten.

Shopbetreiber auf Shop Handmade bekommen laut Werbebanner 15% Discount bei den "Sponsoren" -- dass alle Sponsoren sowieso dem Betreiber von Shop Handmade gehören, wird allerdings nicht erwähnt. Das Discountprogramm soll noch bis Ende 2009 laufen - also gut ein Jahr lang. Andere Marktplätze bieten einfach komplett kostenlose Nutzung ohne Hintertürchen an und ohne langes Marketinggefasele - Shop Handmade holt sich auf diesem Weg die Kosten wieder rein. Wie viele blicken wohl dahinter?

In der Rubrik "Vergleichen Sie uns mit der Konkurrenz" /"Compare" (ganz smart gemacht: man muss über die Icons in der oberen Leiste hovern, damit der Text in der Box darunter erscheint; es lässt sich nur mit Aufwand auf die Seiten verlinken) kennt Shop Handmade keine Scheu und vergreift sich in der Wortwahl ganz schön arg; jedes Mittel scheint recht zu sein, die Konkurrenz negativ darzustellen. Dabei sollte man sich vielleicht erstmal an die eigene Nase fassen.

Zu guter Letzt: offensichtlich betreibt die hauseigene Marketingabteilung fleissig Marktstudien unter den Crafties der (amerikanischen) Nation, und zwar indem man sich mit Lügen und falschen Tatsachen an seine Opfer heranschleicht, wie z.B. hier und hier bei einer Ravelryuserin beschrieben.

Fazit?
Bevor man Nutzer einer Seite oder eines Marktplatzes wird, ist es grundsätzlich sinnvoll, sich Informationen über die Betreiber zu verschaffen, die Meinungen anderer Nutzer zu lesen, und nachzuschauen, wie seriös eine Seite wirklich ist. Immerhin gibt man eine ganze Menge persönliche Daten zum Speichern auf fremden Servern heraus. Ich vergleiche ausserdem auch immer noch gerne das aktuelle Ranking mit den Pressetexten der Firmen um zu sehen, wie sehr man auf die Pressepauke haut und wieso.

Im Fall von Shop Handmade bleibt ein schlechter Eindruck. Viel verwirrendes Gerede, viel Schmackhaftgemache auf dem Rücken der Konkurrenz, dabei schafft man es bei Shop Handmade nicht einmal mit einer neuen Idee aufzuwarten, sondern fährt auch noch ein sehr ähnliches Konzept wie Artfire. Dieses Gebaren ist nicht nur unangebracht, sondern auch völlig unnötig; Crafter und handmade-Shopbetreiber denken nicht wie eBayer, sondern verteilen die Eier auf mehrere Körbe, vorrangig da, wo es auch mit der Sympathie stimmt. Die Nische bietet noch genug Platz für alle, so dass sich so einige Marktplatzbetreiber -darunter eben auch Shop Handmade- so langsam mal abgewöhnen können, ständig foul zu spielen und Seitenhiebe auszuteilen.

Wer seit einigen Jahren dabei ist weiss, dass gerade die handmade-Community sehr empfindlich auf "falsche Fuffziger" reagiert und nicht davor zurückschreckt, Malefikanten zu outen.



P.S. Im Zuge der handmade-Welle werden so langsam Domainnamen rund um die Schlagwörter "handmade" und "craft" knapp. Breitflächig streut z.B. Artfire die Verschlagwortung mit Extraservices unter anderen Domainnamen, was natürlich sehr smart ist, weil man beide gegenwärtig laufenden Services (Handmade News und Vote Handmade) auch unter der Artfire-Domain hätte laufen lassen können.




June 21, 2009

Metaoverkill


Metaoverkill: Craft empfiehlt zur Stunde ein Tutorial auf Instructables, das von einer Bloggerin, Cucumbersome, gepostet wurde. Das wiederum hatte sie bereits bei sich gepostet, mit dem Kommentar, es sei von einem Big Cartel-Shop "inspiriert". Dem möchte ich hinzufügen, dass eben jene Kette in der aktuellen Ausgabe des Burdamagazins gezeigt wird. Im "kreativ-trend"-Teil, mit Anleitung.

Meine Güte. Und wer klaut jetzt nochmal bei wem?
Egal.

Nochmal zum Mitschreiben:


CRAFT findet tolles Tutorial und sagt's weiter....


 ...das Tutorial von cucumbersome  ist gerade ein Top Feature auf Instructables....



 ... die selbiges Tutorial bereits auf ihrem eigenen Blog veröffentlicht hat...

 

...nicht ohne den Hinweis, dass die Idee von Handle & Sprout geklaut ist...

 

.... und die Juliausgabe des Burdamagazins bringt diese Kette im Kreativteil samt Anleitung, ohne Quelle, aber immerhin noch mit einem Symbolphoto einer Louis Vuitton-Kreation.




Ach ja. Und Vuittons Designobjekte sind aus der Herbstkollektion (RTW) 2009/10:




Das ist ziemlich viel meta auf einmal...

June 20, 2009

handmade2.0 in der Presse





handmade2.0 ist eins von acht Blog-Highlights im aktuellen t3n Magazin (von yeebase media aus dem guten alten Hannover)! Das liebe Fräulein Herz hat es mir erzählt, und nchenga hat, bis ich dann auch endlich mal zum Bahnhof komme, die Seite herübergemailt.

Die Empfehlung freut mich natürlich ungemein, zumal noch in so netter Gesellschaft und in einer Ausgabe, die so viel guten Inhalt bringt (u.a. ein Interview mit DaWanda und im Businessbereich einige interessante Artikel). Leider war ich nicht schneller mit dem tape-out des neuen Blogkleids, und so macht der graphische eyecatcher im Magazin nicht viel her... aber das ändert sich ja bald. Und überhaupt, content over effects.... ha.

Vielen Dank, liebe t3n-Redaktion - und vielen Dank auch allen anderen, die bislang über handmade2.0 geschrieben haben. Euer Feedback hier in den Kommentaren, im Web, auf Twitter und eben auch in Print ist die beste Belohnung (und natürlich auch Bestätigung, keine Frage)!





June 19, 2009

Nachwuchsdesign in Action: Ronko



Gestern flatterte dank aufmerksamer Beobachter von handmade2.0 eine kleine Stadtzeitung in meinen Briefkasten, mit einer Story, die mich an die By-Eve-Story erinnerte, die wir vor einiger Zeit bei der lieben Miss Shoppingverse diskutiert hatten: das westfälische Lifestylemagazin "Pur"* berichtet in der aktuellen Ausgabe über "Ronko", Lennart Wronkowitz, einem "Jungdesigner" aus Soest (Soest, wie... Sascha). Der Artikel ist zwar kurz, aber die Photostrecke macht neugierig auf mehr - ich habe mich also ein wenig auf Lennarts Webpräsenzen umgesehen.


 Lennart ist gerade einmal sechzehn Jahre alt, geht noch zur Schule, und nutzt die Langeweile dort offensichtlich, um neue Motive für seine T-Shirt-Kollektionen zu entwerfen. Im Gegensatz zu ByEve macht, wenn der Artikel und sein Homepage nichts verschweigen, der Soester Jungdesigner aber alles selbst: mit vierzehn Jahren hat er gelernt, wie man die Nähmaschine benutzt und schneidert, durch ein Schulpraktikum (sicherlich das obligatorische in Klasse 10) gewann er dem Pur-Artikel nach erste Einblicke in die Welt des Mediendesigns. Seitdem tummelt er sich  mit seinen Kreationen und Visionen präsentationstechnisch im Web und bietet diese in seinem eigenen Webshop auch zum Verkauf an (15€ pro T-Shirt, Schnäppchen!). Auf der Webseite kann man unter "Couture" ausserdem auch einen Blick auf unverkäufliche Kreationen erhaschen.
Seit Januar 2009 hat Lennart einen eigenen Kanal auf YouTube, eine alte Homepage sieht man hier, die neue mit Shop wird aber bereits auf ronko.de gehostet. Wenn alles gut geht, wird Lennart in drei Jahren Modedesign studieren.


So viel Engagement soll man loben: wenn ein Teenager eine Vision hat, wenn er nicht von Mami oder Papi oder PR-gierigen Sponsoren künstlich gepusht wird (in dubio pro reo), wenn er so viel Ehrgeiz hat, sein Handwerk in der Freizeit privat zu erlernen (Nähen, Mediendesign...), um es beständig auszubauen.
Nun mögen einige ihre Witze über Soest und Provinznester reissen - Prominenz wie Harald Schmidt und Hape Kerkeling haben es ja vorgemacht. Beispiele wie Lennart aber zeigen, dass man vor allen Dingen erstmal Ideen, Begeisterung und Engagement mitbringen muss, und dass die Location da erstmal zweitrangig ist. Echte Begeisterung lässt den Funken überspringen und weckt Sympathien.

 Wenn Lennart nun sein Branding und seinen Webauftritt optimiert, gute Kontakte in die Indie Design-Szene knüpft und vielleicht auch auf anderen Seiten verkauft.... und vielleicht einen Blog beginnt und twittert..... --- naja, er wird das schon schaffen. The kid is cool.


* "Pur"-Herausgeber ist eine Firma mit Sitz auf  Teneriffa, Creative Director für das Magazin und Domaininhaber der neuen Webseite ist der Photograf Sebastian Kemper, der auch die Fotos für den Ronko-Artikel geschossen hat. Die Redaktion des Blattes hat laut Impressum den Sitz in Soest.


Nachtrag, 26.1.'10: Woher weiss ich, dass RTL heute eine Reportage über Ronko (cf. mein Beitrag) gebracht hat? Meine Stats spielen verrückt und die Kids spammen meine Kommentare voll.

Ihr Lieben, es ist doch eigentlich nicht schwer zu erkennen (digital natives, und so...): dies hier ist nicht Ronkos Webseite, auch keine Fanseite oder in sonst einer Form für ihn zuständig. Ihr könnt daher aufhören, die Kommentare zu bemühen. Schreibt dem Jungen lieber direkt eine Email, er freut sich bestimmt.

In diesem Sinne, wenn Ihr nun bitte ganz schnell weiterklickt - zu Ronko geht es hier entlang...

Tschüss.

P.S. Ich sagte ja, the kid is cool. Ronko hat nun Spreadshirt entdeckt.

Nach Trendmafia und Fair Handmade: das Bekleidungssyndikat schlägt zu!


bekleidungssyndikat













Einen besseren Launch für ein neues fair handmade-Projekt, zumal in Hannover, könnte es ja gar nicht geben, also markert Euch diesen Termin ganz fett in Euren Kalendern an!

Wann? - Samstag, 27.06.2009
Wo? - FAUST e.V. Hannover, Warenannahme
Wann? - 18:00 - 24:00 Uhr
[Eintritt frei]


Sie machen Dir ein Angebot, das Du nicht ablehnen kannst....
In Hannover launcht diesen Monat ein neues Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, fair produzierte und ökologisch korrekte Kleidung auf den Markt zu bringen: das Bekleidungssyndikat hat seine Arbeit aufgenommen und ist mit seinem Onlineshop bereits feste bei der Arbeit. Aus diesem Grund hatte ich bereits im April die Gelegenheit genutzt, mit dem Mitbegründer Ingmar Vogelsang über das Bekleidungssyndikat und faire Klamotten zu reden.


h2.0: Das Bekleidungssyndikat -- wer und was und wieso überhaupt?

Ingmar: Das Bekleidungssyndikat ist aus dem CleanClothes-Projekt der FAU-Hannover entstanden. Begonnen haben wir erst mit Info-Veranstaltungen zu den Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie. Dann haben wir zusammen mit befreundeten Gruppen einen größeren Posten T-Shirts bei der "FairTradeZone" (FTZ), der Kooperative „Maquiladora Mujeres de Nueva Vida Internacional“, bestellt, um auch Alternativen zu den unfairen Klamotten anbieten zu können. Das haben wir gut drei Jahre lang ohne große Werbung gemacht, dann hat sich die Möglichkeit ergeben, dass das Projekt (wie von uns ursprünglich angedacht) auf eine andere Ebene gehoben werden konnte. Das geschieht jetzt mit dem Bekleidungssyndikat.


h2.0: Faire Kleidung -- was genau plant Ihr produzieren zu lassen und was heisst "fair" bei Euch?

Ingmar: Wir werden nicht nur die Shirts der FTZ anbieten, sondern ein komplettes Angebot, das von verschiedenen HerstellerInnen kommt. Dabei wird aber alles nachweisbar fair trade sein - entweder zertifiziert oder (wie bei der FTZ) persönlich bekannt. Außerdem achten wir auf Bio- bzw. Recycling-Material.

Die Shirts von FTZ werden in einer kleinen "Fabrik" hergestellt, die von den Näherinnen mit finanzieller Unterstützung einer US-Entwicklungshilfegruppe aufgebaut wurde, selbst verwaltet wird und ihnen auch gehört. Die Bio-Baumwolle der Shirts ist zertifiziert und stammt aus Mittelamerika. Von den Einnahmen zahlen die Näherinnen sich einen Lohn, der weit über dem Durchschnittlichen liegt, und sie unterstützen auch soziale Projekte.

Den Druck der Shirts übernehmen Freunde von uns, zwei kleine Betriebe in Deutschland: einmal das Kollektiv Fairdruckt aus Münster, und dann der Einmannbetreib Hönkeldruck auf der Burg Lutter. Beide arbeiten mit Siebdruck und machen sowohl eigene Motive, aber auch Auftragsarbeiten. Zusammen mit Fairdruckt, die zum Teil in der FAU-Münster organisiert sind, arbeiten wir gerade ein Konzept für ein "150% korrektes Bandshirt" aus - das wird ein Paket aus Shirts plus Druck und hoffentlich bis Mitte / Ende Mai in trockenen Tüchern sein.

Neben den Shirts werden im Bekleidungssyndikat noch andere Labels angeboten, die in eine ähnliche Richtung gehen: treches aus Berlin, Feuerwear aus Köln und Worn again (mittlerweile wieder) im UK zum Beispiel. Daneben aber auch andere Label, die einfach unter fairen Bedingungen produzieren lassen (Epona, Continental, Blackspot...).


h2.0: Was unterscheidet Euch von anderen "fairen" Bekleidungsprojekten und wie wichtig ist Euch das Aufklären Eurer Kunden?

Ingmar: Was uns auf jeden Fall von unseren Freunden von Zündstoff-Clothing aus Freiburg (die auch bei der ersten Bestellung der FTZ-Shirst dabei waren und die auch in größerem Maß im Programm haben) und den anderen Fair-Trade Klamotten-Shops unterscheidet ist, dass bei uns alle Leute, die Geld mit ihrer Arbeit im Shop verdienen Gewerkschaftsmitglieder sein müssen (also der FAU), wir also ein Union-Shop sind. Außerdem wollen wir auf einer Extraseite zum Shop über die Firmen und die verwendeten Zertifizierungen informieren, so dass die KonsumentInnen auch einen Überblick bekommen können, was "fair" und "bio" bei den einzelnen Kleidungsstücken heißt.


h2.0: Der Onlineshop geht im Juni live, daher ja auch die Launchparty im Faust. Wie sieht es mit einem Laden in Hannover aus? Gibt es weitere Pläne für die Zukunft?

Ingmar: Ein Ladengeschäft ist nicht ausgeschlossen, aber wegen den Kosten erst geplant, wenn wir einen genügenden Umsatz mit dem Online-Shop erzielt haben.

Wir planen gerade einen kleine Rundreise von Leuten aus dem Kollektiv, um so den Kontakt zwischen KonsumentInnen und ProduzentInnen zu verbessern. Was ich noch weiter verfolge ist ein Kontakt nach Bangladesh, wo eine befreundete Gewerkschaft (die SAC aus Schweden) wohl Halstücher produzieren läßt.


h2.0: Vielen Dank, Ingmar, für das nette Interview. Und dem Bekleidungssyndikat wünschen wir einen super Erfolg -- und natürlich eine Launchparty, von der noch unsere Enkel reden werden!

Grafik u. Photo ©bekleidungssyndikat.de

June 18, 2009

handmade.Telegramm (18.6. '09)


Der dritte Sonntag im Juni ist in den USA traditionell Father's Day, und die Nation macht sich bereits seit Wochen verrückt, den Daddies der Nation auch die richtigen Gaben zu besorgen.... hier unsere Antihelden aus der handmade-Welt (a.k.a. SOS).

Socken - Home Ecc. präsentiert Retro-Strickmuster für Männersocken. Ganz reizende Liebeserklärung: Stinktiermotiv.

Oberhemd - ganz begabte Kleine sammeln Bonuspunkte mit einem Origamihemd.

Schlips - die bunte Krawatte ist zurück. Da schmilzt ein jedes Vaterherz.





June 17, 2009

Your Daily Dose of Allgemeinbildung


Wer handmade2.0 auf Twitter folgt, weiss, dass ich gerne via blip.fm auflege. Und zwar überwiegend klassisch.

Es freut mich natürlich daher ganz besonders zu sehen, dass Google heute an jemanden gedacht hat und ihn entsprechend würdigt:





[Die Grafik zeigt den Feuervogel, ein Fabelwesen aus der russischen Märchenwelt (und eine, äh,  Nutellaalternative...), und den "Feuervogel" hat natürlich Stravinsky komponiert.]

Etsy Mini Trend: Silhouettes & Scherenschnitte


English speakers, try to say this out loud: Scherenschnitt.
Okay, you may just say papercut. :)

Papercuts and silhouettes seemed to be a trending thing in indie design world last summer already - from Regency-inspired looks through to custom silhouette artwork, you'd find almost everything your heart desired. And the trend has become a real Etsy mini trend: Scherenschnitte and silhouettes wherever you turn now!

Here are my current favourite picks from Etsyworld:


click for full view




To find more related handmade products, you can search Etsy for silhouette, Scherenschnitt or papercut.

Happy handmade-shopping!

play nice. respect your competition.




Loic Le Meur trifft es auf den Punkt.

Diese Haltung dürfen derzeit besonders die Herrschaften von Artfire und VonDir gerne mal übernehmen. Das ständige Schlechtgemache der "Konkurrenz" und das plumpe Gefeixe wenn mal was nicht so rund läuft, geht langsam ziemlich auf den Keks und hat mit konstruktiver Kritik nichts zu tun.

Seid professionell und fair. Ihr wollt nämlich auch nur das Geld Eurer Kunden.
Play nice and mind your own business - there's space for everyone.

June 16, 2009

Awesome Aktionismus: WWKIPD


Wer in crafty blogland daheim ist und fleissig Blogs liest, hat längst gewusst, dass am 13. Juni der Worldwide Knit in Public Day war. Nicht, dass wir hier ignorant gewesen wären. Wir haben den Termin dann einfach nur nicht mehr gepostet...

Wie es aussieht, wenn Leute sich rege am WWKiPD beteiligen, kann man zum Beispiel (und zum Glück) auf flickr bestaunen:










P.S. Wer am 13. und 14. noch keine Traute Zeit Gelegenheit zum öffentlichen Stricken hatte, bekommt an diesem Wochenende noch eine zweite Chance. ;)
Also, Männer. Ran an die Nadeln!



June 15, 2009

Hobbysieren als Verdienstquelle: die Männer melden sich zu Wort.


Naja, einer soweit. Haha.
Ich hatte mich eigentlich freiwillig fern gehalten von den hitzigen Diskussionen über den gewissen Blogpost auf doublex, von den oft vulgären Gefühlsausbrüchen und dummen negativen Seitenhieben und lieber mit Euch hier Gedanken ausgetauscht. Da weiss ich, dass wir zivil reden und uns respektieren.

DudeCraft aber muss erwähnt werden (das ist der mit den tollen kreativen Postern) - auch wenn sein Post nicht wirklich meiner Auffassung entspricht (denn er vereinfacht ein hochkomplexes Thema und verwischt so Konturen, die wir in einer Diskussion aber brauchen, um präzise bleiben zu können), ist es doch einer, der im Licht der Diskussion "warum nicht mehr Männer ihre handgemachten Produkte verkaufen" Beachtung finden sollte. Schon allein, weil wir hier einen Mann hören, der bastelt und hobbysiert, aber neben seinem Hauptberuf als Lehrer keinen, sagen wir mal, Etsyshop betreibt. Also einer derjenigen ist, die Sara Mosle schmerzlich vermisst, in dieser crafty business-Welt.

Naja, usw.usf.


Irgendwie schwirrt mir der Kopf. Aber das kann auch am Tiefdruckgebiet liegen.

June 14, 2009

買いに行かせ ざっか*


 
 

*Let's go zakka shopping.


Was würde ich geben, die Möglichkeit zu bekommen, einen Laden nur für japanische Schreibwaren dieser Art haben zu können. Mit allem drum und dran, Stress und Sorgen. Aber vor allen Dingen mal schöne Schreibwaren, die auch noch unaufdringlich und funktionell sind.

Classiky vertreibt unter anderem auch Produkte mit Illustrationen von Mihoko Seki aus Kyoto, die hier noch einen ganzen Blogpost für sich bekommen wird.

So viel Schönheit....



P.S. Wer keine Gelegenheit hat, direkt in Japan zu kaufen, wird bei einigen dieser Produkte auch auf Etsy fündig. Da zwar mittlerweile mit einem oft heftigen Preisaufschlag (dieses Set z.B. kostet bei Classiky rund $5.50 USD, und dieser Etsyshop in Korea verkauft es für saftige $16.99...), aber immerhin...



images: classiky
collage: handmade2.0 


June 13, 2009

handmade.Telegramm (13.6. '09)


Heute mal eine Sonderausgabe: da wir hier eine nette Diskussion über den Blogartikel von Susan Mosle haben ("Etsy peddles a false feminist fantasy"), habe ich mal in meine Bookmarks der "ersten" Jahre geschaut und die drei Artikel aus dem Netz zum Thema "Make a living doing what you love" rausgezogen, die für mich alle auf ihre Weise dokumentieren, was Menschen in Bezug auf Selbstverwirklichung und in diesen Zeiten umtreibt.

2003 - Keri Smith schrieb die Anleitung "How to make a living doing what you love", die sie später noch ergänzte. Der Artikel war für mich 2003 Indiz darauf, dass da eine Welle entsteht, die vielleicht (! haha) noch viel grösser werden könnte.

2004 - Irgendwann zwischen 2003 und 2004 schrieb Andrea Scher den "Superhero Guide to Designing a Creative Business". Die Seite ist heute nicht mehr direkt verlinkt, aber sie ist immer noch auf dem Server (zum Glück, denn der Artikel ist einer der vielen Belege dafür, wie es am Anfang war...).

2006 - Paul Graham fragte "How to Do What You Love" [via nchenga, sagt mir meine Notiz]

Zweckentfremdet schöner.


"Wie nützlich," dachte sie sich im Supermarkt....




"diese Champignon-Spandose ist die Lösung für das Haftnotizblöckewirrwarr chez moi. Und ナチュラル 雑貨-style sieht es auch noch aus... heute ist ein schöner Tag!"





Ebenfalls nicht zu verachten: runde Korkuntersetzer in zwei Grössen für je einen Euro pro Doppelpack. Die natürlich nun zweckentfremdet werden....

Gretchenfrage: mit Stoff, Papier oder überhaupt beziehen, oder natural style?




June 12, 2009

handmade.Telegramm (12.6. '09)


happy citrusfrucht - Ausnahmeillustratorin Helen Dardik hat wieder einmal mit der Welt geteilt. Diesmal:  ExLibris-Goodies.

happy poop - richtig gelesen. Nate Williams hat die Verpackungen für die umweltfreundlichen Hundekakitüten für Olive Green Dog illustriert.

Kennen Sie diese Dame?









Nein? Können Sie auch nicht.

Jedenfalls nicht so, wie sie heute, am 12 Juni 2009 aussehen könnte. Denn sie ist im März 1945 mit nur fünfzehn Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen gestorben.

So könnte Anne Frank heute, an ihrem 80. Geburtstag aussehen.



Die ganze Geschichte mit Video im britischen Sunday Telegraph, mit Links zu weiteren Beiträgen.


screenshot @sundaytelegraph



June 11, 2009

handmade.Telegramm (11.6. '09)



nearing overkill
- gefühlt, natürlich. luvhandmade ist ein neuer Marktplatz zum Kaufen und Verkaufen von... genau, Handgemachtem. Aus Kansas/USA.

flippig - ein paar Links zur Geschichte des Daumenkinos. Ach ja...

duuude - DudeCraft. Word. (besonders auch das retroinspirierte Poster)



handmade und die Traumblase


Ein sehr interessanter Artikel von Sara Mosle¹ auf doublex: darüber, wie Etsy "eine falsche feministische Phantasie vertickt" (Etsy peddles a false feminist fantasy).

Der Journalistin ist nun auch aufgefallen, dass die Mehrheit der Shops auf Etsy Frauen gehört, die dort ihre handgemachten, selbstdesignten Produkte zum Kauf anbieten. Sie fragt sich auch, wo denn all die kreativen Männer sind, und warum es ausgerechnet auf Etsy, das ja immerhin von drei Männern gegründet wurde, so wenige davon gibt:

"There are virtually no male sellers on Etsy. If the site is such a great way for anyone to market handmade goods online, then why is it such a female ghetto?"

Mosle schlussfolgert aus dem Frauenüberschuss auf Etsy, dass das Verkaufen und Selbstvermarkten von handgemachten Kleinstserien und Unikaten auf (Seiten wie) Etsy die Folge einer Traumvorstellung ist, der vor allem Frauen zum Opfer fallen. Dass Männer, und es gibt immerhin viele männliche Designer, den realistischeren Blick in Bezug auf die Lukrativität solcher Projekte zu haben scheinen und daher Internetmarktplätzen wie Etsy lieber fern bleiben:

"What Etsy is really peddling isn’t only handicrafts, but also the feminist promise that you can have a family and create hip arts and crafts from home during flexible, reasonable hours while still having a respectable, fulfilling, and remunerative career. (...) There’s little evidence that most sellers on the site make much money. This, I suspect, explains the absence of men. They are immune to the allure of this fantasy. They have evaluated the site on purely economic terms and found it wanting."

Etsy spiele mit seiner Marketingstrategie mit den heimlichen weiblichen Sehnsüchten nach einer erfüllenden kreativen Verdienstmöglichkeit, die von daheim zu erledigen ist, fernab von Büromief und "corporate" Zwängen; mit einem Businessplan, der eher dem einer Lotterie gleiche, wenn er Frauen [Anm.: schon fast American-Dream-Like] vorgaukele, eine Karriere als Etsyverkäufer sei für jeden machbar, dieses Versprechen faktisch aber nur wenigen einzulösen im Stande sei.

Der ganze Artikel mit These, allen Argumenten und Beobachtungen ist komplett hier zu lesen, und ich empfehle ihn wärmstens.

Etsywelt, und das war nicht anders zu erwarten, ist entsetzt und gespalten über diese These, die, wie ich meine, recht realistisch ist. Nur dass es natürlich weh tun muss, so unsanft vor den Kopf gestossen zu werden. Es hätte vielleicht besser auf die Hinterköpfe der träumenden SAHMs gezielt werden sollen...


¹Sara Mosle ist freiberufliche Journalistin, Princetonabsolventin und war Fullbrightstipendiatin an der Universität Oxford. Sie scheibt unter anderem für die NY Times, New Yorker und andere Medien.



June 10, 2009

handmade.Telegramm (10.6. '09)



puste
- hat Grafikdesignerin Sara, die mit appelsinen i min turban schon einen schönen Blog schreibt: sie bloggt nun auch auf minimega - und zwar DIY-Projekte. So wie die Origamiballons hier, die ich schon in der Schule gemacht habe. (Ach ja - beide Blogs sind auf Dänisch. Aber Ihr könnt ja google translate nehmen...)

moustache - ja schau! Schnurrbärtchen sind nun auch in Deutschland angekommen. Wurde ja mal... Zeit. Hier bei TschauTschüssi.

tissue warning ahead - wer heute schon einen schweren Tag hat, lieber morgen lesen. Aber dann wirklich. handmade Geschichte und Bilder gezeigt und verlinkt bei lovely Belle & Boo, für die auch der gröbste Grobian ein Taschentuch braucht.



June 9, 2009

handmade.Telegramm (9.6. '09)


dertyp - hat einen (hoffentlich) sehr praktischen Direktlink für das Löschen eines Accounts bei openpeople.

designmilk - hat sehr coole Spirograph-Visitenkarten entdeckt.

emosi - sowas wie Worry Dolls of the new millennium? [cf. WorryDolls1.0 ]



Die Substanz entscheidet.


Ich möchte aus gegebenem Anlass auf einen schönen Blogpost bei Medienlese hinweisen, in dem vor nicht allzu langer Zeit sehr treffend beschrieben wurde, wann Zitate auch wirklich Zitate sind und wann das "Zitieren" nichts als blanke Abschreiberei ist (oder angepasst an das Internetzeitalter: copy&paste).

Ich möchte hinzufügen, dass besonders kommerziell orientierte Blogs gerne mehr Eigenarbeit leisten dürfen, anstatt sich mit wenigen Klicks bei anderen Bloggern und Webseiten im Handumdrehen eigenen Content zu basteln und damit dann Geld zu verdienen. Die Zauberformel lautet, wie Medienlese es so treffend formuliert haben, "substantielle eigenständige Arbeit", und die ist mit c&p, Fremdbilderzeigen, Synopsis und bezahlten Referals auf kommerzielle Anbieter nicht getan.

Ich investiere viel Zeit und Mühe in jeden einzelnen Beitrag auf meinem nicht-kommerziellen Blog. Eine grosse Leserschaft und Eure Weiterempfehlungen bei Gefallen freuen mich daher natürlich besonders, aber sie sind nicht mein täglich Brot. Wäre handmade2.0 eine Einkommensquelle, würde sich an meiner Mühe allerdings wenig ändern -- oder vielleicht so viel: ich würde noch mehr darauf achten, dass meine allesamt selbst erarbeiteten Texte von Qualität zeugen und meinen Lesern signalisieren, dass ich gerne viel eigene Arbeit in dieses Projekt stecke.

Und damit: Copyrightfragen etc. habe ich hier beantwortet.

June 8, 2009

handmade.Telegramm (8.6. '09)


kindersommer - das ist Kindheit wie sie sein soll. Bedankt, Mikodesign!

klebefreuden
- crafty masking tape ist nicht nur in Asien der Renner. Nun auch im Westen. マスキングテープ!

herzerfreuer - die wundervolle Lisa Tilse hat eine Anleitung für sommerliche Vogelmobiles geschrieben. Thank you, Lisa!






So ist das.












Tacheles, jetzt.

Nachdem ich immer wieder gefragt werde, worin es "in dem Buch da oben auf der handmade2.0-Homepage" gehen soll... und ich immer wieder nachfragen muss, was man denn bitte meine, schreibe ich vielleicht doch acht bis neun Sätze dazu.

1. Das ist kein real existierendes Buch.
2. Ich habe zwar vor, eins zu schreiben, aber da geht es dann um andere Dinge.
3. Die Grafik passt aber trotzdem sehr gut zu handmade2.0.
4. Ihr lest paulinepauline nicht.
5. Das waren jetzt nur vier Sätze.
6. Wenn Ihr relevante Fragen habt, bekomme ich vielleicht noch vier bis fünf mehr hin.
7. Wie wär's Ihr macht auch ein Cover und zeigt es her?
8. So, das war's jetzt aber.
9. Merci vielmals.







Creative Consumerism: Spoonflower bekommt Konkurrenz


Dass das Spoonflowerkonzept erfolgreich aufgeht, hat sich mittlerweile nicht nur herumgesprochen -auch in Deutschland, wenn ich meinen Stats Glauben schenken darf- sondern ist auf einen Mitstreiter gestossen: KarmaKraft.


Vom Design her geringfügig UNwebzwonulliger, bietet KarmaKraft das Bedrucken einer Reihe von Textilien und Produkten (Stock images overkill... wozu?) . Preise für bedruckte Stoffe starten bei US$ 20 pro Yard (wir erinnern uns, 1yard ist 0.92m). Dazu kommen noch Versandkosten, die warscheinlich, da mit USD angegeben, für USA gemeint sind. Andere Angaben gibt es auf den ersten Blick und ohne ein Nutzeraccount nicht. Seltsam und kundenunfreundlich.

Im Gegensatz zu Spoonflower will man hier versuchen, den software- und designtechnisch eher unbedarften Kreativen sämtliche Vorarbeit abzunehmen (wir erinnern uns, Spoonflower stellt zwar Hifen bereit, kann aber auch auf eine sehr engagierte Usergemeinde zählen). Die gesamte Druckvorstufe kann erledigt werden, und ausserdem wird auch noch ein Zuschnitt- und Fertigungsservice angeboten. Für einen reinen Digitaldruckbetrieb verdächtig? Ha. So langsam möchte ich wissen, mit wem ich es hier zu tun habe.

Auf den ersten Blick ist unklar, wer KarmaKraft sind und wo sie überhaupt sitzen: weder im "About us" noch im FAQ oder auf den Versandkostenseiten erfährt man, von wo die Bestellungen verschickt werden. Im ersten Blogeintrag erfährt der Leser, dass wenigstens eine Person einen Textildesignabschluss in den USA gemacht hat. Im zweiten Blogpost fällt eine Redewendung, die aber darauf schliessen lässt, dass man gar nicht in den USA sitzt.
Wer das Englisch mal genau anschaut, sieht, dass hier keine englischen Muttersprachler schreiben. Spätestens hier sollten es klar sein (muss erstmal Kaffee vom Screen abwischen....grmbl).
Ein Domainlookup macht schnell klar: KarmaKraft sitzen wohl in China, genauer gesagt in Hangzou / Zhejiang. Ob nun eine Person in den USA sitzt und in China drucken und schneidern lässt, und dann wieder aus USA versendet... man wird es vielleicht erst erfahren, wenn sich noch mehr Leute wundern, warum man hier so geheimnisvoll tun muss.

Wenn jemand schon Probleme hat, seinen Standort zu publizieren (und man spärlich mehr Details erst auf von KarmaKraft gesponsorten Blogs findet, nachdem man sich durch die Seiten von Eigenwerbungsspam gemüht hat), dann spricht das nicht gerade für Seriösität - auch wenn es nicht beabsichtigt war. Seine Hausaufgaben in Marketingangelegenheiten sollte man schon machen.

Ich bleibe bei Spoonflower. :)

Nachtrag, 23. Juli '09:
Karma Kraft verfolgen im Moment eine komische Marketingstrategie. Man versucht gerade, sich vorteihaft von der Konkurrenz abzuheben, indem man sich lange über die Vorzüge und Nachteile von Druckfarben auslässt: Die von Karma Kraft verwendeten Farben sollen farbechter und langlebiger sein, der Duckvorgang sei ausserdem viel aufwändiger, da ausser dem Drucken auch fixiert und gewaschen werden muss.
Lisa Tilse hat aber kürzlich sowohl Spoonflower als auch Karma Kraft ausprobiert, und hat am Endprodukt von Karma Kraft einige Mängel festgestellt. An dem von Spoonflower hingegen gab es lediglich ein nicht ganz zuverlässiges Farbmatching zu bemängeln:

"The colours printed by Spoonflower are solid, but some were way off what I expected. The Karma Kraft colours aren't solid - most of them look pixelated or digitised, and any colour with a percentage of black in it has visible black dots. Generally a lot of the printed colours were almost flourescent (even more so on other areas of my fabric, not shown here). You can see from the images above the lack of definition in the Karma Kraft samples.

Spoonflower's fabric is a crisp quilting weight cotton, and is off white/very pale cream. They don't have a wide choice at the moment, but they are going to expand the fabric range soon.
The fabric from Karma Kraft is a very soft, thick, almost brushed cotton, in bright white. I'm no expert, but I think that the brushed surface might have a negative impact on the definition and clarity of line and images. They also wash the fabric after it's printed, so it was very creased and would need a good steam to get it looking presentable. Karma Kraft have quite a good selection of fabrics to choose from."







Sonderthema: Deutsche Post


Kann mir bitte jemand erklären, warum die Deutsche Post einen einzigen Luftpostaufkleber als Download (PDF) anbietet? Wenn die Datei in eine Labelmaschine gefüttert werden soll (so es in der vorliegenden Form überhaupt geht), OK. Aber warum hat sich die Post dann nicht noch ein wenig mehr Mühe gegeben und ein zusätzliches Blatt für A4-Etikettenbögen bereitgestellt?

Service und Kundenfreundlichkeit - gute Idee! Aber dann bitte auch brauchbar umsetzen.


Ich erstelle mir jetzt erst einmal einen etikettenfreundlichen Bogen... den ich Euch warscheinlich nicht mal als Freebie anbieten darf, denn warscheinlich hat die Post auch noch sämtliche Rechte drauf.


P.S. Jaja, von wegen "praktisch". Wenn im Text die Rede von einem 6er-Pack ist... in der Downloadübersicht aber gar kein 6er-Pack auftaucht... dann einfach im PDF-Direktlink aus 1er einen 6er machen.
#Gurkentruppe

P.P.S. Die Post stellt ständig heraus, wie green sie ist... ein kleiner Aufkleber, zentriert auf einem 13x8cm-Blatt anzubieten (wie viele Leser wären hier in der Lage, eine PDF im Vektorprogramm zu bearbeiten und ein ganzes Sheet draus zu machen?!) - echt daneben.



June 5, 2009

Make Good Books (tezukuri zakka!)


Buchtip

Ich hatte bereits vor einem Jahr darüber geschrieben, dass die Leute von Chronicle Books eine ausgezeichnete Antenne für Trends haben und so bereits die ersten japanischen Handarbeitsbücher ins Englische übersetzt und verlegt haben, und wie toll es wäre, wenn noch mehr Übersetzungen auf den Markt kämen (und gedacht: für eine deutsch- oder englischsprachige Produktion wäre ich jederzeit zu haben, mitmachtechnisch!). Und prompt erschien im letzten Sommer Zakka Sewing, allerdings auch ein englischer Titel.





Nun gibt es bei Shambhala weitere ins Englische übersetzte japanische Handarbeitsbuchtitel -die allesamt schon als japanische Version Verkaufsschlager waren- und damit verbunden ein neues Projekt: Make Good: Crafts + Lifestyle.

Ganz im trendigen handmade-Look gestylt, bietet die Make Good-Webseite eine Übersicht über die bisher erschienenen Titel (es sind zwei) und zeigt auch, was demnächst erscheinen wird. Es gibt ausserdem einen flickr-Stream, einige Anleitungen zum Herunterladen unter free projects. Einen Newsletter gibt es ebenfalls.

Sehr schön ins Englische umgesetzt die (Tezukuri-)Zakka-Philosophie:
"make a life of simple beauty through crafts"
Genau so wollen diese Bücher und tezukuri zakka verstanden werden!


Bereits erschienen:


Akiko Mano
Linen, Wool, Cotton

Shambala Publishing Inc. (April 2009)
isbn 1590306481

ca. €13



Szuko Koseki
Patchwork Style

Shambhala Publishing Inc (April 2009)
isbn 159030649X

ca. 16€



Vorraussichtlich ab Oktober 2009:



Saori Yamazaki
Felting for Baby

Shambhala Publishing Inc.
isbn 159030716X

ca. 18€



Junko Okawa
Carefree Clothes for Girls

Shambhala Publishing Inc.
isbn 1590307178

ca. 15€







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