Einige haben schon gefragt: "Was war das denn nun mit Keksen und Winterfreuden??" -- ja, das war -dachte ich jedenfalls- eine nette Idee. Und danke auch für die Nachfragen nach einem eventuellen khend-meyd holidays 2010. Aber an allen Ecken und Enden im (Kreativ-)Blogland gibt es das jetzt schon (Liebe anonyme Kommentatoren und Emailer: meine Güte, ich gehe vorher doch nicht auf Suche und schaue, wer die Ecke dieses Jahr schon besetzt hat...kriegt Euch mal wieder ein!), und jeder macht dieses Jahr schon seit gefühlten drei Monaten Adventskalender und andere Dinge.
Daher, und da ich momentan eh gut mit Arbeit eingedeckt bin, muss ich Euch leider enttäuschen. Es gibt nichts dergleichen in diesem Jahr; jedenfalls nicht hier, aber andernorts ganz bestimmt.
Nächstes Jahr dann vielleicht wieder.
November 22, 2010
November 11, 2010
Kreativität im Netz - und die Sache mit Deutschland vs. USA
Deutschland hat jetzt auch so etwas wie ein ravelry: die Strickcommunity.
Betreiber dieser neuen Community ist die Next Century Networks GmbH mit Sitz in Stuttgart. Die Firma kommt allerdings nicht aus der kreativen Ecke, sondern ist Betreiber von Internetportalen zu diversen Themen: Trends aufspüren und webtechnisch umsetzen. Die Vision/Mission lautet: "Das Unternehmen fokussiert sich auf innovative Internetlösungen zu Ergänzung der bestehenden Angebote und somit zur besseren Bedienung des Marktes."
Dass die Strickcommunity als deutsches Pendant zu ravelry gedacht ist, klingt in dieser Stellungnahme mit.
Im Design, Look und vor allen Dingen Funktionalität um Längen unansprechender gestaltet als das amerikanische Original ravelry, zieht die Strickcommunity dennoch neue Nutzer an - sie sind aber auch erst Anfang Oktober live gegangen und das Team hat sich in der strickenden Blog- und Forenwelt umgetan und persönliche Einladungen ausgestellt (mehr noch, aber dazu weiter unten); es bleibt also noch zu beobachten, wie sich das ganze entwickeln wird.
Ein offensichtlicher Pluspunkt: die Community ist deutschsprachig, es muss sich keiner seines schlechten Schulenglisch schämen, was in Bezug auf ravelry sicherlich der Fall ist (auf der anderen Seite: niemand sagt, dass man auf ravelry Anleitungen auf englisch verfassen muss, und die Anzahl der deutschen User ist immerhin so gross, dass ein Austausch auf deutsch zustande kommt).
Was immer wieder auffällt: in Deutschland ergreifen nun vor allen Dingen Agenturen und Portalbetreiber -oftmals komplett Branchenfremde- die Gelegenheit und rufen Communities, Events und Aktionen rund um die Kreativität und das Selbermachen ins Leben. Denn Selbermachen liegt noch voll im Trend. In den USA, so zum Beispiel ravelry, sind diese Aktionen immer noch in der Mehrzahl in den Händen einzelner Ideengeber, die oft eben auch selber aus der kreativen Ecke kommen und einige Zeit schon im kreativen web(2.0) unterwegs sind. Entsprechend unterschiedlicher könnten die Angebote nicht ausfallen.
Dass in Deutschland so wenig Initiativen von privater Seite oder Individuen ausgeht, liegt meiner Meinung nach an der unglaublich komplizierten Rechtslage, ganz besonders in Hinblick auf Internetrecht und kommerziell orientierte Projekte. Nicht, dass diese es Einzelkämpfern unmöglich machte; sie schreckt einfach nur sehr schnell ab. Und dann wären da noch das Medium Internet und das Stichwort "Medienkompetenz": auch nach all den Jahren werde ich das Gefühl nicht los, dass wir den Amerikanern in Bezug auf einen natürlicheren, spielerischeren Umgang mit Netztechnologien um Längen hinterherhinken.
Teil der Community sein - das wird meiner Meinung auch weiterhin ein entscheidender Faktor für den Erfolg oder den Misserfolg einer kreativen Webinitiative bleiben, ganz besonders, wenn es auch nur irgendwie um The New Handmade geht. Wer hier mitspielen will, sollte die Bewegung verstehen und wissen, wie sie tickt, sollte ehrlich und authentisch partizipieren und netzwerken und nicht nur Pflichtübungen nach Handbuch absolvieren. Das wiederum wird sich nicht zuletzt auch im Look&Feel eines Portals, einer Seite wiederspiegeln. Und ansonsten bleibe ich bei dem, was ich vor einiger Zeit schon gesagt hatte.
P.S. Was bitte soll man von Aktionen dieser Art halten (oder auch...dieser)? Ich dachte bislang, dass eine Community von alleine wächst; weil sie gut ist, attraktiv ist, weil sie etwas bietet, was bislang vermisst wurde... und nicht durch gekaufte User, die dafür entlohnt werden, Content beizusteuern. Ob das in der Strickcommunity bekannt ist? Einige bekommen Geld dafür, dass sie Content liefern, andere stellen ihre Inhalte für absolut umsonst ein?
Nachtrag, 12.11.: die unter P.S. aufgeführten Links mal eben über Nacht kommentarlos ganz aus den Webseiten zu löschen ist natürlich auch ein Weg. Zur Erklärung: hier wurden TexterInnen und StrickerInnen gesucht, die gegen Entlohnung Content für die Strickcommunity generieren sollten. Diese beiden Portale gehören ebenfalls zur Next Century Networks GmbH. Gehen wir mal davon aus, dass die Community nun organisch wachsen soll... viel Erfolg!
Betreiber dieser neuen Community ist die Next Century Networks GmbH mit Sitz in Stuttgart. Die Firma kommt allerdings nicht aus der kreativen Ecke, sondern ist Betreiber von Internetportalen zu diversen Themen: Trends aufspüren und webtechnisch umsetzen. Die Vision/Mission lautet: "Das Unternehmen fokussiert sich auf innovative Internetlösungen zu Ergänzung der bestehenden Angebote und somit zur besseren Bedienung des Marktes."
Dass die Strickcommunity als deutsches Pendant zu ravelry gedacht ist, klingt in dieser Stellungnahme mit.
Im Design, Look und vor allen Dingen Funktionalität um Längen unansprechender gestaltet als das amerikanische Original ravelry, zieht die Strickcommunity dennoch neue Nutzer an - sie sind aber auch erst Anfang Oktober live gegangen und das Team hat sich in der strickenden Blog- und Forenwelt umgetan und persönliche Einladungen ausgestellt (mehr noch, aber dazu weiter unten); es bleibt also noch zu beobachten, wie sich das ganze entwickeln wird.
Ein offensichtlicher Pluspunkt: die Community ist deutschsprachig, es muss sich keiner seines schlechten Schulenglisch schämen, was in Bezug auf ravelry sicherlich der Fall ist (auf der anderen Seite: niemand sagt, dass man auf ravelry Anleitungen auf englisch verfassen muss, und die Anzahl der deutschen User ist immerhin so gross, dass ein Austausch auf deutsch zustande kommt).
Was immer wieder auffällt: in Deutschland ergreifen nun vor allen Dingen Agenturen und Portalbetreiber -oftmals komplett Branchenfremde- die Gelegenheit und rufen Communities, Events und Aktionen rund um die Kreativität und das Selbermachen ins Leben. Denn Selbermachen liegt noch voll im Trend. In den USA, so zum Beispiel ravelry, sind diese Aktionen immer noch in der Mehrzahl in den Händen einzelner Ideengeber, die oft eben auch selber aus der kreativen Ecke kommen und einige Zeit schon im kreativen web(2.0) unterwegs sind. Entsprechend unterschiedlicher könnten die Angebote nicht ausfallen.
Dass in Deutschland so wenig Initiativen von privater Seite oder Individuen ausgeht, liegt meiner Meinung nach an der unglaublich komplizierten Rechtslage, ganz besonders in Hinblick auf Internetrecht und kommerziell orientierte Projekte. Nicht, dass diese es Einzelkämpfern unmöglich machte; sie schreckt einfach nur sehr schnell ab. Und dann wären da noch das Medium Internet und das Stichwort "Medienkompetenz": auch nach all den Jahren werde ich das Gefühl nicht los, dass wir den Amerikanern in Bezug auf einen natürlicheren, spielerischeren Umgang mit Netztechnologien um Längen hinterherhinken.
Teil der Community sein - das wird meiner Meinung auch weiterhin ein entscheidender Faktor für den Erfolg oder den Misserfolg einer kreativen Webinitiative bleiben, ganz besonders, wenn es auch nur irgendwie um The New Handmade geht. Wer hier mitspielen will, sollte die Bewegung verstehen und wissen, wie sie tickt, sollte ehrlich und authentisch partizipieren und netzwerken und nicht nur Pflichtübungen nach Handbuch absolvieren. Das wiederum wird sich nicht zuletzt auch im Look&Feel eines Portals, einer Seite wiederspiegeln. Und ansonsten bleibe ich bei dem, was ich vor einiger Zeit schon gesagt hatte.
P.S. Was bitte soll man von Aktionen dieser Art halten (oder auch...dieser)? Ich dachte bislang, dass eine Community von alleine wächst; weil sie gut ist, attraktiv ist, weil sie etwas bietet, was bislang vermisst wurde... und nicht durch gekaufte User, die dafür entlohnt werden, Content beizusteuern. Ob das in der Strickcommunity bekannt ist? Einige bekommen Geld dafür, dass sie Content liefern, andere stellen ihre Inhalte für absolut umsonst ein?
Nachtrag, 12.11.: die unter P.S. aufgeführten Links mal eben über Nacht kommentarlos ganz aus den Webseiten zu löschen ist natürlich auch ein Weg. Zur Erklärung: hier wurden TexterInnen und StrickerInnen gesucht, die gegen Entlohnung Content für die Strickcommunity generieren sollten. Diese beiden Portale gehören ebenfalls zur Next Century Networks GmbH. Gehen wir mal davon aus, dass die Community nun organisch wachsen soll... viel Erfolg!
November 9, 2010
handmade2.0 per Email
Eine Email hat mich heute daran erinnert, dass in der Seitenleiste hier doch noch etwas fehlt... und zwar ein Button für alle, die handmade2.0 gerne per Email abonnieren möchten, und nicht etwa per Feed, via Twitter oder direkt hier. Alle, die genau dies tun möchten, scrollen bitte runter und tragen sich unter "colophon" durch Klicken des entsprechenden Buttons in die Liste ein.
Zum Kommentieren müsst Ihr dann allerdings wieder herkommen.
Zum Kommentieren müsst Ihr dann allerdings wieder herkommen.
November 6, 2010
Schmökerfreuden
Wieder so ein will-auch-machennnnnn!-Moment. Denn Creature Comforts präsentiert ihr erstes Magazine: Gifted Magazine.
Schnappt Euch eine Tasse heisse Schokolade, Kekse und eine gemütliche Ecke auf dem Sofa...
...a propos Kekse. Ich denke mir gerade eine schöne Vernetzungsaktion aus, in der es um Kekse und ein wenig mehr gehen soll. Bei Interesse würde ich mich über Eure Kommentare und über Weitersagen freuen.
Schnappt Euch eine Tasse heisse Schokolade, Kekse und eine gemütliche Ecke auf dem Sofa...
...a propos Kekse. Ich denke mir gerade eine schöne Vernetzungsaktion aus, in der es um Kekse und ein wenig mehr gehen soll. Bei Interesse würde ich mich über Eure Kommentare und über Weitersagen freuen.
November 5, 2010
Crème de la crème (US-) Kreativbücher
Amazon hat die Top 10 der beliebtesten craft books der USA bekannt gegeben. Auf Platz 1 rankt The Handmade Marketplace von Kari Chapin (hier vorgestellt... und hier ). Domestic Diva par excellence Martha Stewart ist auf den 9. Platz verbannt. Congratulations, Kari!
November 4, 2010
Zusammenstricken.
...nicht die Maschen. Zusammen mit anderen. Oder Neudeutsch: Collaborative Knitting.
Yarn It heisst ein neues Webprojekt, das einen Strickmustergenerator bereit hält, mit dem man eben dies tun kann: Strickmuster erstellen.
Pro Muster öffnet man quasi eine Sitzung, hat also eine individuelle URL. Diese URL kann man Freunden schicken, um sie an der Erstellung des Musters zu beteiligen. Ausserdem gibt es ein Chatfenster auf der Seite, so dass man eben dies tun kann: collaborative knitting. Naja - erstmal collaborative knit pattern generating. Aber das ist ja nicht catchy.
Habt Ihr schon Muster erstellt? Die Kommentare sind offen.
(Ein wenig niedlich ist's schon: die Paketbandrolle rechts im Header, statt eines Wollknäuels.)
hat tip: Swiss h2.0-correspondent nchenga.
Yarn It heisst ein neues Webprojekt, das einen Strickmustergenerator bereit hält, mit dem man eben dies tun kann: Strickmuster erstellen.
![]() |
| screen: yarn it |
Habt Ihr schon Muster erstellt? Die Kommentare sind offen.
(Ein wenig niedlich ist's schon: die Paketbandrolle rechts im Header, statt eines Wollknäuels.)
hat tip: Swiss h2.0-correspondent nchenga.
November 2, 2010
Intelligente Schwärme
arte TV brachte vor einigen Tagen einen sehr guten Beitrag zum Thema "Schwarmintelligenz" und fragte, "Gibt es tatsächlich so etwas wie eine Weisheit der Vielen?"
(Ausserdem dieser Tage noch online auf arte +7 in grösserem Format, oder im TV auf arte heute Nacht noch einmal um 2.00 Uhr.)
Empfehlenswert.
(Ausserdem dieser Tage noch online auf arte +7 in grösserem Format, oder im TV auf arte heute Nacht noch einmal um 2.00 Uhr.)
Empfehlenswert.
November 1, 2010
Eco Fashion-Trend: Shwopping
Gibt es ja in ähnlicher Form mittlerweile auch in Deutschland - in Neuseeland nennen sie es Shwopping (swapping & shopping):
Und die Sache geht dort so: bringt Eure modischen, kaum getragenen, sauberen Klamotten zur Party, lasst sie sortieren und bekommt Tokens, die ihr wiederum in neue Garderobe (a.k.a. die guten Stücke der anderen) investieren könnt. Faires Konzept, oder?
Eine gute Quelle für Kleidertausch-Termine in Deutschland ist nach wie vor Klamottentausch.net - und wer lieber online tauschen mag, schaut beim Kleiderkreisel vorbei.
![]() |
| flyer: thebigshwop.co.nz |
Und die Sache geht dort so: bringt Eure modischen, kaum getragenen, sauberen Klamotten zur Party, lasst sie sortieren und bekommt Tokens, die ihr wiederum in neue Garderobe (a.k.a. die guten Stücke der anderen) investieren könnt. Faires Konzept, oder?
Eine gute Quelle für Kleidertausch-Termine in Deutschland ist nach wie vor Klamottentausch.net - und wer lieber online tauschen mag, schaut beim Kleiderkreisel vorbei.
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