July 31, 2009

handmade Termin: Sideseeing in Berlin-Neukölln zum letzten Mal (August '09)





An diesem Wochenende findet der letzte SideSeeing Designmarkt für 2009 statt! Wer also die vergangenen Termine verpasst hat, oder total begeistert war und wiederkommen möchte - am Sonntag ist es soweit!

Die Veranstalterinnen halten auf der offiziellen Webseite wieder eine PDF mit allen Einzelheiten bereit und hoffen auf zahlreiches Erscheinen!

In der Galerie gibt es, wie im vorigen SideSeeing-Post auch schon erwähnt, viele schöne Impressionen vom Markt am Maybachufer.

Was? - Sideseeing Designmarkt
Wann? - Sonntag, 2. August, 13 - 20 Uhr
Wo? - Maybachufer/Schinkestrasse, bis Richtung Kottbusser Damm






Die Trendmafia klopft (1. August '09)


 
Morgen ist wieder einmal ein guter Grund, ein paar Stunden an der frischen Luft zu verbringen, denn es ist wieder einmal Trendmafia in Berlin.
Es gibt noch freie Tische, eine Liste der Teilnehmer morgen gibt es hier, und ansonsten gilt wie immer:
Was? - TrendMafia Designermarkt (Freiluft)
Wo? -  Prinzessinnengarten Ecke Prinzenstr./Oranienstr., direkt am U-Bahnhof Moritzplatz
Wann? - Samstag, 1. August 2009, 13 bis 20 Uhr

Eintritt 2 Euro, Kinder bis 9 Jahre freier Eintritt ||  FREIER EINTRITT von 13:00 bis 13:30 Uhr!


Achtung! Der nächste Trendmafiamarkt am 15. August fällt aus!
Geht also lieber morgen, wenn Ihr noch einen schönen sommerlichen Markt erleben wollt....







Retroanleitung fürs traute Heim (1953)


Ein schöner Fund, den Retro Age Vintage Fabrics da gemacht hat -- eine echt retro Anleitung aus House & Garden von 1953 zum korrekten Aufhängen von Bildern. So retro, dass es eigentlich schon wieder aktuell ist!




Die eingescannten ersten beiden Seiten darf man sich netterweise abspeichern (leider mit Moirée, den man nur schwer photoshoppen kann...), aber den Originalpost gibt es auf dem Blog von Retro Age Vintage Fabrics, einem kleinen Label in Australien, das sich auf genau das spezialisiert hat: Retrostoffe.

Wer sich ausserdem für Retrodesign und Inneneinrichtung interessiert, wird The Vintage Day auch gerne in die Blogroll aufnehmen.

Thank you very much, Ness, for sharing these scans (and ideas) so generously!

July 28, 2009

Burda fusioniert seine Modeportale


screen: burda.de

Am 13. Juli tickerte bereits Budas Pressemitteilung zum Redesign des Burda Modemagazins durch die Drähte. Die aktuelle Ausgabe (seit 24. Juli im Handel) heisst nun Burda Style, ganz so wie das amerikanische Portal, das ja seinerzeit gelauncht wurde, weil Burdaschnittmuster (aus Papier) auf dem amerikanischen Markt nicht ganz so populär sind wie in Europa.

Burda hat sich ausserdem auch dazu durchgerungen, BurdaStyle und BurdaFashion zu einem Portal zu verschmelzen. Das ganze wird dann laut Vorankündigung (siehe Bildzitat oben) im Herbst 2009 live gehen. BurdaStyle hatte in diesem Jahr bereits Kritik einstecken müssen, als die ursprünglich kostenlosen Schnittmuster der "Open Source Sewing Community" aus finanziellen Gründen kostenpflichtig gemacht wurden. Passend zum Relaunch gibt es einen neuen bzw. weiteren Blog im Burdaverse, nämlich den Burda Style Relaunchblog.



Und auch, wenn es dazu heute recht leise in der Burdafashionwelt ist: Aenne Burda wäre heute 100 Jahre alt geworden. Und damit ein "Cheers!" der Grand Dame der Schnittmusterbögen.

Karma Kraft, once more.


Ein (hoffentlich) letzter Nachtrag zum Thema Karma Kraft.

Es ist, wie ich vermutet hatte - auch wenn die Firma eine US-Businessadresse hat und wenigstens ein amerikanischer Mitbegründer dabei ist (über den man ansonsten aber auch nichts weiss), ist die Webseite wirklich in China auf eine chinesische Firma registriert, und die Ware wird direkt aus China an die Kunden geschickt. Es ist kaum anzunehmen, dass man in den USA produziert und aus China verschicken lässt, um Portokosten zu sparen. Eine Bloggerin war so freundlich, mir zu sagen, von wo ihre Karma-Kraft-Bestellung versandt wurde.

Bedauerlicherweise verliert man bei Karma Kraft darüber kein Wort, weder auf der Webseite noch auf dem Firmenblog. Und natürlich steht es jedem frei, seinen Kunden so viel oder so wenig zu erzählen, wie man als angemessen erachtet. Eine Firma aber, die gezielt den Markt der Kreativen der neuen Generation anspricht (Stichwort: Absage an die Massenproduktion und Lohnausbeutung), die aus oftmals gutem Grund nicht gut auf alles in China produzierte zu sprechen ist (begonnen von billiger Massenware, Lohndumping, über Blei in Spielzeug und durch Fabriken verseuchte Landstriche usw.usf.), tut sich keinen Gefallen damit, seine Kunden so zu täuschen.

Denn Karma Kraft belügt seine Kunden ja nicht, sondern verschweigt einfach nur geschickt das, was für seine Kunden vielleicht doch gut zu wissen wäre. Denn: wie sieht es, Stichwort "CPSIA" und "TÜV", mit den in China verwendeten Druckfarben in Bezug auf Blei aus? Was müssen die Kunden wissen, wenn sie ihre selbstdesignten Stoffe für Kinderartikel verwenden? Wie sieht es mit den Schadstoffrückständen in der Baumwolle und der Seide aus?

Diese Lücke überzutünchen wird auf lange Sicht nicht funktionieren - es sei denn, die Indiewelt schmeisst alle ihre guten Grundsätze über Bord und rennt dem billigsten Angebot hinterher, ohne viele Fragen zu stellen.

Dear Karma Kraft people, you've got a good business idea, but you've got a lot to learn. Disclose. Be honest and upfront about your business. That's the way to crafters' hearts.






July 26, 2009

Marketing with a message - that's a tough one.


Wenn das Wetter bescheiden ist, soll man drinnen sinnvolle Sachen tun. Wie zum Beispiel Photos bearbeiten, Archive aufräumen und richtig archivieren, und überhaupt mal wieder viele Punkte auf Listen abhaken.


Aus der Reihe "Great Moments in Marketing" - eine Archivaufnahme von 2005:



...die traurigen Osterfiguren waren leider schon ausverkauft.





July 24, 2009

Vision Board - Inspirationsboards für das iPhone (und iPod Touch)




Ein wenig hört sich diese Story an wie die übliche "Wie ich mein Leben in nur unglaublichen zwei Wochen ins komplette Gegenteil kehren konnte und supertotalirrewahnsinnig glücklich und erfolgreich wurde!"-Story. Aber dennoch teile ich die News hier kurz mit Euch, denn ich finde die Applikation recht interessant: Vision Board von Carla White ist eine Applikation für den iPod Touch und das iPhone und ist so etwas wie ein Crossover von einem inspirational journal und einem moodboard. Es soll Euch helfen, Ideen zu visualisieren und Pläne oder Ziele im Auge zu behalten. Ob man die Boards per Brainstorming erstellt, oder indem man seine Lieblingsphotos und Lieblingszitate und Ziele in die Applikation holt, um sie so zu visualisieren, ist dabei eher nebensächlich. Der Punkt dabei ist, dass man sie an einem Ort hat, wo man sie jederzeit betrachten kann, besonders, wenn man (mal wieder) in einem Motivationsloch steckt oder in die Tischkante beissen will.






July 23, 2009

Artikelserie: Digital Textile Printing bei Digital Output


Ich sagte ja bereits, dass das Thema "Fabric On Demand" beziehungsweise "Mass-Customized Digital Textile Printing" dieses und nächstes Jahr noch viel Aufmerksamkeit bekommen wird, und das dank voranschreitender Technologie auf dem Digitatextilprintsektor. Wer sich mehr für die technologische und wirtschaftliche Seite dieses Themas interessiert, sollte die Artikelserie bei Digital Output unbedingt lesen; Teil 1 ist in der Juliausgabe erschienen und hier zu finden.

In diesem Artikel kommen ausserdem auch die Macher von Spoonflower zu Wort und reden ein wenig über ihre Motivation für ihr Startup:

“About a year and a half ago my wife asked if I knew of a company that would allow her to design her own fabric. I’m an Internet geek, but my wife is an avid crafter who loves fabric and sewing,” says Stephen Fraser, co-founder, Spoonflower. The exchange led to the birth of Spoonflower, a company that produces short runs of on demand custom fabric for order over the Internet.

Printing custom fabrics struck Fraser as an intriguing idea. “The Web is a pretty good front end for designing everything from coffee mugs to shirts, calendars, and photo books. Why not fabric,” he asks.

Spoonflower hatten zu Beginn ihres Projekts zwar keine Erfahrungen auf dem Sektor des digitalen Textildrucks, aber dafür aber umso mehr mit der "on-demand"-Seite der Sache, denn beide Gründer kommen von Lulu.com (Print-on-Demand).

Und noch einmal in Zahlen ausgedrückt: rund 28.000 registrierte User hat Spoonflower seit dem Start 2008, und warscheinlich damit fast ebenso viele zahlende Kunden.



P.S. Ich habe ausserdem den Beitrag über KarmaKraft mit einem Nachtrag versehen.





July 22, 2009

handmade.Interview: Glasfaden


Es ist wieder einmal Zeit für ein neues handmade.Interview!

Ich möchte Euch heute Devi von Glasfaden vorstellen, deren Glas- und Filzdesign genauso einzigartig wie perfekt ist - Farben, Formen und Komposition ihrer Objekte ziehen die Blicke auf sich und laden zum näheren Betrachten ein.


h2.0: Tell us a little about yourself. What is your background, what influenced you to become the person you are today?
Glasfasden: I come from Jakarta, so I am still a Big City girl in my heart. Sometimes I need glamors to dream about and sometimes I need the anonymity and escape from everything. I think Jakarta has given me the opportunity to see some of the bests in many things (dances, theaters, art), which I'm pretty sure are still saved somewhere in my brain. It formed one part of my perfectionism, I think.

flower beadsI am a graduated computer scientist in media, but art is my true love. After trying to work against my call for a long time, I finally listened to my heart four years ago. Growing up as a 'sandwich kid' has turned me into a 'find-the-niche' and 'against-the-stream-swimmer' in person. My sister was very good in playing musical instruments and my brother in social life, so I rather took the way of doing my craft and art quietly in my bedroom and dream about the future [laughs]. Those talents I have inherited from my parents. My mom was the handcrafter and my dad the designer in our family, so to say; they don't work in these businesses though.


h2.0: What is your business all about? Is it inspired by any school, style or artist? And what inspires you, personally?
Glasfaden: My business is about my emotions. My work is the expression of my feelings and moods of the moment. There is no special concept behind it otherwise. In the first place, I make things to make myself contented. Only if I like the result I can sell it, too. So, sometimes it's really hard let the items go [laughs].
Take this piece, for example:

time machineIt was my favorite piece. I needed some days until I decided to list it. As it was sold, I somehow felt happy and sad at the same time. Happy that someone like it, too, and sad that I had to part with it. As a process to let loose I have made this piece and included it in the package. Sentimental, isn't it?

As for inspirations it can be anything I have subtitled my shop name 'glass, felt and more', because the work I make is often inspired by the materials I am using. The colors and textures of the materials, and also nature inspire me directly. But sometimes I also get inspirations unconsciously from different things, which my brain has saved during my whole life.

I love nearly everything Japanese, especially the traditional designs. And I love Magritte's and Escher's work - it is like jazz on canvas/paper to me! I also admire Hundertwasser, Gaudi, as well as Monet and Picasso. So, it could be that my work is influenced by all this - I don't know. As for glass, one of the glass artists, which has influenced me at the beginning was Diana East. I admire her work.

h2.0: If you could peek into the studio or office of someone - who would that be?
Glasfaden: Lalique's studio! They have a video on their website, which is enticing and which makes me want to see more. But actually, I'd love to peek into ANY! traditional handcraft studio!

h2.0: Do you have a website, a blog, a fanpage? Where can we find you on the web?
Glasfaden: I have a blog, where I talk about nearly everything, and I have started a photo blog, as I had the feeling I talk too much [laughs] (it's now a bit neglected though). I still have to set up my website, but I have been indecisive about the design: every time I finish programming the layout, my mood has already changed, so I throw it away. It happened three times, and for the time being, I give up on that. My Etsy shop is a lot easier to handle, and it is less time consuming to change the banner!

h2.0: Where can we find your products in the real world?
Glasfaden: At the moment I only sell my products through Etsy. I am not only a perfectionist, but also a control freak, you know. I wish I had the money to open my own B&M shop. I'll keep on dreaming, as dreams sometimes come true!

sunday afternoon
(Glasfaden's studio on the left)

h2.0: Words of wisdom -- if you could share one word of wisdom to beginning indiepreneurs/artists, what would that be?
Glasfaden: Swim with the mainstream to learn, but dare to swim away to find YOUR stream; if needed, even against the current. Keep your eyes and heart open. Take one step after another, be patient. Good luck! :)


Thank you, Devi, for the time and for letting us peek into your studio!








July 21, 2009

Wo sind die Start-Upper?


Twitter ist schon ein tolles Ding. Nicht nur, dass man mit Freunden locker in Kontakt bleiben kann. Nein, man bekommt auch ganz nebenbei mit, dass es offensichtlich schon feste Pläne gibt, Spoonflower auch auf dem deutschen Markt anzusiedeln (ich frage mich allerdings, wie es geht, dass man auf der anderen Seite nicht mal weiss, welche Bezahlungsarten in Europa präferiert werden, aber das wäre dann wohl auch das geringste Übel). Nicht gleich für ganz Europa, sondern offensichtlich Länderversionen.

Ich hab's ja gesagt - Startuppers, legt los, es besteht Bedarf und Potential für einen europäischen Spoonflowerklon. Aber hat wer auf mich gehört? Natürlich nicht....

MixTape Zine #10 ist da!


Das sind die News, die ich gerne in meiner Inbox habe: MixTape Zine hat gerade im aktuellen Newsletter die Ankunft der zehnten Ausgabe des beliebten handmade/DIY-Zines bekannt gegeben!



Wer nun an das deutsche CUT denkt (aus München, derzeit mit einer Ausgabe am Markt), liegt gar nicht so falsch, allerdings ist MixTape bereits seit zwei Jahren auf dem Markt und kommt aus Australien, wo es von Justine Telfer und zahlreichen Mithelfern gemacht wird. Inspiration sicherlich nicht ausgeschlossen.

Die aktuelle Ausgabe vom MixTape Zine wird wieder in einer kleinen Auflage von 1.500 Stück gedruckt - und ist erfahrungsgemäss schnell vergriffen. Vorbestellungen können derzeit über MixTapes Shop bei BigCartel aufgegeben werden. Printausgaben der vorangegangenen Ausgaben sind in der Regel nicht mehr erhältlich (da, genau, vergriffen), aber sie sind für wenige US-Dollar als PDF zu kaufen (MixTape ist aus Australien, aber der Shop ist bei BigCartel gehostet... also müssten die Preise in USD sein) (jetzt aber: alle Preise in australischen Dollars; BigCartel verstösst hier etwas gegen die Ausweispflicht bei Währungen, da bei ihnen sämtliche Dollars nur als $ gekennzeichtnet werden... ärgerlich) was für nicht-Australier vielleicht auch günstiger in Hinsicht auf die Versandkosten ausfallen dürfte.





July 20, 2009

Food Trucks, Twitter und Indie Style: everything is possible.


Das Geschäftsmodell vom twitternden, indiemässigen Foodmobil scheint ja zu boomen: im Mai hatte ich ja mit Euch die News über Cupcakes in New York geteilt, und wie Twitter ein wichtiges Marketingtool für die Verkäufer der leckeren Minikuchen ist; denn man teilt den nächsten Standort per Tweet mit (und zumindest für die USA ist es ja möglich, die Tweets seiner Lieblingstwitterer per SMS aufs Handy zu bekommen).

Twitter ist aber mittlerweile beliebtes Kommunikations- und Marketingtool der amerikanischen Food-Trucker schlechthin geworden. Best Practice berichtete Anfang Juli über den Eistruck von Coolhaus in L.A., und CNET brachte einen schönen Artikel "When Twitter met food trucks".

Food Trucks sind seit Jahren Bestandteil der US-amerikanischen Verpflegungsindustrie; kein Bürokomplex im Silicon Valley zum Beispiel, der nicht jeden Mittag von einem Food Truck angesteuert wird, welcher sich in Sekunden in eine mobile Küche verwandelt. Der mobile Eisverkäufer gehört für viele Amerikaner zur Kindheit wie für uns die fahrende Gelateria im Bulli. Unverkennbar aber: vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Indiepreneur-Welle zeichnet sich in der Food Truck-Szene jenseits des Atlantiks generell ein neuer Trend ab, nämlich hin zu alternativen Geschäftsmodellen unter Zuhilfenahme neuer Technologien, bio bzw. nachhaltigem Lebensstil, und einem Schuss Retro (Fresher than Fresh sind ein Beispiel dafür, und sie haben ganz aktuell einen schönen Artikel im WBJ bekommen).

Eine Idee, die sich vielleicht und mit den nötigen Modifikationen auch hier ansiedeln könnte?






July 19, 2009

Open Source Documentary: "Digital Revolution"


Gerade noch aus dem Feedreader gefischt: t3n berichtete über ein neues Projekt bei der BBC: "Digital Revolution" - bis 2010 soll das Internet (und wie es unser Leben verändert) analysiert und die Ergebnisse dann im Fernsehen ausgestrahlt werden. Typisch web2.0-Manier: "Digital Revolution" versteht sich als OpenSource-Documentary, ist also als Mitmachprojekt angelegt, und um Mitarbeit und Beiträge wird ausdrücklich gebeten.

Insgesamt wirklich sehr interessant, auch die Form der Kollaboration; BBC verweisen bereits auf Time's Person of the Year 2006 (auch schon wieder drei Jahre her!), und vor dem Hintergrund von (Konsum-)Modellen wie dem von z.B. Maslow wird dieses Projekt sicherlich zu sehr interessanten Ergebnissen kommen.





handmade Geek-Zeug


Erinnerte mich gerade ganz spontan an das Cover der aktuellen t3n-Ausgabe:




L'aterlier de Lulu produziert Taschen und Schoner für Geek-Endgeräte.






July 18, 2009

Häkelschnecken!


Nein, keine lahme Anmache, aufgeschnappt auf dem letzten handmade-Markt. Aber eventuell zu sehen, und zwar heute Abend, wenn bei Bear + Bird in Lauderhill / Florida die Stitch Wars-Ausstellung eröffnet wird!




Die Ausstellung läuft vom 18. Juli bis zum 29. August 2009.
Öffnungszeiten wie Bear + Bird:
Mo-Do 11-20h; Fr & Sa 11-21h; So 12-18h.

Ausserdem auch online zu finden:
blog | flickr | webshop






July 17, 2009

Awesome Aktionismus: Kreative Morgende


...kreativ schon am Morgen? Geht nicht? Doch.

CreativeMornings machte heute in der techratign*-Blog-Welt die Runde, und verdienterweise. Nicht nur, weil die Veranstaltungsreihe von sich aus schon interessant und brilliant ist, sondern weil sie von keiner anderen als der Swiss Miss gemacht wird (aber das wisst Ihr bestimmt alle).
Da sie derweil daheim in der Schweiz auf Ferienbesuch ist, hat sie die Gelegenheit auch gleich genützt und heute den ersten Creative Morning auf Schweizer Boden veranstaltet, und zwar zusammen mit Freitag Design.

Eine CreativeMornings-flickr group gibt es hier, und hier wird getwittert.

*tech/kreativ/design - ha!








July 16, 2009

Der Himmel hilft immer...


... man muss nur wissen, wie. Und Schwester Mary Martha von Heaven Help Us weiss es ganz sicher. Heiligs Blechle.


Da hätten wir zum Beispiel schnelle Hilfe für hoffnungslose Fälle, Beistand für Schauspieler und Anwälte, genauso wie eine Portion positives Denken für alle die, die immer nur die negative Seite im Leben sehen wollen, und natürlich jede Menge gute Vibes für alle die, die ihren Lebensunterhalt mit Basteln verdienen wollen. (v.o.l.n.u.r.) All dies und noch viel mehr hält Schwester Mary Martha in ihrem bescheidenen Etsyshop für alle armen beistandsberaubten Seelen bereit.

Jetzt kann eigentlich nichts mehr schief gehen, oder?






July 15, 2009

Mehr Zakka auf dem Desktop




Die Zakka-Spezialistin [moi-même] war mal wieder unterwegs und hat Euch diesmal ein paar schöne  ざっか-style Desktopbilder direkt aus Japan mitgebracht: Maskingtape, Schlüssel, Zweig, Matryoshkas, Zwirnrollen, Blume.

(Collage ist von mir, die Desktopbilder sind Goodies von Orner)






July 14, 2009

Slightly blonde (Etsy) moment.


I actually feel a little dumb now. Let me tell you why.

I have lamented in the past how Etsy's poster sketch tool is everything else but interactive - meaning, you can build a wonderful, 16-slots-max poster with it, but you can't export it like you can for example your Etsy mini. And it's not clickable at all! It's not a widget, and obviously it just sits there to look neat and help people prepare a treasury, should they ever be so lucky to snatch one up. All you can do is take a screenshot of the finished poster and edit it in your favourite image editing application.Or share your favourite picks using your Etsy mini (=dumb solution). Or use Craftcult's Vault (=limited creativity). In short, Etsy's Poster Sketch is a nice gimmick, but effectively, it's useless.

But duh.

Here's how you create a nice interactive shopping poster, with the help of the Etsy poster sketch tool and a bit of thinking - that's where I obviously went short for a while, because I relied on the fact that.... never mind. I usually click and inspect a lot of sourcecode, just with Etsy for some reason I relied that they provide all tools and means freely, to help their users market Etsy.

Anyways.

1. Open Notepad or any other plain editor that doesn't mess up code.
2. Paste this snippet into the new document and save:

<script type="text/javascript" src="http://www.etsy.com/etsy_mini.js"></script><script type="text/javascript">new EtsyNameSpace.Mini(0, 'list','gallery', 5,3, [COPY IDs HERE]).renderIframe();</script>

A few settings:
→ 5 refers to the amount of rows
→ 3 refers to the amount of columns
→ 'gallery' sets images to 155x125px ; 'thumbnail' sets images to 75x75px

Consequently, the setting in the snippet above allows for 15 items (3x5 slots) in gallery view mode; depending on the size of your blog, you'll have to find a format that will suit the space better, e.g. 4,2 (4 rows, 2 columns) in thumbnail mode etc.


3. Create a poster sketch. Alternatively, copy listing IDs right out of a listing's URL and skip step 3.
4. When everything sits in place, go and copy the listing IDs.
5.Copy the listing IDs in between the []-brackets of the script snippet. Save again.
6. Copy the complete snippet and paste it into a new blog post. You can only use this if your blog or blog host allows scripts, so make sure this script will work before you invest time in a new poster.
7. Lastly, if you want the poster align other than to the left of your blog post, if you want to give it a neat little border or a title or caption, you'll have to add a bit of CSS around the script.

Obviously, this still doesn't hit it, because it's still time-consuming. Time that we had better spent on doing much more marketing, working, designing... but it is a bit time saver, because you'll get around typing out shop names and linking them to the respective product listings on Etsy. I know what I'm talking about.

SEO-wise, this poster won't help the featured shops ranking better, because you don't type out text and names anymore. But I think that in exchange for convenience and time saved, this really comes down to a minor thing. We really shouldn't worry about SEO with every click we do.

And now.... looks much better, doesn't it (it's clickable, yay! Try it! :) ):






July 13, 2009

Awesome Aktionismus: Craft Corps



Vickie Howell lebt in den USA, ist aktive Craftista, Autorin hipper Handarbeitsbücher, Bloggerin - und hat ausserdem das Craft Corps ins Leben gerufen:
"One of the greatest gifts that crafting has given me is community. Because of craft, I share a common bond with people all over the world–people of different backgrounds, religions, philosophies and creeds. People who I likely would’ve never met, spoken to or shared with, had it not been for our common bond as creative beings. People like you!"
Auf Craft Corps teilt Vickie Howell die Geschichten -craftographies (klasse Wortschöpfung!)- anderer Craftistas, Designer und Schöpfer kreativer Dinge mit ihren Lesern; eine Art Versuch also, das Wesen der Craft-Bewegung zu ergründen, und die Welt kann lesend daran teilhaben. Im Mai 2010 erscheint bei Lark Books das Buch zur Webseite: Craft Corps - The Book. Hierfür wurden 30 Geschichten sehr bekannter Designerinnen, wie zum Beispiel Amy Butler und  Cathy Cano-Murillo, ausgesucht und mit weiteren 60 Profilen weniger bekannter Kreativer zu einem offenbar interessanten Lesevergnügen zusammengestellt.






Awesome Aktionismus: Creating a New Craft Culture Conference














In Sachen Awesome Aktionismus gehen die USA wieder einmal den nächsten Schritt: der American Craft Council wird im kommenden Oktober eine Konferenz unter dem Motto "Creating a New Craft Culture" abhalten.
Vom 15. bis zum 17. Oktober kommen in Minneapolis Menschen zusammen, um zu diskutieren, wie die "new craft culture" das Bild von Handarbeit/Handwerk als Lebensstil und als Verdienstquelle beeinflusst.




July 12, 2009

Buchtip (Sommerfrische, II)


Buchtip

Nachdem ich Euch am Dienstag mit drei eher theoretischen Büchern in die Sommerfrische verabschiedet habe, habe ich nun beschlossen, noch eine Runde mit praktischen Büchern hinterher zu schmeissen - quasi für die, die den Sommer über doch lieber ein wenig Handarbeit statt Kopfarbeit leisten wollen.





Betz White
Sewing Green
25 Projects Mande with Repuposed/Organic Materials

STC (2009)
isbn 1584797584

ca. 18€

Betz White ist nett, und ihr Buch ist schön layoutet. Die Ideen darin dürften erfahrene Craftistas nicht gerade vom Stuhl werfen, Anfänger und Fortgeschrittene hingegen werden hier schöne Ideen finden, die sich auch sehr einfach abwandeln lassen.






Douglas Clouse & Angela Voulangas
The Handy Book of Artistic Printing

Chronicle Books (2009)
isbn 9781568987057

ca. 30€


Auf Chronicle Books ist Verlass: der Verlag publiziert regelmässig Bücher, die man einfach im Regal haben muss. Wer sich für Drucktechniken, und hier ganz besonders für die gute alte Druckerpresse interessiert, wird in diesem Titel reichlich Ideen und Beispiele guter Druckkunst finden. "Letterpress" ist bereits seit gut fünf Jahren wieder beliebt in Amerika - und nur so langsam wird diese schöne Technik auch hier in Deutschland wieder entdeckt. Vorbei sind endlich die Zeiten, in denen "Letterpress" als spiessig galt. Es darf experimentiert werden, und was dabei herauskommt, kann man mittlerweile eben nicht nur mehr in den USA bewundern, sondern auch hier. Und eben in diesem schönen Buch.






インテリア雑貨を手作りする本
(Handgemachte Möbel und Wohnaccessoires)

Gakken (2006)
isbn 4056045542

ca. 17€


Wer lieber etwas handwerkeln möchte, der findet vielleicht in diesem japanischen Titel Ideen - es ist eines der drei Bücher, die ich hier vorangekündigt hatte.
"Handgemachte Möbel und Wohnaccessoires" ist ein sogenanntes Mook aus dem Gakken-Verlag. Mook ist eine Neologisme aus magazine und book und bezeichnet in Japan Bücher mit Softcover, die sich einem speziellen Thema widmen. Daher werden so viele japanische Handarbeitsbücher auch mook genannt.

Einer der Vorzüge japanischer crafty Bücher ist, dass man kein Japanisch können muss, um zu verstehen, worum es geht, denn ich habe noch kein Buch gekauft, dessen Anleitungsskizzen wirr und nicht verständlich gewesen wären (natürlich hilft ein bisschen Japanisch... aber es geht wirklich auch ohne).
Dieser Titel beschäftigt sich ausschliesslich mit DIY-Hausverschönerung, und dabei reichen die Projekte von junk style (in Japan ein Renner) bis modern. Alle Projekte sind für das kleine Budget gedacht und mit Zutaten aus dem Baumarkt und vom lokalen Trödler realisierbar - etwa eine tolle Stehlampe aus Holzleisten oder ein Schmuckkasten mit Glasdeckel; Bücherregale und Notizboarde, Schränke für Küche und Bad, ein gemauertes Regal für das Schlafzimmer  - allesamt schöne Ideen.

July 11, 2009

Mami, Mami, ich will ein Pony...







"...weil alle meine Etsyfavoriten ausverkauft sind!"

"Ja, mein Kind, da hast Du leider Pech gehabt. Denn auch auf Etsy gilt, 'Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.' Und ein Pony strickst Du Dir gefälligst selber. Wozu haben wir Dir Nadeln und Wolle gekauft?"





LaBastellerie - Basteln im Pool


LaBastellerie sorgt am 25. Juli für ein Bastelerlebnis der anderen Art - also, noch einmal anders als sie es sowieso schon tun: denn diesmal wird zum Basteln im Pool geladen!

Ab 17h wird wieder gebastelt, nämlich in der Tentstation in Berlin-Tiergarten, ausserdem gibt es wie immer loungige Atmosphäre inklusive Grillmöglichkeiten (Grillgut selber mitbringen, Grillgeräte gibt es vor Ort), und ab 21h kommt Livemusik dazu. Mehr Info gibt es auf dem Blog der Bastellerie.

Die Tentstation liegt übrigens gerade einmal fünf Minuten vom Berliner Hauptbahnhof entfernt (nämlich im Tiergarten / Moabit) und bietet doch eine Campingmöglichkeit im Grünen - das nennt man dann "urbanes Campen". Total klasse.


Was? - LaBastellerie
Wann? - Am 25. Juli 2009, ab 17h
Wo? - Im Pool der Tentstation, Seydlitzstrasse, 10557 Berlin



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July 10, 2009

Buchtip (Sommerfrische 2009)


Buchtip

Da sich ja nach und nach alle in die Sommerfrische verabschieden, dachte ich mir, dass ich Euch mit ein paar guten Buchtips versorge. Thematisch relevant, versteht sich.




Faythe Levine & Cortney Heimerl
Handmade Nation
The Rise of DIY, Craft, Art and Design

Princeton Architectural Press (2008)
isbn 1568987870
ca. 17€


Der gleichnamige Dokumentarfilm (Preview unten via YouTube) wurde auf dem amerikanischen Kontinent mit grosser Spannung erwartet, ist dort im Februar angelaufen und tourt seitdem erfolgreich durchs Land. Bleibt abzuwarten, ob er es auch über den Teich schafft, bzw. ob er überhaupt auf Interesse stösst. Solange aber können wir uns mit dem Buch zum Film vertrösten (ein paar Einblicke gibt es auf flickr - bitte die Timelinegrafik zu beachten, besonders die Journalisten da draussen!).










Richard Sennett
HandWerk
Berlin Verlag (2008) (dt.)

isbn 3827000335
ca. 22€




HandWerk hat gespaltene Reaktionen unter Lesern und Rezensenten hervorgerufen - wer sich nicht scheut, den Sommer über anspruchsvolle 480 Seiten durchzuschmökern, sollte sich auf einen Dialog mit Sennett einlassen. Zum Einstieg hier eine schöne Buchbesprechung bei SWR2 (direkter Link zur mp3).

Wer das Buch lieber im englischen original lesen möchte, kauft "The Craftsman" (Amazon hat eine Preview).


Ausserdem noch ein Buch, mit dem ich meine Sommerlektüre beginnen werde:



Sandra Alfondy
NeoCraft
Modernity and the Crafts

NSC Art&Design Press (208)

isbn 091961647X
ca. 30€


NeoCraft ist eine wissenschaftliche Aufsatzsammlung, die "Crafts" innerhalb der Moderne kontextualisieren. Die Sammlung ist die Publikation zur gleichnamigen Konferenz, die 2007 in Kanada am Nova Scotia College of Art and Design stattgefunden hat.
"The crafts occupy an important role in material, globalized modernity, and as such they must be understood through a multiplicity of gazes. With that in mind NeoCraft: Modernity and the Crafts unites an international, interdisciplinary range of writers who are actively contextualizing modernity and the crafts. [...] NeoCraft is divided into five central themes: Cultural Redundancy or The Genre Under Threat; Global Craft; Crafts and Political Economy; Invention of Tradition: Craft and Utopian Ideals; and Craft, the Senses and New Technologies."


Podcasts der Konferenz können auf der NeoCraft-Homepage heruntergeladen werden.

effective yet unobtrusive


...ist, was mir auf den ersten Blick einfiel, als ich beim Zusammenfalten des Kassenzettels von Steimatzky auf die Rückseite sah:



"Ein Tag, an dem du nicht gelacht hast, ist ein verschwendeter Tag."
Darunter noch die Quelle ("Zitate für jede Zeit") et voilà: unaufdringliches Cross-Marketing, das man sich vielleicht gerne an die Pinnwand daheim hängt oder im Portemonnaie herumträgt.


July 9, 2009

Selbermachen ist im deutschen Mainstream angekommen


Selbermachen ist im deutschen Mainstream angekommen.

In der Laura (Verlagsgruppe Bauer) gibt es aktuell einen Artikel, die BRIGITTE (Gruner + Jahr) hat einen Deal mit DaWanda für crafty Tutorials, LandLust (LVH) bringt aufgrund des grossen Erfolges die schönsten Handarbeits- und Bastelanleitungen vergangener Heftausgaben als Buch heraus, und so weiter, und so fort.

Meine Stats verraten mir, dass jeden Tag zahlreiche Journalisten und Verlage das deutschsprachige Web zum Trend des Selbermachens abgrasen und "recherchieren" -- aber zu lesen ist dann immer wieder der gleiche alte Kram von Jessica Parker, Baumärkten, Zitate von Psychologen, Konsumforschern und der Initiative Handarbeit, die natürlich nie mit einer Quelle belegt werden und zuvor bereits genau so tausendmal verwurstet worden sind.

Selbermachen ist im deutschen Mainstream angekommen -- aber leider schaffen es nur die wenigsten Journalisten, auch mal neues drüber zu schreiben, geschweige denn mit einem Verständnis für die Nische; die anderen schreiben immer nur voneinander ab. So ensteht neben verdienter Publicity für einige deutsche Craftistas leider der Eindruck, als drehe sich dieser Trend bereits um sich selbst.





July 8, 2009

Fast so schlimm wie doppelte Verneinung.


Wieder mal ein typischer רק בישראל (only in Israel)-Moment:




Kaugummi mit.... Obacht.... Kaugummigeschmack: "Must Bazooka - Kaugummi mit Bazookageschmack"

(zum Vergleich: eigentlich ist Must weiss, so wie in der hinteren Packung Typ "Litschi")
(und: keine Ahnung, was das soll. Bazooka Joe gibt es in Israel auch im Original. Und es ist koscher.)
(aber: Must Bazooka ist ein, wie soll ich sagen, Bombenerfolg...)





Vor der Schlammschlacht ist nach der Schlammschlacht.


"Etsy Bitch" ist ein Blog, das ich nicht lese, weil es meiner Meinung nach nicht lohnt (es sei denn, man hat eine kranke, aufmerksamkeitsdefizitäre Ader und zu viel Zeit im Büro, Atelier oder daheim, und zieht es vor, sich an unkonstruktivem Dauergemobbe zu weiden... oder schlimmer). Aber per 3rd-Party-Gezwitschere bin ich nun doch dort gelandet und las, dass dank dieses Blogs ein Artikel für das Fortune Small Business Magazine zustande kam, der sich an den Zipfel derer hängt, die nun nicht mehr positive Presse über Etsy schreiben, sondern lieber mal "was Kritisches". Aber Kritik und Kritik ist so eine Sache - und im Fall des vorliegenden Artikels stellt sich mir erstmal die Frage, was eigentlich erreicht werden soll?

Jessica Bruder hat diesen Artikel verfasst, in dem unter anderem auch nicht gerade schlecht subtile Werbung für Etsys momentane Konkurrenz Artfire betrieben wird (wir erinnern uns, dass es bereits über 60 handmade Marktplätze im Web gibt)  - mindestens eine Bloggerin auf EB engagiert sich überaus aktiv im Dunstkreis des Marktplatzes; wenn man genau hinschaut, ist sie allerdings ein Beispiel dafür, wie man seine handmade Karriere, sei es auf Etsy oder andernorts, gerade nicht angeht - und dafür kann man auch keinen Betreiber eines Marktplatzes verantwortlich machen, sondern muss sich erstmal selbst an den Ohren ziehen. Dass das der Journalistin bei aller Recherche nicht aufgefallen ist, mag ein weiteres Indiz dafür sein, dass unklar bleibt, was nun der eigentliche Punkt des Artikels ist.

Wenn ich richtig verstehe, so will dieser Artikel zeigen, wie "mainstream" Etsy angeblich geworden sei; wie käuflich und damit korrumpiert bis hin zur Zensur auf dem hauseigenen Forum, angesichts der vergangenen Finanzierungsrunden und Persönlichkeiten, die sich nun unter den Investoren und Beratern tummeln. Dem wird einzig und allein Artfire gegenüber gestellt, dessen Gründer heraushebt, wie "handgemacht" doch der eigene Marktplatz ist, nicht ohne einen gewissen unausgesprochenen Stolz, dies alles auch noch ohne Finanzspritze leisten zu können. Was alles, eigentlich? Artfire hat im Moment noch ein leichtes Spiel, denn es hatte nichts weiter zu tun, als Etsys Marktplatzmodell zu kopieren und die Features einzubauen, auf die Verkäufer bei Etsy zugegebenermassen vergeblich warten - der Anteil der Eigenarbeit in Bezug auf Produkt- und Ideenentwicklung? Verschwindend gering und damit nichts, worauf man über die Masse stolz sein kann.

Seit der letzten grossen Finanzierungsrunde bei Etsy gab es neben Geldsegen bekanntlich grossen Hausputz - genau das, was sich besonders die Etsyverkäufer gewünscht hatten, die sich auf 100% etsykritischen Blogs und Foren auslassen. Die Anstellung professioneller Leute wurde gefordert, ein Aufstocken des Operationsteams, der Kundenbetreuung, und nicht zuletzt auch waren die Rufe laut nach einem neuen Chef. Dies ist nun alles passiert - und das Gejammere geht unvermindert weiter. Dabei werden neue Features, viele davon auf Userwünschen basierend, so schnell wie nie zuvor herausgebracht, werden die User so stark wie nie zuvor in die hauseigene Presseaktivitäten mit einbezogen, und vieles mehr. Aber einigen ist dies offensichtlich nicht genug - vielleicht, weil sie nicht zu denen gehören, die mehr Etsyruhm abbekommen als andere? Vielleicht, weil es ihnen trotz aller Neuerungen immer noch nicht gelungen ist, die Etsymillion zu verdienen? Worum geht es hier also überhaupt? Wirklich um das kantsche Prinzip, oder unter dem Strich doch nur darum, auch mal im Etsy-Rampenlicht stehen zu können, ohne auch nur allzuviel selber tun zu müssen?


Denn das ist das falsche Prinzip, ein Business nachhaltig aufzubauen, und kann auf  lange Sicht nirgendwo aufgehen. Neue Marktplätze wie Artfire, oder in Deutschland eifrige Konkurrenz zu DaWanda, werden es so lange gut haben, wie die Kritik frustrierter User sich nicht auch gegen sie richtet. Solange frustrierte User wunderbar dazu gereichen, um sie als Sprachrohr zu nutzen, das kostenlos Werbung macht und dabei noch ordentlich gegen die Konkurrenz ätzt, ist die Welt in Ordnung. Aber irgendwann wird sich der Frust legen, und User, die lieber ätzen als sich um ihr eigenes unabhängiges (!) Label zu kümmern, werden sehr bald ein neues Ziel für ihren Frust suchen. Denn nichts ist einfacher, als durch Aggression von den eigenen Problemem abzulenken.


Wären alle die, die sich konsequent und unablässig ätzend im Web produzieren, wirklich erfolgreich mit ihren Minilabels, hätten sie sehr wahrscheinlich nicht annähernd so viel Zeit, sich leidenschaftlich Dingen zu widmen, die sie eigentlich nicht weiter kratzen dürften: wenn Etsy so schlecht ist, dann schliesst man seinen Shop und zieht weiter, denn ich wüsste nicht, dass Etsy nun auch Aktien verkauft. Genau das ist aber, was viele nicht verstehen, was aber in dieser Nische Businesslektion Nr. 1 sein sollte: Dein Indie Microlabel ist nur so unabhängig wie Du selbst es zulässt.


Der einzige Fehler von Etsy war, mit dem Austausch der Entwicklerriege zu lange zu warten, die User zu früh und zu tief in die Entwicklung des Marktplatzes mit einzubeziehen, und viel zu lange keine Fachleute im Marketing und in der Presse sitzen zu haben. Denn bei aller Liebe für handmade - Business ist immer noch Business, und für User wie für Seitenbetreiber gilt: Kunst kommt von Können. Auch im Social Web.





July 7, 2009

has.Paragraph?


In Deutschland oder der EU ein Unternehmen zu gründen, ist schon schwer genug. Davon können viele der handmade2.0-LeserInnen sicherlich ein Lied singen. Ich frage mich, ob es in den USA, quasi Land des eCommerce, der Online-Mom&Pop-Läden, der Indiedistros usw.usf. , ob es dort also ähnliche Abmahnwellen gibt wie wir sie hier immer wieder im Netz diskutiert sehen?

Der eCommerce-Blog verlinkt zu einem Update über die Informationspflicht beim Internethandel.

Die Änderungen im Internetrecht sind oft so verwirrend und so komplex, dass man wiederum einen Spezialisten dafür bezahlen muss, dass auch die rechtlichen Dinge im Shop stimmen - und die Honorare dafür können ganz schön happig sein.

Ich habe jede Menge Hochachtung vor all den Kreativen, die sich auch von Paragraphenwäldern und der abmahnfreudigen Konkurrenz die Ideen und die Begeisterung des künstlerischen und handwerklichen Schaffens nicht vermiesen lassen!







July 6, 2009

CUT Magazine bekommt ein Blog




Irgendwie ganz leise und ohne grosse Presse passiert: CUT hat die Homepage mit mehr Leben gefüllt und ein Blog draus gemacht. Also gleich den RSS-Feed buchen!








handmade termin Belgien: Markt van Morgen (Juli)











Über den Markt van Morgen hatte ich bereits geschrieben und darauf hingewiesen, dass diesen Markt unbedingt besuchen soll, wer Richtung Antwerpen reist - immerhin finden die Märkte regelmässig statt.



Am 12. Juli, also am nächsten Sonntag, findet der Markt van Morgen wieder statt - man finde sich also in der Kloosterstraat in Antwerpen ein und geniesse zwischen 10 und 18 Uhr die handgemachten Produkte der Craftistas und Indies im benachbarten Belgien!

Weitere Attraktionen ist Musik frisch vom Plattenteller und ein mobiles Atelier, in dem die Marktbesucher unter professioneller Anleitung ihre alten Kleidungsstücke zu neuen Kreationen recyceln können -- die neuen Designstücke können danach gleich im markteigenen Fotostudio abgelichtet werden. Ganz Mutige präsentieren sich sogar beim Gang über den Laufsteg!

Was? - Markt van Morgen
Wo? - Kloosterstraat, Antwerpen (Belgien)
Wann? - 12. Juli 2009, 12-18 Uhr

Eintritt frei.


Auf der Webseite vom Markt gibt es ausserdem eine Fotogallerie der vergangenen Termine, eine Anfahrtsbeschreibung, sowie unter "deelneemen" (Teilnehmen) ein Formular und eine Anleitung für alle, die auch auf dem Markt verkaufen wollen.

July 4, 2009

Mass-customization: everybody joins the handmade revolution


Nachdem sich der Erfolg von Spoonflower so langsam herumgesprochen hat (mehr zu Spoonflower hier), sind bereits erste Mitstreiter auf den Zug aufgesprungen - über Karma Kraft hatte ich Anfang Juni geschrieben.

Inzwischen kann man auch Firmen wie Global Weave finden, die sich allerdings weniger an die handarbeitende breite Masse richten, sondern an Textildesigner, die ihre Designs zu "Mass Customization Prices" fertigen lassen möchten. Leider haben sowohl Global Weave als auch Karma Kraft gemein, dass sie den Eindruck erwecken, nicht gerne allzuviel ihres Unternehmens preis geben zu wollen: auf den Webseiten sind Informationen knapp gehalten, während Versprechen anscheinend gross geschrieben werden.


Nun ist dieser Nische Eye Candey hinzugetreten, die zwar im Moment noch in beta sind, derweil aber schon einmal einen Etsyshop laufen lassen, die ausserdem auch T-Shirts und Buttons bedrucken können, Webshops verkaufen (warum sind sie dann eigentlich auf Etsy?).... die also irgendwie alles können, und deren Webauftritte unter Eye Candey, Candeystore, Brand Candey und dem hauseigenen Blog auch genauso aussehen: kunterbunt durch den Garten, kontextlos, kein Branding, chaotisch (Indiepreneurs, don't try this at home).


Ganz originell (dass die Domain noch nicht vergeben war?!) sind Fabric On Demand; online erst seit Anfang 2009, aber länger im Geschäft, denn sie sind eigentlich ein ganz normales Textildruckunternehmen irgendwo in South Carolina/USA.
Dass man (von Spoonflower) gelernt hat, wie Social Networking geht, ist offensichtlich: man twittert, veranstaltet Wettbewerbe, bietet Social sharing/bookmarking, und im Pressebereich wartet man mit regelmässigen Value-Added-PR-Aktionen auf. Den Betreibern von Fabric On Deman ist ausserdem nicht entgangen, mit welchen Schlagwörtern und Phrasen der handmade Hype* funktioniert - und so hat man auch gleich eine passende Tagline formuliert: "Join the handmade revolution".
Preislich hat man sich gut angepasst, rund $18 kostet der Druck per Yard (0.92m) auf einfacher Baumwolle. Nur das mit den internationalen Kunden kann man noch nicht so reibungslos - die müssen erst nachfragen.

2010 werden wir in dieser Nische mit Sicherheit noch einigen Zuwachs erleben dürfen.

Trotz aller Konkurrenz: Spoonflower machen es meiner Meinung nach immer noch am besten vor, wie man sein Unternehmen erfolgreich web2.0-kompatibel macht, das Konzept relativ klar herüberbringt und ausserdem Social Media so einsetzt, dass es ein echter Zugewinn ist und keine dilettantische Störfrequenzveranstaltung.

Und daher nach wie vor die Frage: möchte keiner ein Fabric-on-Demand-Projekt für Deutschland starten, oder sogar für die EU? Eine Seite wie Eye Candey vertraut da auf Pikiware. Naja. Spoonflower hingegen haben sich an VigetLabs gewandt, die sich ausserdem auch noch darum gekümmert haben, dass die Spoonflowerleute die Seite anschliessend weitgehend selber managen können.

Nicht zuletzt Veranstaltungen wie der Holland Stoffmarkt zeigen, wie gross die Nachfrage nach schönen Stoffen ist, bzw. wie gross die Begeisterung für Stoffe sind, die nicht jeder verarbeitet. Es wird viel genäht, viel entworfen und ausgedacht, und trotz der vielleicht nicht ganz budgetfreundlichen Einfuhrfreiheitsgrenzen von gerade einmal 22€ (dazu z.B. hier gebloggt) nutzen mittlerweile viele Craftistas in Europa Spoonflowers Service. Ich bin mir sehr sicher, dass mit einem innereuropäischen Anbieter gleicher Qualität viel grössere Mengen in Auftrag gegeben würden -- es ist mittlerweile auch beliebt, seine selbstdesignten Stöffchen in kleinen Packs im eigenen handmade-Shop zu verkaufen. Ein wenig wie Starrummel in der Indie-Designer-Szene, wenn man so will - es schwingt auf alle Fälle immer auch der verdiente Stolz mit, etwas erschaffen zu haben, das andere nun weiterverarbeiten und begeistert herumzeigen.

Der Trend zum Selbermachen hat noch lange nicht seinen Höhepunkt erreicht - und ich würde so gerne erleben, dass alle die, die jeden Tag nach "Spoonflower Deutschland" googeln, auch irgendwann einmal einen Post bei mir lesen können in dem steht, "[Brand name] - das Spoonflower für Deutschland".



*Das englische Wort "hype" wird übrigens haip ausgesprochen. Für alle, die verzweifelt danach googeln.

handmade.Telegramm (4.7. '09)


handmade telegramm

got.Comments? - Nach "Ein ♥ für Blogs" nun "Save Our Blogs"; zwar nicht vom Stylespion, aber die Dame sagt, Kommentare seien wichtig für Blogs, jedoch dem Aussterben nahe. Kleine Webbanner sollen dagegen angehen.

got.IndieFabrics? - 95% aller Stoffkäufer (in den USA) kaufen Kette. Project95 möchte, dass mehr Leute in Fachgeschäften kaufen.

got.Blog? - Living At Home sind nun auch -leicht linksdrallig, positioningmässig- unter die Blogger gegangen. Und entdecken, dass es sowas wie einen Trend zu handmade gibt. Moin.





July 3, 2009

handmade.Telegramm (3.7. '09)


handmade telegramm

Nochmal Beton - Egg Mercantile hat Alexa Lixfeld's "Metamorphosen" ins Programm aufgenommen. Sehr cool, freut mich!

SoIstDerSommer - jedenfalls bei Design*Sponge, wo ein Wettbewerb des schönsten Sommerphotos zu Ende gegangen ist. Hier sind die Gewinner. Mein Favorit sind die Erdbeerkörbchen, aufgenommen von Jodi McKee.

Schattenspiele - charming idea: Schattenfigurbroschen von Lola & Bailey. [via Designmilk]





July 2, 2009

Etsy pusht Facebooknutzung


Facebook ist schon geraume Zeit ein bei (us-amerikanischen) Etsyverkäufern beliebtes Marketingtool, um den eigenen Shop, das eigene Microlabel zu vermarkten und um sich im Web zu präsentieren. Aus eigener Erfahrung kann ich dem hinzufügen, dass einige Verkäufer auch nicht davor zurückschrecken, die Listen ihrer Etsykundschaft durchzugehen und deren Emailadressen in die Facebook-Invite-Liste zu hacken, damit man auf Facebook netzwerkt. Resultat davon sind bei Nichtakzeptieren der Einladung regelmässige Erinnerungsmails, mit dem Hinweis von Facebook:
"This message was intended for [Emailadresse des Empfängers]. If you do not wish to receive this type of email from Facebook in the future, please click here to unsubscribe."
Dadurch also, dass eine andere Person meine ihr anvertrauten persönlichen Daten an Dritte weitergibt, muss ich mich letztendlich also aus einem Abo abmelden? Klasse!

Etsy (und jeder andere gut gemachter Marktplatz im Web) sieht diese Art der Kundenpflege aber als Datenmissbrauch und weist darauf in den hauseigenen Nutzungsbedingungen hin:

"As part of a transaction, you may obtain personal information, including email address and shipping information, from another Etsy user. Without obtaining prior permission from the other user, this personal information shall only be used for that transaction or for Etsy-related communications. Etsy has not granted you a license to use the information for unsolicited commercial messages. Without limiting the foregoing, without express consent from the user, you are not licensed to add any Etsy user to your email or physical mail list."
Leider aber muss auch hier wieder festgestellt werden, dass Leute, die ein Bussiness führen wollen, und denen es Dank Marktplätzen wie Etsy und anderen so leicht gemacht wird, oft nicht die geringste Ahnung haben, welche Verpflichtungen so ein Unterfangen mit sich bringt, wie zum Beispiel der streng vertrauliche Umgang mit Kundendaten.

Nun sehe ich aber, dass seit gestern Nacht Facebook sozusagen fest in die userspezifische Navi auf Etsy eingebaut ist - Nutzer können so ihre Etsyaktivitäten auf ihrer persönlichen Facebookseite anzeigen.




Dass das warscheinlich nach hinten losgeht, spiegelt sich in vielen Kommentaren im dazugehörigen Diskussionsthread in den Etsyforen wieder: denn während man seine persönliche Seite zutexten kann und auch noch alle Facebookfreunde mit dazu, erlaubt die Funktion es nämlich nicht, Content dahin zu posten, wo er Sinn machen würde: auf die Businessseite bei Facebook (so man eine hat).

Interessant ist allerdings, dass viele der Beschwerden gegen diese Neuerung sich nicht gleich gegen Facebook als solches richten, sondern an Etsys Operations und deren offensichtliche Kurzsichtigkeit, wenn es um Usability und Prioritäten geht. Ganz anders bei DaWanda, übrigens, wo die Einführung von Facebookoptionen wahre Stürme des Entsetzens hervorgerufen hatte.

Das wohl einzig Gute an dieser Neuerung bei Etsy: keiner wird gezwungen, einen Facebookaccount aufzumachen, und wer nicht interessiert ist, kann die Option durch Anklicken des "do not show again"-Links im Popupfenster (wenn man das Icon anklickt) ganz verschwinden lassen.

Ich meine, dass man Facebook nicht braucht, um erfolgreich im Netz zu verkaufen, zu werben, zu netzwerken - es geht auch sehr gut ohne, und handmade sollte sich auszeichnen durch selbstbestimmtes Marketing. Ohne nun auch noch in die Verschwörungstheoriekiste greifen zu wollen: Accel Partners haben dicke "Aktien" sowohl an Etsy als auch an Facebook. Im Vorstand von Accel Partners sitzt der Mann, der hauptberuflich eine von der CIA zu Dataminingzwecken gegründete Firma leitet. Facebook - die Zecke am Popo der Netzgemeinde.

July 1, 2009

Beton mal anders (2) - Neue Duftreihe bei Alexa Lixfeld


Im vergangenen September hatte ich über die Hamburger Designerin Alexa Lixfeld geschrieben. Genauer gesagt, über ihr Experimentieren und Designen mit Beton und neue Wege der Formgebung, die ihre Betonrezeptur CreacreteTM ermöglicht.
Nicht, dass das schon fesselnd genug wäre - nun hat Alexa Lixfeld eine Duftreihe erschaffen, mit der sie ein weiteres mal zeigt, dass das, was anderen unmöglich scheint, manchmal nur auf den ersten Blick so ist, und dass es sich lohnt, auch einmal ausserhalb der eigenen (kulturellen) Grenzen zu denken, ungewohnte Wege zu gehen und sich durchzusetzen.

Die neue Duftreihe heisst ganz schlicht "Alexa Lixfeld" und umfasst drei Eau de Parfums:

01 ist ein leicht-eleganter Duft, der kühle Noten weisser Blüten wie Maiglöckchen und Jasmin präsentiert; Kräuternoten und Weisser Tee, sowie eine besondere Muskatnote verleihen diesem Duft seinen besonderen Charakter.

02 erinnert an Luft, die zart von edlen Hölzern aromatisiert ist: Noten von indischem Sandelholz, Zedernholz, Patchouli und Vetiver bereiten den Übergang zu einer warm-balsamischen Herznote von Tanne, Tonkabohne, Vanille und Benzoe, die in einem Hauch Jasmin und Karottensamenöl mündet.

Mit exotisch-frischer Fougèrenote präsentiert sich 03: Bergamotte und Rosmarin treffen auf holzig-orientalische Patchouliakkorde, Pfeffer in der Herznote geht über in eine süss-würzige Basisnote von Vanille und Zimt.

Optisch faszinierend ist die Verpackung: die Flakons machen auf in schlichter Form aus Glas, das den Namen der Designerin trägt. Dazu kommt ein Kopf aus Beton, im Grauton an den Charakter des Pafums angepasst, der aus jedem Flakon ein Designobjekt für sich macht, das gerne präsentiert werden darf.


Im Rahmen der Fashion Week Berlin können Interessierte Alexa Lixfelds Düfte näher kennen lernen: von heute bis Freitag einschliesslich stellt die Designerin ihre Kreationen auf der PREMIUM Berlin vor.

Danach sind die drei Düfte exklusiv bei Alexa Lixfeld in Hamburg erhältlich, oder zu bestellen über alexalixfeld.com. Dort gibt es auch mehr Informationen für interessierte Händler und Stockists.

Mehr Informationen über Alexa Lixfelds Arbeit mit Beton gibt es auf ihrer Webseite, und wer ein paar O-Töne hören und sehen möchte, sollte sich unbedingt die schön gemachte Reportage im Archiv von DW-TV anschauen.




Sommerlich: guzuu in neuen Kleidern




Fleissige Leute: seitdem Ihr Anfang Mai hier über guzuu.com lesen konntet, ist schon fast jede Woche etwas neues auf der Seite passiert; sei es Unterstützung bei Fragen rund um das Vermarkten des eigenen Shops, die Möglichkeit, eine Broschüre aus einem Shop zu generieren, oder nun das komplette Redesign der gesamten Seite.

guzuu kommt nun mit viel mehr Weissraum daher, etwas neutraler, und um eine weitere Funktion bereichert: jeder Shop bekommt ein eigenes Blog, in dem Dinge wie Newsletter, Neuheiten, Ankündigungen und sonstige wichtige Dinge gepostet werden können (diesen Content könnte man dann wiederum per RSS aggregieren und gen Twitter und andere marketingtechnisch relevante Kanäle leiten). Das bisschen Dynamik eben, das bislang, und soweit ich gesehen habe, keiner der anderen handmade Marktplätze bieten kann, RSS-Feeds für Shops ausgenommen. Alleine bei Etsy wird seit nunmehr vier Jahren um so etwas wie Shopblogs oder zumindest ein dynamischer Bereich für Shopnews gebettelt - bislang ohne Erfolg.

Es besteht sicherlich noch Optimierungsbedarf, designtechnisch und auch in Bezug auf Usability -- aber dafür, dass der Marktplatz neu ist, ist das, was guzuu bieten kann, schon beachtlich.


Favourite: das Fehlerhinweisschild im praktischen Viererset.

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