October 25, 2011

DIY Journalistennachwuchs


Eine nette Sache: die DIY Ausstellung, die zur Zeit noch im Frankfurter Museum für Kommunikation läuft, hat Kinder im Rahmen eines Workshops die erste DIY-Ausstellungs-Zeitung machen lassen. Die Nachwuchsjournalisten haben sich mächtig ins Zeug gelegt und eine tolle Arbeit geleistet:




October 19, 2011

Stempel lasern lassen - nun auch bei formulor


Mein Beitrag zum Selbermachen von Stempeln, immerhin auch schon zwei Jahre alt, ist nach wie vor einer der meistbesuchtesten Posts auf handmade2.0. Die Ideenliste dort wächst nun noch um eine weitere Möglichkeit, nämlich das neue Stempelmaterial bei formulor.



Stempelmotive bei formulor lasern lassen

Was formulor ist und was man da alles machen kann, hatte ich in diesem Beitrag bereits vorgestellt. Künftig kann man bei formulor also nun auch eigene Stempeldesigns lasern lassen, dafür wurde die Materialpalette um Stempelgummi erweitert. Auf dem Format P1 (das sind 181mm x 181mm) könnt Ihr Designs anlegen, die dann ausgelasert werden. Theoretisch sind so also auch mehr als ein Stempelmotiv/-design pro Platte möglich.

Die Montage müsst Ihr allerdings selber vornehmen, das Material für den Stempelgriff und die weiche Einlage zwischen Griff und Stempelplatte müsst Ihr auch selber besorgen. Eine ganz genaue Anleitung zum Anlegen der Laservorlage sowie Tips zum Materialkauf für Griff und Zwischenschicht hält formulor hier für Euch bereit.

October 13, 2011

Awesome Aktionismus bei der Arbeit


...also die Leute von Paperlux in Hamburg. Mir steht da gerade so ein bisschen der Mund offen....




     48.000 Druckdurchgänge
+ 140 Stanzschnitte pro Heft
= sechs verschiedenfarbige Coverversionen ohne erneute Plattenbelichtung


...und das gibt's mit der novum-Novemberausgabe. Das will ich in meinen eigenen Händen halten.

(P.S.: Nahaufnahmen und eine Covervorschau gibt es bei Paperlux.)



handmade.Film tip: Making it Handmade!


Nach Handmade Nation, das als Buch und Dokumentarfilm über die Grenzen der USA hinaus sehr erfolgreich geworden ist, kommt der nächste Dokumentarfilm zum Thema The New Handmade aus Australien. Anna Brownfield ist Filmemacherin aus Melbourne und lässt in ihrer rund einstündigen Dokumentation nicht nur handmade.Stars wie Pip Lincolne, Gemma Jones, Faythe Levine, Rayna Fahey und Casey Jenkins zu Wort kommen, sondern gibt Einblicke in die lokale Craftercommunity von Melbourne.

Anne Brownfield sagt über ihr Projekt:
“I wanted to show that craft was no longer daggy but had moved into a new era and was being reclaimed by women who had been brought up as feminists.”

Sofort nach Drehende begann die Filmemacherin, an einem zweiten Teil zu arbeiten - einer Dokumentation über Männer, die handarbeiten und werkeln.

Bislang gab es Make it Handmade! in Australien zu sehen, im September auf dem Down Under Filmfestival in Berlin, diesen Monat kommt er in ausgesuchte Locations in den USA... und wer weiss, wo er danach zu sehen sein wird. Vielleicht ja auch bald wieder hier in Deutschland.
Für Euer Puschenkino (oder crafty Event) gibt es da schon mal eine Lösung, denn die Doku ist bereits auf DVD erschienen und online in Anna Brownfields Shop erhältlich.

Die Facebookseite zur Doku ist hier, Anna bloggt hier.


Making it Handmade!
Australien 2010
55 min.

Documentarfilm
Englisch
16:9 Anamorphic PAL
Dolby Stereo
Extras: Directors' Commentary
Regie: Anna Brownfield


ca. 15 $



October 10, 2011

handmade.Termin: hello handmade #2



Der zweite hello handmade Designmarkt steht an! Am 23. Oktober öffnen sich auf Kampnagel in Hamburg die Pforten zum zweiten Mal und laden alle, die handmade shoppen möchten, einen Tag lang ein.

Sorgfältig ausgewählte Designer zeigen ihre Arbeiten und kommen mit vollen Kisten, damit auch keiner mit leeren Taschen wieder nach Hause gehen muss.

Sonntag, 23. Oktober 2011
10.00 Uhr - 18.00 Uhr

Kampnagel
Jarrestr. 20
Hamburg


October 7, 2011

handmade.Interview: Sophie Pester von hello handmade


Sophie Pester ist die Frau hinter hello handmade, dem deutsch-europäischen Portal für handgemachtes, unabhängiges Design und originelle Ideen mit Sitz in Hamburg. Hier findet Ihr zeitgenössisches, frisches Design, neue Talente und Stars der New Handmade-Szene aus Deutschland und dem europäischen Ausland. Neben dem Showcase und einem Blog findet regelmässig ein Designmarkt statt, und ausserdem schreibt Sophie regelmässig Designwettbewerbe aus.

Lange geplant war das handmade.Interview mit ihr, im August war es endlich soweit. Frisch zurück vom Dockville Festival, hat sich Sophie trotz Vorbereitungen für den zweiten hello handmade Designmarkt (am 23. Oktober!) Zeit genommen, meine Fragen zu beantworten.





h2.0: Sophie, Du bist die treibende Kraft hinter hello handmade. Erzähl' uns doch ein wenig zu Deiner Person: wer bist Du und was machst Du?
Sophie: Hallo, ich bin Sophie, Designerin, handmade Fan und im Moment Hamburgerin. Nach der Arbeit für mein eigenes Label, habe ich letzes Jahr im Sommer hello handmade gegründet. Nebenbei arbeite ich als freie Designerin.

h2.0: Wie bist Du zu Deinem eigentlichen Beruf gekommen? Bestimmung oder Zufall?
Sophie: Ich habe in Stuttgart Kommunikationsdesign studiert, ohne recht zu wissen wohin die Reise gehen soll. Nach dem Studium habe ich in viele Jobs hineingeschaut und letztendlich erst mit hello handmade meine Berufung gefunden.

h2.0: Das Konzept hinter hello handmade ist aus Amerika bekannt: Projekte wie Poppytalk Handmade (2007) oder paper'n stitch (2008), also "handmade showcases", liegen voll im Trend. Was oder wer hat Dich eigentlich zu hello handmade inspiriert? Was ist hello handmades Mission?
Sophie: Zu hello handmade hat mich meine eigene Arbeit als handmade-Designerin inspiriert und natürlich die tolle Szene mit den vielen Leute da draussen, die großartige Ideen haben und den Mut, sie zu verwirklichen. hello handmade ist mein Herzensprojekt. Ich möchte Kreativen einen Ort geben, sich zu präsentieren und sich zu vernetzen und dabei Spass zu haben!

 

h2.0: Gibt es ein Team, das Dir bei Deiner Arbeit hilft, oder stemmst Du alles im Alleingang?
Sophie: Im Moment kann man überall, wo hello handmade steht, auch meinen Namen einsetzen. Das soll ich ändern, denn hello handmade ist so gewachsen, dass es für zwei Hände kaum noch zu bewältigen ist. Alleine an einer Sache zu arbeiten kann super sein! Man ist keinem Rechenschaft schuldig, aber auch leider etwas einsam. Deswegen freue ich mich auf zukünftige Teamarbeit!


h2.0:  Im Oktober 2010 fand der erste hello handmade Designmarkt in Hamburg statt - warst Du sehr aufgeregt? Was erwartest Du vom kommenden Markt im Oktober?
Sophie: Ich möchte natürlich an den Erfolg des ersten Marktes anknüpfen. Es werden diesmal mehr Aussteller dabei sein, die auch etwas internationaler ausgerichtet sind. Jetzt gehen die Vorbereitungen in die heisse Phase und ich habe alle Hände voll zu tun. Ich freue mich einfach und bin gespannt!



h2.0: Du bist frisch vom MS Dockville Festival zurück - wie war's?
Sophie: Es war eine super Erfahrung! Ich hatte Produkte von 30 Labels im Gepäck mit der Mission, sie alle und hello handmade unters Festivalvolk zu bringen. Leider hat uns das Hamburger Wetter vor eine echte Herausforderung gestellt. Wir haben drei Tage gegen den Regen gekämpft, aber das Beste aus dem Wochenende gemacht.

h2.0: Ausblick: Wie siehst Du die Zukunft vom handmade-Trend? Wie wird es weitergehen?
Sophie: Ich glaube die Zukunft von Handmade ist rosig. Es wird sich viel tun - jeder Trend entwickelt und verändert sich. Ich hoffe, dass der Trend noch viel mehr Kreativität zum Vorschein bringt und den Leuten das Gefühl gibt, ihre eignen Ideen verwirklichen zu können.

h2.0: Wenn Du in die Produktionsstätte oder Kreativschmiede einer Person oder eines Unternehmens schauen dürftest, wer würde das sein und warum?
Sophie: Ich bin großer Fan von workisnotajob. workisnotajob inspiriert Menschen dazu zu tun was sie lieben und zu lieben was sie tun. Besser kann ich meine Vorstellung von Arbeit und dem was ich tue mit hello handmade nicht auf den Punkt bringen. Jeder braucht ein bisschen workisnotajob!


h2.0: Zwei Bücher, die Du anderen Kreativen als Must-Read empfehlen würdest?
Sophie: Lesen ist spitze! Ich hätte gerne viel mehr Zeit zum lesen. In jedem Buch kann plötzlich ein Satz auftauchen, der die eigenen Gedanken klar macht und vielleicht alles ändert. Es ist also egal, welches Buch man liest, solange man sich selbst und seine Ideen darin wieder findet.

h2.0: Words of (Indie) Wisdom: was würdest Du Kreativen raten, die einen Designermarkt ins Leben rufen wollen?
Sophie: Wenn die Idee geboren ist und man von ihr überzeugt ist, muss man einfach loslaufen - Schritt für Schritt, das Ziel vor Augen. Die Idee und das Konzept sind in meinen Kopf flexibel und ich versuche beständig daran zu arbeiten, das Beste herauszuholen. Mit Menschen reden hilft total. Und hartnäckig sein, ohne sich von Rückschlägen den Wind aus den Segeln nehmen zu lassen. Für mich war wichtig, nicht so viel über die Konsequenzen nachzudenken und den Spass an der Sache nicht zu verlieren.




Vielen Dank, liebe Sophie, für Deine Zeit und für dieses Interview!



Photos © Sophie Pester / hello handmade
Screens: hello handmade / workisnotajob
Collagen: handmade2.0



October 6, 2011

handmade.Termin: handmade supermarket





Der vorerst letzte handmade supermarket in diesem Jahr steht ins Haus!

Am Sonntag, den 16. Oktober kommt der handmade supermarket mit der Indian Summer Edition 2011 zum letzten Mal in die Eisenbahnmarkthalle in Berlin-Kreuzberg. Erscheint zahlreich und shopt handmade bei diesen netten Leuten!


Was? -- handmade Supermarket
Wann? -- Sonntag, 16. Oktober 2011 | 11-18 Uhr
Wo? -- Eingänge befinden sich in der Eisenbahnstraße 42/43 und Pücklerstr. 34 | 10997 Berlin-Kreuzberg



Bitte beachtet: der Novembertermin am 13.11. fällt ersatzlos aus! Nach einer kleinen Pause geht es bald weiter mit handmade supermarket.



October 5, 2011

Subversive Sticheleien


Männer machen keine feinen Handarbeiten? Ha.

Im V&A London läuft noch bis zum nächsten Jahr die wunderbare Ausstellung "The Power of Making".



Mein Favorit ist das Exponat von Alexis Casdagli, der als britischer Kriegsgefangener in Deutschland Nadel und Faden schwang und den Nazis klar sagte, was er von ihnen hielt. Diese waren allerdings nicht sehr hell und haben auch nach vier Jahren Ausstellen in vier verschiedenen Kriegsgefangenenlagern nicht gesehen, was sie da eigentlich zeigen - was aussieht wie unregelmässige Striche und Punkte, ist Morsecode:

--. --- -..  ... .- ...- .  - .... .  -.- .. -. --. --..--  ..-. ..- -.-. -.- .... .. - .-.. . .-.


©Captain A. T. Casdagli, via

Die Geschichte von Casdagli und die Enstehungsgeschichte des Mustertuchs kann man in diesem Artikel auf Guardian nachlesen, seine Erinnerungen hat Casdagli ausserdem in einem selbstverlegten Buch, A Stitch In Time (2011), festgehalten.



V&A London
The Power of Making
6. September 2011 - 2. Januar 2012

Öffnungszeiten:
Tägl.: 10.00 Uhr - 17.45 Uhr
Freitags: 10.00 Uhr - 22.00 Uhr



October 2, 2011

Aktivistenpower?



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