August 28, 2009

handmade.Interview: :::fräulein herz






Es wird wieder einmal Zeit für ein weiteres handmade.Interview - und dazu nehme ich Euch heute mit in die Hauptstadt zu einem Besuch bei :::fräulein herz!


h2.0: Liebes Frl. Herz - wer bist Du, was machst Du, und wie bist Du zu Deinem kleinen Label gekommen?
:::fräulein herz: :::fräulein herz bin ich, Tatiana, und ich wohne in Berlin. Unter dem Namen :::fräulein herz vertreibe ich nette Kleinigkeiten, hauptsächlich Kosmetiktaschen und andere kleine Täschchen. Zu meinem Label bin ich durch Zufall gekommen, ich hatte eigentlich 2007 eine Geschäftsidee und wollte einen Laden mit hübschen handgearbeiteten Kleinigkeiten verschiedener Designer eröffnen. Das Konzept stand nach einigen Monaten, aber da ich den Markt besser kennenlernen wollte, habe ich kurzerhand mein eigenes Label gegründet - als Versuchsballon sozusagen. Naja, das Konzept liegt immer noch in der Schublade, aber aus dem Versuchsballon ist meine Lieblingsbeschäftigung geworden!


h2.0: Worum geht es bei :::fräulein herz, und woher kommt eigentlich der nette Name?
:::fräulein herz: Bei :::fräulein herz sind ja alle Produkte von Hand gefertigt, in kleinen Serien oder auch mal als Sonderanfertigung nach Kundenwünschen. Und mir macht es nach wie vor Freude, etwas tun zu tun können, was mir wirklich Spaß macht. Ich wollte daher einen Namen, bei dem einem das Herz aufgeht, und da war meine erste Eingebung :::fräulein herz.

h2.0: Was inspiriert Dich, bei der Arbeit für :::fräulein herz oder auch privat?
:::fräulein herz: Das Leben an sich hält so viele Inspirationen bereit! Ich reise viel durch die Welt, und immer bringe ich neue Ideen mit nach Hause. Berlin als Stadt ist auch wahnsinnig inspirierend, so dynamisch und kreativ.





h2.0: Hast Du eine Webseite, einen Blog, und wo findet man Dich und Deine Produkte sonst noch im grossen weiten Web?
:::fräulein herz: Meine Produkte findet man im :::fräulein herz-eigenen Onlineshop, der im Moment umgebaut wird, und bei DaWanda. Neuigkeiten erfährt man über meinen Blog.

h2.0: Und wo finden wir Dich in der grossen weiten Welt da draussen?
:::fräulein herz: Eine kleine Auswahl meiner Produkte gibt es derzeit bei Home of Limetrees in Hannover und bei Trollinge in Berlin-Friedenau.

h2.0: Words of Indie Wisdom: Was würdest Du Craftistas raten, die ihr eigenes kleines Label gründen wollen?
:::fräulein herz: Auch wenn es seeeehr langweilig ist: Ich würde jeder/jedem raten, sich mit den rechtlichen und finanziellen Fragen zu befassen. Was muss ich beachten, wenn ich meine Produkte verkaufe? Gibt es rechtliche Bestimmungen, die ich beachten muss? Muss ich in Material investieren? Lohnt sich der Aufwand? Oft vergißt man diese Themen in der anfänglichen Euphorie, aber früher oder später muss man sich damit befassen, da führt kein Weg vorbei.

Und ganz wichtig: Ausdauer. Nicht aufgeben. Werbung für sein Label machen, überall, wo es nur geht. Sich kontinuierlich weiterentwickeln. Am schönsten ist es natürlich, wenn einem noch Freunde und Familie helfen, Mut machen oder auch mal behutsam Feedback geben - das hilft.

Das hört sich alles nicht besonders verlockend an, aber das freudige Gefühl, das sich einstellt, wenn man die ersten positiven Rücmeldungen bekommt, ist unbezahlbar. Mir jedenfalls bereitet die Arbeit mit :::fräulein herz soviel Freude, ich möchte es gar nicht mehr missen! Und ich glaube fest daran, dass sich der Erfolg automatisch einstellt, wenn man mit genug Herzblut und positiver Energie bei der Sache ist - nur nicht den Mut verlieren!


Vielen Dank, liebes Fräulein Herz, für Deine Zeit und für dieses schöne Interview!


Produktphotos ©:::fräulein herz
Collage: ©handmade2.0


August 27, 2009

Neue Gewandungen


Ja, Ihr seid auf dem richtigen Blog gelandet, keine Furcht!

Ein lange, lange, lange überfälliges Update in Bezug auf die Optik hier bei handmade2.0 ist gerade fertig geworden -- gebt mir noch einen Tag, dann müsste alles wieder an seinem alten Platz sein und hoffentlich auch in mehr als nur zwei Browsern funktionieren.

Angeblich kann man nun auch per Blogger-Widget eine Tagcloud (statt langer Liste - alleine Tags und Archiv sind ja wohl unzumutbar) fabrizieren, aber aus irgendeinem Grund streikt irgendetwas. Vielleicht aber ist es auch nur der Server, der nach einem Tag Rumgehacke nicht mehr will und mich bald rausschmeisst.
Das neue Kleid basiert auf einem "kostenlosen" Template, das ich allerdings erst einmal aufgeräumt und gänzlich umgebaut habe. Ich weiss, eigentlich kann man's ja dann auch gleich ganz selber machen... da mit diesem neuen Look, der hoffentlich eine Weile ertragbar sein wird, auch eine Reihe anderer "kostenloser" Dinge im Einsatz waren wie z.B. Photoshop-Pinsel und Typo, denke ich, dass nun ausserdem auch eine Seite mit netten Credits fällig wird. Dazu aber erst später mehr.

Morgen wird es ein neues handmade.Interview geben, das ich Euch jetzt schon empfehlen möchte. Ausserdem hatte ich ja vor, noch ein wenig mehr zu einem kürzlich gelaufenen Projekt zu erzählen. Und bevor hier das antizyklische Reisen beginnt, werde ich auch noch einmal hören, was ich so alles aus der fernen Heimat erzählen kann - handmade-technisch, versteht sich.

Last, never least - die Kommentare wären ein guter Platz, um eventuelle Fehler, Unschönheiten oder Unleserlichkeiten abzugeben. Ich nehme sie dann dankbar auf.

August 26, 2009

G'schamige Leit.




Na, so ein Zufall, da kann ich Abhilfe schaffen! Ein wenig über handmade2.0 steht ja seit gefühlten Ewigkeiten hier.

...und wer danach immer noch mehr wissen will, aber zu verdammt gschamig ist, mich zu fragen, dem empfehle ich den Kauf der aktuellen t3n.




Ab 2. September in jedem gut sortierten Zeitschriftenhandel käuflich zu erwerben (mich direkt fragen kostet allerdings nichts - auch keinen Kronenzacken).

("Offizieller" Post über die aktuelle Ausgabe dann demnächst.)

[Wir danken H. aus B. für Bildzitat 1]

August 25, 2009

Qualitätsfeedback in ungewohnter Verpackung: PONS-Anzeige


Wenn man Blogs nur per Feedreader liest, läuft man wirklich Gefahr, die eine oder andere Sache zu verpassen, die nicht zum Feed gehört. Ja, wirklich. Und: Anzeigen auf Blogs sind neuerdings (?) auch lustig und richtig gut gemacht:


Bildzitat: netzwertig.com

Links: Ausgangssituation der geschalteten Anzeige auf Netzwertig. Nach dem Auswählen der Qualität der Rechtschreibung des Artikels erscheint, wie auf der rechten Seite der Screenshotcollage zu sehen ist, ein Kilroy-ASCII-Bild, das kopiert und als Kommentar zum respektiven Artikel gepostet werden soll. Natürlich mit Link zur PONS-Seite.

Bleibt anzumerken, dass, abgesehen davon, dass diese Adform (eben genau wegen des Links zur werbenden Webseite) gehöriges Kommentarspampotential hat, diese ganz spezielle Anzeige sicher nie auf den Blogs zu sehen sein wird, die wirklich mal auf ihre schlechte  Rechtschreibung hingewiesen werden müssten. Netzwertig ist nämlich einer derjenigen Orte journalistischen Tuns im Web, die ein Vorbild für gutes Formulieren und ordentliche Rechtschreibung sind.

Niemand ist perfekt (hier gibt es ganz bestimmt auch immer wieder Klopfer), aber ist es schon zuviel, wenn's wenigstens mit "das" vs. "dass" klappte? Haupt-, Neben- und Relativsätze?

August 24, 2009

Awesome Aktionismus: Bücher und digitale Vernetzung


Leander Wattig hat die Aktion "Ich mach was mit Büchern" gestartet, die ich Euch wärmstens empfehlen möchte - und wenn auch nur, damit Ihr vorbeischaut und ihm grosses Lob aussprecht und den Link weiterreicht.

Leander hat Verlagswirtschaft studiert und arbeitet auch in diesem Feld. Um zu einer stärkeren Vernetzung von Menschen beizutragen, die Online sind und sich ausserdem intensiv mit Büchern beschäftigen (privat oder beruflich), hat Leander also die Aktion kürzlich erst ins Leben gerufen. Auf alle Fälle eine Sache, die weitergesagt und unterstützt werden muss!

Wenn Ihr mitmachen möchtet und Ihr Euch irgendwie intensiv mit Büchern beschäftig: Grafiken für Eure Webseite gibt es inklusive Code hier, und auf diese Wikiliste könnt Ihr Euch in die passende Kategorie eintragen (alternativ könnt Ihr Leander auch Eure Daten mailen und er trägt sie für Euch ein).

Ansonsten wisst Ihr ja, wie man Links weitersagt.


@twitter | @blog | @wiki | @facebook

August 23, 2009

Umweltschonende (Post-)Verpackungen handmade-Style


Ich versuche ja, so oft es geht gepolsterte Umschläge mehrmals zu verwenden; da dies hier ausserdem ein Haushalt ist, der sehr regelmässig mit Techkram (in Form von RAM, Kühlern, Klein- und Grossteilen &c. &c.) beschickt wird, freue ich mich auch über die schönen kleinen und sehr festen Pappschachteln, die sehr praktisch für empfindliche Poststücke sind.
Oft verschliesse ich Laschen nach dem Zukleben nochmal sicherheitshalber mit Paketklebeband - erstens weiss man nie, wer gerade sehr interessiert am Inhalt ist, zweitens gibt es der Umschlagkante noch ein wenig Stabilität. Aber die Klebebänder sind aus Kunststoff, und das ist nicht so toll. Ausserdem sehen sie langweilig aus, es sei denn, man verklebt die schön bunten (neuer Trend!) Klebebänder aus Asien. Aber auch dann: Kunststoff. Ich habe mir also überlegt, wie ich meine Post noch umweltschonender gestalten könnte, und ob es denn tatsächlich auch einen sinnvollen Beitrag darstellen würde.

Zuerst einmal habe ich Ausschau gehalten nach umweltfreundlichen Versandtaschen; es gibt eine Sorte, die heisst K-Pack, besteht aus 100% recyceltem Papiermaterial und ist trotzdem reissfest und bietet genausoviel Schutz wie eine gepolsterte Umschlagtasche. Bislang ist jedes Poststück ohne Risse und Schaden beim Empfänger angekommen - sehr schön. Zur Zeit halte ich Ausschau, ob es noch weitere ähnliche Produkte dieser Art gibt.

Bei der Alternative für Kunststoffklebeband bin ich relativ schnell fündig geworden; zum einen benutze ich, wenn die Post besonders nett aussehen soll, japanisches Papierklebeband. Für die extra Sicherheit und das Verkleben von grösseren Partien aber habe ich das sagenhafte Nassklebeband entdeckt!

Nassklebeband besteht aus ungebleichtem, ungestrichenen Papier (sieht also aus wie Packpaier, leicht rauh auf der Oberseite), das auf der Unterseite mit Naturleim gummiert ist. Es lässt sich also problemlos recyceln und klebt bombenfest auf Papier. Natürlich muss die gummierte Seite ähnlich einer Briefmarke oder eines Spuckis angefeuchtet werden; ich beginne immer erst mit einem kleinen Zipfel, klebe ihn an und arbeite mich dann mit einem ausgedienten Aquarellschwämmchen vor. Das ist natürlich nicht so bequem wie selbstklebende Bänder, aber ich meine, dass Bequemlichkeit nicht alles ist (wäre es Sinn dieser Welt, dass wir es nur bequem haben, sähe es doch ganz anders aus...). Dieses Klebeband bekommt man sowohl im gut sortierten Künstlerbedarf (man kann damit auch schön Aquarellkartons abkleben) und beim Verpackungsspezialisten.

Und nun die noch extra-super-klasse Sache an diesem Packband: es lässt sich gestalten. handmade, personalisiertes DIY masking tape aus Papier!

 






Grüezi in die Schweiz


Freundliches Grüezi in die Schweiz -- wenn Sie noch mehr Fragen zum Thema "handgemacht im Trend" haben, dann dürfen Sie auch gerne einen Kommentar schreiben (oder ein "Merci"!) oder eine Email schicken.

Und ganz generell an die Allgemeintheit gerichtet: ich freue mich über Kommentare und Feedback -- besonders von anderen Bloggern und Journalisten, die hier ja offensichtlich immer wieder gerne "recherchieren". Ist wirklich freundlich gemeint, ich musst's nur noch einmal wiederholen. :)






August 20, 2009

handmade.Telegramm (20.8. '09)


handmade telegramm

Ich weiss, lange, lange ist's her, dass ich Euch ein handmade.Telegramm geschickt habe. Dabei fliesst die Linksammlung schon fast über! Nun aber wieder, und es geht heute um lauter gute (feminine) Produktideen:


daily handmade - Megan Smith hatte eine tolle Idee, und Craftistas haben 365mal geantwortet: The Sewing Calendar für 2010 ist bei Accord Publishing erschienen.

daily sweeties - Lisa Tilse hat Spoonflowers Service auf raffinierte Art genutzt: ihre Sweetie Pies sind zum Selbernähen und kommen in einem Kit mit Stoff und Anleitung.

daily smock &  hem - The Long Thread verlinkt verschiedene Arten, Stoff zu verzieren (ich bin mit dem honeycomb smocking beschäftigt; das Ergebnis wollt Ihr ja bestimmt nicht sehen...).





August 19, 2009

買いに行かせ ざっか* (Teil II)


War ja klar, dass es noch ein Nachspiel geben würde.

Nachdem ich also nun doch noch kein kleines Zakka-/handmade-Lädchen (echtwelttechnisch) eröffnet habe, muss erstmal meine Kasse dran glauben. Das mit dem Lädchen steht aber ganz oben auf meiner "In diesem Leben noch machen!"-Liste.

Ganz frisch also in meinem Briefkasten:


Wer verschickt so schön verpackte Bestellungen? Die beiden Kreativen von TAS-KA! Gerade noch die unverschämten Preise für japanisches Klebeband auf Etsy (und mittlerweile auch DaWanda) bejammernd und die Tatsache, dass japanische Onlineshops in der Regel auch bei wackeren Japanischanstrengungen nicht immer ins Ausland verschicken wollen, kam mir der Onlineshop der beiden holländischen Nachbarinnen unter den Cursor (yay, bookmarks!). Und endlich - faire Preise, faires Porto, neuer alter Lieblingsshop. Ein wenig verwunderlich, masking tape so schnell in Europa zu finden. Aber:

Mit der neuen Cotton Friend kam nur kurz später des Rätsels Lösung ins Haus: die beiden Mädels zeigen japanischen Craftistas, was handmadebegeisterte Europäer also so alles einkaufen, wenn sie in Tokios Nippori Textile Town unterwegs sind --




...und ich bin also nun stolze Besitzerin eines weiteren Stapels japanischer Klebebänder. Die Schönheit liegt eben in Details.






*Let's go zakka shopping!





August 17, 2009

Intermezzo: SocialMedia (fast) wie im richtigen Leben



Wir unterbrechen unsere handmade.Berichterstattung für folgende Skizze, die auch problemlos letzte Woche in einem Unternehmen hätte belauscht werden können, das wir hier lieber nicht näher benennen wollen.

Bitte hier entlang klicken zu Trendopfers "Wenn Unternehmen twittern".

[Tüte zum Reinatmen bereithalten und sicherstellen, dass Ihr auch weich fallt...]


[hat tip @nchenga]





August 14, 2009

Indie is dead. We're all Indie.


Provokatives Statement, nicht wahr?

Richard Eoin Nash lamentiert in diesem Blogpost, dass Indie, in seiner ursprünglichen Bedeutung, nichts mehr gilt. Weil Indie gewonnen hat und nun im Mainstream angekommen ist.

"Indie doesn’t mean anything anymore. It’s dead. Which is OK, because it won. Open source, Twitter. Indie won. Etsy. The irresistible decline of major labels and network TV and corporate publishing. Indie won. We won, but at the cost to many folks personally of suddenly becoming unnecessary."
Was, so fragt er, kommt also nun, da Indie die Monopolstellung der grossen Verleger, Musikfirmen und Konsuminstitutionen gebrochen hat? Und: da Indie Mainstream geworden ist, wo ist der eigentliche Mainstream (seine These: es gibt ihn nicht mehr)? Und nun, da ein Indie kein Indie im Indiesinne mehr ist, wie soll man sich nun nennen, welche Ziele nun verfolgen, wie sich nun vom Mainstream/Indie/Normalos absetzen?

Interessant auch die Diskussion in den Kommentaren.

August 13, 2009

Noch mehr handmade in Hannover: das erste Nähcafe


Was man nicht so alles verpasst, wenn man gerade mal nicht vor Ort ist oder seine Newsfeeds fleissig abgrast: Hannover hat seit ganz knapp einem Monat ein erstes Nähcafe! Aber Chiperoni sei Dank (für den Hinweis); und RTL war freundlicherweise in Bild und Ton dabei und erlaubt ein Videosharing:





Besonders Burda hat es sich ja auf die Fahnen geschrieben, die Gründung lokaler Nähcafes zu stiften,  gerne auch als "BurdaStyle Sewing Club", aber auch ohne Burda ist bereits längst ein klarer Trend zum Nähcafe zu verzeichnen. Linkle in Berlin (besser bekannt als das "Stitch & Bitch) hatte ich hier bereits auch erwähnt.

Das Nähcafe ist in der Maschstrasse 13, also in der Südstadt und ganz in der Nähe vom Maschsee, und wird von zwei Damen geführt, die sich besonders für Nähanfänger viel Zeit nehmen, damit der Einstieg an der Nähmaschine auch nicht zum Frust wird.

Maschinen können stundenweise gemietet werden, Rat gibt es jederzeit, und auf Gleichgesinnte trifft man sicherlich auch bei jedem Besuch.

Leider ist die Webseite des Nähcafes gerade komplett down und versemmelt, so dass sich einzelne Seiten nur via cache aufrufen lassen. Aber Vorbeischauen ist ja sowieso immer netter... also, auf ins Nähcafe Hannover (und damit dann hoffentlich bald mehr in einem anderen Post)!


Nähcafe Hannover
Maschstrasse 13
30169 Hannover



View Larger Map

Maker Fair Africa 2009



Um handmade der etwas anderen Art wird es ab morgen (unter anderem!) und bis zum 16. August auf der Maker Fair Africa in Accra/Ghana gehen - Ideen, Innovationen, Problemlösungen für die kleinen und grösseren Probleme des täglichen Lebens in Afrika. Sehr positiv: die Konferenz ist nicht nur offen für alle, sondern es fallen noch nicht einmal Teilnahmekosten an.

Die Konferenz beginnt Freitag mit einer Reihe von Vortägen, Samstag und Sonntag sind mit vier Schwerpunkten jeweils für Projekte und Hands-on-Aktionen reserviert: Arts&Crafts, Science&Engineering, Robotics und Agriculture&Environment.
--> MFA Programm (Link geht direkt zur PDF)

Einer der Teilnehmer ist William Kamkwamba aus Malawi, über den ich schon vor einiger Zeit auf Chiperoni gelesen hatte; er baut Windräder aus fast nichts,

Und: ein Projekt, das sicherlich die PapierkünstlerInnen unter Euch interessieren wird, ist "Elephant Dung Paper" - ja, richtig gelesen. Hier ist noch ein Artikel der kenianischen Daily Nation dazu.


Da Ihr sicherlich nicht nach Afrika reisen werdet, hier ein paar Linktips zum Mitlesen und -verfolgen der Konferenz und ihrer Teilnehmer, die Euch sicher viele neue Eindrücke vermitteln werden:

@MFA Web | @Twitter | @flickr | @MFA blog






August 10, 2009

Call people on their crap.


Sehr schöner Beitrag zum Thema "Frauen in der IT", hier ganz konkret weibliche Entwickler in der OpenSource-Community; der Dank für den Hinweis geht an bausteln.
Viele der angerissenen Anekdoten kommen mir bekannt vor, ohne dass ich jetzt Details verbloggen möchte. Aber es hat sich auch schon viel geändert. Ich hatte in meinem Büro einen netten Comic aus USA hängen, mal sehen ob ich den wiederfinde...

Mein Lieblingsratschlag:
"Call people on their crap.
If someone’s being an asshole, call them on their crap. How do you tell if someone’s being an asshole? Well, if there’s a naked woman on the projector screen, that’s a good sign."





August 9, 2009

re: Digital Textile Printing-Artikelserie bei Digital Output


Als ich Ende Juli über den interessanten Artikel zum Thema digitaler Textildruck auf DigitalOutput schrieb, habe ich nicht gesehen, dass die im Artikel angesprochene mehrteilige Beitragsreihe von Kim Crowley ja bereits online ist. Zum Teil liegt das an der merkwürdigen Navi auf der Seite selber, aber ich glaube, ich hab's jetzt zusammen, und daher werde ich Euch die Links zum jeweiligen Artikel auch nicht länger vorenthalten:

Einführung: Custom Textiles
Teil 1: Textile Growth
Teil 2: Weighing the Options
Teil 3: A Direct Response
Teil 4: Focus On Fabric


Übrigens hat die Autorin von True Up (den Blog hatte ich verlinkt, als ich über Karma Kraft geschrieben habe - sie wird derzeit von KarmaKraft und ganz neu auch von Eye Candey gesponsort, Letztere ebenfalls hier bereits erwähnt) alle vier US-amerikanischen Anbieter für fabric-on-demand getestet und berichtet über die Ergebnisse in diesem Post. Ausserdem war sie so nett, alle Ergebnisse übersichtlich in einer PDF zusammenzustellen (Link geht direkt zur PDF).

August 8, 2009

Awesome Aktionismus: Carrotmobbing & handmade




"Carrotmob simply asks people to coordinate and plan the purchases they are already making. This model is not threatening, not expensive, not time-consuming, not uncomfortable, not “radical,” not confusing, and not negative. It’s the perfect level of involvement for most people."

Carrotmobbing, oder viel sympatischer: Rüeblimobbing, ist ja nach gut einem Jahr nun auch hier in aller Munde -- und die ersten Karottenmobs sind auch schon aktiv: in Berlin, Bonn, Bielefeld, Hamburg und warscheinlich einigen anderen Städten, die ich gerade übersehen habe, organisiert sich nun der freundliche Mob, um Nachhaltigkeit nicht durch Boykott, sondern durch aktiven Support zu fordern / fördern. Hier ein Beispiel wie es funktioniert.

Ich habe mich heute wieder mal auf den Twitter- und Webseiten der verschiedenen schweizer und deutschen Carrotmobs umgesehen und gesehen, dass eine Sache, die überall auftaucht, die Bitte um Marketingideen ist: wie kann man Carrotmobs bekannter machen, wie lässt sich die Message verbreiten, die Aktivitäten steigern, und überhaupt - Ideen, anyone?

Ja klar! Ich habe es zwar schon getwittert, aber hier noch einmal ausführlich.

Liebe Carrotmobber - schon mal daran gedacht, dass Carrotmobbing und handmade ein absolutes Traumpaar ist? Erste spontane Ideen aus der handmade-Fraktion:
  • Co-Events mit dem Carrotmob Berlin und DaWanda: z.B. Einkaufstaschen-Upcycling à la morsbags! Erst nähen, dann zusammen zum Carrotmobbing gehen.
  • Co-Events mit schweizer Carrotmobs und guzuu & faircustomer: Lokale Säggli-Nähen-Workshops (genau, à la morsbags, und vielleicht sogar zusammen mit einer lokalen Werkstätte via faircustomer), und dann zusammen zum Rüeblimobbing gehen.
  • Co-Events mit Carrotmobs in Österreich und z.B. hokohoko - Taschennähevents oder ähnlicher Gegenseitiger Support wird sicherlich auch hier denkbar sein.
  • Lokale Nähcafes (z.B. Berlin, Leipzig) ansprechen und Taschennähevents organisieren.

[ausserdem: carrotmobUK & folksy, carrotmobNL & Craftygirls, carrotmobs in USA & Etsy....]


Hintergrund: Zwei Communities haben eine grössere Reichweite als nur eine, wobei sich aber die Interessen und Lebenseinstellungen zu einem hohen Prozentsatz überschneiden dürften; eine einfache Einkaufstasche ist in sehr kurzer Zeit genäht, beim Nähevent entstehen neue Vernetzungen und noch mehr Ideen. Nachhaltigkeit auf mehr als nur einer Ebene.

August 7, 2009

handmade Radzubehör - der nächste Trend?


Vor ein paar Monaten hatte ich ja über die klasse Anleitung für Häkel-Sattelschoner berichtet (hat sich eigentlich schon jemand einen eigenen Schoner gehäkelt?), und da muss ich natürlich schnell auf den schönen Post bei Poppytalk verweisen, die heute über Radtaschen geschrieben hat! Schöne Modelle sind dabei, alle aus Stoff gemacht, einige unkonventionell, andere inspiriert von traditionellen Radtaschen. Das könnte ein Trend werden!

Bevor Ihr aber hinüberklickt, um den Post zu lesen und die schönen Photos zu sehen, hier noch mein Superfavorit in Sachen Radaccessoires: der holländische rieten kinderfietsmand voor achterop.

Photo: dehands.nl

Da hinein wurde das Kind gesteckt, der Korb klemmte hinten auf dem Hollandrad (auf der freien Seite noch eine Satteltasche aus Zeltleinen), und ab ging die Post...

Leider werden die Körbe heute offensichtlich nicht mehr hergestellt, und bekommen kann man sie auch nur noch aus zweiter Hand oder als "antik" - die Sitze aus Plastik und mit Gurten sehen weniger als halb so schön aus, aber sie bieten sicherlich viel mehr Schutz. (Hach, trotzdem. Es waren schöne Zeiten.)





Ein deutsches Geschwisterchen für BuyHandmade.org


Etsys BuyHandmade-Initiative...



....hat ein deutsches Geschwisterchen bekommen: Die Selbermacher.



Man muss schon sehr scharf hinschauen, um keine Ähnlichkeiten festzustellen. Dennoch: während es bei Etsy und seinen Projektpartnern darum geht, die Leute dazu zu bringen, mehr handmade zu konsumieren, zielt das deutsche Projekt, betrieben von Wawerko, einer der zwei neuesten DIY2.0-Communities in Deutschland, auf das Sich-zum-Selbermachen-Bekennen ab.

Hoffentlich fängt Etsy jetzt nicht an, dauernd von copy cats und lästiger Konkurrenz zu bloggen...

August 5, 2009

Schmuck(er) Wettbewerb bei Expli


Nachdem ich die News bereits per Feed-und-Tweet (ha!) weitergeleitet habe, hier noch einmal ein ordentlicher Post: die Buam und Mädel von Expli aus München haben seit dem 27. Juli wieder einen Wettbewerb, und diesmal spricht er die besonders Kreativen an, denn es geht um Schmuck.



Expli sucht die beste Anleitung rund um das Thema Schmuck -- und bis die Beiträge eingereicht sein müssen, ist noch gut Zeit, um eine richtig ausgefeilte Anleitung zu schreiben (und mit guten Photos zu versehen)!




Start des Wettbewerbs: 27. Juli 2009
Teilnahmeschluss für Eure Anleitungen: 15. Oktober 2009
Start der Bewertungsphase: 16. Oktober 2009
Ende der Bewertungsphase: 23. Oktober 2009
Start der Jury-Phase: 24. Oktober 2009
Bekanntgabe der Gewinner: 26. Oktober 2009


Noch besser: da keine geringeren als Julie&Grace Explis Partner für diesen Wettbewerb sind, gibt es als Hauptpreis einen 50€-Gutschein für einen Einkauf bei Julie&Grace, sowie dreimal einen Julie&Grace-Einkaufsgutschein über 10€.

Wer also denkt, die bisherigen Wettbewerbsbeiträge toppen zu können, sollte sich geschwind die Teilnahmebedingungen durchlesen und dann loslegen.




Dazu noch ein paar Tips für Euch von mir:
Wer sich noch ein wenig in Grundtechniken üben möchte, kann zum Beispiel hier nachschlagen bzw. nachschauen:

Make your own earhooks (Ohrhänger selber machen, auf about.com) - braucht Übung
How to loop headpins (Kettelstifte richtig verarbeiten) und ein paar mehr Videotutorials auf YouTube
oder generell per Suche nach den relevanten Schlagwörtern.


Zutaten gibt es in Deutschland in jeder grösseren Stadt, sowie online z.B. bei
Perlenpaula
Perlenmarkt München
Everglaze
Perlenladen Chemnitz

und natürlich auf den einschlägig bekannten handmade.Marktplätzen (bitte dran denken, dass Bestellungen aus dem EU-Ausland auch Zoll und lange Lieferzeiten bedeuten können, für die die Händler nicht verantwortlich sind).


Viel Glück!

August 4, 2009

DIY, Long Tail und ein wenig Semantik


Kingdom of Style-Autorin Michelle lässt sich darüber aus, was DIY ausmacht, ist, und vor allen Dingen nicht ist. Natürlich ist das nur eine private Meinung, ohne Anspruch auf Verbindlichkeit. Aber gerade das macht diesen O-Ton zu einem interessanten Statement, quasi mitten aus der Szene. Kernthese:
"DIY is for those of us who are unskilled, playing at sewing. We don't have our own labels, we don't have our own packaging. It's just for fun. There doesn't need to be any skill level with DIY."

Die These bezieht sich auf Leute, sie "skills" haben und mit Hilfe derer sie schneidern, goldschmiedisieren oder töpfern; handmade, eben. Aber gerade die sollten sich dann bitte nicht mehr "DIY" nennen, weil sie nämlich zuviel können - lese ich jedenfalls aus den Ausführungen.
Die eigentlich interessante Sache aber, die hier nicht direkt benannt wird, ist das Problem, dass viele mit den verschiedenen Strömungen und Unterströmungen der aktuellen Handmadewelle nicht zurechtkommen und sie gelegentlich auch im falschen Kontext gebrauchen (allein "DIY" hat nicht nur eine Bedeutung, allerdings aber durch "the New Handmade" eine neue hinzubekommen; und das DIY der 70er und 80er meinte mit Sicherheit nicht das der 2000er, bzw. umgekehrt) - und das wiederum hat schon fast Long-Tail-Charakter.

Den kompletten Post aber bitte dort lesen.





August 2, 2009

Spass und Selbstmarketing: Indie Magazine



Ich hatte im vorigen Post über MixtapeZine ganz vergessen zu erwähnen, dass die Novemberausgabe (Nr. 11) dort nicht nur längst in Planung ist, sondern dass MixtapeZine auch gerne Beiträge dafür entgegen nimmt!

Mehr als eternal craft scene fame für Euch, Euer Microlabel oder Euren Blog (evtl. ein Belegexemplar) ist erstmal nicht drin -- aber gerade in dieser Szene ist dies trotzdem eine sinnvolle Komponente des Selbstmarketing, die man nicht unterschätzen sollte. Ausserdem sollte aber, wie ich meine, der Spass und die Freude am Schreiben sowieso an erster Stelle stehen.

Das Thema der 11. Ausgabe wird "Thinking Outside the Square" sein, übersetzt so viel wie "abseits der ausgetretenen Pfade denken" - wenn Euch also ein Beitrag oder eine Anleitung dazu einfällt, solltet Ihr Euch beim MixtazeZine vorstellen.
Klar, dass Beiträge jeglicher Art in (gutem) Englisch verfasst sein und etwaige Photos gute Qualität haben müssen. Alle weiteren Anforderungen findet Ihr im MixtapeZine-Blog in diesem Post.

Ein weiteres englischsprachiges Indiemagazin, das ausschliesslich online erscheint und auf einem ähnlichen Modell basiert (allerdings kostenlos, dank Sponsoren/Anzeigen), ist übrigens Viva la Moda, das von Gilbea aus Spanien gemacht wird. Auch hier werden immer regelmässig Beiträge in Form von hochwertigen, handgemachten Produkten aus dem Fashion- und Accessoirebereich gesucht.

Und als ich im Dezember '08 so enttäuscht über den deutschpsrachigen Indie Craftzine-Markt geschrieben hatte, hatte ich ja auch noch das We Love Crafts Magazine verlinkt, das allerdings ausschliesslich auf Spanisch erscheint.

Viel Erfolg!





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