February 13, 2011

handmade meets group buying: craft.ly startet


Was passiert, wenn der Trend handmade auf das bewährte Commercekonzept group buying triff? Und mal ehrlich: es musste ja früher oder später dazu kommen. Levi Rosol und James Eliason wissen die Antwort. Denn sie haben, nach kurzem kreativen Brainstorming, craft.ly ins Leben gerufen.

screen: craft.ly

Vor drei Tagen ist die neue Plattform in geschlossener beta an den Start gegangen. Und noch werden die Invites handverlesen. Das Konzept soll genau so funktionieren, wie man es von konventionellen Group-Buying-Märkten kennt: der Preis für ein Produkt sinkt, je grösser die Gruppe der Käufer wird. Eben nur für handmade Produkte - und warscheinlich Anbieter von Bastelbedarf aller Art, also im Grunde die komplette Kundschaft, die sich auf Etsy & Co. tummelt.

Interessant ist dieses Konzept deshalb, weil es Kleinstunternehmern bessere Geschäfte bescheren könnte: statt einen Shop auf Etsy und anderen vergleichbaren Marktplätzen zu unterhalten und Produkte (mühselig) Stück um Stück zu verkaufen, denkt craft.ly eher an diejenigen, die in Richtung Wholesale produzieren können. Zwar im Rahmen dessen, was man als kleines 1-Frau/Mann-Unternehmen schaffen kann, aber so, dass noch etwas am Preis gedreht werden kann, ohne arm zu werden. Verkäufer sollen also schneller an ihren Umsatz kommen. Mitgründer James Eliason erklärt das Konzept so:

"The 10 aprons that my girlfriend could make in a day, could be sold to 10 different individuals, each purchase drives the price down a bit for the entire group. Instead of her hoping and dreaming of making $15 on Etsy selling one apron, she could offer them up for $10 if 10 people buy it. There are millions of people just like her. And there are thousands of kitchen stores, craft stores, etc that want to sell handmade goods- they just don’t know where to go."
Für Eliason haben Marktplätze wie Etsy zu wenig Potential für ein echtes Social Buying-Erlebnis, was seiner Meinung nach vor allen Dingen daran liegt, dass diese Marktplätze Käufern noch viel zu wenig Anreiz bieten, die Werbetrommel zu rühren:

"(...)there should be a better way to incentivize buyers to help spread the word about the particular product or seller, turning into a much more social buying experience."
Und Mitgründer Levi Rosol ist nach eigenen Marktrecherchen der Meinung, dass Verkäufer von Handgemachtem auch mit Formaten wie Etsy immer noch nicht vollkommen zufrieden und auf der Suche nach perfekteren handmade Communities sind, auf denen sie ihr Kleinunternehmen besser und dabei kostengünstig repräsentieren und damit bessere Umsätze erzielen können.

Ich bin gespannt, wie dieses Konzept abhebt. Und ob es demnächst eine deutsche/europäische Kopie davon geben wird, da Group Buying hier doch besonders im Trend liegt.


Seitenbemerkung: die eigentliche Idee zu dieser Symbiose ist wiederholt durch eine Frau angestossen worden (ähnlich war es auch bei Plattformen wie ravelry und society6). Es wäre vielleicht ein wenig zu weit gegriffen zu behaupten, dass die Herren der Schöpfung, die sich nur allzu gerne über The New Handmade lustig machen (von wegen ist ja kein ernst zu nehmender Commercetrend und überhaupt... häkeln und töpfern....), von selber nie auf solche Ideen kommen würden... aber ich sehe einen Trend. Wir wissen ja: behind every great man... usw.



[hat tip link: hackr]

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