Manchmal denke ich mir ja auch, auf den Hausausweisen einiger Leute steht "Ich arbeite für [TolleFirmaEinfügen], also darf ich das!" drauf.
Mann, mann, mann.
[hat tip, bausteln]
September 29, 2009
Bauhaus Center Tel Aviv: Bauhaus trifft handmade
Im vorigen Post über das Bauhauserbe in Tel Aviv hatte ich das Thema Bauhaus ganz fürchterlich kurz angerissen, wohlwissend, dass ein Post alleine und ein einziges Photo der Sache so überhaupt nicht gerecht werden können.
Ich bin einige Tage nach der ersten Phototour durch Tel Avivs Norden im Bauhaus Center auf der Dizengoffstrasse 99 gewesen, um eine kleine Ausstellung zu sehen und um die Bücherregale dort nach interessanten Titeln durchzuschauen. Erfreulicherweise musste ich feststellen, dass das Bauhaus Center nicht nur eine Wahnsinnsfülle an guter Literatur (auch antiquarische Titel sind dabei) hat, auch zu verwandten Themen, sondern eine schöne grosse Auswahl an Geschenken und Dekorartikeln - inklusive einer Ecke, in der es ausschliesslich handgemachte Produkte kleiner israelischer Labels gibt!
Das Bauhaus Center ist keine zehn Jahre alt, existiert also ungefähr, seitdem Tel Aviv sich so langsam seines wertvollen Bauhauserbes wieder bewusst wird. Die Mitbegründerin des Bauhaus Centers, Shlomit Gross, kommt übrigens in diesem sehr lesenswerten Beitrag auf DW zu Wort.
Aber vorher kurz die Treppe hinauf, und schauen, was die Ausstellung bietet:
Die Ausstellung in den oberen zwei Stockwerken des Gebäudes ist klein, aber sehr interessant: gezeigt werden Stadtansichten von Tel Aviv. Das Besondere daran ist, dass eine aktuelle Aufnahme einer Stadtansicht einer historischen gegenüberstellt ist und dem Betrachter auf diese Weise schlagartig klar wird, wie sehr sich die Stadt in gerade einmal 100 Jahren verändert hat. Die historischen Aufnahmen sind aus dem Archiv von Avraham Soskin (1881-1963), der 1926 eine Auswahl seiner Aufnahmen der damals noch jungen Stadt in einem kleinen Bildband veröffentlicht hat. Dieser Bildband diente Ran Erde 2008 als Vorlage, um eine Auswahl von Soskins Aufnahmen seinen eigenen aus der unmittelbaren Gegenwart gegenüber zu stellen.
Das Resultat ist also in Form einer Ausstellung anlässlich des 100jährigen Jubiläums der "White City" zu sehen, aber auch als kleines Buch erhältlich (auch per Onlineorder, wenn es Euch interessiert), das ich natürlich nicht liegen lassen konnte.
Ein paar interessante Aufnahmepaare sind in diesem Artikel zu sehen und in diesem (Link geht zur bereits übersetzten Version via Google translate; so könnt Ihr ihn auch lesen). Tel Aviv sah in ihren ersten Jahr sehr europäisch aus - die Aufnahme von 1926 könnte auch irgendwo in Berlin oder München gemacht worden sein, und das darf nun wirklich niemanden wundern.
In der handmade-Ecke habe ich mich ebenfalls einige Zeit aufgehalten und geschaut, wer so alles vertreten ist. Das Bauhaus Center verkauft Produkte von Künstlern und kleinen Indie Labels zu Preisen, die recht in Ordnung sind. Auf Produkte und Lables wird die Geschäftsführung entweder durch Empfehlungen aufmerksam, oder indem die Künstler selber im Geschäft vorbeikommen und unverbindlich anfragen, ob ihre Produkte ins Sortiment passen.
Herausgegangen, ausser mit einer 5 Kilo schweren Tüte voller Bücher, bin ich aus dem Center unter Anderem noch mit diesen Kleinigkeiten:
Die kleine Geldbörse ist witzig und kommt aus dem Hause "HaSnif HaMekomi" (das sind die mit den tollen T-Shirts). Für diese Serie hat man alte israelische Geldscheine gescannt, auf Stoff gedruckt und weiterverarbeitet. Tolles Resultat.
"HaSifronim Shel Anna" (הספרונים של אנה) macht Notizhefte, die, da sie ja für den israelischen Markt sind, von rechts nach links geblättert werden. Fällt Euch auf, dass im Moment viele in Richtung "Vintage Tapeten Notizbuch" gehen? In diesem Fall ist das Design aufgedruckt, also nicht wie bei z.B. Mustertussi echt alte Tapete.
Die Bauhausbuttons sind von Ron Nadel, einem Grafikdesigner, der anlässlich der 100-Jahr-Feiern beauftragt wurde, die markantesten architektonischen Merkmale Tel Avivs in Grafiken zu fassen.
Ich bin einige Tage nach der ersten Phototour durch Tel Avivs Norden im Bauhaus Center auf der Dizengoffstrasse 99 gewesen, um eine kleine Ausstellung zu sehen und um die Bücherregale dort nach interessanten Titeln durchzuschauen. Erfreulicherweise musste ich feststellen, dass das Bauhaus Center nicht nur eine Wahnsinnsfülle an guter Literatur (auch antiquarische Titel sind dabei) hat, auch zu verwandten Themen, sondern eine schöne grosse Auswahl an Geschenken und Dekorartikeln - inklusive einer Ecke, in der es ausschliesslich handgemachte Produkte kleiner israelischer Labels gibt!
Das Bauhaus Center ist keine zehn Jahre alt, existiert also ungefähr, seitdem Tel Aviv sich so langsam seines wertvollen Bauhauserbes wieder bewusst wird. Die Mitbegründerin des Bauhaus Centers, Shlomit Gross, kommt übrigens in diesem sehr lesenswerten Beitrag auf DW zu Wort.
Aber vorher kurz die Treppe hinauf, und schauen, was die Ausstellung bietet:
Die Ausstellung in den oberen zwei Stockwerken des Gebäudes ist klein, aber sehr interessant: gezeigt werden Stadtansichten von Tel Aviv. Das Besondere daran ist, dass eine aktuelle Aufnahme einer Stadtansicht einer historischen gegenüberstellt ist und dem Betrachter auf diese Weise schlagartig klar wird, wie sehr sich die Stadt in gerade einmal 100 Jahren verändert hat. Die historischen Aufnahmen sind aus dem Archiv von Avraham Soskin (1881-1963), der 1926 eine Auswahl seiner Aufnahmen der damals noch jungen Stadt in einem kleinen Bildband veröffentlicht hat. Dieser Bildband diente Ran Erde 2008 als Vorlage, um eine Auswahl von Soskins Aufnahmen seinen eigenen aus der unmittelbaren Gegenwart gegenüber zu stellen.
Das Resultat ist also in Form einer Ausstellung anlässlich des 100jährigen Jubiläums der "White City" zu sehen, aber auch als kleines Buch erhältlich (auch per Onlineorder, wenn es Euch interessiert), das ich natürlich nicht liegen lassen konnte.
Ein paar interessante Aufnahmepaare sind in diesem Artikel zu sehen und in diesem (Link geht zur bereits übersetzten Version via Google translate; so könnt Ihr ihn auch lesen). Tel Aviv sah in ihren ersten Jahr sehr europäisch aus - die Aufnahme von 1926 könnte auch irgendwo in Berlin oder München gemacht worden sein, und das darf nun wirklich niemanden wundern.
In der handmade-Ecke habe ich mich ebenfalls einige Zeit aufgehalten und geschaut, wer so alles vertreten ist. Das Bauhaus Center verkauft Produkte von Künstlern und kleinen Indie Labels zu Preisen, die recht in Ordnung sind. Auf Produkte und Lables wird die Geschäftsführung entweder durch Empfehlungen aufmerksam, oder indem die Künstler selber im Geschäft vorbeikommen und unverbindlich anfragen, ob ihre Produkte ins Sortiment passen.
Herausgegangen, ausser mit einer 5 Kilo schweren Tüte voller Bücher, bin ich aus dem Center unter Anderem noch mit diesen Kleinigkeiten:
Die kleine Geldbörse ist witzig und kommt aus dem Hause "HaSnif HaMekomi" (das sind die mit den tollen T-Shirts). Für diese Serie hat man alte israelische Geldscheine gescannt, auf Stoff gedruckt und weiterverarbeitet. Tolles Resultat.
"HaSifronim Shel Anna" (הספרונים של אנה) macht Notizhefte, die, da sie ja für den israelischen Markt sind, von rechts nach links geblättert werden. Fällt Euch auf, dass im Moment viele in Richtung "Vintage Tapeten Notizbuch" gehen? In diesem Fall ist das Design aufgedruckt, also nicht wie bei z.B. Mustertussi echt alte Tapete.
Die Bauhausbuttons sind von Ron Nadel, einem Grafikdesigner, der anlässlich der 100-Jahr-Feiern beauftragt wurde, die markantesten architektonischen Merkmale Tel Avivs in Grafiken zu fassen.
September 27, 2009
Koffer, Kaufrausch und Kälteschock
So, liebe Leser. Koffer sind halb ausgepackt, meine Kaufrauschtrophäen ringsum verteilt (zum Bestaunen, wie das alles in den kleinen Koffer hat passen können), und Photos der Wochen auf die exHD gezogen.
Der Temperaturunterschied beträgt rund 15°C am Tag und mindestens 20°C in der Nacht, aber Deutschland läuft komplett in Sommergarderobe. brrrrr.
Es sind noch so viele Geschichten und Tips unerzählt; das werde ich nachholen, und es wird Euch hoffentlich interessieren oder sogar auf der einen oder anderen Tipliste derer landen, die schon lange mal nach Israel reisen wollten.
Ab Dienstag geht's weiter.
Habt einen guten Start in die neue Woche!
Der Temperaturunterschied beträgt rund 15°C am Tag und mindestens 20°C in der Nacht, aber Deutschland läuft komplett in Sommergarderobe. brrrrr.
Es sind noch so viele Geschichten und Tips unerzählt; das werde ich nachholen, und es wird Euch hoffentlich interessieren oder sogar auf der einen oder anderen Tipliste derer landen, die schon lange mal nach Israel reisen wollten.
Ab Dienstag geht's weiter.
Habt einen guten Start in die neue Woche!
September 26, 2009
Nochmal t3n-Artikel
Beim Sortieren/Nacharbeiten meiner Emailinbox bin ich auf zwei Anfragen bezüglich meines handmade-Artikels in der aktuellen t3n gestossen, die inhaltlich ähnlich sind: "Wo kann ich das Produkt X aus dem Aufmacherbild kaufen?".
Als ich Euch vor ein paar Wochen vom Artikel erzählte, hatte ich zwar die direkten Links zu meinen Bildgeberinnen angegeben, aber das war wohl etwas ungenau. Doch da helfe ich gerne noch nach; hier nochmal ganz direkte Einkaufshilfen:
Die schönen Leporellos und Mappen von paperama könnt Ihr entweder im paperama-Etsyhop bekommen, oder im paperama-DaWandaShop. Die netten Wikingerkerle von herzensart könnt Ihr direkt im herzensart-Shop kaufen. :::fräulein herz verkauft ihre schönen Taschen auf DaWanda und auf Etsy, aber seit kurzer Zeit auch im ganz eigenen Shop. Und zu guter Letzt: Lilarubykings handgemachten Schmuck könnt Ihr in ihrem Etsyshop kaufen (die Ohrringe vom Titelbild sind genau hier).
Und: Ihr könnt alle Designerinnen bezüglich konkreter Produktanfragen kontaktieren - ich bin mir sicher, dass sie sich über Eure Mails freuen.
Ich hatte ausserdem auch noch ein paar andere Sachen zu klären und habe daraufhin noch ein "P.S." an den letzten Post zum Artikel angefügt, das dann leider doch sein musste.
Als ich Euch vor ein paar Wochen vom Artikel erzählte, hatte ich zwar die direkten Links zu meinen Bildgeberinnen angegeben, aber das war wohl etwas ungenau. Doch da helfe ich gerne noch nach; hier nochmal ganz direkte Einkaufshilfen:
Die schönen Leporellos und Mappen von paperama könnt Ihr entweder im paperama-Etsyhop bekommen, oder im paperama-DaWandaShop. Die netten Wikingerkerle von herzensart könnt Ihr direkt im herzensart-Shop kaufen. :::fräulein herz verkauft ihre schönen Taschen auf DaWanda und auf Etsy, aber seit kurzer Zeit auch im ganz eigenen Shop. Und zu guter Letzt: Lilarubykings handgemachten Schmuck könnt Ihr in ihrem Etsyshop kaufen (die Ohrringe vom Titelbild sind genau hier).
Und: Ihr könnt alle Designerinnen bezüglich konkreter Produktanfragen kontaktieren - ich bin mir sicher, dass sie sich über Eure Mails freuen.
Ich hatte ausserdem auch noch ein paar andere Sachen zu klären und habe daraufhin noch ein "P.S." an den letzten Post zum Artikel angefügt, das dann leider doch sein musste.
September 24, 2009
#early #bird #worm
Der hackr schrieb vor einiger Zeit ueber brizzly, und der Bericht klang so gut, dass ich mich spontan auf die Warteliste eintrug... von der ich nicht mal 24 Stunden danach entlassen und in den Kreis der Betatester eingefuehrt wurde.
Wahrscheinlich habe ich den Service nun intensiv genug genutzt, so dass brizzly entschieden haben, mich ein paar der heissbegehrten Invites verschenken zu lassen.
Wenn Ihr brizzly testen / nutzen moechtet, dann klickt zu meinem Tweet hier (natuerlich via brizzly gepostet) und dann weiter zu brizzly - die schnellsten zehn Leser koennen sich bald ueber einen Account freuen.
Lasst mich doch vielleicht auch wissen, wie es Euch gefaellt?
Wahrscheinlich habe ich den Service nun intensiv genug genutzt, so dass brizzly entschieden haben, mich ein paar der heissbegehrten Invites verschenken zu lassen.
Wenn Ihr brizzly testen / nutzen moechtet, dann klickt zu meinem Tweet hier (natuerlich via brizzly gepostet) und dann weiter zu brizzly - die schnellsten zehn Leser koennen sich bald ueber einen Account freuen.
Lasst mich doch vielleicht auch wissen, wie es Euch gefaellt?
September 21, 2009
re: t:Market Tel Aviv

Am 15. hatte ich Euch vom t:market Tel Aviv erzaehlt, einem Markt fuer Indie Fashion, handmade und hip-trendiges Design von jungen israelischen Designern und Labels. Da der Markt auch noch mit dem Neujahr zusammen fiel, konnte ich erst am letzten Tag dabei sein und habe so natuerlich auch die richtigen Jungdesignerschnaeppchen verpasst.
Aber dennoch: gute Stimmung, gute Musik (und fesche DJs), jede Menge Staende und Klamotten, leider nur (noch) wenig Accessoires und Taschen. Insgesamt sehr streetig, vielleicht ein wenig tshirtlastig, aber trotzdem klasse. Hier ein Eindruck:
Leider will mein Rechner mir meine paar Videoclips nicht laden, so dass ich diese erst in ein paar Tagen zeigen werden kann, wenn das Problemchen geloest ist.
Einen kleinen Kaufrausch gab es trotz der bereits ausverkauften Superschnaeppchen doch noch, und zwar in Form von ziemlich tollen t-shirts. Tees sind hier ein unabdingbares Basic: die meiste Zeit des Jahres ist es heiss, man schwitzt wie nichts, und nur eine Stunde draussen produziert in der Regel ein weiteres Kleidungsstueck fuer die Waschmaschine. Es gibt ausserdem nichts, was sich nicht im Handumdrehen in ein trendiges Stueck Bekleidung "hacken" liesse, sei es, indem es mit politischen oder anderen Botschaften bedruckt wird, oder mit Schere und anderen Geraetschaften in etwas ganz anderes umfunktioniert wird.
Mit Blick auf den t:market haette ich Euch noch zwei Dinge zu erzaehlen. Einmal von einem Haufen t-shirts, an denen ich nicht vorbeigekommen bin:
Von oben links im Uhrzeigersinn nach unten rechts waeren da:
"Tehran Zoo" von HaSnif HaMekomi (הםניף המקומי), "Eize Sain" (So 'ne $....) von Hulzot Mefagrot (חולצות (מפגרות;
"Ani Zochek MiBifnim" (Ich lache von drinnen) von HaSnif HaMekomi (הםניף המקומי), "Iran Nuclear Faculties -- STAFF" von HaSnif HaMekomi (הםניף המקומי), und "Shlomo HaMelech, Itzik HaGever" (Anspielung und Wortspiel auf den Strassennamen 'King George Street') von Hulzot Mefagrot (חולצות (מפגרות.
Ausserdem waren HaSadna mit einem Stand vertreten, an dem sie neben ihren anderen netten Accessoires Feen-t-Shirts gemacht haben (t-shirts mit Fluegelvordruck auf dem Ruecken, an Ort und Stelle ausgeschnitten):
HaSada machen ausserdem so witzige Sachen wie "Parkplatz-Feen" - kleine Figuren, ganz unkitschig, die im Auto auf der Ablage angebracht Ausschau nach Parkplaetzen halten. Dazu muss man nun wissen, dass die Sache mit Parkplaetzen in Israels Staedten zu einem echten Problem geworden ist. Ohne Uebertreibung schlimmer als Berlin, und die Strafen fuer falsches Parken sind mittlerweile empfindlich in die Hoehe gestiegen. Das Parkplatzfeenprojekt begann im Mai 2007, als auf die Frage nach dem eindringlichsten Wunsch die Antwort "Parkplaetze in Tel Aviv!" kam. Seitdem sitzen Parkplatzfeen in vielen Autos, bereit, um im noetigen Augenblick den dringlichen Wunsch "Jetzt einen Parkplatz finden, bitte-bitte!" zu erfuellen.
Und auch wenn die Webseite nur in Hebraeisch ist: diesen Kronleuchter aus recycelten Plastikeisloeffelchen werdet Ihr bestimmt klasse finden. Das Projekt wurde 2006 begonnen, indem HaSadna Eisloeffelchen aus Plastik in allen Farben aus Eislaeden (Eisladen: "glideria"; Eis: "glida") aus ganz Tel Aviv gesammelt haben. Nach Farben sortier und natuerlich gereinigt warten nun Berge von Loeffelchen darauf, zu bunten Kronleuchtern verarbeitet zu werden, um die Zimmer designbegeisterter Kaeufer zieren zu koennen.
Soweit ueber den t:market 2009 in Tel Aviv. Der naechste findet bald statt, und mit ein wenig Glueck kann ich Euch vielleicht wieder berichten... bis dahin lege ich Euch nochmals die Liste der Aussteller des Septembermarktes ans Herz.
September 18, 2009
Israelisches Retro-Grafikdesign: Farkash Gallery

Wer in Israel auf der Suche nach Retro-Grafikdesign ist, kommt um die Farkash Gallery nicht herum. Jedenfalls dann nicht, wenn man auch sicher sein will, am Ende des Tages wirklich mit einigen Kaeufen in der Tasche wieder heim zu gehen, denn es gibt ja auch noch die unzaehligen Antiquariate, den Shuk HaPishpeshim in Jafo und viele weitere kleine Troedellaeden ueberall im Land, die man von vorne bis hinten und zurueck durchstoebern kann.
Farkash ruehmen sich, die groesste Sammlung israelischer Poster und vintage Grafikdesigdrucke zu besitzen; neben einigen Originalen verkaufen sie aber vor allen Dingen Replika davon, Kataloge und andere eigene Publikationen. Die Gallerie liegt mitten in der Altstadt von Jafo, dort, wo die Gassen eng sind und sich hinter jeder zweiten Tuer ein Kuenstleratelier oder eine andere Werkstatt verbirgt. Von aussen scheint der Laden eher unscheinbar, und man muss aufpassen, nicht dran vorbeizulaufen.
Drinnen kann man bei klimatisierter Luft (Airconditioning laeuft aber auch fast ueberall in Israel...) in den Ordnern und Ablagen stoebern, Kataloge anschauen und den Besitzern Fragen stellen. Wenn der Laden nicht voll ist, nehmen sie sich gerne Zeit und sind wirklich sehr nett. Trotz allem habe ich in der Gallerie aber nicht photographiert (wie auch oft in anderen Laeden und Oertlichkeiten nicht - da muss ich mir noch etwas mehr Chuzpe zulegen), doch flickr-sei-Dank weiss ich, dass andere weniger zurueckhaltend waren. Dafuer aber zeige ich Euch noch vier Stuecke, die ich mein Eigen nennen darf: das Poster oben ist in den 1950ern vom Keren Kayemet LeIsrael anlaesslich des Yom HaAtzmaut (Unabhaengigkeitstag) herausgegeben worden.
Und dann noch diese drei Drucke, die ich alle noch rahmen muss. Links ein Poster von Y. Shatak von 1961 fuer die Purimparade in Jerusalem. In der Mitte ebenfalls ein Poster fuer Purim, 1960 von Zach Gilbert entworfen. Rechts eine Arbeit von Shemuel Katz von 1958 anlaesslich zehn Jahre "Aliyah" (Einwanderung nach Israel).
Shemuel Katz ist einer meiner israelischen Lieblingsillustratoren - Ihr koennt seine Vita auf der Webseite von Yad Vashem lesen und weitere Illustrationen sehen (die Voransichten auf der rechten Seite anklicken!), sowie eine Illustration fuer eine Haggadah von 1979, die Ihr hier auf der Seite der Pitts Theology Library finden koennt. (Uebrigens ist die gesamte Ausstellungsseite bei Yad Vashem sehr interessant, wenn Ihr Euch fuer Design interessiert!)
Farkash Gallery
Mazal HaDagim Street 5
Tel Aviv-Jafo, Israel
web: www.farkash-gallery.com
P.S. Ihr solltet auch unbedingt einmal Saftas flickrstream anschauen. Retrotechnisch.
שנת שלום וברכה
It's New Year's Eve today (ערב ראש השנה) - the whole country is on its feet, buying flowers, doing last runs to the supermarkets, cleaning the home, preparing holiday dinner... or even just going to the beach and hanging out at favourite coffee bars, before there is Shofar sounds, music and greetings all over in the evening.
I picked up our insanely large pastry & cakes order at Roladin in Ramat HaSharon this morning, when I saw that they support Alut (אלו''ט), the Israeli society for autistic children and adults, by selling these ceramic pomegranate dishes in exchange for a donation.
These dishes are handmade by autistic adults - they're beautiful beyond words, and they will make our holiday table very special this year.
שנה טובה ומתוקה
A Sweet and Happy New Year!
September 17, 2009
Kulinarisches Intermezzo: Charcuterie
Der Mensch muss ja auch essen. Und wenn man unterwegs ist, soll man fleissig ausprobieren und neue Koestlichkeiten entdecken.

Was macht einer der bekanntesten Gynaekologen Israels, dem der Klinikstress einen Infarkt gebracht hat? Er tritt kuerzer. Und beginnt, seine Sinne neu auszurichten. Der Anfang vom Charcuterie.
Charcuterie hat vor noch nicht allzu langer Zeit mitten in Jafo, in der Naehe vom beruehmten "Shuk HaPishpeshim" (Flohmarkt), eroeffnet und wartet mit einem Konzept auf, das vielleicht besonders fuer nordeuropaeische Sinne ungewoehnlich ist, fuer israelische Verhaeltnisse aber mindestens genauso unkonventionell und ansprechend. Mitten auf der Rabi Chanina-Strasse werden Tische, Stuehle und Barhocker aufgestellt; abends, wenn der Verkehr in dieser Ecke gaenzlich verschwunden ist, scheint der Strassenabschnitt besonders behaglich. Was vom heissen, staubschwangeren Tag bleibt, ist die leicht schmuddelige Aura, die aber dank der spaerlichen Strassenbeleuchtung gnaedig im Halbdunkel verschwindet (in Israel, wie in anderen warmen Laendern auch, geht das Nachtleben erst nach 20 Uhr so langsam los; um 22 Uhr essen zu gehen ist daher normal). In der Charcuterie trifft sich die Boheme, die Jungen und die Alten; die, die Geheimtips aufspueren und in aller Gemaechlichkeit auskosten, und die, die etwas zu feiern haben.

Das Menue ist uebersichtlich, wechselt nach Saison und Angebot (was am Ende des Tages aus ist, ist ausserdem auch aus), und die Weinkarte ist sehr sorgfaeltig zusammengestellt (ganz lecker: 2007 Giv'at HaChalukin von Tzora Vineyards). Spezialisiert ist man auf feine aber dennoch bodenstaendige Gerichte mit Fisch oder Fleisch, die auf rustikalem handgetoepfertem Geschirr serviert werden; wer es ganz scharf mag, sollte die "Fettucine Volcano" ausprobieren: teuflisch viel rote Chili und Knoblauch machen die einfache Sauce aus Olivenoel zu einem Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
Zum Essen gibt es auf Nachfrage Landbrot, frisch aus dem Ofen, und Butter. Und wie ueberall in Israel ueblich, gibt es gekuehltes Leitungswasser auf Nachfrage und ohne Aufpreis. Ganz verfuehrerisch ist auch die kleine Auswahl Desserts - der Schokoladenkuchen zum Beispiel ist nicht nur sehr lecker, er wird ausserdem schoen dekoriert serviert.

Charcuterie
Rabi Chanina Strasse 3
Tel Aviv-Jafo, Israel
Tisch reservieren unter: 03-682 88 43
Was macht einer der bekanntesten Gynaekologen Israels, dem der Klinikstress einen Infarkt gebracht hat? Er tritt kuerzer. Und beginnt, seine Sinne neu auszurichten. Der Anfang vom Charcuterie.
Charcuterie hat vor noch nicht allzu langer Zeit mitten in Jafo, in der Naehe vom beruehmten "Shuk HaPishpeshim" (Flohmarkt), eroeffnet und wartet mit einem Konzept auf, das vielleicht besonders fuer nordeuropaeische Sinne ungewoehnlich ist, fuer israelische Verhaeltnisse aber mindestens genauso unkonventionell und ansprechend. Mitten auf der Rabi Chanina-Strasse werden Tische, Stuehle und Barhocker aufgestellt; abends, wenn der Verkehr in dieser Ecke gaenzlich verschwunden ist, scheint der Strassenabschnitt besonders behaglich. Was vom heissen, staubschwangeren Tag bleibt, ist die leicht schmuddelige Aura, die aber dank der spaerlichen Strassenbeleuchtung gnaedig im Halbdunkel verschwindet (in Israel, wie in anderen warmen Laendern auch, geht das Nachtleben erst nach 20 Uhr so langsam los; um 22 Uhr essen zu gehen ist daher normal). In der Charcuterie trifft sich die Boheme, die Jungen und die Alten; die, die Geheimtips aufspueren und in aller Gemaechlichkeit auskosten, und die, die etwas zu feiern haben.
Das Menue ist uebersichtlich, wechselt nach Saison und Angebot (was am Ende des Tages aus ist, ist ausserdem auch aus), und die Weinkarte ist sehr sorgfaeltig zusammengestellt (ganz lecker: 2007 Giv'at HaChalukin von Tzora Vineyards). Spezialisiert ist man auf feine aber dennoch bodenstaendige Gerichte mit Fisch oder Fleisch, die auf rustikalem handgetoepfertem Geschirr serviert werden; wer es ganz scharf mag, sollte die "Fettucine Volcano" ausprobieren: teuflisch viel rote Chili und Knoblauch machen die einfache Sauce aus Olivenoel zu einem Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.
Zum Essen gibt es auf Nachfrage Landbrot, frisch aus dem Ofen, und Butter. Und wie ueberall in Israel ueblich, gibt es gekuehltes Leitungswasser auf Nachfrage und ohne Aufpreis. Ganz verfuehrerisch ist auch die kleine Auswahl Desserts - der Schokoladenkuchen zum Beispiel ist nicht nur sehr lecker, er wird ausserdem schoen dekoriert serviert.
Charcuterie
Rabi Chanina Strasse 3
Tel Aviv-Jafo, Israel
Tisch reservieren unter: 03-682 88 43
Schnellkurs Copyright
Ihr lieben, lieben Leser. Kleiner Schnellkurs in Sachen Copyrights und Anstand.
Wenn Autoren darum bitten, dass Ihr keinen Content ohne vorherige Erlaubnis downloaden und verwenden sollt, wenn Bilder und Texte ausserdem als "all rights reserved" versehen sind (im Gegensatz zu diversen CreativeCommons-Modellen), wenn sich Autoren die Muehe machen, eine umfangreiche Seite ueber sich, ihre Arbeit und ihre Bitten an Euch zu schreiben....
...dann sollte es wirklich selbstverstaendlich sein, dass man diesen Bitten respektvoll nachkommt und sich verdammt nochmal an die Spielregeln haelt. Es geht nicht um Rumgespiesse, sondern darum, zu wissen, was einem gehoert und was nicht.
For my non-German readers: Cramming course re: Copyrights.
In case you didn't know: if authors ask that you not download any content (images, texts etc.) without their explicit permission, and if furthermore images and texts are explicitely published with "all rights reserved", then wouldn't you think that it's only fair and respectful to honour these authors' requests?
Asking and a little respect goes such a long way, my friends. And this is not about being an asshat, it's about knowing what's yours and what clearly isn't.
Wenn Autoren darum bitten, dass Ihr keinen Content ohne vorherige Erlaubnis downloaden und verwenden sollt, wenn Bilder und Texte ausserdem als "all rights reserved" versehen sind (im Gegensatz zu diversen CreativeCommons-Modellen), wenn sich Autoren die Muehe machen, eine umfangreiche Seite ueber sich, ihre Arbeit und ihre Bitten an Euch zu schreiben....
...dann sollte es wirklich selbstverstaendlich sein, dass man diesen Bitten respektvoll nachkommt und sich verdammt nochmal an die Spielregeln haelt. Es geht nicht um Rumgespiesse, sondern darum, zu wissen, was einem gehoert und was nicht.
For my non-German readers: Cramming course re: Copyrights.
In case you didn't know: if authors ask that you not download any content (images, texts etc.) without their explicit permission, and if furthermore images and texts are explicitely published with "all rights reserved", then wouldn't you think that it's only fair and respectful to honour these authors' requests?
Asking and a little respect goes such a long way, my friends. And this is not about being an asshat, it's about knowing what's yours and what clearly isn't.
Neve Tzedek: Ayala Bar
Ich hatte ja angedeutet, dass ich Euch zum Stichwort Neve Tzedek noch mehr zu erzaehlen habe.Und ich habe mich entschlossen, gleich eine kleine Serie draus zu machen.
Neve Tzedek ( נוה צדק, deutsch: Ort der Gerechtigkeit ) liegt im suedlichen Zipfel von Tel Aviv-Jaffa und ist eigentlich aelter als Tel Aviv selber: gegruendet wurde die Siedlung naemlich bereits 1887, ausserhalb der Tore Jaffas, und als erste juedische Siedlung in der Umgebung. Die Nachbarschaft wuchs und gedieh, aber auf die Jahre des Wachstums folgten irgendwann Zeiten des Verfallenlassens und des Vergessens. Neve Tzedek galt noch vor zwanzig Jahren als aermlichere Nachbarschaft, die dann aber von der Bohemiene als pittureskes Viertel wiederentdeckt wurde. Viele Kuenstler und Designer zogen nach Neve Tzedek, das alte Schulviertel wurde restauriert und beherbergt heute das Suzanne Dalal Center (denkt auch: Batsheva Dance Company und andere). Grosse Teile des Viertels wurden vor dem endgueltigen Verfall gerettet und restauriert - oft allerdings auch mit der Folge, dass Mieten und Preise fuer einige nicht mehr zu bezahlen waren. Besonders auf der Shabazi Strasse haben sich viele Designer und Kuenstler angesiedelt, und insgesamt ist das Look&Feel noch sehr locker und artisan-like.
Ich bin fuer Euch auf die Shabazi Street gegangen und habe ein wenig geschaut und fotographiert - heute: Ayala Bar.
Ayala Bar hat ihr Hauptgeschaeft auf der Shabazi Strasse, aber sie ist mittlerweile weit ueber die Grenzen Israels hinaus bekannt. Die Designerin ist in Israel geboren und lebt auch hier. Seit ueber zehn Jahren kennt man sie in Israel fuer ihre ungewoehnlichen Modeschmukkreationen, deren Erfolg mittlerweile allerdings auch viele Nachahmer angelockt hat. Und trotzdem erkennt man Stuecke von Ayala Bar, denn sie haben auch bei staendig wechselnden Kollektionen (in limitierter Auflage, jedes Stueck von Hand gefertigt) ihren ganz eigenen Charakter, stark beeinflusst durch Ayala Bars fruehere Arbeit als Designerin fuer Theater und Interieur. Die Stuecke haben einen mosaikhaften Charakter, der durch die Kombination verschiedenster Materialien wie Glasperlen, Metal und Stoffe zustande kommt. Aus der Ferne wie aus der Naehe betrachtet ist jedes Stueck wie ein Kosmos ganz fuer sich.
Das Geschaeft in der Shabazi Strasse ist klein; ausgestellt sind die aktuellen Kollektionen, Kataloge mit dem gesamten Repertoire koennen auf Nachfrage auch eingesehen werden. Die witzige Schaufenstergestaltung (siehe unten) hat es mir schon seit dem letzten Jahr angetan - muss ich jetzt noch erwaehnen, dass ich immer fuer mindestens ein Stueck aus der jeweils aktuellen Kollektion spare?
Also: Ayala Bar ist ein unbedingtes Muss, wenn Ihr Neve Tzedek besucht!




Ayala Bar
36 Shabazi Street
Neve Tzedek, Tel Aviv
web: ayalabar.com
facebook: Ayala Bar
twitter: ayalabar
Neve Tzedek ( נוה צדק, deutsch: Ort der Gerechtigkeit ) liegt im suedlichen Zipfel von Tel Aviv-Jaffa und ist eigentlich aelter als Tel Aviv selber: gegruendet wurde die Siedlung naemlich bereits 1887, ausserhalb der Tore Jaffas, und als erste juedische Siedlung in der Umgebung. Die Nachbarschaft wuchs und gedieh, aber auf die Jahre des Wachstums folgten irgendwann Zeiten des Verfallenlassens und des Vergessens. Neve Tzedek galt noch vor zwanzig Jahren als aermlichere Nachbarschaft, die dann aber von der Bohemiene als pittureskes Viertel wiederentdeckt wurde. Viele Kuenstler und Designer zogen nach Neve Tzedek, das alte Schulviertel wurde restauriert und beherbergt heute das Suzanne Dalal Center (denkt auch: Batsheva Dance Company und andere). Grosse Teile des Viertels wurden vor dem endgueltigen Verfall gerettet und restauriert - oft allerdings auch mit der Folge, dass Mieten und Preise fuer einige nicht mehr zu bezahlen waren. Besonders auf der Shabazi Strasse haben sich viele Designer und Kuenstler angesiedelt, und insgesamt ist das Look&Feel noch sehr locker und artisan-like.
Ich bin fuer Euch auf die Shabazi Street gegangen und habe ein wenig geschaut und fotographiert - heute: Ayala Bar.
Ayala Bar hat ihr Hauptgeschaeft auf der Shabazi Strasse, aber sie ist mittlerweile weit ueber die Grenzen Israels hinaus bekannt. Die Designerin ist in Israel geboren und lebt auch hier. Seit ueber zehn Jahren kennt man sie in Israel fuer ihre ungewoehnlichen Modeschmukkreationen, deren Erfolg mittlerweile allerdings auch viele Nachahmer angelockt hat. Und trotzdem erkennt man Stuecke von Ayala Bar, denn sie haben auch bei staendig wechselnden Kollektionen (in limitierter Auflage, jedes Stueck von Hand gefertigt) ihren ganz eigenen Charakter, stark beeinflusst durch Ayala Bars fruehere Arbeit als Designerin fuer Theater und Interieur. Die Stuecke haben einen mosaikhaften Charakter, der durch die Kombination verschiedenster Materialien wie Glasperlen, Metal und Stoffe zustande kommt. Aus der Ferne wie aus der Naehe betrachtet ist jedes Stueck wie ein Kosmos ganz fuer sich.
Das Geschaeft in der Shabazi Strasse ist klein; ausgestellt sind die aktuellen Kollektionen, Kataloge mit dem gesamten Repertoire koennen auf Nachfrage auch eingesehen werden. Die witzige Schaufenstergestaltung (siehe unten) hat es mir schon seit dem letzten Jahr angetan - muss ich jetzt noch erwaehnen, dass ich immer fuer mindestens ein Stueck aus der jeweils aktuellen Kollektion spare?
Also: Ayala Bar ist ein unbedingtes Muss, wenn Ihr Neve Tzedek besucht!
Ayala Bar
36 Shabazi Street
Neve Tzedek, Tel Aviv
web: ayalabar.com
facebook: Ayala Bar
twitter: ayalabar
Intermezzo: Kataloge waelzen
Ein absoluter Wahnsinn - die offiziellen Kataloge zur ersten Biennale in Tel Aviv, randvoll mit Adressen und Veranstaltungen. Das schlimmste ist, dass man gar nicht alles schaffen kann.
September 16, 2009
Awesome Aktionismus: Achoti for the women of Israel
Dank Twitter auch in der Ferne immer nah am Geschehen: Karmakonsum hat diese Woche einen Blogkarneval anlaesslich der Fairen Woche (Deutschland) laufen - mit einem Photobeitrag kann ich leider noch nicht aufwarten, aber bevor die Woche um ist, mache ich erstens gerne ein wenig Werbung fuer mehr Trackbacks fuer Karmakonsum und ziehe zweitens einen Post ueber "Achoti" (אחותי, deutsch: [meine] Schwester) in Tel Aviv vor, die eigentlich erst fuer naechste Woche, nach den Feiertagen, auf meiner Liste stehen.
Auf dem Hinflug brachte das On-Board-Magazin von ElAl zufaelligerweise einen Artikel ueber Achotis neu eroeffnetes Geschaeft in Tel Aviv, in dem ausschliesslich von Frauen handgemachte Produkte verkauft werden. Zufall deshalb, weil ich eigentlich auch bei Comme Il Faut im schoenen neuen alten Hafen von Tel Aviv vorbeischauen wollte, die bereits mit Achoti zusammenarbeiten.
Achoti setzt sich fuer sozial benachteiligte Frauen in Israel ein und organisiert und fuehrt Projekte durch, die Frauen in die oekonomische Unabhaengigkeit bringen sollen - so zum Beispiel gibt es im Achoti-Shop in Tel Aviv handgearbeitete Dekorationsobjekte, die z..B. von aethiopischen Frauen in Kirjat Gat gefertigt und unter Fairtradekonditionen im Shop zum Kauf angeboten werden.
Achoti in eigenen Worten:
Das Besondere an Achoti ist, dass Frauen unabhaengig ihrer ethnischen, sozialen und religioesen Herkunft unterstuetzt werden; Frauen, die diese Form der Hilfe am meisten benoetigen, leben allerdings oftmals in entlegenen Regionen des Landes, sind oft nicht vollstaendig in die Gesellschaft integriert oder haben mit anderen Problemen zu kaempfen, die ihnen die Aussicht auf ein sozial gerechteres Leben verstellen.
Achoti Shop
4 Shlomo HaMelech Street
Tel Aviv / Israel
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Auf dem Hinflug brachte das On-Board-Magazin von ElAl zufaelligerweise einen Artikel ueber Achotis neu eroeffnetes Geschaeft in Tel Aviv, in dem ausschliesslich von Frauen handgemachte Produkte verkauft werden. Zufall deshalb, weil ich eigentlich auch bei Comme Il Faut im schoenen neuen alten Hafen von Tel Aviv vorbeischauen wollte, die bereits mit Achoti zusammenarbeiten.
Achoti setzt sich fuer sozial benachteiligte Frauen in Israel ein und organisiert und fuehrt Projekte durch, die Frauen in die oekonomische Unabhaengigkeit bringen sollen - so zum Beispiel gibt es im Achoti-Shop in Tel Aviv handgearbeitete Dekorationsobjekte, die z..B. von aethiopischen Frauen in Kirjat Gat gefertigt und unter Fairtradekonditionen im Shop zum Kauf angeboten werden.
Achoti in eigenen Worten:
ACHOTI (Schwester) for Women in Israel wurde 1999 von sephardischen Frauen gegründet, die erkannten, dass die israelische Frauenbewegung Themen wie ökonomische Gerechtigkeit an erste Stelle stellen müssen und eine stärkere Solidarität aus der ökonomische und sozialen Perepherie finden. Achoti hat acht Frauenorganisationen und zahlreiche Aktivistinnen aufgefordert, eine Koalition zu bilden, um mit dieser notwendigkeit umzugehnen. Diese Koalition (die noch aktiv ist und von Achoti geleitet wird) wurde „Year of Women Workers“ genannt und war unsere erste Initiative um ökonomische Empowermentgruppen für erwerbslose Frauen und Frauen aus der Arbeiterklasse zu gründen und für einen Politikwechsel einzutreten. {das ganze Konzept auf deutsch ist hier zu lesen}
Das Besondere an Achoti ist, dass Frauen unabhaengig ihrer ethnischen, sozialen und religioesen Herkunft unterstuetzt werden; Frauen, die diese Form der Hilfe am meisten benoetigen, leben allerdings oftmals in entlegenen Regionen des Landes, sind oft nicht vollstaendig in die Gesellschaft integriert oder haben mit anderen Problemen zu kaempfen, die ihnen die Aussicht auf ein sozial gerechteres Leben verstellen.
Achoti Shop
4 Shlomo HaMelech Street
Tel Aviv / Israel
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September 15, 2009
t:market Tel Aviv

Yay, handmade markets auch in Israel! Gestern lief ich am Shuk HaCarmel an diesem Plakat vorbei und konnte meine Begeisterung kaum bremsen:
Auf dem T:MARKET dreht sich alles um IndieDesign, handmade, Streetfashion und Popkultur, ganz so, wie wir es auch schon aus Europa kennen (und abgoettisch lieben!). Neben Tel Aviv finden die Maerkte ausserdem im ganzen Land statt, so zum Beispiel in Haifa und Rehovot in diesem Herbst.
Am langen Neujahrswochenende (18. bis 20.9.) findet der T:MARKET in Tel Aviv statt, und zwar im angesagten Barzilay Club (haben auch eine MySpace-Seite in Englisch) in der HaRechev Street 13. Hier findet Ihr eine Liste mit Links zu den Ausstellern und ihren Webseiten.
Laut Ankuendigung soll ein Kleidungsstueck wie z.B. ein Shirt nicht mehr als 120NIS kosten - das waeren derzeit knapp 22 Euro. Ausserdem kann man mit ein wenig Glueck Designer-Schnaeppchen aus der letzten Saison fuer gerade einmal 60 NIS erstehen.
Kaufrauschalarm!
Also - wir sehen uns dann auf dem T:MARKET.
Was? -- T:MARKET
Wann? --18. - 20. September 2009 //10-15h, 11-23h und 10-22h
Wo? -- Barzilay Club, HaRechev Street 13, TEL AVIV/Israel
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So there I step out for a minute...
...and Blogger decide to make handmade2.0 a "Blog of Note".

So yes, my stats are looking truly international now - and I am really very sorry if only a tiny fraction of you visitors understand what the posts are all about. I am blogging mostly in German, occasionally in English and Hebrew, sometimes even French and Italian, and some phrases here and there in Japanese. But that's about it. You can learn more about what I do here in the obligatory about me post (don't worry, it's in English!).
Thank you, Blogger team, and thanks to all the visitors stopping by!

So yes, my stats are looking truly international now - and I am really very sorry if only a tiny fraction of you visitors understand what the posts are all about. I am blogging mostly in German, occasionally in English and Hebrew, sometimes even French and Italian, and some phrases here and there in Japanese. But that's about it. You can learn more about what I do here in the obligatory about me post (don't worry, it's in English!).
Thank you, Blogger team, and thanks to all the visitors stopping by!
September 12, 2009
Nach Sonnenuntergang im Hafen von Jaffa (שבת של קייץ בנמל יפו)
Aus dem alten Hafen von Jaffa schifften einst unzaehlige Kisten in alle Welt, gefuellt mit den leckersten Orangen, die man sich vorstellen konnte. Heute ist das nicht mehr so, der Hafen von Jaffa begann irgendwann zu verfallen, bis man sich daran machte, ihn langsam wieder herzurichten. Leider muss dazu auch gesagt werden, dass dieses Bestreben in vielen arabischen Ohren weniger positiv klingt als in juedisch-israelischen, denn die Ersteren befuerchten, dass die Mieten fuer Immobilien und Liegeplaetze im Hafen nach der Restaurierung so teuer wuerden, dass sie sie nicht mehr bezahlen koennten (und daher auch leider die voreiligen Unterstellungen, die Massnahen gaelten eh nur der Vertreibung angeblich unbeliebter Leute). Der alte Hafen von Jaffa gehoert heute zu Tel Aviv (bzw. Tel Aviv-Jafo), und in den letzten Jahren ist erfreulicherweise das Bewusstsein der Verantwortung gegenueber architektonischen Schaetzen sehr gewachsen - ich hatte es im Post ueber das Bauhaus-Erbe in Tel Aviv bereits angerissen. Viel Geld wird investiert, um Bauten und Anlagen wieder herzustellen (ein schoener Beitrag dazu auch bei Tchochkes), und nicht alles Geld wird ausschliesslich in Neubauten gesteckt. Zum Glueck.
Wie dem auch sei -- eine schoene Aktion, die noch einige Wochen andauern wird, heisst "Sommerlicher Shabat im Hafen von Jaffa" (שבת של קייץ בנמל יפו), und findet an jedem Samstag zwischen 18h und 23h statt. Der alte Hafen wird dann zur Buehne von Artisten, Musikern und sonstigen Kuenstlern und Selbstdarstellern; es gibt frischen Fisch direkt vom Grill, leckere Beilagen, Clowns und Kindertheater, und natuerlich auch einen Markt mit Antiquitaeten und handgemachten Produkten israelischer Kuenstler und Designer.
Heute Abend zum Beispiel ist es wieder soweit...
Ich hoffe, Ihr habt alle ein schoenes Wochenende!
Mit besten Gruessen aus Jaffa. :)
Wie dem auch sei -- eine schoene Aktion, die noch einige Wochen andauern wird, heisst "Sommerlicher Shabat im Hafen von Jaffa" (שבת של קייץ בנמל יפו), und findet an jedem Samstag zwischen 18h und 23h statt. Der alte Hafen wird dann zur Buehne von Artisten, Musikern und sonstigen Kuenstlern und Selbstdarstellern; es gibt frischen Fisch direkt vom Grill, leckere Beilagen, Clowns und Kindertheater, und natuerlich auch einen Markt mit Antiquitaeten und handgemachten Produkten israelischer Kuenstler und Designer.
Heute Abend zum Beispiel ist es wieder soweit...
Ich hoffe, Ihr habt alle ein schoenes Wochenende!
Mit besten Gruessen aus Jaffa. :)
September 11, 2009
Etsy mini trend: Rosh HaShanah {תש"ע}
Long time no Etsy mini trend, right? Let's change that - in honour of the upcoming New Year here in Israel and throughout the Jewish world, I have picked my favourite Rosh HaShanah products from Etsy:
We're closing one year and heading towards a new one on the night of September 18, with September 19 being New Year. You probably know that the Jewish calendar counts different from the Gregorian calendar: we're already headed for the year 5770 (or תש"ע in Hebrew letters, as each letter of the Hebrew alphabet hast a numeric value as well)!
We're closing one year and heading towards a new one on the night of September 18, with September 19 being New Year. You probably know that the Jewish calendar counts different from the Gregorian calendar: we're already headed for the year 5770 (or תש"ע in Hebrew letters, as each letter of the Hebrew alphabet hast a numeric value as well)!
שנה טובה ומתוקה
1. Tel Aviv-Jaffa Biennale
Tel Aviv, die 'Weisse Stadt' am Mittelmeer, feiert dieses Jahr ihr 100jaehriges Bestehen - vor dem Hintergrund dieses ohnehin schon denkwuerdigen Ereignisses findet derzeit auch die erste Biennale statt: gestern Abend wurde die 1. Tel Aviv-Jaffa Art Biennial eroeffnet und tausende Kunstbegeisterter kamen. Unter dem Motto "חדש האומנות בתל אביב יפו" (Monat der Kunst in Tel Aviv-Jaffa) sind den ganzen September lang die Werke von ueber 300 Kuenstlern zu sehen; rund zwanzig verschiedene Orte -Museen, Galerien und Studios- laden dazu ein, einen einmaligen Einblick in die Kunstszene Israels zu erlangen, die nicht nur beeindruckend, sondern auch sehr erfrischend ist.
Die Organisatorinnen der Biennale, Irit Fein-Sommer, Yehudit Haviv, Rivka Saker und Shifra Shalit-Intrator, gelten als Kuenstlerinnen, die die israelische Kunstszene massgeblich beeinflusst haben. Ihre Vision der Biennale ist eine jaehrliche Veranstaltung, die sich in die Reihe der traditionellen Biennalen in Istanbul und Athen stellt und das Programm der Kunstveranstaltungen rund um das Mittelmeer bereichert.

"art or die"-Sticker, Neve Tzedek
Wie es schwerlich anders sein koennte, findet die zentrale Ausstellung der Biennale, "Circus Universalis", neben Tel Avivs bohemiesquem Stadtteil Neve Tzedek statt (hier haben sich vor allen Dingen auch Tel Avivs Kuenstler und Designer angesiedelt, samt ihrer einladenden Boutiquen, aber davon in einem anderen Post!).
September 10, 2009
Awesome Aktionismus: Atoms & Bits (18.-27.9. 09)
Der Hinweis auf dieses grossartige Stueck Awesome Aktionismus (war ja klar, dass ich nicht dabei sein kann, weil sich wieder einmal Termine ueberschneiden...) ist leider zwischen Abreise und Ankunft auf der Strecke geblieben - bis jetzt, jedenfalls. Und es ist noch nicht zu spaet, davon zu erzaehlen!

atoms&bits ist das erste grosse Treffen Kreativer in Deutschland und weltweit, auf dem in recht lockerer Runde die neue Kultur des Selbermachens diskutiert und weitergedacht werden wird. Damit also haetten wir endlich einen wertvollen Eventbeitrag zur Sache, der aus Deutschland kommt.
Fuenf Themengebiete stehen zwischen dem 18. und 27. September bereit, um Denkanstoesse zu geben, neue Ideen zu stiften, die Vernetzung untereinander voranzutreiben, usw. Besonders hervorzuheben waere die Dezentralitaet dieser Veranstaltung; logistisch stellen Projekte dieser Art hohe Anforderungen an die Organisatoren, aber soweit zeugt die Webseite davon, dass alles unter bester Kontrolle und in den Haenden von Superspezis ist. Ein wahre Freude, also!
Kleines Highlight waere am Wahlwochenende ausserdem das a&b-Camp, das in Berlin stattfinden wird (Link klicken, dann koennt Ihr auch ein Photo von der Location sehen). Mehr Informationen und Anmeldemoeglichkeiten stehen auf der a&b-Communityseite bereit.
Sponsoren gesucht!
Wer die Veranstaltung gerne in irgendeiner Weise sponsorn moechte, bekommt alle Informationen und einen Ansprechpartner unter diesem Link. Es finden sich hoffentlich noch mehr, die so viel Enthusiasmus foerdern wollen und das Potential dieser Sache erkennen!
Auf dem Laufenden bleiben:
@web (homepage)
@mixxt (fuer Anmeldungen etc.)
@twitter (a&b)
@flickr
Nochmal alles in allerknackigster Kuerze? Dazu gibt es den sehr informativen a&b FAQ.
Haette ich davon eher Wind bekommen, haette ich noch etwas hier in Israel (mit-)organisieren koennen, wenn wir schon vom Internationalismus reden (die Nodemaps zeigen leider auch keinerlei Aktivitaeten fuer Israel). Naechstes Mal aber dann!

atoms&bits ist das erste grosse Treffen Kreativer in Deutschland und weltweit, auf dem in recht lockerer Runde die neue Kultur des Selbermachens diskutiert und weitergedacht werden wird. Damit also haetten wir endlich einen wertvollen Eventbeitrag zur Sache, der aus Deutschland kommt.
Fuenf Themengebiete stehen zwischen dem 18. und 27. September bereit, um Denkanstoesse zu geben, neue Ideen zu stiften, die Vernetzung untereinander voranzutreiben, usw. Besonders hervorzuheben waere die Dezentralitaet dieser Veranstaltung; logistisch stellen Projekte dieser Art hohe Anforderungen an die Organisatoren, aber soweit zeugt die Webseite davon, dass alles unter bester Kontrolle und in den Haenden von Superspezis ist. Ein wahre Freude, also!
Kleines Highlight waere am Wahlwochenende ausserdem das a&b-Camp, das in Berlin stattfinden wird (Link klicken, dann koennt Ihr auch ein Photo von der Location sehen). Mehr Informationen und Anmeldemoeglichkeiten stehen auf der a&b-Communityseite bereit.
Sponsoren gesucht!
Wer die Veranstaltung gerne in irgendeiner Weise sponsorn moechte, bekommt alle Informationen und einen Ansprechpartner unter diesem Link. Es finden sich hoffentlich noch mehr, die so viel Enthusiasmus foerdern wollen und das Potential dieser Sache erkennen!
Auf dem Laufenden bleiben:
@web (homepage)
@mixxt (fuer Anmeldungen etc.)
@twitter (a&b)
@flickr
Nochmal alles in allerknackigster Kuerze? Dazu gibt es den sehr informativen a&b FAQ.
Haette ich davon eher Wind bekommen, haette ich noch etwas hier in Israel (mit-)organisieren koennen, wenn wir schon vom Internationalismus reden (die Nodemaps zeigen leider auch keinerlei Aktivitaeten fuer Israel). Naechstes Mal aber dann!
Marché beaubeau #7

Der Herbst wird in der Tat crafty und indiemässig in Europa: in Belgien wartet der Marché BeauBeau zum siebten Mal mit seinem Designermarkt auf! Beste Gelegenheit für alle, die es gar nicht mehr abwarten können, für Weihnachten zu shoppen.
Siebzig (70!) angemeldete Aussteller werden dabei sein, rund 3000 Produkte werden zu sehen sein; handmade Indie Design "for you & for the people out there, not as rich as in the magazines" in Hülle und Fülle, also. Die Liste der Teilnehmer sieht sehr vielversprechend aus - und wer schon vor dem 19. wissen möchte, was so alles gezeigt werden wird, dem empfehle ich, mit einer Tasse [Dein Lieblingsgetränk] diese Liste abzusurfen und ein wenig in den BeauBeau-Shops zu stöbern!Für das leibliche Wohl und für Ohrenschmaus wird auch dieses Mal wieder gesorgt werden, und das alles in einem schönen Setting.
Wenn das kein Ausflug ins nahe Belgien wert ist, mes amies!
Was? -- Marché BeauBeau #7
Wann? -- Samstag, 19. & Sonntag, 20. September 2009 | 11-20 Uhr
Wo? -- Place royale, 1000 Brüssel / Belgien
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September 9, 2009
Tel Aviv, Bauhaus und alte Sachen
Aha.
Verpasste Gelegenheit #1: die Kollegen von Tchochkes schrieben vorgestern von einem Fund, der mir transporttechnisch arge Schwierigkeiten bereitet haette, naemlich drei gottverlassene Schubladen aus einer Anrichte, die aus dem spaeteren Jugendstil bzw. fruehe Moderne kommen muessen (ich habe dort in den Kommentaren laut ueberlegt, warum). Glaubt mir, ich haette warscheinlich Berge versetzt, diese Dinger in den Flieger und zurueck nach Europa zu schaffen.
Die Zeit, solche kleinen Schaetze zu finden, wird zumindest hier in Israel so langsam rar, denn die Besitzer und Anschaffer dieser Stuecke sterben weg, und bei aller Liebe fuer die Leute hier wissen leider nur verschwindend wenige, was sie da stil- und designtechnisch wirklich vor sich haben. Entsprechend lagen diese Schubladen ja bereits abholbereit auf der Strasse.
Im Moment liegen hier in der Tat wieder ueberall dicke Sperrmuellhaufen an den Strassenecken, denn die hohen Feiertage stehen bevor; das heisst, dass auf den Strassen alle Baeume ausgeputzt werden, Vorgaerten gepflegt, und die Leute... ja, die Leute eben drinnen mal so richtig ausmisten. Auf Bauhaus-Phototour in Tel Aviv vorgestern bin ich bereits an einigen Containern vorbeigekommen, die sich, auch wenn es gammelig klingt, "gelohnt" haetten. Holz will keiner mehr, die Masse moechte ausserdem "schick" wohnen, und dafuer sind dann eben neue Designcenter wie ID Design zustaendig, die hier in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Jeder versteht nun etwas von "Design" - oder denkt es wenigstens. Ein wenig fuehlt es sich an wie in den Jahren unmittelbar nach der Wende, als im Osten alle "westlich" wohnen wollten - und antike Massivholzmoebel und noch viel wertvollere Dinge einfach auf die Strasse gestellt haben. Und das, wo Tel Aviv 100jaehriges Bestehen feiert und man sich wieder mit dem Titel "Weisse Stadt" schmuecken moechte ('weiss' bezieht sich auf die Bauhausobjekte: sachlich und irgendwann einmal schoen weiss angestrichen).

Wenn Ihr aehnlich interessante Moebelobjekte sehen moechtet, dann empfehle ich Euch zum Beispiel die Webseite Anna Amalia; dort hat man sich auf die Restaurierung antiker Schreibmoebel spezialisiert und praesentiert die zum Verkauf stehenden Stuecke sehr ansprechend. Dieses Stueck ist einer meiner Favoriten.
Ausserdem:
Bauhaus Center in Tel Aviv, wer nicht ganz so weit kommt, wird sich in Frankfurt ueber diese Ausstellung freuen, und in der vergangenen Sonntags-FAZ gab es, netter Zufall, einen Artikel ueber die gegenwaertige Renaissance des Bauhaus hier in Tel Aviv (leider nur als Geniosartikel abrufbar): "In Tel Aviv belebt das Etikett 'Bauhaus' das Geschaeft".
Verpasste Gelegenheit #1: die Kollegen von Tchochkes schrieben vorgestern von einem Fund, der mir transporttechnisch arge Schwierigkeiten bereitet haette, naemlich drei gottverlassene Schubladen aus einer Anrichte, die aus dem spaeteren Jugendstil bzw. fruehe Moderne kommen muessen (ich habe dort in den Kommentaren laut ueberlegt, warum). Glaubt mir, ich haette warscheinlich Berge versetzt, diese Dinger in den Flieger und zurueck nach Europa zu schaffen.
Die Zeit, solche kleinen Schaetze zu finden, wird zumindest hier in Israel so langsam rar, denn die Besitzer und Anschaffer dieser Stuecke sterben weg, und bei aller Liebe fuer die Leute hier wissen leider nur verschwindend wenige, was sie da stil- und designtechnisch wirklich vor sich haben. Entsprechend lagen diese Schubladen ja bereits abholbereit auf der Strasse.
Bildzitat: tchochkes
Im Moment liegen hier in der Tat wieder ueberall dicke Sperrmuellhaufen an den Strassenecken, denn die hohen Feiertage stehen bevor; das heisst, dass auf den Strassen alle Baeume ausgeputzt werden, Vorgaerten gepflegt, und die Leute... ja, die Leute eben drinnen mal so richtig ausmisten. Auf Bauhaus-Phototour in Tel Aviv vorgestern bin ich bereits an einigen Containern vorbeigekommen, die sich, auch wenn es gammelig klingt, "gelohnt" haetten. Holz will keiner mehr, die Masse moechte ausserdem "schick" wohnen, und dafuer sind dann eben neue Designcenter wie ID Design zustaendig, die hier in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Jeder versteht nun etwas von "Design" - oder denkt es wenigstens. Ein wenig fuehlt es sich an wie in den Jahren unmittelbar nach der Wende, als im Osten alle "westlich" wohnen wollten - und antike Massivholzmoebel und noch viel wertvollere Dinge einfach auf die Strasse gestellt haben. Und das, wo Tel Aviv 100jaehriges Bestehen feiert und man sich wieder mit dem Titel "Weisse Stadt" schmuecken moechte ('weiss' bezieht sich auf die Bauhausobjekte: sachlich und irgendwann einmal schoen weiss angestrichen).
Reinier Street, Tel Aviv
Wenn Ihr aehnlich interessante Moebelobjekte sehen moechtet, dann empfehle ich Euch zum Beispiel die Webseite Anna Amalia; dort hat man sich auf die Restaurierung antiker Schreibmoebel spezialisiert und praesentiert die zum Verkauf stehenden Stuecke sehr ansprechend. Dieses Stueck ist einer meiner Favoriten.
Ausserdem:
Bauhaus Center in Tel Aviv, wer nicht ganz so weit kommt, wird sich in Frankfurt ueber diese Ausstellung freuen, und in der vergangenen Sonntags-FAZ gab es, netter Zufall, einen Artikel ueber die gegenwaertige Renaissance des Bauhaus hier in Tel Aviv (leider nur als Geniosartikel abrufbar): "In Tel Aviv belebt das Etikett 'Bauhaus' das Geschaeft".
September 7, 2009
Gezwitscher von rechts nach links (Laender, Sitten &c)
Huch, Ihr schreibt ja ploetzlich alle von rechts nach links!
Naja. So sieht Twitter aus, wenn man es via Talker.co.il nutzt, einem Dienst fuer alle, die vor allen Dingen auf Hebraeisch twittern wollen. Oder die eben vor Ort sind und mit ihrem Hady keine internationalen SMS verschicken koennen. Oder eben auch beides. Und wenn's dann mal funktionierte...
Ich bin uebrigens unterwegs (ich weiss, waere jetzt keiner drauf gekommen...) und werde die naechsten Tage lang ueber lokales handmade schreiben. Habt Ihr irgendwelche speziellen Wuensche oder Fragen, irgendetwas, was Euch besonders interessiert? Dann schreibt sie einfach in die Kommentare (oder schreibt eine Email oder einen Tweet).
Nachtrag: Der Dienst ist schon recht seltsam; da wird geworben, dass man Talker sowohl mit Englisch (d.h. mit lateinischen Lettern) als auch mit Hebraeisch (u. besonders von rechts nach links, was im Web idR sehr schwierig ist) fuettern kann, und dass jede SMS, die an die Talker-Kurzwahl geschickt wird, augenblicklich im eigenen Twitterstream erscheint (das geht nur dann, wenn man seine Handynummer authentifiziert hat und wenn man Talker per Login bei Twitter Lese- und Schreibrechte eingeraeumt hat). Bei mir ist das aber leider nicht der Fall.
Es ist ja nicht gerade so, dass der Dienst nichts kostet - jede SMS kostet mich 70 Argorot, und das Empfangen einer SMS kostet mich auch nochmal soviel. Talker quittiert jede abgeschickte SMS mit einem daemlichen "Danke, SMS wurde gepostet", tatsaechlich aber wurde ja bislang offensichtlich nicht eine in meinen Stream eingespeist, und leider kann ich mit meinem Handy auch nur lateinische Lettern schreiben (was den Dienst aber wirklich nicht kratzen sollte, denn auf der anderen Seite spidern sie ja so ziemlich alles, was twittert und verunsichern damit nicht gerade wenig Twitteruser...).
September 5, 2009
In der Schublade: handmade.Podcasts
Ja, ich habe schon wieder was.
Das neue Blogkleidchen ist zwar noch nicht perfekt, und es fehlen auch noch ein paar Module, aber da ich sowieso dabei bin, kann ich ja auch gleich die komplette Ideenschublade umkrempeln und schauen, was da noch so herumliegt....
Podcasts!
Zunächst experimentell (man soll ja alles mal gemacht haben...), und wenn es Euch gut gefällt und nützlich ist, hat es vielleicht auch das Zeug zu einer Serie mit mehr Schnickschnack. Aber ich würde es gerne einmal ausprobieren.
Ein paar Ideen zu Themen bzw. Themenblöcken habe ich bereits, aber wie steht es mit Euch? Habt Ihr Themen, die Ihr gerne auch per Podcast konsumieren würdet? Irgendetwas, was als Podcast nützlicher wäre denn als geschriebener Beitrag? Irgendetwas, was hier vielleicht sowieso noch fehlt?
Ihr könnt Euch gerne in den Kommentaren auslassen, ausserdem läuft eine ganze Woche eine Umfrage per Twitter, und Ihr könnt Euch ansonsten auch direkt an mich wenden.
Dann lasst mal hören....
Das neue Blogkleidchen ist zwar noch nicht perfekt, und es fehlen auch noch ein paar Module, aber da ich sowieso dabei bin, kann ich ja auch gleich die komplette Ideenschublade umkrempeln und schauen, was da noch so herumliegt....
Podcasts!
Zunächst experimentell (man soll ja alles mal gemacht haben...), und wenn es Euch gut gefällt und nützlich ist, hat es vielleicht auch das Zeug zu einer Serie mit mehr Schnickschnack. Aber ich würde es gerne einmal ausprobieren.
Ein paar Ideen zu Themen bzw. Themenblöcken habe ich bereits, aber wie steht es mit Euch? Habt Ihr Themen, die Ihr gerne auch per Podcast konsumieren würdet? Irgendetwas, was als Podcast nützlicher wäre denn als geschriebener Beitrag? Irgendetwas, was hier vielleicht sowieso noch fehlt?
Ihr könnt Euch gerne in den Kommentaren auslassen, ausserdem läuft eine ganze Woche eine Umfrage per Twitter, und Ihr könnt Euch ansonsten auch direkt an mich wenden.
Dann lasst mal hören....
September 4, 2009
Neue Kommentare, II
Der Umzug der Kommentarfunktion von Blogger zu Disqus scheint soweit und dank der fleissigen Tester zu laufen. Vielen Dank noch einmal!
Ich bin mir allerdings fast sicher, dass diejenigen, die ohne Disqusprofil kommentiert haben, eine doofe Email bekommen haben, in der etwas von kommentieren und subscribe &c. stand. Das ist leider der Teil an Disqus, der mir nicht gefällt. Defaultmässig stellt Disqus nämlich ein ganz unscheinbares Knöpfli auf "subscribe to comments via email" - wer das übersieht und nicht auf "don't subscribe" toggelt, bekommt eine Email vom Disqussystem.
Diese Option ist meiner Meinung nach überflüssig, da nämlich unter dem eigentlichen Kommentarfeld ein Link zum Abonnieren des RSS-Feeds sitzt, sowie ein weiterer, um die Diskussion per Email zu verfolgen. Was sich Disqus dabei gedacht haben - ich habe keine Ahnung. Ich habe auch noch nicht herausgefunden, ob ich das manuell beeinflussen kann. Aber, ähm, mal abgesehen davon... andere kriegen das tagelang nicht zum Laufen und finden Disqus user-unfreundlich, aber ich hab's in knapp einer Stunde aufgesetzt und testen lassen
Und damit noch zu ein paar weiteren Dingen, die ich Euch zeigen möchte:
Und das war es auch schon für Runde II (ja, nach und nach kommt noch mehr...).
Ich bin mir allerdings fast sicher, dass diejenigen, die ohne Disqusprofil kommentiert haben, eine doofe Email bekommen haben, in der etwas von kommentieren und subscribe &c. stand. Das ist leider der Teil an Disqus, der mir nicht gefällt. Defaultmässig stellt Disqus nämlich ein ganz unscheinbares Knöpfli auf "subscribe to comments via email" - wer das übersieht und nicht auf "don't subscribe" toggelt, bekommt eine Email vom Disqussystem.
Diese Option ist meiner Meinung nach überflüssig, da nämlich unter dem eigentlichen Kommentarfeld ein Link zum Abonnieren des RSS-Feeds sitzt, sowie ein weiterer, um die Diskussion per Email zu verfolgen. Was sich Disqus dabei gedacht haben - ich habe keine Ahnung. Ich habe auch noch nicht herausgefunden, ob ich das manuell beeinflussen kann. Aber, ähm, mal abgesehen davon... andere kriegen das tagelang nicht zum Laufen und finden Disqus user-unfreundlich, aber ich hab's in knapp einer Stunde aufgesetzt und testen lassen
Und damit noch zu ein paar weiteren Dingen, die ich Euch zeigen möchte:
Ich hatte ja gesagt, dass unter jedem Kommentarfeld nun ein Trackbacklink zu finden ist. Und wie Ihr im Screenshot sehen könnt, klappt die Sache mit "Reactions" einfangen auch - in diesem Fall sind meine eigenen Tweets ins Netz gegangen. Was mir ausserdem gefällt, ist die saubere Übersicht im Diskussionsstrang - man kann sich nun sogar direkt auf vorangegangene Kommentare beziehen.
Wenn es nun noch die Möglichkeit gäbe, alle alten Kommentare aus Blogger zu exportieren und sie in Disqus einzupflegen, wäre ich ja vollauf zufrieden, denn dann könnte ich die Bloggerkommentarfunktion auch aus den alten Posts schmeissen. Momentan kann ich das nur, wenn ich im Gegenzug auf alle alten Kommentare verzichte, und das ist ja nun wirklich keine Option.
Eine letzte Sache, die ich so ähnlich schon angedacht hatte: der hackr hatte auf Helvetical verlinkt, einem schönen (Greasemonkey-)script für den GoogleCalendar (gibt es auch für GoogleReader). Einmal installiert, bekommt Googles Kalendar damit ein viel erträglicheres Aussehen. Zumindest auf diesem Weg bin ich dem Wunsch, den handmade.Kalender in der Seitenleiste ein wenig schöner zu gestalten, näher gekommen. Leider könnt Ihr nur etwas davon haben, wenn Ihr Helvetical lokal bei Euch installiert, aber ein Screenshot gibt es trotzdem (vorher, nacher):
Und das war es auch schon für Runde II (ja, nach und nach kommt noch mehr...).
Neue Kommentarfunktion -- Testhilfe
Kleines Intermezzo, administratorischer Art. Blogger und seine schlecht getesteten Features regen mich auf -- nun ist das Kommentarfeld zwar schön ästhetisch in die Seite eingebunden, aber man soll ja nicht glauben, dass es dann auch wirklich funktioniert. Das tut es ganz offensichtlich nur für einige. Andere warten seit Tagen darauf, dass ihre Kommentare endlich mal freigegeben werden. Nur: ich habe keine Kommentare, die ich freigeben könnte. Weil Blogger wer-weiss-was damit gemacht hat.
Und jetzt reicht es erstmal.
Ab diesem Post übernimmt Disqus die Sache mit den Kommentaren, in der Hoffnung, dass es klappt und alle glücklich macht. Leider kann ich die alten Posts damit nicht versorgen. Um dort auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich Euch, entweder als "anonymous" zu kommentieren (Euer Kürzel dann halt im Kommentar abgeben) oder als "Name/URL", wobei die URL nicht erforderlich ist, wenn Ihr keine angeben wollt.
Das neue Kommentarfeld ist leicht zu bedienen, wenn Ihr ein Profil bei Disqus habt, könnt Ihr Eure eigenen Kommentare leichter loggen, Ihr habt ausserdem einige weitere Optionen, die Blogger nicht bietet.
Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir helfen könntet, das neue System zu testen, indem Ihr einen Kommentar abgebt und eventuelle Fehler, Bedenken oder Probleme auch gleich berichtet!
P.S. Übrigens findet Ihr unter jedem Kommentarfeld nun auch einen Trackbacklink, wenn Ihr einen Post hier per Trackback referenzieren wollt! Das Tracking geschieht zwar dann über Disqus und nicht Blogger (was bekanntlich auch wenig geklappt hat), aber dafür erscheint Euer Link dann auch unter dem relevanten Post, diskussionstechnisch.
Ich weiss, dass ich mich wahnsinnig über Disqus aufgeregt hatte, als sie auf den Markt kamen; der Grund war damals zwar ein anderer (es ging um ungefragtes Commentscraping), aber was Disqus mittlerweile bietet, ist etwas, von dem Blogger sich gerne mal eine dicke Schnitte abschneiden darf.
Und jetzt reicht es erstmal.
Ab diesem Post übernimmt Disqus die Sache mit den Kommentaren, in der Hoffnung, dass es klappt und alle glücklich macht. Leider kann ich die alten Posts damit nicht versorgen. Um dort auf Nummer sicher zu gehen, empfehle ich Euch, entweder als "anonymous" zu kommentieren (Euer Kürzel dann halt im Kommentar abgeben) oder als "Name/URL", wobei die URL nicht erforderlich ist, wenn Ihr keine angeben wollt.
Das neue Kommentarfeld ist leicht zu bedienen, wenn Ihr ein Profil bei Disqus habt, könnt Ihr Eure eigenen Kommentare leichter loggen, Ihr habt ausserdem einige weitere Optionen, die Blogger nicht bietet.
Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir helfen könntet, das neue System zu testen, indem Ihr einen Kommentar abgebt und eventuelle Fehler, Bedenken oder Probleme auch gleich berichtet!
P.S. Übrigens findet Ihr unter jedem Kommentarfeld nun auch einen Trackbacklink, wenn Ihr einen Post hier per Trackback referenzieren wollt! Das Tracking geschieht zwar dann über Disqus und nicht Blogger (was bekanntlich auch wenig geklappt hat), aber dafür erscheint Euer Link dann auch unter dem relevanten Post, diskussionstechnisch.
Ich weiss, dass ich mich wahnsinnig über Disqus aufgeregt hatte, als sie auf den Markt kamen; der Grund war damals zwar ein anderer (es ging um ungefragtes Commentscraping), aber was Disqus mittlerweile bietet, ist etwas, von dem Blogger sich gerne mal eine dicke Schnitte abschneiden darf.
September 2, 2009
Wir erkennen Kunst, Teil 74: Jan Vormann.
So kann's gehen. Im Juni noch telegraphiert, kürzlich dann zufällig reisetechnisch dran vorbeigelaufen:
Und da konnte ich mich dann wirklich davor aufpflanzen und 'ne Kennermiene aufsetzen: "Ach, schau! Repair Manifesto! Das muss Vormann sein!" Kommt gut in einer Stadt wie Arnsberg.
Naja. In der Tat war Jan Vormann nach Italien, Tel Aviv und Berlin auch in Arnsberg; anlässlich des Arnsberger Kunstsommers wurden dort fleissig Lücken und Macken repariert - mit Legosteinchen, versteht sich.
Ich sag's ja immer: man muss auch mal raus aus der Stadt und rein in die Welt und was sehen....
[Trivia fact: jedesmal, wenn ich im Sauerland unterwegs bin, sitzt mir dieser kleine Mann im Ohr, der nicht aufhört, mir blödsinnige NDW-Schlager vorzusingen.]
Und da konnte ich mich dann wirklich davor aufpflanzen und 'ne Kennermiene aufsetzen: "Ach, schau! Repair Manifesto! Das muss Vormann sein!" Kommt gut in einer Stadt wie Arnsberg.
Naja. In der Tat war Jan Vormann nach Italien, Tel Aviv und Berlin auch in Arnsberg; anlässlich des Arnsberger Kunstsommers wurden dort fleissig Lücken und Macken repariert - mit Legosteinchen, versteht sich.
Ich sag's ja immer: man muss auch mal raus aus der Stadt und rein in die Welt und was sehen....
[Trivia fact: jedesmal, wenn ich im Sauerland unterwegs bin, sitzt mir dieser kleine Mann im Ohr, der nicht aufhört, mir blödsinnige NDW-Schlager vorzusingen.]
Utrecht Craftivism: Hippe Markt in het Griftpark

Unter dem Motto "shop je frolijk!" (shop Dich glücklich) findet an diesem Wochenende in der Utrechtse fabriek in, genau, Utrecht der Designermarkt "Het Hippe Markt in het Griftspark" (der hippe Markt im Griftspark) statt -- wer Zeit hat, sollte unbedingt hinfahren!
Bereits zum zweiten Mal kommen an diesem Wochenende Indie Designer und Craftistas in Utrecht zusammen, um ihre handgemachten Produkte unter die Leute zu bringen, sich zu treffen, zu schauen und natürlich auch um zu kaufen. Waren es beim letzten Mal rund 20 Aussteller, sollen es für das Wochenende schon über 50 sein, unter anderem auch Erika von Mikodesign, die zusammen mit Nina Intvorm einen Stand schmeissen wird!
Es wird ausserdem einen kleinen Workshop für Taschendeko geben (Taschenanhänger, so ähnlich wie Handyschmuck, eben nur für die Tasche).
Ein paar Photos vom letzten Markt könnt Ihr hier sehen.
Was? -- Het Hippe Markt in het Griftspark
Wann? -- Samstag & Sonntag, 5. & 6. September 2009 | 10 - 17Uhr
Wo? -- Griftsteede - Griftpark, Van Swindenstraat 129, 3514 Utrecht/Niederlande
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handmade.Telegramm (2. September '09)

Heute ein wenig frische Indiepreneur-Power:
Taschenpower - Frau Rieke (hier schon erwähnt) hat nun ein ganz eigenes virtuelles Schaufenster. Glückwunsch!
upcycled.Taschenpower - XSProject hat verstanden, dass Upcycling enormes Trendpotential hat und setzt es für gute Zwecke in Indonesien ein.
Tanten.Taschenpower - etwas länger in meiner Linkablage, aber trotzdem sehr aktuell: retro-style Einkaufsbeutel aus Granny Patches bei Nahtzugabe.
September 1, 2009
Was haben handmade und web2.0 gemeinsam?

Ich hatte ja gesagt, dass ich noch etwas zu erzählen habe.
In der aktuellen t3n gibt es einen Beitrag von mir zum Thema handmade & web2.0. In diesem Artikel stelle ich in knapper Übersicht vor, worum es bei "The New Handmade" eigentlich geht, woher er kommt, warum das web2.0 und handmade so gut zusammen passen und wie Geschäftsmodelle aussehen (können). Natürlich finden die bereits einschlägig erfolgserprobten Konzepte Etsy und DaWanda Erwähnung; aber auch die, die sonst vielleicht nicht oder noch nicht in aller Munde sind, sollten nicht zu kurz kommen, und daher durften guzuu und Hokohoko nicht fehlen.
Da die Community ein ganz wichtiges Merkmal des neuen Trends ist, stehen ravelry, wanaba, Instructables, Expli, wawerko und Burda als Beispiel für interessante Projekte diesseits und jenseits des Atlantik, ohne dabei zu vergessen, dass die Communities der ersten Stunde andere waren - zum Beispiel Get Crafty. Nach einem kurzen Ausflug in die Sparte Mass Customization (natürlich Spoonflower, aber auch kreative Entrepreneure wie Sonntagmorgen und MyMuesli) schliesst der Artikel mit einem Fazit und zwei Buchempfehlungen.
Ich hatte an wiederum anderer Stelle schon einmal gesagt: das Thema ist eigentlich so umfangreich, dass man locker eine Serie daraus machen könnte, allein schon, um allen gerecht werden zu können. Umso schwerer ist es da natürlich, die wichtigsten Eckpunkte in "gerade einmal" drei Seiten plus Illustration zu fassen. Ach, was sage ich? Eigentlich bietet das Thema genug Stoff für ein Buch.
Eine wunderbare Ergänzung der Fakten sind die O-Töne, die ich bekommen habe -tulibri, Expli und Hokohoko haben mir bereitwillig meine neugierigen Fragen beantwortet-, und die schönen Photos handgemachter Produkte von Paperama, Herzensart, fräulein Herz und Lilarubyking geben dem Artikel visuell einen schönen Auftakt. Vielen Dank also Euch allen!
Aber auch ansonsten ist die aktuelle t3n wieder sehr schön geworden und hält viele Artikel bereit, die besonders diejenigen interessieren wird, die -ganz so, wie es der Titel der Ausgabe schon suggeriert- erfolgreich im Web sein möchten. Abonnenten haben ihr Exemplar ja seit Ende August auf dem Tisch, und gut sortierte Buchhandlungen und Kioske führen t3n #17 ab morgen im Sortiment, bis im November dann #18 erscheint. Auch wenn es ausserdem logisch ist: online kann man ebenfalls bestellen.
Wenn Ihr den Artikel gelesen habt, würde ich mich über Feedback freuen!
Synopsis for my non-German readers:
t3n, Germany's leading print magazine for web technologies such as web2.0, open source and social media, published an article I have contributed for the current issue (no. 17). The article itself discusses how the web2.0 is a perfect partner for the current "New Handmade"-trend that is going more and more global. While "handmade" had never really faded, the new trend comes with a new ethos and attitude, mixing traditional craft techniques with modern aesthetics and ideas; alongside with that, the internet and especially the web2.0 facilitated new channels for the distribution of products, services and ideas, it enabled a networking among crafters and designers that went far beyond what previously had been possible (i.e. in an offline world, think of clubs and local fairs). Consequently, the web offers many ways for new entrepreneurs on both sides: for the makers of handmade products as well as for engaged startuppers who want to make money by supporting hand-makers with technology for their online businesses etc. I then feature known and interesting business models such as Etsy and DaWanda, but also ravelry and Spoonflower, as well as some German mass-customization websites.
The printed edition will be out at well-stocked newsstands from tomorrow, September 2, and will be available until November (which is when issue #18 comes out).
I'd love to hear your feedback on the article!
Nachtrag, um ein paar Dinge zu klären / re: Using my article
Ein paar Punkte, die aus gegebenem Anlass nicht unerwähnt bleiben sollten... ich dachte eigentlich, dass es selbstverständlich sei, aber hier noch einmal, quasi als Gedankenstütze. :)
Due to recent incidents I'm adding a few points that I think should not remain unsaid. I actually thought these points were a given, but I'll gladly point them out once more. Take it as a friendly reminder, eh.
Artikel nutzen / Usage of this article:
Die Rechte dieses Artikels liegen bei mir. Fragen bezüglich der Verwendung meines Artikels richtet Ihr bitte an mich direkt.
Je besser Ihr erklärt, worum es geht, wozu und in welcher Form Ihr meinen Artikel verwenden wollt, desto schneller kann ich Euch eine Antwort geben.
All rights on this article are reserved by me. Please contact me directly for all questions concerning the usage of this article.
The better you explain how you want to use my article, the faster you can expect an answer from me.
Artikel zitieren / Quoting this article:
Wenn Ihr den Artikel in Euren Arbeiten verwenden wollt, dann haltet Euch bitte an akademische Standards, um Plagiarismus zu vermeiden - das Web ist kein Grabbeltisch, auf dem alles umsonst und ohne Gegenleistung zu haben ist.
If you'd like to use my article in your research work, please respect academic standards to avoid plagiarism - the web isn't a bargain pool where everything comes for free and at no consideration.
Über Erwähnungen auf Euren Blogs freue ich mich natürlich auch - bitte linkt doch dann auch auf diesen Post hier (und netterweise auch auf den bei t3n), dann kann ich diese Art von Feedback nämlich auch schneller finden. Es geht immerhin auch um Vernetzung, nicht wahr.
Why yes, I always love a mention on your blog! Please link to this post here when you do mention my article (and please also link to the respective post at t3n); it will also help me finding your feedback faster. After all, isn't this all about networking, too?
Bilder / Images:
Die Copyrights der im Artikel verwendeten Bilder liegen bei ihren rechtlichen Besitzern, eine Nutzung u.v.a. Weiterverwendung derselben darf daher nur auf Erlaubnis dieser Personen erfolgen. Bitte seid so gut und respektiert dies.
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CUT #2

Die Indie-Welt wartet seit Monaten sehnsüchtigst darauf: wann kommt die nächste CUT? Aber das kleine Redaktionsteam aus München hat nun gute News für alle: die nächste (und somit zweite) Ausgabe der CUT - Kleider machen Leute wird ab dem 18. September in ausgesuchten Verkaufsstellen auf Euch warten! Wenn Ihr lieber online bestellen möchtet, dann könnt Ihr es bei den Adressen hier versuchen, und auch wieder bei den lieben Leuten von TschauTschüssi aus Leipzig.
Leider gibt es (zur Zeit) keine Vorschau auf das Inhaltsverzeichnis, aber vielleicht holen das die Münchner ja noch nach. Denn gerade, weil das Heft nicht überall erhältlich ist und viele sicherlich online bestellen werden, sollte eine kostenlose und gut erreichbare Vorschau nun wirklich mit dazu gehören.
Der neue Heftpreis, in einem Vierteljahr immerhin von 7.00€ auf 9.50€ angehoben, hat einigen Lesern bereits Verdruss bereitet. Zugegeben, der neue Preis sieht erst einmal heftig aus, aber man muss alles in faire Relationen setzen! Man sollte beachten, dass die CUT nicht monatlich erscheint, sondern vierteljährlich. Im Vergleich zu anderen vierteljährlich erscheinenden Printmedien auf dem Magazinsektor liegt der Preis somit im Durchschnitt. Mit anderen Magazinen wie z.B. Burda (pardon, Buda Style!) sollte man die CUT nicht vergleichen, denn Burda ist Mainstream, gut finanziert, hochwerbelastig, und sie kommt aus einem grossen Haus, während die CUT in einem kleinen Team gemacht wird und aus einem kleineren Verlag kommt. Ausserdem kommt sie, wer es noch nicht gemerkt hat, mit erfreulich wenig kommerzieller Werbung daher. Alles das schlägt sich im Preis nieder. CUT ist handmade, und ist nicht das, was alle wollen?
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