August 26, 2010

Intermezzo: Fabb-tastic? Formulor!


Noch'n Update:  So, es ist ausgelost. Ich hab's per Blinde-Glücksfee-Technik gemacht: Namen auf Zettel geschrieben, alle gut geschüttelt, in eine Mütze getan und dreimal "blind" hineingefasst.



Gezogen habe ich auf diese Weise die folgenden drei Gewinner: Frollein C, Katrin und buchschnitte. Applaus Euch dreien!
Euren Gutscheincode schicke ich Euch per Email zu!

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Update: Stefan war so nett und hat drei Formulor-Gutscheincodes speziell für handmade2.0-Leser geschickt. Jeder davon ist bis Ende November 2010 einmal gültig und bringt Euch satte 25% Rabatt auf eine Bestellung.


Ich habe mir überlegt, dass so ein tolles Geschenk auch gut vergeben sein soll, und daher stelle ich die Codes weder hier hinein, noch vergebe ich sie einfach an drei Leser, sondern mache folgendes: wenn Ihr einen Code haben möchtet, hinterlasst unten einen Kommentar und beschreibt kurz, welches Produkt Ihr von Formulor machen lassen würdet.  Bei mehr als drei Kommentaren kommen alle konkreten Produktideen in den grossen Hut und der Zufallsgenerator entscheidet.

Einsendeschluss ist am Montag, 30. August 2010, um 0:00 Uhr. Am Dienstag wird dann gelost.
(Und: Rechtsweg usw. usf. ausgeschlossen - ich möchte einfach nur eine faire Sache draus machen und keinen begünstigen.)

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Nein, die Sommerfrische ist noch nicht um. Aber aus der Sommerfrische schnell News, die viele von Euch begeistern werden: in Zusammenarbeit mit Modulor (Ihr wisst, eine der guten Quellen für Künstlerbedarf usw.) hat Stefan Canditt aus Berlin Formulor ins Leben gerufen. Dort könnt Ihr Eure kreativen Kleinstserien an lasergeschnittenen bzw. gefrästen Produkten machen lassen, ganz nach Euren Vorlagen.

screen: formulor.de


Designs werden von Euch im Vektorformat erstellt (Designtips findet Ihr hier, ein gutes FAQ gibt es ausserdem hier), hochgeladen und dann bei Formulor von einem Team mit mehr als zwölf Jahren Erfahrung mit der Bearbeitung von Materialien und Bauteilen mittels Laser und CNC-Fräsen für Euch produziert.

Aufträge und Designs verwaltet Ihr unter Meine Fabrik, also Eurem Nutzerkonto, das Ihr kostenlos einrichten könnt. Dort lässt sich beim Vorbereiten einer "Produktion" dann auch der individuelle Preis Eurer Kreation berechnen.

Alle Materialien werden von Modulor bezogen, eine Übersicht darüber gibt es auf dieser Seite. Sollte es weitere interessante Materialien geben, die Ihr noch vermisst, könnt Ihr sie Formulor jederzeit vorschlagen (ich vermute jetzt mal, dass bald nach Gummi für gelaserte Stempel gefragt werden wird...).

In der Formulor-flickr-Group gibt es übrigens bereits einige Designbeispiele zu sehen.

Nun könnt Ihr also auch trendige Accessoires, so wie Ihr sie bereits andernorts bewundert habt, selber kreieren und professionell herstellen lassen. Formulor sei Dank.

Und wem die Sache nun irgendwie bekannt vorkam: stimmt, Ponoko. Die steuern nämlich die Technologie bei.

August 20, 2010

Sommerfrische.Intermezzo: Lippenpomade, sehr fein.


Dieser Beitrag wurde erstmals am 2.11 2009 gepostet und für das Sommerfrische.Intermezzo 2010 extra für Dich aus den Tiefen des handmade2.0-Archivs "DIY" geholt. Viel Spass bei der Lektüre!  


Das Wochenende über habe ich wieder einmal in den geretteten Archiven meiner zwei alten Blogs gepuhlt, um zu sehen, ob ich nicht noch mehr alte Posts wiederbeleben kann. Der erste Blog, den ich hatte, war bei einem Host, der 2002 an den Start gegangen und dessen Produkt im Frühjahr 2003 entsprechend unausgereift und fehlerbehaftet war. Eins der grösseren Probleme war, dass mein Blog dort einmal komplett gelöscht und nur halb wieder hergestellt wurde. Das zweitgrösste Problem war, dass die später eingeführten Backupdownloads mehr Download als echter Backup waren. Seitdem puzzle ich also Blogposts und Bilder zusammen, wobei dazugehörige Bilder nur mühsam durch Abgleichen von Dateinamen gefunden werden können, denn sie waren nie Teil des Backups (gut also, dass ich immer Kopien aller Blogbilder auf meiner lokalen Maschine habe).

Und dabei erinnerte ich mich, dass eine meiner ersten kreativen Bloglektüren notmartha war. Damals noch auf einer anderen Domain, eine der wenigen unabhängigen Anlaufstellen für gute Tips und gute Schreibe, kurzum eine wahre Freude, regelmässig auf ihre Beiträge zu verweisen. 2004 schrieb notmartha einen Beitrag über DIY Fettstifte. Der ist seitdem oft weitergegeben worden, aber ihr Beitrag ist immer noch mein Favorit. Seither habe ich also immer wieder eine eigene Lippenpflege gemacht, immer zur kalten Jahreszeit.





In der Apotheke wird Bienenwachs, die Hauptzutat, in sehr kleinen Portionen abgegeben, was praktisch ist, wenn man nicht plant, gleich die ganze Nachbarschaft mit Lippenpomade zu versorgen. 10g genügen bereits - die Pomade soll ja auch nicht ranzig werden. Ansonsten kommt in meine Pomade nicht viel mehr hinein; statt reines Vitamin E (dient der Verlängerung der Haltbarkeit der Fette) kommt Nachtkerzenöl mit Vitamin E hinein, denn Nachtkerzenöl hat gute Fettsäuren (3 Kapseln aus der Drogeriepackung). Wenn ich aus Israel gutes Olivenöl mitgebracht habe, verwende ich das (d.h. auf 10g Bienenwachs 3 EL gutes Öl), und vom Imker meines Vertrauens kommt ein würziger Tannenhonig, vom dem noch ein knapper Teelöffel dazu kommt. Aromen und Geschmacksstoffe schätze ich in meiner Lippenpflege nicht besonders, bis auf das dezente Honigaroma, das ja dann schon drin ist.

Die Menge, die dabei entsteht, passt in vier kleine Tiegelchen (z.B. Pröbchendosen) oder drei gut befüllte Slider (das sind diese hier). Die werden dann gut auf Taschen und Arbeitstisch verteilt. Für die aktuelle Portion habe ich ein Döschen von S.I.C. pastilles mental gefüllt; zugegeben etwas waghalsig, wenn auch letztendlich schön anzuschauen. Da die Kanten der Dose nur zusammengebogen sind, lief das flüssige Fett erstmal wieder aus. Mit ein paar Tricks hielt es dann aber. Versteht sich aber von selbst, dass diese Dose nicht in warme Taschen kommt.

Apothekenalternative: eigentlich kaufe ich gerne im Spinnrad ein (genau, kennen wir noch von der Hobbythek! Und überhaupt, dank Hobbythek habe ich meine ersten Versuche im Kosmetikselbermachen unternommen, noch bevor es das Internet gab.), was noch praktischer geworden ist, seitdem es einen Onlineshop gibt - 2004 gab es ihn noch nicht.  Für Lippenpomade nützen Spinnradportionen allerdings nur, wenn man regelmässig welche macht und Vorrat halten kann, oder wenn man gleich viel auf einmal zu machen hat.

August 13, 2010

Sommerfrische.Intermezzo: Indie Publishing (book tip)


Dieser Beitrag wurde erstmals am 29.11 2008 gepostet und für das Sommerfrische.Intermezzo 2010 extra für Dich aus den Tiefen des handmade2.0-Archivs "Books" geholt. Viel Spass bei der Lektüre! 






Hier erst in wenigen Tagen erhältlich, in den USA schon seit Anfang November auf dem Buchmarkt: Ellen Luptons neues Buch "Indie Publishing: How to design and publish your own book."

Ellen Lupton ist Grafikdesignerin und Autorin einer Reihe von guten Büchern, schreibt eine Kolumne im Readymade Magazine (psst, gibt's auch in digital), und sie ist Direktorin des Graphic Design MFA Programms am Maryland Institute College of Art in Baltimore.

In "Indie Publishing" erklärt Ellen Lupton, warum Design so wichtig auch, oder vielleicht gerade für selbstverlegte und selbstprodzierte Bücher ist. Anhand von Beispielen werden Gestaltungsprinzipien erklärt und was Buchcover zu Eyecatchern werden lässt und was nicht. Neben gestalterischen Aspekten klärt sie ebenfalls über formelle Dinge auf, wie zum Beispiel wie man ein Buch selber verlegt, vermarktet und bewirbt, und warum eine ISBN-Nummer wichtig ist.

Die Designerin Robin Williams hatte mit ihren Klassikern "The Non-Designer's Scan and Print Book", "The Non-Designer's Design Book" und "Graphic Design Workshop" bereits eine Lanze gebrochen und Design für "Nichtdesigner" verständlich gemacht. Ganz in diesem Sinne arbeitet auch Ellen Lupton, und es spiegelt sich wieder in ihren Büchern "Thinking with Type" und "DIY: Design It Yourself" (letzteres war bei seinem Erscheinen ein instant hit in der Indie Design-Welt).

Im Januar 2007 schrieb Ellen Lupton ins DesignBlog des Cooper-Hewitt National Design Museum (wo sie Kuratorin für zeitgenössiches Design ist):
"We’re at a moment in time when authors want to try their hand at graphic design. (Warning: there’s a learning curve.) Yet the opportunity is there for designers, too: more and more of us want to become authors, so the new media economy can work for us, too!"



Wer im Gestalten, Selbstverlegen und Vermarkten von Büchern gänzlich unbedarft ist, sollte sein Selbststudium mit der Lektüre von "Indie Publishing" beginnen - wobei nicht gesagt ist, dass es dann schon klappt mit dem Projekt "Ich mach' mein eigenes Buch". Denn Kunst kommt von... genau, von Können.




Ellen Lupton
Indie Publishing
How to design and publish your own book

Princeton Architecturial Press (2008)
isbn 1568987609
ca. 18,99€

August 3, 2010

Sommerfrische.Intermezzo: Yoni Bloch


Dieser Beitrag wurde erstmals am 3.12 2009 gepostet und für das Sommerfrische.Intermezzo 2010 extra für Dich aus den Tiefen des handmade2.0-Archivs "Israel" geholt. Viel Spass bei der Lektüre! 


Kleines musikalisches Intermezzo: Yoni Bloch ist einer der israelischen Shootingstars, die man einfach gern haben muss.




Wer mitsingen möchte, hier ist der Text auf Hebräisch, Lautschrift und englische Übersetzung (nicht genau hinsehen, ich hab's im Flug übersetzt...).


Lo mul hayam
Lo babait o bagan
Lo shikor al habar
Lo beohel bamidbar
Al safsal jashan baerev mul beitah
Kedei lirot otah.

Lo ser prachim
Salsilah im tapuchim
Lo klavlav mefuchad
O liker im schokolad
Hu joshev mul chaloni al yad psanter
Rak sheyisha'er.

Lu rak haiti juchal
Lu rak jacholti lomar
Lish'ol im efshar la'alot
'Bou ta'aleh elai kvar'
Lo hainu joshvim kol halaila
Ani mechakah/mechakeh ve hu lo lo mevin/ve hi lo mevinah
Ani mechakah/mechakeh ve hu lo lo ba/ve hi lo ba'a.

Lo megivah
Lo makshiv le'af tshuvah
Lo romeset li lavo
Lo merim et ha mavato
Joshev vemenagen la shir acher
Rak sheyisha'er

Lo rak haiti yachol....




לא מול הים
לא בבית או בגן
לא שיכור על הבר
לא באוהל במדבר
על ספסל ישן בערב מול ביתה
כדי לראות אותה

לא זר פרחים
סלסלה עם תפוחים
לא כלבלב מפוחד
או ליקר עם שוקולד
הוא יושב מול חלוני על יד פסנתר
רק שיישאר

לו רק הייתי יכול
לו רק יכולתי לומר
לשאול אם אפשר לעלות
בוא תעלה אלי כבר
לא היינו יושבים כל הלילה
אני מחכה והוא לא לא מבין/והיא לא מבינה
אני מחכה והוא לא לא בא/והיא לא לא באה

לא מגיבה
לא מקשיב לאף תשובה
לא רומזת לי לבוא
לא מרים את מבטו
יושב ומנגן לה שיר אחר
רק שיישאר

לו רק הייתי יכול...



Not at the sea,
not at home or in the garden
Not drunk at the bar
Not in a tent in the desert
He slept on a bank in front of her house at night
Just to see her


No bouquet of flowers
No basket of apples
No sheepish puppy
or chocolate liquor
He sits outside my window,
next to a piano
If only he'd stay

If only I could,
If only I could say,
Ask her if I could come up;
'Come on, come up already'
We wouldn't have to sit all night
I am waiting and he doesn't, doesn't understand/she doesn't understand;
I am waiting and he doesn't, doesn't come/ she doesn't, doesn't come;

She doesn't react
He doesn't listen to any answer
She doesn't give me a sign to come
He doesn't look up
I sit and play for her another song
If only he'd stay

If only I could...


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