Das hatten vor einiger Zeit bereits die Macher von Goodsmiths (ehemals craft.ly) erkannt und aus dieser Problemlage ein Geschäftsmodell entwickelt: Goodsmiths bietet Selbermachern gegen eine Transaktionsgebühr von 5% die Möglichkeit, ihre Waren konventionell (also Stück um Stück) oder gleich im Group Buying-Modus zu verkaufen. Noch läuft die Anmeldungsphase, in der sich Produktverkäufer ihren Shopnamen reservieren können (laut Goodsmiths über 300 potentielle Shops und mehr als 1000 Kunden), bald soll der Startschuss endgültig fallen.
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| image: seedyaa.com |
Dieses Geschäftsmodell hat seit vergangenem November ein deutsches Unternehmen, das aus Hamburg kommt, in sehr ähnlicher Form aufgegriffen: seedyaa. Die neue Handelsplattform, seit Ende 2011 aus der geschlossenen beta heraus, will Selbermacher ("Produktanbieter") und Wiederverkäufer ("Ladenbesitzer") zusammenbringen, den Ersteren so schnellere und erfolgreichere Geschäfte, den Letzteren den Zugang zu neuen interessanten Produkten und allen weniger Aufwand bei der Recherche ermöglichen. Eine Art Alibaba für handmade, sozusagen, denn handmade ist nun so sehr Mainstream, dass sich auch der reguläre Markt dafür interessiert und auf der Suche nach guten Bezugsquellen ist. In den Worten des Geschäftsführers Marcus Reisiger soll seedyaa "eine einzigartige Mischung aus Handelspartner-Börse, Online-Marktplatz, Web-Shop und webbasierten Abwicklungssystem" sein.
Die Anmeldung auf dem Portal ist soweit kostenlos, bei Zustandekommen eines Sofortkaufs sowie bei einer Kommissionierung fallen für den Produktanbieter Provisionen an (3%, bzw. 1,5%). Die Schaltung eines Inserats kostet für Ladenbesitzer und für Produktanbieter 1€ plus 19% MwSt.
Das Zusammenkommen von Produktanbietern und Ladeninhabern läuft derzeit über sogenannte Inserate, die eine Laufzeit von 30 Tagen haben.
Gegenwärtig wurde die Einführungsaktion für kostenlose Inserate bis Ende März 2012 verlängert. Für gewerblich handelnde Kreative -und nur die dürfen mitmachen- auf der Suche nach anderen oder neuen Absatzmärkten vielleicht eine gute Gelegenheit, die neuen Wasser einmal auszutesten.
Auf dem deutschen Markt ist seedya sicherlich noch Vorreiter, wenn auch nicht mehr mit einer komplett innovativen Idee (siehe Goodsmiths); es könnte aber auch in dieser Nische bald enger werden, besonders, da es kaum noch lohnt, neue Marktplätze in der Tradition von Etsy, DaWanda & Co. ins Leben zu rufen, die nichts revolutionär Neues mehr zu bieten hätten.
seedyaa | @Facebook
P.S. Aktuell sucht seedyaa noch Praktikanten für den Online-Mkt.-Bereich.






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