November 26, 2009

Khend-meyd Holidays 2009





Wie das immer so ist... im letzten Jahr hatte ich eine kleine Adventsreihe mit handmade Shoppingtips, die ich dieses Jahr fortsetzen wollte. Ein wenig regelmässiger sollte sie dieses Jahr sein, und feiner abgestimmt auf Budget, Beschaffbarkeit usw. Nun scheint in diesem Jahr aber grosse Emsigkeit zu herrschen, denn wohin man sieht, laufen bereits "Adventskalender" mit Shoppingtips aus der Indiewelt - dabei war noch nicht mal erster Advent.

Ich hatte meine diesjährige Reihe fertig vorbereitet, aber mit so vielen Frühstartern (nix für ungut...) fühlt es sich ein wenig dämlich an, am 1.12. dann auch noch "so was" zu bringen, obgleich terminlich ja korrekt.

Dieses Jahr wird's also kurzerhand ganz anders laufen, und ich habe den heutigen Tag damit verbracht, Posts umzustellen, zu ersetzen, und die Grafiken anzupassen. Statt Shoppingtips wird es 24-mal richtige khend-meyd Beiträge geben, damit Ihr Geschenke und Verpackungen dieses Jahr selbermachen könnt.

Ihr könnt Euch ja schonmal ein wenig vorfreuen. Spitzt Eure Stifte, überprüft Eure Nähfadenkollektion, schärft Eure Skalpelle und legt den Kleber bereit - am 1. Dezember geht es dann los!



Nachtrag, 2.12.: Gut, ich gebe es zu, sooo witzig war er nicht. Den Witz mit "2010" (von wegen dieses Jahr mal ganz früh anfangen...) hat aber auch nach zwei Tagen keiner verstanden, oder habt Ihr nur alle höflich geschwiegen?
Macht aber nichts. Wir sind jetzt rundum und ganz witzlos in 2009....





November 23, 2009

Braucht's mehr Worte? Manchmal ja.




Das kleine Wort, das nach der Wende einfach herausgeschnitten wurde und nie wieder kam.

Immerhin hatte das Westsandmännchen nach der Wende den Kürzeren gezogen und musste gehen. Aber musste der "Abendgruß" denn nun wirklich auch noch dran glauben?


"Abendgruß" war nach meinem Namen das erste Wort, das ich lesen konnte; das am Ende des Tages am heissesten ersehnte Wort, das es ging, als erste und am lautesten zu rufen, sobald es auf der Mattscheibe erschien, ebenso Bestandteil des allabendlichen Rituals wie das panische Augenzuhalten, wenn der Sandmannsand durch die Mattscheibe ins Wohnzimmer geflogen kam, oder die Freude über ein Wiedersehen mit den Freunden aus dem Märchenwald.


An der Wand über meinem Schreibtisch hängt er noch, der Abendgruß.
Und er darf bleiben.
Für immer.







November 22, 2009

Not shit, Sherlock! Holy.Shit.Shopping in Köln



markets and dates







Holy.Shit.Shopping und das Team Deluxe sorgen in diesem Winter bereits das fünfte Jahr dafür, dass es auf Euren Gabentischen nicht ganz so öde aussieht - und gleich an vier Terminen und in vier Städten quer durchs Land!

Den diesjährigen Auftakt gibt Köln, wie Ihr nebenstehend sehen könnt, am letzten Novemberwochenende. Die kleine Vorabankündigung der teilnehmenden Designer und DJs sieht schonmal sehr gut aus. Neben diesen und vielen anderen Leuten wird übrigens Katrin von Taschenunikate in Köln mit dabei sein.

Und vom Team Deluxe schön auf einen Punkt gebracht:
"Unser Ziel ist ein kreatives Für- und Miteinander von größeren Labels und jungen Nachwuchs-Designern. Jenseits kostspieliger Messen soll jungen Designern eine Plattform geboten werden, sich einem großen Publikum zu präsentieren. Bekannte Namen ziehen bekanntlich viele Leute. Davon sollen die kleineren Designer profitieren. Erfahrungsgemäß aber warten die jungen Designer mit manch inspirierenden und unkonventionellen Ideen auf. Weiterhin setzen wir auf die positive Synergie zwischen Designern und Musikern, die sich gleichfalls promoten. Wir freuen uns auf eine gegenseitige Bereicherung auf allen Gebieten."

 Nie mehr langweiliges Schenken! Happy Shopping!



Was? -- Holy.Shit.Shopping KÖLN
Wann? -- Samstag, 28. November (12-22h) & Sonntag, 29. November 2009 (12-20h).
Wo? -- RheinTriadem Konrad-Adenauer-Ufer 3 | Köln


P.S. Ist sonst noch jemand von Euch in Köln dabei? Lasst es uns per Kommentar wissen (mit Link zu Eurem Shop wäre toll)!

November 21, 2009

handmade.Telegramm (20.11. '09)


handmade telegramm

Es ist noch nicht zu spät für Eure selbstgemachten Geschenke!

☞ Zakka-style Klimpergeld-Klipptäschchen sind der Renner, Cotton and Cloud hat ein Tutorial für Euch.
Klemmen etwas hübscher gemacht. Zusammen mit schönen Bleistiften und Papier nochmal so nett.
☞ Vielleicht noch ein paar selbstgeschnitzte Stempel dazu? Anja Rieger zeigt, wie es geht.
Trinkschokoladenmix von tulibri. Schöne Gläser besorgen, Etiketten machen.
☞ ...und die passende Leckerei samt Selbermachen-Box: Macarons, bei Gaumenfreuden.






Papierfreuden


Ich habe eine grosse Ladung neuer handmade.Termine für Euch, die ganz ungeduldig darauf warten, hier verbloggt zu werden. Und in den Kalender zu kommen. Geduld, morgen ist es soweit!
Danke allen, die mir ausserdem immer wieder Termine weitersagen und mir von ihren Projekten erzählen - die News gebe ich immer gerne weiter, und ohne Eure Tips wäre es nur halb so nett!

And now to something completely different.

Die Kosmetikindustrie fällt immer gerne auf, indem kleine Dinge ganz aufwändig verpackt werden. Das ist schon recht nervig, besonders, wenn man sowieso auf die Inhalte zählt und sich nicht blenden lässt.
Mein Lieblingsparfum neigte sich unlängst der Neige zu, und so musste Nachschub her. Der Laden hatte die umgängliche Grösse nur in einer Geschenkverpackung mit grossen Schuber... und damit eigentlich die Art Warenaufmachung, die ich im Regal liegen lasse. Aber: der Schuber war stabil, und ich wusste sofort, dass ich mir damit einen Gang zum schwedischen Schubladenhändler sparen würde.

Und so wurde aus einer unnötigen aber sehr stabilen Präsentverpackung und schönem, lange gehortetem italienischen Papier....




...ein neuer Schuber für meine Arbeitsmaterialien.

Sehr fein.






November 19, 2009

flickrs John Allspaw geht zu Etsy


...verkündet Chad Dickerson, Etsy CTO.

Irgendwie zieht es die flickr-Stars alle zu Etsy. Kommt allerdings auch nicht von ungefähr.







November 17, 2009

Von geistigem Eigentum und chronischen Unterschätzern


Es tut mir fast leid, einen zweiten Schimpfpost in Folge herauszuklotzen.

Eigentlich wollte ich für das heutige handmade.Telegramm eine Ideensammlung der anderen Art zusammentragen: Anleitungen für effektvolle, originelle Basteleien, und zwar auf deutsch, und bei den Communities von Expli und Wawerko wollte ich zuerst beginnen, um dann in weiteren Folgen Anleitungen anderer Communities zu empfehlen.

Ich bin aber jetzt schon so richtig enttäuscht. Warum?

Weil es offensichtlich "Kreative" da draussen gibt, die wenig nachdenken und glauben, mit geklauten Tutorials und geklauten Bildern kommen sie durch, ohne dass es jemand merkt. Und sahnen auch noch Lob ab. Oder noch schlimmer: Preise bei Wettbewerben.

Kleine Liste von Klauereien, die mir aufgefallen sind:

✎ Die Credits für diesen Adventskalender (der auch noch Wettbewerbskandidat ist) gehen vollständig an keine geringere als Sarah Neuburger von The Small Object, und nicht an KathiB.

✎ Hier hat das Expliteam selber gemerkt, dass etwas faul war: dieser Beitrag für ein tolles Uhrenmodding ist komplett von Instructablesuser jamesv geklaut worden (mehr noch: dies ist bereits Identitätsklau, rechtlich nicht ganz unproblematisch), und auch die Kopie auf WaWerko ist geklaut. Überhaupt hat sich der WaWerko-User Code128 mindestens die Hälfte seiner Tutorials aus dem amerikanischen Netz  zusammengerafft:

Geätzter Tisch -> Glass Table Etched Design
LED Throwies --> LED Throwies
Blitzlichtdiffusor --> Photograph Juan Carlos Martins


Liebe Hobbybastler und Hobbybastleraspiranten da draussen! Es ist ja toll, dass Ihr die US-DIY-Szene so aufmerksam verfolgt, wenn MAKE-Zine, Instructables und Craftistas wie The Small Object Eure Favoriten und Inspirationsquellen sind. Wirklich.

ABER: Wenn Ihr schon Beiträge für Seiten wie Expli und WaWerko, oder auch nur für Eure eigenen Blogs  beisteuern wollt, dann seid gefälligst originell. Wenn es Euch bereits an Ideen mangelt, dann illustriert Eure abgeschauten Werke wenigstens mit eigenen Photos und Texten und hört auf, komplett bei anderen zu klauen. Und seid vor allen Dingen auch so fair und erzählt, woher Ihr Eure Ideen habt.

DENN: Ideen und Photos (also: geistiges Eigentum) anderer Leute einfach nur deutsch zu betexten ist kein kreativer Schaffensvorgang. Schon gar nicht, wenn das dann auch noch für Wettbewerbe eingereicht wird. Das ist lahm.



Schlussgedanke:
Welchen Sinn hätten Bastelcommunities eigentlich noch, wenn niemand eigene Anleitungen posten würde? Wenn Phantomuser lediglich Übersetzungen böten (von den eigentlichen Urhebern abgesegnet oder nicht)? Es geht doch auch um Originalität und neue Ideen, bzw. Abwandlungen bereits vorhandener Kniffe und Tricks, und um echte Interaktivität, oder (wie doof ist es, einem Phantomuser zu tollen Anleitungen zu gratulieren, wenn nie eine Antwort kommt?!)? Schlimmer noch: wenn die Tendenz deutlich zum Wiederkauen fremdsprachlicher Anleitungen geht, dann schadet so ein Verhalten langfristig nicht nur den Seitenbetreibern, sondern der gesamten Community. Denn wenn ich mir vor einer Weiterempfehlung einer Anleitung erst Gedanken machen muss, ob ich es hier mit eigenem geistigen Eigentum zu tun habe oder mit geklauten Inhalten, dann vergeht mir schnell die Freude am Empfehlen. Und müssig zu erwähnen: ist erst einmal der Ruf einer Community dahin, dann wird auch die nächste zu leiden haben. Es gewinnt also niemand dabei.

Soweit meine bescheidenen 2€-Cents.

November 16, 2009

Die Sache mit Trends und mit dem Teilen


Ihr Lieben nah und fern...

Ich hatte vor ein paar Monaten in einem meiner Posts über Spoonflower erwähnt, dass es nicht lange dauern wird, bis customized Webbänder auch sehr in sein werden und dass ich mir vorstellen könnte, dass die Spoonfloweridee übertragen auf Webbänder hier in Deutschland auf sehr fruchtbaren Boden stossen würde.

Und jetzt muss ich mal ein wenig schimpfen.

Seit besagtem Post habe ich fast zehn Emails von verzweifelten Kreativen bekommen, die so sehr auf der Suche nach lokalen Herstellern von Webbändern sind, aber mit eigener Recherche und freundlichem Anfragen bei anderen Kreativen, die bereits eigene Bänder verkaufen, nicht weiterkommen.

In Sachen Webbändereien und Firmen bin ich leider nicht so sehr bewandert. Ich war daher leider keine grosse Hilfe für die armen Leute und konnte nur die Webbänderei Kafka in Wuppertal nennen, die ich noch nicht mal persönlich kenne, und von der ich noch nicht mal weiss, ob sie auch schon im Web angekommen ist (auftragstechnisch usw.).

Was ich aber nicht verstehe: mittlerweile scheint es ja gute Quellen zu geben, und viele bloggen über ihre eigenen Bänder. Allerdings können sie es weniger vertragen, wenn man nachfragt, wie man eigene Designs auf Bänder bringt bzw. an welche Firma man sich wenden soll, denn die Leute, die sich an mich wandten, trafen auf das grosse Schweigen.

Ach Mensch. Denkt doch mal nach, Leute!

Ich denke, Ihr brecht Euch keinen Zacken aus Eurer Krone, wenn Ihr Adressen teilt. Es geht nicht darum, Euch den Markt zu klauen oder gar Designideen (in Bezug auf den Markt könnten einzelne Kleinstlabels richtig grosse Nachfragen sowieso nicht sillen!). Und: je mehr Leute ihre eigenen Aufträge an Webbänderein erteilen, desto reicher wird einmal das Motivangebot (a propos, "Einheitsbrei", von dem wir Kreativen ja alle wegkommen wollen, nicht wahr...), von dem auch Ihr profitieren könnt; zum Anderen könnten so vielleicht noch bessere Preise für Aufträge ausgehandelt werden. Bei so starker Konkurrenz aus China sollte wirklich alles getan werden, lokale Produzenten hochwertiger Ware zu unterstützen und mit Aufträgen zu bombardieren.

Alle reden davon, dass Arbeitsplätze geschaffen und erhalten werden müssen. Dass man sich was zutrauen und in die Hände spucken soll. Dazu gehört aber verdammt nochmal auch, dass man nicht immer auf allem sitzt wie die Henne auf dem goldenen Ei.

Wenn da draussen also jemand ist, der keine Probleme damit hat, einen guten Webbänderei-Tip zu teilen, möge sprechen. :)

Es wird Euch gedankt werden. Versprochen.





handmade.Telegramm (16.11. '09)


handmade telegramm

Heute mal Extrem-Selbermaching:

☞ Adé, langweilige Auslegeware - bienvenue, DIY faux woodgrain!
☞ Röckchen aus Kopfkissenbezügen sind sooo 2008. 2009 brachte Folk und Vintage Tischdecken!
☞ Lou Dorfsman lives on! Und zwar in dieser Kommode, aus dem Sperrmüll gezogen und umgestaltet von Wary Meyers.
☞ Alte Regale aufmöbeln: wie wäre es mit Matryoshki? Nordsjö hätte da eine Idee.... (Matryoshki sind von Intrade, aus der Kollektion "Wallpower Mini&Maxi" und sehen so aus)






November 15, 2009

Letterpress für Zuhause


Es war ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Industrie sich etwas für den Hochdruck im trauten Heim einfallen lassen würde -- ohne Profiausrüsting, wohlgemerkt. Nach Siebdruckgeräten für den Hausgebrauch (think: Gocco, Yudu) gibt es nun, da der Trend zu Letterpress so stark wie lange schon nicht mehr ist (besonders boomt er in den USA und Kanada, hier in Deutschland ist es leider noch nicht wieder so weit), so etwas wie eine Buchdruckpresse für Hobbyisten: das Letterpress Combo Kit von QuickKutz bzw. Lifestyle Crafts.


Quelle: lifestylecrafts.com

Rund $150 (derzeit ca. 100€) soll das Gerät kosten, das in den USA dieser Tage zur Auslieferung bereit steht. Diesem Termin ging ein gründlich geplanter Buzz quer durch die (US-)Craftistawelt voraus, so dass noch vor Oktober Blogs, Twitter und Facebook nur so vor Begeisterung summten und brummten.

Die Grundausstattung im Combo Kit beinhaltet:


  • Epic Six (manuelle Walze und Stanze)
  • Druckpresse
  • Clear Packing Mat with Grid
  • Positionierhilfen
  • Auswalzplatte
  • Reibwalze
  • 10 Karten A2
  • 9 Klischees
  • 1 Tube schwarze Druckfarbe
  • kreisförmige Stanzmodel
Rund um diese Grundausstattung gesellen sich ausserdem Ersatzteile und weitere Accessoires und bilden einen kleinen Kosmos für sich. Denn: die Produkte sind natürlich so erschaffen, dass man aus der eigenen Produktlinie nachkaufen muss. Im Detail heisst das:

Klischees:
So wie es aussieht, gibt es noch keinen Weg, eigene Klischees zu erstellen bzw. zu verwenden. Lifestylecrafts bietet derzeit fünfzehn Sets mit Motiven an, die auch untereinander gemischt werden können. Klar ist aber, dass der kommerzielle Gebrauch sicherlich davon ausgeschlossen ist.

Druckpasten:
LifestyleCrafts rät, nur die hauseigenen Farben (20 Farbtöne) zu verwenden. Dabei wird aber nicht näher erläutert, warum man angeblich eine Farbqualität vorweisen kann, die "von anderen (Bastelprodukte-)Firmen nicht erreicht wird".

Papier:
Die Firma hat ein weiches Papier entwickelt, das sich besonders gut für den Hochdruck eignen soll. Mit dem nötigen Fachwissen, das man sich dank Internet schnell aneigenen kann, bleibt hier allerdings viel Spielraum für Tests mit Papieren anderer Hersteller, würde ich sagen.



Wie das Gerät funktioniert, wird in diesem Video vorgestellt. Ausserdem gibt es einen Blog zum Produkt.





Fazit:
Natürlich zielt der Hersteller neben der Vereinfachung des Druckvorgangs speziell für Laien auch darauf ab, dass Hobbyisten oft nicht das nötige Fachwissen haben oder erlernen wollen und den schnellen Erfolg suchen. Ganz darauf und auf Convenience sind diese Produkte also abgestimmt. Ich denke allerdings, dass alle, die sich ein wenig eingehender mit der Materie Hochdruck beschäftigen wollen, hier genug Spielraum entfalten können, wenn sie mutig genug für Experimente sind.







Emotionalisierte Gesellschaft, II


Hannover macht so einiges mit... armes Hannover.

Die sonntägliche FAS-Lektüre mit Pro und Contra zum Freitod von Robert Enke, und eben noch dieser Artikel im Handelsblatt, rief mir diesen Artikel wieder ins Gedächtnis. Ausserdem noch einen Aufsatz von Kai Merten (u.a. über postabsolutistische Repräsentationskultur und Vorläufer moderner Massenhysterien wie z.B. der nach dem Tod Dianas).

Besonders pikant, und abgesehen von über die Masse hinaus hochgeschaukelten Emotionen, finde ich an dem ohne Zweifel traurigen Vorfall, dass gerade diejenigen zu Ausgewogenheit und Fairness mahnen, die eigentlich am besten wissen sollten, wie verzerrt und unsportlich der Fussballsport mittlerweile geworden ist, und wie nach und nach ein Druck auf Sportlern und Funktionären lastet, der mit Sport nur noch wenig zu tun hat.

Vielleicht wäre es angebracht, wenn wieder mehr Sport und weniger Business Einzug in die Sportwelt hielten. Wenn Sportler als Sportler und nicht als profitbringende, millionenschwere Handelsgüter, Schauspieler und Werbegötter bekannt wären. Sportler, die mit einer Influenza im Bett bleiben, bis sie geheilt sind, und nicht aufs Spielfeld geschickt werden, wo sie wegen einer Herzentzündung (da unkuriert) zusammenbrechen -- wo blieb eigentlich die Massenhysterie für die Spieler der vergangenen Jahre, die deswegen sterben mussten? Oder vielleicht: warum blieb die Massenhysterie dort aus, und warum schaukeln die Emotionen ausgerechnet jetzt so hoch? Denn letztendlich starben jeweils Menschen, die so unter Leistungsdruck standen, dass sie Gesundheit und Perfektion vortäuschten, um den Ansprüchen ihrer Arbeitgeber und der Öffentlichkeit gerecht zu werden.

Leistungsdruck gepaart mit einer hochemotionalisierten Öffentlichkeit, die äusserst gut auf kollektive Hysterie anspricht (und von daher auch problemlos instrumentalisierbar ist) - das ist so problematisch, dass man eigentlich gar nicht dran denken darf.

November 14, 2009

Europeana




Braucht es mehr Worte?



Eine sehr gute Quelle für alte Drucke, Grafiken und Photos ist übrigens Europeana. Jedem Treffer ist auf der ausführlichen Karteikarte auch die Quelle zugeordnet, so dass man gleich herüberklicken kann. Zwar sind die nützlichen Features da noch auf das Recherchieren, Merken und Emailen von Funden beschränkt, aber noch ist das Projekt ja auch in beta. Weitere Favoriten (Design, Typographie...):

















November 8, 2009

Zakka in Tel Aviv: Miatou





Im Norden von Tel Aviv, auf der Dizengoffstrasse, liegt ein Laden, der inmitten der vielen Designershops, Coiffeure und Schmuckläden (der nördliche Teil der Strasse ist das Mekka aller Heiratswilligen) eher unscheinbar ist - ich bin jedenfalls in einem Monat oft genug dran vorbeigelaufen, ohne näher hinzuschauen. Fataler Fehler.

Denn drinnen ist das kleine Lädchen, getauft auf Miatou, randvoll mit handgemachten Kleinigkeiten 'Made in Israel' und Zakka, frisch importiert aus Japan. Eine Hausspezialität sind handgemachte Notizbücher, ganz besonders angetan haben es mir die Kladden nach Bauhausart und die mit Vintagekindermotiven. Die Geschichte, wie es zu den Notizbüchern kam, ist so typisch für die Juwele, die in Tel Aviv verborgen liegen (die Geschichte mit den Jugendstilschubladen ist auch so eine). Eine weitere Geschichte, die ich Euch an dieser Stelle empfehlen möchte, ist die des uralten Druckers im Süden von Tel Aviv, den eine Freundin in diesem Sommer entdeckte.

Aber zurück zu Miatou.

Hier gibt es Design, das das Team zwischen "Bauhaus Tel Aviv" und "Retro Tokio" ansiedelt, und zu Recht so. Lampen, Möbelstücke und Kissen gibt es (leider alles nicht mehr flugtauglich gewesen, wegen akuter Überfüllung meiner Reisebehältnisse), und dazwischen einen riesigen Schwung handgemachter Zakka-Dinge aus Japan. Photos im Laden machen fand der Herr, der 'Schicht' hatte, nicht so toll. Er war etwas mistrauisch, denn die Konkurrenz in Tel Aviv schläft nicht. Also unterhielten wir uns lieber, während ich Kleinigkeiten zusammensuchte. Taschen und Portemonnaies mit den zur Zeit so beliebten "Fairytale"-Drucken standen da, alle so vertraut und witzig. Ich weiss leider nicht, ob mein Redeschwall über "Zakka", "Matryoshka" und "Fairytale fabric" den Herrn verwirrt hat, oder ob er nur deshalb mit blankem Blick nickte, weil er das alles eh schon kannte... wir wechselten dann irgendwann das Thema auf die Notizbücher, auf den alten Buchbinder, auf Heidelberg und Deutschland, auf den Mittleren Osten - und, auch typisch für Israel, auf Politik.

Und so ging ich aus dem Laden mit einer Tasche voll japanischer handgemachter Stücke und lies eine Summe Geld da, die den Herrn offensichtlich freute, mitten in der israelischen Metropole. Die Tasche oben ist seitdem mein Lieblingsstück.




Miatou
cadeaux du bout du monde
Dizengoff 176 (zwischen Arlozorov u. Ben Gurion)
Tel Aviv / Israel
Tel. 03-5242267






November 6, 2009

Sozialistische Frauenversteher





Un petit peu d' Ostalgie-Zakka: In der DDR hat man sich nicht geschämt, Frauen zu verstehen.....





November 5, 2009

guzuu und eine randvolle Tüte mit Goodies


Nochmal guzuu in kurzer Abfolge - das Team vom schweizer Marktplatz für Handgemachtes ist fleissig und präsentiert seit Monaten regelmässig und diszipliniert Neuerungen und Erweiterungen für seine Nutzer. Irgendwie beeindruckend!

Ganz aktuell hat guzuu Premiumaccounts eingeführt; das Modell läuft so, wie wir es von Marktplätzen wie Big Cartel oder Mintd (die es leider nicht mehr gibt!) bereits kennen: im Gegensatz zu einem Basic Account bietet die Premiumversion mehr Individualisierungsoptionen für Anbieter, die es mit ihren Shops richtig ernst meinen. Insgesamt hat guzuu vier Pakete entwickelt: Basic und Basic+, sowie Premium und Premium+.


Hier noch eine Liste meiner persönlichen Highlights unter den neuen Funktionen:

✔ Badges für Shops; Promotool für Verkäufer, zum Einbetten auf Blogs etc.
The Spotlight Magazine; Etsys Storque nicht ganz unähnlich und ebenso informativ.
✔ guzuu bloggt extern; und zwar auf Blogspot. Layouttechnisch noch nicht ganz rund, aber nun können alle kommentieren. ;)
✔ Schweizer handmade.Termine; im guzuu Wiki!


Meine persönliche Wunschliste (als Aussenstehende, die gerne über handmade.Funde schreibt...):

> "tweet this" in der Weiterleiten-Leiste
> ein Empfehlungstool für einzelne Produkte für leichteres Bloggen darüber (könnte helfen, Copyrights vorab zu klären, z.B. "Image use only for promotional purpose" etc.)


Und ganz zum Schluss ein Tip: guzuu hilft Euch, Euer Schweizerdüütsch aufzupolieren. Und Wörter zu lernen, die so richtig abgefahren sind. Wie zum Beispiel "bäumig".

Wer weiss, was das auf Hochdeutsch heisst? Nicht schummeln!






Von Fernbeziehungspinguinen, Mädchen und Jungs. Und Klischees.


Starke Aktion, pardon, Awesome Aktionismus in Berlin: bausteln waren bei Fritz! Radio für ein Portrait in Wort, Bild und Taten!
 Im Videoclip auf der Fritzwebseite werden neben 3D-Drucker (der Makerbot)  und Botanifon  Fernbeziehungspinguine -Ausrufezeichen- vorgestellt. Und das übrigens sehr sympatisch.

Per Twitter hatte ich schon erste Reaktionen von Philip gehört, will heissen über die Einstellung der Fritz-Moderatoren und ewig-alte Klischees über Geeks, Nerds, Jungs und Mädchen. In einem Blogbeitrag, den ich Euch sehr empfehle, hat er sich jetzt noch einmal ein bisschen Luft gemacht und erklärt, warum ihn vermeintliche Witze über "Nerds" sowie die alte Denke à la [nähen -> Mädchen | löten -> Jungs]  enttäuschen:

"Wenn man sich wie wir aktiv Gedanken macht, wie man Menschen einbinden und begeistern kann, die sich zwar für Baustel-Themen interessieren, aber bisher erlebt haben, dass diese (mit dem sehr oft abschreckenden) männlich-technischen Nerd‑ und Hackertum einhergehen, stimmt einen das schon traurig."

Nun könnte man den Moderatoren bei Fritz ja auch totale Unsicherheit angesichts so viel abgefahrener Technik unterstellen, und dass Stille auf Sendung nicht so toll kommt. Der erfahrene Host überbrückt dann ja immer gerne mit Banalitäten und Witzen aus dem Stand. Ich denke aber eher, dass hier "nur" geredet wurde, was schon im Kopf ist. Und das ist eben leider weder fortschrittlich noch offen.

Vielleicht sollten sich die Leute viel öfter mal selber beim Verzapfen ihrer Sprechakte zuhören...






November 4, 2009

Die Trendmafia klopft (November '09)



markets and dates



Eigentlich gab es die Terminankündigung schon, aber nochmal als Denkzettel:

Die Trendmafia ist erfolgreich ins neue Winterquartier umgezogen, und gibt am kommenden Samstag (7. November) den Auftakt zu fröhlichem Shoppen in geheizten Räumen, bei gewohnt lässiger Atmosphäre!

An rund 60 Ständen werden wieder jede Menge Produkte aus Designer- und Indiehand zu erstehen sein - wer genau dabei ist, könnt Ihr auf dieser Liste bei der Trendmafia nachlesen.

Besonderes Goodie: Burda  hat sich die Paten von der Trendmafia geschnappt, um Indies und Craftistas das neu gestaltete Burda Style schmackhaft zu machen. 200 Exemplare der aktuellen Ausgabe werden am Samstag verschenkt werden. Kommt früh, dann gibt es vielleicht noch ein Exemplar für Euch.

Und wie immer: wer verkaufend mitmachen möchte, findet alle Teilnahmebedingungen auf dieser Seite der Trendmafia.


Was? -- Trendmafia
Wo? -- Brunnenstrasse 64 / Haltestelle U-Bahnhof Bernauer Strasse
Wann? -- Samstag, 7. November '09, 13-20h

Termine zum Vormerken:
Im Dezember gibt es die Trendmafia an den ersten drei Wochenenden, und dann auch gleich im Doppelpack!

✎ 5. & 6. Dezember, 13-20h
✎ 12. & 13. Dezember, 13-20h
✎ 19. & 20. Dezember, 13-20h


Happy Handmade Shopping!





handmade.Termin: einzigArt Designmarkt in Wiesbaden



markets and dates

Die feierfesttägliche Designmarktsaison beginnt wieder! Jede Menge neuer handmade-Markttermine werde ich in den nächsten Tagen und Wochen in den Kalender einstellen können.


Am 22. November findet im KuK Schlachthof in Wiesbaden wieder der einzigART Designermarkt statt.
Von 12.00 bis 18.00 gibt es Feines aus kreativen Designschmieden und Indieateliers, Ihr könnt Euch mit Geschenken und netten Kleinigkeiten eindecken und diese nebenbei noch bei Kaffee und Kuchen herumzeigen.

Auf nach Wiesbaden!


Was? -- einzigART Designermarkt
Wann? --22. November 2009 | 12.00 - 18.00 Uhr
Wo? -- KuK Schlachthof, Murnaustrasse 1, 65189 Wiesbaden


Mitmachen?
Aussteller und Verkäufer melden sich bei Sukhi Langbein....

> per Email: sukhi {ätt-schnörkel} schlachthof-wiesbaden.de
  (Klammer gegen richtigen Schnörkel ersetzen. Ihr wisst schon...)


> postalisch: 

EinzigART
c/o KuK Schlachthof
Murnaustraße 1
65189 Wiesbaden

> oder per Fax: 0611-97445-20






November 3, 2009

handmade2.0 macht jetzt Twitterlisten


Twitter hat nun auch ein Listenfeature live geschaltet - nachdem Services wie Brizzly längst Listen und Gruppen zugelassen haben. Die Listen auf Twitter selber sind aber deshalb so interessant, weil die Anzahl der Listen nicht, wie bei zum Beispiel Brizzly, auf eine kleine Nummer beschränkt ist, und weil man sie für alle sichtbar publizieren kann (und logischerweise auch privat schalten kann).

Ich habe ein paar Listen angelegt; einmal, um für mich selber meine Kontakte ein wenig zu strukturieren, aber auch, um Euch die Gelegenheit zu geben, neue interessante Leute auf Twitter zu finden. Die Sache sieht in der Übersicht also so aus:




...und die Listen, die handmade2.0-thematisch am wichtigsten sind, stehen ab sofort und quasi als visueller Reminder auch auf meiner "Visitenkarte" auf meiner Twitterhomepage:


Ihr seid herzlich eingeladen, diesen Listen zu followen, wie es im Twitterjargon so schön heisst. Natürlich freue ich mich auch, wenn Ihr handmade2.0 auf eine Eurer Twitterlisten mit aufnehmt.

Und zum Schluss: wenn Ihr Euch für die kommunikationsstrategischen Aspekte von Twitterlisten interessiert, empfehle ich Euch den Beitrag dazu vom sehr geschätzten PR-Blogger Klaus Eck.






November 2, 2009

Lippenpomade, sehr fein.


Das Wochenende über habe ich wieder einmal in den geretteten Archiven meiner zwei alten Blogs gepuhlt, um zu sehen, ob ich nicht noch mehr alte Posts wiederbeleben kann. Der erste Blog, den ich hatte, war bei einem Host, der 2002 an den Start gegangen und dessen Produkt im Frühjahr 2003 entsprechend unausgereift und fehlerbehaftet war. Eins der grösseren Probleme war, dass mein Blog dort einmal komplett gelöscht und nur halb wieder hergestellt wurde. Das zweitgrösste Problem war, dass die später eingeführten Backupdownloads mehr Download als echter Backup waren. Seitdem puzzle ich also Blogposts und Bilder zusammen, wobei dazugehörige Bilder nur mühsam durch Abgleichen von Dateinamen gefunden werden können, denn sie waren nie Teil des Backups (gut also, dass ich immer Kopien aller Blogbilder auf meiner lokalen Maschine habe).

Und dabei erinnerte ich mich, dass eine meiner ersten kreativen Bloglektüren notmartha war. Damals noch auf einer anderen Domain, eine der wenigen unabhängigen Anlaufstellen für gute Tips und gute Schreibe, kurzum eine wahre Freude, regelmässig auf ihre Beiträge zu verweisen. 2004 schrieb notmartha einen Beitrag über DIY Fettstifte. Der ist seitdem oft weitergegeben worden, aber ihr Beitrag ist immer noch mein Favorit. Seither habe ich also immer wieder eine eigene Lippenpflege gemacht, immer zur kalten Jahreszeit.




In der Apotheke wird Bienenwachs, die Hauptzutat, in sehr kleinen Portionen abgegeben, was praktisch ist, wenn man nicht plant, gleich die ganze Nachbarschaft mit Lippenpomade zu versorgen. 10g genügen bereits - die Pomade soll ja auch nicht ranzig werden. Ansonsten kommt in meine Pomade nicht viel mehr hinein; statt reines Vitamin E (dient der Verlängerung der Haltbarkeit der Fette) kommt Nachtkerzenöl mit Vitamin E hinein, denn Nachtkerzenöl hat gute Fettsäuren (3 Kapseln aus der Drogeriepackung). Wenn ich aus Israel gutes Olivenöl mitgebracht habe, verwende ich das (d.h. auf 10g Bienenwachs 3 EL gutes Öl), und vom Imker meines Vertrauens kommt ein würziger Tannenhonig, vom dem noch ein knapper Teelöffel dazu kommt. Aromen und Geschmacksstoffe schätze ich in meiner Lippenpflege nicht besonders, bis auf das dezente Honigaroma, das ja dann schon drin ist.

Die Menge, die dabei entsteht, passt in vier kleine Tiegelchen (z.B. Pröbchendosen) oder drei gut befüllte Slider (das sind diese hier). Die werden dann gut auf Taschen und Arbeitstisch verteilt. Für die aktuelle Portion habe ich ein Döschen von S.I.C. pastilles mental gefüllt; zugegeben etwas waghalsig, wenn auch letztendlich schön anzuschauen. Da die Kanten der Dose nur zusammengebogen sind, lief das flüssige Fett erstmal wieder aus. Mit ein paar Tricks hielt es dann aber. Versteht sich aber von selbst, dass diese Dose nicht in warme Taschen kommt.

Apothekenalternative: eigentlich kaufe ich gerne im Spinnrad ein (genau, kennen wir noch von der Hobbythek! Und überhaupt, dank Hobbythek habe ich meine ersten Versuche im Kosmetikselbermachen unternommen, noch bevor es das Internet gab.), was noch praktischer geworden ist, seitdem es einen Onlineshop gibt - 2004 gab es ihn noch nicht. In Hannover zum Beispiel gab es eine Filiale in der Innenstadt, die nun aber auf die Lister Meile gezogen ist - sehr praktisch. Für Lippenpomade nützen Spinnradportionen allerdings nur, wenn man regelmässig welche macht und Vorrat halten kann, oder wenn man gleich viel auf einmal zu machen hat.







November 1, 2009

Rumantsch ist kein Dreckskram. (Und auch kein Eintopf.)


Ich bin ja auch irgendwie verschusselt. Manchmal. Manchmal.

Man darf auch ruhig mal selber über seine guten Taten bloggen. Besonders, wenn sie für andere auch noch einen Mehrwert haben.

Kurz nachgeholt: Im April hatte Luc von guzuu (genau, die aus der Schweiz) zufällig einen Bericht über seinen neuen Marktplatz auf Battaporta gefunden. Battaporta ist eine Webseite, die auf Rumantsch publiziert wird, und so herrschte e bizzeli Ratlosigkeit. Da habe ich gerne ausgeholfen und bin Lucs Hilferuf gefolgt. Und habe ihm den Text ins Hochdeutsche übersetzt:

 


Aus Annatinas Produktion statt von H&M

Westen stricken, Mützen häkeln, t-shirts dekorieren... Handarbeit ist neuerdings wieder in!

Aber warum das, was man handgemacht hat, nur selber anziehen, warum die Eigenkreationen nur an Familienmitglieder verschenken?

Handgemachte Dinge gefallen auch anderen und lassen sich heutzutage sehr einfach im Netz verkaufen. Auf Seiten, die extra dafür gemacht worden sind. So zum Beispiel die t-shirts von Annatina Dermont auf guzuu.com

Was ist guzuu.com?

Drei junge Luzerner haben die Seite guzuu zum Laufen gebracht, mit der Idee, ein Shopsystem für handgemachte Dinge zu entwickeln. Unter dem Motto "lieber selbstgemacht als China" haben sie begonnen, an guzuu.com zu arbeiten. Seit 2008 ist die Seite online. Sie ist nicht die einzige ihrer Art.

Das "do it yourself movement" ist im Web angekommen

Ähnlich wie guzuu.com sind dawanda.de und marke-eigenbau.org aus Deutschland. In den USA gibt es bereits tausende handgemachte Sachen auf etsy.com.

"Wir prosumieren" (die Kombination zwischen 'wir konsumieren' und 'wir produzieren') ist ein weiteres Motto von guzuu.com.

Damit Profit (rein-)kommt, muss, wer etwas auf guzuu.com verkauft, eine Art Provision an die Betreiber der Seite abgeben."






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